AT164219B - Verfahren zur Herstellung der das Elektrodensystem von Glühlampen, Elektronenröhren u. dgl. einschließenden Glashülle - Google Patents
Verfahren zur Herstellung der das Elektrodensystem von Glühlampen, Elektronenröhren u. dgl. einschließenden GlashülleInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung der das Elektrodensystem von Glühlampen, Elektronenröhren u. dgl. einschliessenden Glashülle Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Verbesserung und weitere Ausgestaltung des im Patent Nr. 749962/82 beschriebenen Verfahrens zur Herstellung der das Elektrodensystem von Glühlampen, Elektronenröhren u. dgl. einschliessenden Glashülle, durch Verschmelzen von sich zu einem geschlossenen Gefäss ergänzenden Glasteilen, die an den Berührungsstellen dicht aufeinanderpassen. Die vorliegende Verbesserung bezweckt, das Herstellungsverfahren zu vereinfachen und den zur Herstellung der Schmelzverbindung erforderlichen Wärmeaufwand herabzusetzen. Die Verbesserung besteht darin, dass die Verschmelzung unter Zuhilfenahme einer, die Berührungsstellen der Kolbenteile bedeckenden Auftragung erfolgt, welche einen unter dem Erweichungspunkt des Kolbenglases liegenden Schmelzpunkt aufweist. Bei Erhitzung dieser Auftragung, die entweder vorher bereits mit den Kolbenrändern verschmolzen wurde oder in Form eines getrockneten Aufstrichs vorliegt, verbinden sich sämtliche Berührungsstellen zwischen dem Glas und der Auftragung einerseits, bzw. den Stossstellen der Auftragungen andererseits vollkommen luftdicht. Es ist bereits ein Verfahren bekannt, Glashüllen für Glühlampen aus zwei trennbaren Teilen in der Weise herzustellen, dass die Ränder der Teile mit einer leicht schmelzenden Glasmasse bestrichen, sodann aneinandergesetzt und erhitzt werden. Der Zweck dieses alten Verfahrens ist im Gegensatz zu vorliegender Erfindung nicht darin zu suchen, die im Hauptpatent angegebenen Vorteile zu erzielen, sondern den Kolben nach Ausbrennen des Leuchtdrahtes wieder in zwei Teile zerlegen und einer Wiederverwendung zuführen zu können. Die vorliegende Erfindung ergibt insbesonders den Vorteil, auf ein Planschleifen der Glaskolbenränder verzichten zu können, da es genügt, diese Ränder mit der Auftragung zu versehen und diese dann planzuschleifen, was wegen der bedeutend geringeren Härte dieser Auftragung in einfachster Weise möglich ist. Die gemäss vorliegender Erfindung zur Verwendung kommende Auftragsmasse mit niedrigem Schmelzpunkt, kann entweder in geschmolzenem Zustand auf die Kolbenränder aufgetragen werden, oder einfacher mittels eines flüssigen Bindemittels, z. B. Terpentinöl, Glyzerin, Glykol oder Glykolderivaten, zu einer Masse verrührt werden, welche Masse dann auf die Kolbenränder aufgestrichen wird. Das Versehen der Kolbenränder mit dieser Auftragung kann vorteilhaft wie folgt geschehen : Die entweder geschmolzene oder in Form einer Aufschlämmung vorliegende Auftragsmasse befindet sich in einem Gefäss, in welchem sie einen waagrecht verlaufenden Flüssigkeitsspiegel ausbildet. Der becherförmige, einen kreisrunden Rand besitzende Kolbenteil rotiert um seine, in Schrägneigung gebrachte Achse derart, dass der jeweils tiefste Punkt des Kolbenrandes gerade in den Flüssigkeitsspiegel eintaucht. Auf diese Art wird, je nach Neigung der Dreh-, d. h. der Kolbenachse, die Auftragung nur die Kante, die zwischen dem kreisringförmigen Kolbenrand und der äusseren Kolbenwandung gebildet wird, bedecken und so verhindert, dass diese Masse in unerwünschter Weise auch auf Teile der zylindrischen Innenwandung gelangt. Eine andere Art, die Kolbenränder mit einer Auftragung zu versehen, besteht darin, dass die zu überziehenden Ränder der Kolbenteile in ein Gefäss eintauchen, das wieder mit der flüssigen Masse gefüllt ist ; dieses