AT164008B - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellwolltransparentgeweben - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellwolltransparentgeweben

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellwolltransparentgeweben 
 EMI1.1 
 
Stellen, Ungleichmässigkeiten und sogar Falten auftraten, sobald die Behandlung beendet war. 



  Diese gefürchtete Erscheinung liess sich auch bei besonders sorgfältiger Durchführung der Quellmittelbehandlung nicht beseitigen. 



   Überraschenderweise hat sich nun gezeigt, dass man diese nachteiligen Wirkungen verhindern und dennoch mit Quellmitteln in für Baumwollund Leinengeweben üblichen Konzentrationen arbeiten kann, wenn man bereits die gesamte Vorbehandlung des Zellwollgewebes in breitgestrecktem Zustande vornimmt. Erfindunggemäss wird daher zwecks Herstellung von Zellwolltransparentgeweben mit egalem, wolkenlosem Transparenteffekt die Gewebebahn vor ihrer Berührung mit dem Quellmittel (Schwefel- 
 EMI1.2 
 oder Bleichbehandlung durch an sich bekannte mechanische Mittel in einen glatten, faltenfreien
Zustand versetzt, der während der ganzen Dauer der Behandlung aufrecht erhalten wird. 



   Dadurch werden die oben erwähnten Nachteile der Unegalitäten behoben, weil diese überraschenderweise nur dadurch entstehen, dass die kleinsten mechanischen Verformungen, wie
Fältchen, Kratzer, Hachuren usw. durch die hohen   Quellmittelkonzentrationen   permanent fixiert werden. Wird jedoch zuerst verfahrensgemäss vorbehandelt und dann die Gewebebahn glatt und ohne jegliche mechanische Verformung der Veredlung mit dem hochkonzentrierten quellenden Medium unterworfen, so wird überraschenderweise eine vollkommen egale und homogene Hochveredlung erzielt. Somit wird auch die Verwendung der eingangs erwähnten üblichen Quellmittelkonzentrationen von Säuren und Alkalien der Veredlung von Zellwollgeweben erschlossen und damit die Erzielung der damit verbundenen Vorteile. 



   Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Einrichtung weist eine Sengvorrichtung, ein Ausbreitfeld, eine Muldenpresse zum Bügeln der Gewebebahn, ferner Breitmassbehandlungseinrichtungen (Rollenkufen, Jigger) mit Abquetschvorrichtungen zum Entschlichten und Bleichen, 

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 Aufwellvorrichtungen, ferner Breitstreckapparaturen zum Breitstrecken und gegebenenfalls 
 EMI2.1 
 



   Die einzelnen Komponenten der Vorbehandlung mit der dazu dienenden Einrichtung gliedern sich wie folgt :
1. Sengen, z. B. mit einer Gassenge, Platten- senge oder elektrischen Stabsenge. 



   2. Breitstrecken und Bügeln in der Mulden- presse. 



   3. Entschlichten auf Rollen oder auf dem Jigger, im letzteren Falle vor-und nachher Aufwellen der Ware. 



   4. Bleichen und Neutralisieren, desgleichen auf eine Rollenkufe oder auf dem Jigger wie sub. 3. 



   5. Abquetschen und bzw. oder Absaugen, Breitstrecken und gegebenenfalls Trocknen (Ramieren mit oder ohne Changieren). 



   6. Aufwellen. 



   Der Arbeitsgang kann   vollständig   im Kontinuebetrieb oder auch so ausgeführt werden, dass nur einzelne Operationen, z. B. 1-3 oder 1-4 kontinuierlich erfolgen. 



   Wird auf dem Jigger gearbeitet oder die Kontinuebehandlung sonstwie unterbrochen, so muss die Gewebebahn sowohl vorher als auch nachher aufgerollt werden und auch das Lagern bzw. Ablegen der Ware sowohl trocken als auch feucht darf nur in aufgerolltem Zustande geschehen, damit keine Falten, Fältchen usw. und andere mechanische Verformungen entstehen. 



