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Vorrichtung zum Abdecken von Badewannen für deren Gebrauch zu Schwitz-, Dampf- oder Inhalationsbädern
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abdecken von Badewannen, um diese zu Schwitz-,
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häuse aus durchsichtigem, splitterfreiem, wärmebeständigem und leichtem Material wie Celloloid oder einem Stoff, wie er bei der Verkleidung von Flugzeugkabinen Verwendung findet. Dieses Gehäuse ist mittels Kegel-oder Nussbandscharnieren auf einem Grundrahmen aus Holz oder Kunststoff aufklappbar gelagert. Der Grundrahmen ist gegenüber der Badewanne durch Gummieinlagen od. dgl. abgedichtet und am Badewannenrand durch an sich bekannte Spannfeder, Klammern, Schraubzwingen od. dgl. leicht abnehmbar befestigt.
Das Gehäuse weist von aussen und von innen zu öffnende Lüftungsklappen auf, kann zwei-oder mehrteilig ausgeführt sein und durch Schnappfedernverschluss im zugeklappten Zustand am Grundrahmen festgehalten werden.
Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung ist es möglich, jede handelsübliche Badewanne durch Ausnützung des Verdunstungsdampfes sowie durch Einblasen von Inhalationsmitteln für ein medizinisch kontrollierbares Schwitz-, Dampfoder Inhalationsbad zu verwenden. Der Erfindungsgegenstand ist leicht vom Badenden an der Wanne anzubringen und von aussen sowie auch von innen durch Handgriffe, Druckknöpfe od. dgl. zu bedienen und in seiner Wirkung zu regeln
Die bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art bestehen im wesentlichen aus über die Wanne gespannten Zeltplanen, Gummitüchern und ähnlichem, welche nur über den Körper des Badenden gezogen werden und dessen Kopf freilassen. Hiefür ist in den Umhüllungen ein Loch vorgesehen, durch welches der Badende seinen Kopf heraussteckt, wonach diese Öffnung von aussen durch einen Schnurzug od. dgl. zugeschnürt wird.
Ein auf diese Weise bereitetes Schwitzbad erstreckt sich in seiner Wirkung bestenfalls auf den Körper, gestattet jedoch nicht die Verwendung von Inhalationsmitteln, weil die Atmungsorgane ausserhalb der Umhüllung sind.
Für den Fall, dass auch der Kopf des Badenden unter diese Hülle gesteckt wird, ist der Badende durch die ihn umgebende Dunkelheit in seinen Handlungen beeinträchtigt, kann beispielsweise keine Regelung der Wassertemperaturen durch
Bedienen der Wasserhähne und keine Einstellung des Inhalationsapparates vornehmen und hat dadurch ein ausgesprochen beängstigendes Gefühl der Beklommenheit und Unsicherheit.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in mehreren beispielsweisen Ausführungen dar- gestellt. Es zeigt die Fig. 1 den erfindung- gemässen Badewannenaufsatz in Verwendung bei einer modernen Einbaubadewanne in Ansicht, die Fig. 2 einen zweiteiligen Aufsatz für eine normale Gussbadewanne und Fig. 3 einen
Querschnitt durch eine Ausführungsform des
Aufsatzes.
Auf einer Badewanne 1 wird ein Rahmen 2 aus Holz, Leichtmetall od. dgl. unter Zwischen- schaltung einer Gummidichtung in Form von dem Rahmen entsprechenden, zweckmässig auf diesem befestigten Streifen mittels Klammern, Federn 3 oder Schraubzwingen ?' festgemacht. Dieser
Grundrahmen 2 ist an einer seiner Längsseiten mit
Scharnierkegeln 3 a, ähnlich wie bei Türangeln, versehen, in welche das auf einem Gerippe aus Leichtmetall, Kunstwerkstoff od. dgl. angebrachte Gegenstück eingeschoben wird. Dadurch wird der Badewannenaufsatz in einfachster Weise dreh-und aufklappbar. Das Gerippe 4 ist mit einem Material aus durchsichtigen Platten 5 überzogen oder die Platten sind im Rahmen eingefügt.
Es wäre auch möglich, das ganze Gehäuse aus einem durchsichtigen, unzerbrechlichen und wärmebeständigen Material zu pressen, wodurch das Gewicht erheblich verkleinert wird. Zum Abheben der Vorrichtung sind Handgriffe 6 vorgesehen. Das Gehäuse weist ausserdem Lüftungsklappen 7 auf, die entweder an Rippenteilen des Gehäuses oder an dem unzerbrechlichen Material selbst drehbar angeordnet sind und durch Druck auf einen Knopf von innen oder von aussen, zweckmässig unter der Wirkung einer Springfeder, geöffnet werden können. Desgleichen kann an den den Scharnieren 8 gegenüberliegenden Seiten ein Federschnappverschluss vorgesehen sein, der das Öffnen durch Betätigung eines Druckknopfes, zweckmässig entgegen einer Springfeder, gestattet.
