AT164021B - Lösungsmittel für Fettstoffe, insbesondere für die Metallentfettung - Google Patents
Lösungsmittel für Fettstoffe, insbesondere für die MetallentfettungInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Lösungsmittel für Fettstoffe, insbesondere für die Metallentfettung Die Erfindung betrifft Lösungsmittel für Fettstoffe, die zur Oberflächenreinigung und Entfettung von Halb-und Ganzfabrikaten der Metallindustrie geeignet sind, aber auch für andere Zwecke, z. B. zur Hautreinigung als Ersatz für Benzin, zur Prüfung von Wasserzeichen usw., Verwendung finden können. Die chlorierten Kohlenwasserstoffe besitzen die Fähigkeit, Fette, Öle, Harze u. dgl. zu lösen. Da die Anwendung von Tetrachlorkohlenstoff (C C14) besonders wegen der starken Korrosion, welcher Metalle in Berührung mit dieser Verbindung ausgesetzt sind, stark zurückgegangen ist, ist für die Metallentfettung in erster Linie Trichloräthylen (CHClCCI2) in Vorschlag gebracht worden. Obgleich Trichloräthylen eine ausgezeichnete Lösungsfähigkeit für Fettstoffe, Harze u. dgl. besitzt, weist es doch einige Nachteile auf, die seiner unbeschränkten Anwendung hinderlich sind. Abgesehen davon, dass es unter ungünstigen Umständen gleichfalls das Metall angreift, ist es stark giftig, so dass es nur unter Einhaltung besonders scharfer Vorsichtsmassregeln angewendet werden kann. Diese Eigenschaften EMI1.1 hat noch Perchloräthylen für die Metallentfettung einige Bedeutung erlangt. Es ist ferner in der Literatur erwähnt worden, dass bei einem Verfahren zur Entfettung von Metallgegenständen, bei welchem dem Lösungsmittel höhere Fettsäuren zugesetzt werden, als Lösungsmittel ausser dem bevorzugten Trichlor- äthylen auch Perchloräthylen, Dichloräthylen und Kohlenstofftetrachlorid oder verschiedene Mischungen dieser Lösungsmittel angewendet werden können. Doch finden sich über das Mischungsverhältnis von Trichloräthylen zu Perchloräthylen, bzw. anderen Chlorkohlenwasserstoffen keine Angaben, geschweige denn, dass erkannt worden wäre, in welcher Weise bei trichloräthylenhaltigen Gemischen die Mischungsverhältnisse eingestellt werden müssen, um besondere Vorteile zu erzielen. Als Fleckentfernungsmittel und Reinigungsmittel im Hausgebrauch und in Reinigungsanstalten für sich oder in Mischung mit anderen Lösungsmitteln, ist Methylenchlorid vorgeschlagen worden, wobei insbesondere ein Zusatz bis zu 25% Alkohol empfohlen worden ist. Ebenso soll man für diese Zwecke dem Methylenchlorid nach dem früheren Vorschlag erhebliche Mengen von Benzin zufügen können. Zur Herabsetzung des Siedepunktes und zur Erhöhung ihrer Wirksamkeit sollen auch unbrennbare oder wenig brennbare Fleckentfernungsmittel zugemischt werden können. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Lösungsmittel, das aus einem Gemisch bestimmter EMI1.2 oder Perchloräthylen-Trichloräthylen, vorzugsweise aber aus dem Dreistoffgemisch Methylenchlorid, Perchloräthylen und Trichloräthylen besteht, wobei in trichloräthylenhaltigen Lösungsmittelgemischen der Anteil an Trichloräthylen höchstens die Hälfte, zweckmässig ein Drittel oder weniger des Gesamtgemisches ausmacht. Beispielsweise besteht ein Lösungsmittel gemäss der Erfindung a) aus einem Gewichtsteil Trichloräthylen und einem Gewichtsteil Methylenchlorid, oder b) aus einem Gewichtsteil Trichloräthylen und zwei Gewichtsteilen Methylenchlond, oder c) aus zwei Gewichtsteilen Methylenchlorid und einem Gewichtsteil Perchloräthylen,' oder d) aus einem Gewichtsteil Trichloräthylen und je einem Gewichtsteil Methylenchlorid und einem Gewichtsteil Perchloräthylen. Vorzugsweise macht ein Anteil an Trichloräthylen im Lösungsmittelgemisch nur ein Drittel oder noch weniger aus. Besonders bewährt hat sich z. B. in der Praxis ein Lösungsmittelgemisch, welches nur 10% Trichloräthylen, 60% Methylenchlorid und 30% Perchloräthylen enthält. Die Lösungsmittelgemische gemäss der Erfindung sind frei von brennbaren Lösungsmitteln, wie Benzin, Benzol u. dgl. Sie zeichnen sich in mehrfacher Hinsicht im Vergleich zu der Wirkung der einzelnen Komponenten aus. Insbesondere ist die Giftigkeit der Lösungsmittelgemische im Vergleich zu Trichloräthylen so weit herabgesetzt, dass eine Gefahr für die mit der Arbeit befassten Personen auch dann beseitigt ist, wenn-bei genügender Lüftung- <Desc/Clms Page number 2> in offenen Behältern gearbeitet wird. Dabei sind anderseits die Verluste an Lösungsmittel im Vergleich zur Anwendung des sehr leicht flüchtigen Methylenchlorids allein gering, weil der Siedebereich des Lösungsmittelgemisches durch einen Gehalt an höher siedendem Trichlor- äthylen oder an hochsiedendem Perchloräthylen beträchtlich erhöht ist. Die Fettlösungsfähigkeit der Lösungsmittel gemäss der Erfindung ist eine ganz hervorragende und auf Grund der gesammelten Erfahrungen höher als die der einzelnen Komponenten, wodurch eine kurze Behandlungszeit gewährleistet ist. Im allgemeinen genügt eine Einwirkung von wenigen Sekunden bis zu einigen Minuten, um mit den Lösungsmitteln gemäss der Erfindung eine vollständige Entfettung von im üblichen Ausmasse mit Fettstoffen verschmutzten Metallfabrikaten herbeizuführen. Eine korrodierende Wirkung auf das behandelte Metall, auch nur in Spuren, ist nicht beobachtet worden. Insbesondere hat sich das Lösungsmittelgemisch gemäss der Erfindung zur Entfettung von Leichtmetallen besonders bewährt. Die Trocknung der behandelten Metallgegenstände erfolgt rasch, eine Nachbehandlung ist im allgemeinen nicht vonnöten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Lösungsmittel für Fettstoffe, insbesondere für die Metallentfettung, auf Grundlage von Gemischen chlorierter Kohlenwasserstoffe, z. B.Trichloräthylen und Perchloräthylen, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Gemisch von je zwei oder den drei folgenden chlorierten Kohlenwasserstoffen, Methylenchlorid, Perchlor- äthylen und Trichloräthylen besteht, wobei in Trichloräthylen enthaltenden Lösungsmittelgemischen der Anteil an Trichloräthylen höchstens die Hälfte, vorzugsweise ein Drittel oder weniger des Gesamtgemisches ausmacht.
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| AT164021D AT164021B (de) | 1945-08-13 | 1945-08-13 | Lösungsmittel für Fettstoffe, insbesondere für die Metallentfettung |
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