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Bauelement
Der Blockhausbau aus rohgezimmertem Lang- rundholz ist an sich bekannt. Er bedingt jedoch die Verwendung von wertvollen, ausgesuchten und gesunden Stämmen, deren umständlichen
Transport und die spezielle Zuarbeitung durch fachmännisch geschultes Personal auf der Bau- stelle. Bekannt sind auch derartige Balken mit mondsichelförmigen Querschnitt, die übereinander verlegt eine Spezialverbindung unter vielen anderen bekannten horizontalen Blockverbänden darstellen. Es ist ferner auch bekannt, aus kleinen handlichen, würfelförmigen Holzbauelementen
Wände zu errichten, die zumeist eine mehr-oder minder komplizierte Werksarbeit erforderlich machen.
Dem gegenüber weist der Gegenstand der Er- findung den Vorteil auf, dass das Bauelement ent- gegen der bisher bekannten Blockbauweise mit horizontal gelegten, teuren Langrundhölzern, den kleinen, werkmässig mit zwei einfachen Sägeschnitten leicht herstellbaren Zylinderblock verwendet und senkrecht stellt, also Hirnholz nach oben, was als besonderes Kennzeichen dieses neuen Bauelementes hervorgehoben wird. Die Elemente sind aus billigem Abfallrundholz gewinnbar, handlich und leicht transportabel, denkbar einfach der Zusammenbau und werden dennoch alle Vorzüge die dem Blockhausbau eigen sind, damit erreicht.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 das Bauelement in Ansicht, Fig. 2 eine Ansicht wie aus einem gefrästen Rundscheit vier Elemente gewonnen werden, Fig. 3 die Ansicht eines Elementes zur Errichtung von schrägen Wänden, Fig. 4 den Aufriss und Fig. 5 den Grundriss einer aus diesen Elementen"übereck"hergestellten Blockwand mit den Teilbezeichnungen von a-m.
Die Form des Blockes a (Fig. 1) ist zylindrisch mit bekanntem mondsichelartigem Querschnitt.
Aus statischen Gründen, weil der Block mit Hirnholz nach oben versetzt wird, ist die Zylinderhöhe kleiner zu wählen, als der Zylinderdurchmesser.
Der Radius des Kreisausschnittes ist der gleiche wie der des Zylinders. Für die Erzeugung ist es gleichgültig ob der Kreisausschnitt zuerst aus einem längeren Stamm ausgefräst und später die Walzenquerschnitte gemacht werden oder ob zuerst die Walzen geschnitten und dann erst die Ausschnitte herausgesägt oder mittels Rundbeil herausgehackt werden. Die für die Errichtung einer Wand zur Verwendung kommenden Ele- mente müssen unbedingt gleiche Walzenlänge haben, damit eine zuverlässig ebene Lagerfuge erreicht wird. Die Durchmesser hingegen können geringe unterschiedliche Dimensionen aufweisen, ohne die Stabilität der Wand dadurch nachteilig zu beeinflussen.
Die Zeichnung Fig. 3, zeigt ein Element b mit
Schrägschnitt, womit veranschaulicht werden soll, dass bei geringer Abweichung von der Form des Grundelementes Fig. l, auch andere Bau- elemente zur Herstellung von Schrägwänden für
Mansarden usw. Verwendung finden können.
Eckformstücke, wie in der Zeichnung Fig. 5 c und b, brauchen nicht werkmässig hergestellt werden, da sie genau so wie Fenster-und Türanschlüsse auf der Baustelle aus normalen Elementen leicht zugerichtet werden können.
Wegen des Schwindungsprozesses soll nur gut trockenes Holz verwendet werden.
Als kleinstdimensioniertes Bauelement können damit Modellbauten ausgeführt oder auch Kinderspielzeugkasten zusammengestellt werden.
Es ist ohne weiteres möglich, das Bauelement aus beliebigen anderen, bekannten Baustoffen nachzubilden, sei es auf kaltem Wege oder im Brennprozess, als Voll-oder als Hohlblock oder auch aus Leichtbaustoffen.