Nach Art der Anlage der Badewanne kann für die Wasserhähne eine Ausnehmung 9 vorgesehen sein, die durch ein elastisches, imprägniertes Tuch od. dgl. von innen abgeschlossen werden kann und
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die Bedienung der Wasserhähne von innen gestattet. Durch diese Öffnung 9 ist es auch möglich, die Leitung des Inhalationsdampfes in das Gehäuse einzuführen. Es ist selbstverständlich auch möglich, diese Leitung an irgendeiner anderen Stelle des Gehäuses einzuführen. Die Lüftungklappe kann auch an Stelle der in Fig. 1 dargestellten Lage an irgendeiner anderen Stelle, beispielsweise an der Seite angebracht sein. Sie kann auch so gross ausgebildet werden, dass sie gleichzeitig als Ein-und Ausstiegöffnung benützt werden kann.
Zum erleichterten Ein-und Aussteigen kann das Gehäuse aus zwei Teilen 10 und 11 bestehen, von denen jeweils der eine Teil hochgeklappt werden kann (Fig. 2).
Als Inhalationsapparat empfiehlt es sich, einen durch eine Flamme (Gas, Spiritus) oder auch elektrisch beheizten Kessel zu verwenden, der als Deckel eine lose aufsitzende Scheibe hat, die mit einem zylinderförmigen Ansatz von etwas geringerem Durchmesser als der Kessel versehen ist und einen Anschlussstutzen für die aus dem Kessel kommenden Dämpfe aufweist, welche durch ein schmiegsames Rohr in das Gehäuse über der Badewanne eingeführt werden. Der Deckel ruht also mit seinem Eigengewicht auf dem Rande des Kessels, ist durch den zylindrischen Ansatz geführt und schliesst den Kessel nach aussen ab.
Bei zu grossem Überdruck wird der Deckel gehoben, wodurch überschüssige Dämpfe gefahrlos entweichen können.
Die Ausführungsform der Badewannenvor- richtung nach Fig. 3 zeigt als eine Variante zwei Lüftungsklappen 12 und 13, die gleichfalls von aussen und von innen zu bedienen sind. Eine Feder 14 versucht die Klappen beim Öffnen der Verschlüsse ständig in die Offenstellung zu drücken. Weiters ist noch eine prinzipielle Darstellung des Federschnappverschlusses 15 für den Badewannenaufsatz ersichtlich.
Bei Benützung der erfindungsgemässen Vorrichtung hat der Badende einen guten Überblick über alle Badevorgänge, kann alle Apparate und Ventile bedienen, sitzt dabei völlig bequem und ungezwungen in der Wanne und ist in seinen Waschbewegungen in keiner Weise gehindert.
Er ist auch in der Lage, jederzeit Frischluft durch die Klappen einzulassen, kann von innen beispielsweise eine ausserhalb der Wanne stehende Uhr beobachten und die Temperatur innerhalb der Wanne durch ein Thermometer messen. Es ist auch möglich, innerhalb des Gehäuses einen ein- stellbaren Thermostaten anzubringen, der vom Badenden auf eine bestimmte Temperatur eingestellt wird und bei Überschreiten dieser Temperatur die Lüftungsklappen selbsttätig öffnet. Dies ist insbesondere bei herzschwachen Leuten oft von Wichtigkeit.
Nach Beendigung des Bades kann die Vorrichtung von der Badewanne durch einfaches Aushängen aus den Scharnierkegeln abgenommen werden, die Wanne kann leicht und mühelos gereinigt werden und steht für jedes normale Bad wieder zur Verfügung.
Die Vorrichtung eignet sich also nicht nur für Bäder im Hause, sondern auch für Spitäler, Sanatorien usw., wo Heil-und Inhalationsbäder nötig sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Abdecken von Badewannen für deren Gebrauch zu Schwitz-, Dampfoder Inhalationsbädern, gekennzeichnet durch ein auf einem gegenüber dem Badewannenrand (1) abgedichtet aufgesetzten Rahmen (2), aus
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Kegel-oder Nussbandscharnieren aufklappbar gelagertes Gehäuse aus durchsichtigem, splitterfreiem und wärmebeständigem Material.
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