   Die verfahrensgemässe Vorgehensweise beschränkt sich nicht nur auf die vorgenannten Massnahmen, sondern es können in irgendeiner Phase dieser Vorbehandlung noch weitere Veredlungs-oder Illuminationsverfahren eingeschaltet werden, wie z. B. Färben, Druck mit Farbstoffen oder Pigmenten, Druck mit Reserven oder anderen veredelnden Reagentien. 



   Auch bei diesen zusätzlichen Operationen hat der Gewebelauf wie bei der übrigen Vorbehandlung in breitem Zustande so zu erfolgen, dass das Gewebe glatt und ohne ungewollte mechanische Verformungen dem Quellmittel, sei es in feuchtem oder trockenem Zustande, zugeführt wird. 



   Durch Einschalten von Transportbändern für die feuchte oder trockene Gewebebahn zwischen den einzelnen Maschinen kann die Durchführung des Verfahrens noch erleichtert werden. 



   Als Beispiel für eine der verfahrensgemässe Vorbehandlung dienende Vorrichtung wird unter Bezugnahme auf die Zeichnung ausgeführt :
Vier elektrisch beheizte Sengstäbe 1 werden unmittelbar vor einer Streckrahme 2 angeordnet. 



  Hinter der Rahme befindet sich eine Muldenpresse 3 und eine Rollenkufe 4 mit verschiedenen Abteilungen zur Aufnahme der Entschlichtungsbäder. Es folgen ein endloses Transportband 5, ein Streckapparat 6 und hierauf eine zweite Rollenkufe 7 mit den Bleich-und Auswasch-   bädern.   Am Schlusse der Apparatur sind nochmals Ausbreitwalzen 8 und schliesslich ein kräftiges Quetschwerk 9 angebracht. Anschliessend kann eine Aufwellvorrichtung 10 oder eine Breitstreckapparatur oder eine Spannrahme mit oder ohne Changieren folgen. 



   Bei   A   und B sind in der Zeichnung beispielsweise Stellen der Apparatur angegeben, wo die oben erwähnten Unterbrechungen stattfinden können. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Zellwolltransparentgeweben mit egalem, wolkenlosem Transparenteffekt durch Behandlung mit Quellmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man die Gewebebahn vor ihrer Berührung mit dem Quellmittel in für Baumwolle und Leinen üblicher Konzentration und vor und nach mindestens einer Phase der   Entschlichtungs-und   bzw. oder Bleichbehandlung durch an sich bekannte mechanische Mittel in einen glatten, faltenfreien Zustand versetzt und diesen Zustand während der ganzen Dauer der Behandlung aufrecht erhält.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Laufe der Vorbehandlung das Lagern der trockenen oder feuchten Gewebebahn nur in aufgerolltem Zustand erfolgt, um ungewollte mechanische Verformungen zu vermeiden bzw. dass bei einer Unterbrechung der kontinuierlichen Behandlung die Gewebebahn in aufgerolltem Zustand in den Lauf der weiteren Vorbehandlung eingeführt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebebahn sowohl im feuchten als auch im trockenen Zustand glatt und ohne ungewollte mechanische Verformungen der Behandlung mit dem Quellmittel in für Baumwoll-und Leinengeweben üblichen Konzentrationen zugeführt wird.
    4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung an sich bekannter Breitbehandlungsapparaturen, wie : Sengvorrichtung, Ausbreitfeld, Muldenpresse, Breitnassbehandlungseinrichtungen mit Abquetschvorrichtungen für das Entschlichten und Bleichen, Aufwellvorrichtungen, Breitstreckapparaturen zum Breitstrecken und gegebenenfalls Trocknen, endlose Transportbänder zur Beförderung der Gewebebahn im kontinuierlichen Betriebe von Einrichtung zu Einrichtung, sowie ein zumindest nach der letzten Breitnassvorrichtung vorgesehenes Abquetschwerk, welches mit oder ohne Zwischenschaltung eines Transportbandes einer Breitstreckvorrichtung folgt.
AT164008D 1945-08-08 1947-01-17 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zellwolltransparentgeweben AT164008B (de)

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