Das im vorstehenden beschriebene Bauelement a nach Fig. l, ermöglicht durch sein zwei-bis dreimal grösseres Volumen gegenüber einem Mauerziegel im Normalformat, sowie durch seine handliche Form und sein geringes Gewicht, einen dementsprechend rascheren Aufbau als bei Mauerung einer Ziegelwand von gleichen Dimensionen, selbst dann, wenn nicht geschulte Arbeitskräfte für die Montage der Wände herangezogen werden.
Die Detailzeichnungen im Aufriss Fig. 4 und Grundriss Fig. 5 sowie die Perspektive Fig. 6 veranschaulichen das Verfahren beim Aufbau einer "übereck" ausgeführten Aussenwand.
Als Grundlage für den Wandaufbau wird ein Pfostenfusskranz f, Fig. 4,5 und 6, mit einem Fundament e, Fig. 4,5 und 6 (Ziegel-, Beton-, Bruchstein, Piloten usw. ) durch Anker- schrauben g, Fig. 4, od. dgl. verankert, wobei zweckmässig eine Isolierschichte eingezogen wird. Auf den Fusskranz wird eine zirka 1 cm starke Bindemittellage aufgetragen. Es kann hiefür jedes
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bekannte Bindemittel, wie Steinholzmasse, Asphalt, Gips mit Sägespänen, Pech, Lehm usw. verwendet werden. Hierauf werden an einer Gebäudeecke beginnend zwei Elemente c nach Fig. 5 (s. auch Detail) auf Gehrung zugehackt, deren Stossfuge mit Bindemittel vollgestrichen, fest aneinander gepresst und "übereck" (45 0) auf den Fusskranz versetzt.
Durch Schrägnagelung zur Grundfläche werden beide Blöcke mit der Unterlage unverrückbar verbunden. Zur besseren Eckausbildung wird noch das Formstück d, Fig. 5, zugerichtet, ebenfalls mit Bindemittel bestrichen und an die Blöcke festgenagelt.
Der nächste und alle weiteren Blöcke werden mit Bindemittel in der Kreiskerbe vollgestrichen, an den vorhergehenden Block fest angepresst und ausserdem mit einem schräg eingeschlagenen Nagel mit der Grundlage so verbunden, dass eine Verdrehung nach innen oder aussen verhindert wird (i, Fig. 4). Auf diese erste Schar wird eine neue Lagerfuge mit Bindemittel aufgetragen. Die Versetzung der Blöcke in der zweiten Schar beginnt wieder an der Gebäudeecke, jedoch mit einem Block, der"übereck"verdreht, wie Fig. 5 zeigt versetzt und schräg vernagelt wird. Die Montage aller weiteren Blöcke erfolgt voll auf Fug", analog der ersten Schar.
Zur weiteren Versteifung der Wände werden nach der zweiten Schar zwei schmale Ankerleisten, innen und aussen parallellaufend h nach Fig. 6 eingezogen, mit jedem Block fest vernagelt und dazwischen eine stärkere Lage Bindemittel k nach Fig. 4, als neue Lagerfuge eingestrichen. Durch diese Ankerleisten wird ausserdem noch bewirkt, dass für den Aufbau der beiden folgenden Scharen eine unbedingt ebene Unterlage geschaffen wird. Dieser Bauvorgang wird so oft wiederholt, bis die vorgesehene Bauhöhe erreicht ist. Als oberen Abschluss kann wieder ein Pfostendeckkranz, analog dem Fusskranz montiert werden.
Eine Imprägnierung der Blöcke kann in bekannter Weise vorgenommen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Bauelement insbesondere aus Holz, dadurch gekennzeichnet, dass es die Form eines Zylinders besitzt, dessen Höhe ungefähr seinen Durchmesser entspricht und der nach einen Kreisbogen mit gleichem Radius wie der Zylinder so ausgeschnitten ist, dass das Element einen mondsichelartigen Querschnitt aufweist.