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Wärmeisolierendes Bauelement
Wärmeisolierende Bauelemente, bei denen unter anderem wärmereflektierende Metallflächen, vorzugsweise Metallfolien, z. B. Aluminiumfolien, zur Verwendung gelangen, erfüllen, soweit der Wärmeaustausch durch diese Bauelemente in Frage kommt, ihren Zweck vollkommen, indem ihr hohes Reflexionsvermögen für Wärmestrahlen den Wärmeschutz des Bauelementes wesentlich vermehrt. Solche mit Metallflächen oder-folien versehene Bauelemente haben jedoch den Nachteil, dass sie im Winter durch im Element entstehende Feuchtigkeitseinwirkungen durchfeuchtet werden und dadurch auch Schaden erleiden können. Es wurde nun erkannt, dass diese schädlichen Einwirkungen auf die Anwesenheit der Metallflächen oder-folien zurückzuführen sind.
Es werden nämlich die Metallflächen oder -folien bei tiefen Aussentemperaturen bis zum sogenannten Taupunkt bzw. unter diesen abgekühlt, was zur Folge hat, dass die Feuchtigkeit, die mit dem Wärmestrom von innen nach aussen durch das Bauelement hindurch diffundiert, an der Metallfläche oder-folie zu flüssigem Wasser oder, falls der Taupunkt unter 00 liegt, zu Reif kondensiert. Dadurch wird aber einerseits das Bauelement durchfeuchtet und andererseits das Reflexionsvermögen der Metallfläche und damit auch der Wärmeschutz des ganzen Bauelementes stark herabgesetzt.
Bei Nachlassen des Frostes wird dieser Niederschlag wieder verschwinden, jedoch ist dieses abwechselnde Be-
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durch zu beheben, dass die Metallfläche, vorzugsweise Aluminiumfolie, um sie gegen eine Beeinträchtigung ihrer reflektierenden Wirkung durch Niederschlagswasser zu schützen, in einer Zone des Bauelementes liegt, die im Verhältnis zur Aussen-und Innenseite des Bauelementes derart angeordnet ist, dass der Dämmwert der von der Aussenseite bis zur Folie reichenden Schichte, grösser als der Dämmwert der von der Innenseite zur Folie reichenden Schicht ist, so dass die Folie nicht bis zum bzw. unter den Taupunkt abgekühlt werden kann.
Im Gegensatz zu Bauelementen mit Metallfolien, bei denen zur Ausnützung der Wärmespeicherung der inneren Teile des Bauelementes die Folien in der kälteren Zone des Bauelementes liegen, werden also erfindunggemäss die Folien in die wärmere Zone des Bauelementes nach innen verlegt, so dass die Folien auch bei kaltem Winterwetter nicht unter den Taupunkt abgekühlt werden und somit keinerlei Tau-bzw. Reifbildung an ihr zustande kommen
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seite kleiner ist als zur Innenseite, also die Folie in der kälteren Wandzone liegt. Sie wird von der Temperaturkurve X bei-0-7 im Punkt geschnitten und somit sicherlich unter den Taupunkt abgekühlt. An der Aluminiumfolie wird sich also Tau bzw. Reif bilden.
Fig. 2 zeigt eine Bauplatte mit denselben Wandschichten, jedoch in anderer Reihenfolge : eine 17 mm innere Holzschalung 8, eine Aluminiumfolie 4 mit beidseitigen Luftschichten 5 von je 33 mm, zwei 10 mm Holzfäserdämmplatten 2 mit einer 10 mm Luftzwischenschicht 3, Dachpappe 6 und äussere Holzschalung 7. Die gesamte Wanddicke beträgt wieder etwa 135 mm. Die Innenluft-
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Die in der wärmeren Wandzone angeordneten Holzfaserdämmplatten 2 mit Luftzwischenschicht 3 sind nach Fig. 2 in die kältere Wandzone und damit die Aluminiumfolie 4 in die wärmere Wandzone verlegt worden. Der Dämmwert, der von der Aussenseite bis zur Folie reichenden Schichte ist somit grösser als der Dämmwert, der von der Innenseite zur Folie reichenden Schichte.
Die Folie wird jetzt von der Temperaturkurve bei +7-3 im Punkt geschnitten. Nun betragen die Taupunkte einer Raumluft von +20'bei einer relativen Feuchtigkeit von
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<tb> 30% <SEP> 40% <SEP> 50% <SEP> 60% <SEP> 70% <SEP> 80% <SEP> 90%
<tb> 1-7 <SEP> 5-3 <SEP> 8-5 <SEP> 11-5 <SEP> 14-0 <SEP> 16-2 <SEP> 18-1
<tb>
Die Luft unserer im Winter beheizten Wohnräume ist verhältnismässig trockener als im Sommer ; ihre relative Feuchtigkeit beträgt im Sommer rund 50-60%, im Winter rund 30 bis 50%. Bis zu einem relativen Feuchtigkeitsgehalt
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keitsniederschlag an der Aluminiumfolie zustande kommen und auch bei 50% Feuchtigkeit nur spurenhaft auftreten, so dass er praktisch ausser
Betracht bleiben kann.
In den gegenständlichen Bauelementen sind mit den wärmeisolierenden Teilen auch tragende Teile vereinigt. Diese werden von der Innen-und
Aussenschalung 1, 8 bzw. 7, zumeist aus Holz, gebildet, die durch einen Rahmen 9 starr mit- einander verbunden sind. Im Inneren dieser tragenden Schalung und des Rahmens, von diesen geschützt, sind die wärmeisolierenden Teile des
Bauelementes, Isolierplatten und insbesondere 'die Metallfolien 5 untergebracht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Wärmeisolierendes Bauelement mit einer wärmereflektierenden Metallfläche in einem Luft- zwischenraum des Bauelementes, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Metallfläche, vorzugsweise
Aluminiumfolie, um sie gegen eine Beeinträchti- gung ihrer reflektierenden Wirkung durch Nieder- schlagswasser zu schützen, in einer Zone des Bau- elementes liegt, die im Verhältnis zur Aussen-und
Innenseite des Bauelementes derart angeordnet ist, dass der Dämmwert der von der Aussenseite bis zur Folie reichenden Schichte grösser als der
Dämmwert der von der Innenseite zur Folie reichenden Schicht ist, so dass die Folie nicht bis zum bzw. unter den Taupunkt abgekühlt werden kann.
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