Gefäss rotiert hiebei so schnell, dass der Flüssigkeitsspiegel eine parabolische Äquipotentialfläche ausbildet. Die Achse des Kolbenteiles, der in diesem Falle nicht zu rotieren braucht, fällt mit der Achse des Paraboloids zusammen. Der zu bedeckende Kolbenrand berührt gerade die Paraboloidfläche, wodurch wieder erreicht wird, dass die Auftragsmasse nicht in das Kolbeninnere gelangt. Die so mit einer Auftragung versehenen Kolbenteile werden zweckmässig, wie bereits erwähnt, plangeschliffen, aufeinandergelegt und sodann in der aus dem Hauptpatent entnehmbaren Art miteinander verschmolzen. Hiebei spielen kleinere Undichtigkeiten, durch welche Luft während des Verschmelzungsvorganges in das Kolbeninnere gerät, insoferne keine Rolle, als das gute Haften <Desc/Clms Page number 2> und die gute gegenseitige Fixierung der Kolben- teile darunter nicht leiden. Die Leistung der neu- zeitlichen Pumpautomaten ist nämlich ohne weiteres gross genug, um ein ausreichendes Auf- einanderdrücken der Kolbenteile auch dann zu sichern, wenn zu Beginn des Verschmelzungsprozesses durch die Stossfuge der Kolbenteile Luft in das Kolbeninnere gesaugt wird. Die beschriebenen Vorrichtungen zum Überziehen der Kolbenränder mit der leicht schmelzenden Auftragung können in Anlehnung an die in der Glühlampenindustrie üblichen Automaten in Karusselanordnung aufgebaut sein, z. B. derart, dass die einzelnen Verfahrensschritte des Überziehens der Ränder, gegebenenfalls des Trocknens der aufgetragenen Paste und des folgenden Planschleifens des Randes aufeinanderfolgend selbsttätig vorgenommen werden, woran sich, entsprechende Grösse des Automaten vorausgesetzt, sofort die folgenden Schritte des Verschmelzens und des gleichzeitigen Evakuierens anschliessen können. Als wesentliche Bestandteile der leicht schmelzenden Auftragungen kommen vorliegendenfalls Bleiborate, Bleisilikate, Gemenge von Bleioxyd mit Borsäure, gegebenenfalls Kieselsäure u. dgl. in Frage. Derartige Gemenge mit niedrigem Schmelzpunkt (von etwa 400 oe) sind an sich bekannt ; so sind für Zwecke der Glühlampentechnik auch schon leichter schmelzende Glasflüsse aus Phosphorsäure und Kalk bekannt geworden. Als besonders zweckmässig hat es sich erwiesen, bei Verwendung von pulverförmigen Grundkomponenten diese unter Verwendung von Alkalipolysilikaten (allenfalls in Lösung) anzurühren, weil dadurch die Schmelztemperatur und die Schmelzzeit der Auftragungsmasse erniedrigt und die Neigung zur Bildung von Haarrissen beseitigt wird ; derartige Glasflüsse sind in der glaserzeugenden Technik ebenfalls seit langem bekannt. Es ist jedoch darauf zu achten, vorliegendenfalls Glasflüsse zu verwenden, die in der Hitze nicht etwa Stoffe abdampfen, welche die spätere Emissionsfähigkeit der Röhren- kathoden od. dgl. schädigen können, weil diese bekannten Stoffe vorliegend in einem Verfahren verwendet werden, bei welchem im Anfangs- stadium der Verschmelzung heisse Gase von der Verbindungsstelle abgesaugt und durch das Gefässinnere hindurchgesaugt werden. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung der das Elektroden- system von Glühlampen, Elektronenröhren u. dgl. einschliessenden Glashülle gemäss Patent Nr. 749962/82, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschmelzung unter Zuhilfenahme einer, die Berührungsstellen der Kolbenteile bedeckenden Auftragung erfolgt, welche einen unter dem Erweichungspunkt des Glases liegenden Schmelzpunkt aufweist.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die wenig oder nicht bearbeiteten Ränder der Kolbenteile aufgebrachte Auftragung vor dem Zusammenpassen der dicht zu verschmelzenden Kolbenteile plangeschliffen wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Auftragung zu überziehenden Ränder der Kolbenteile um ihre, in schräggeneigte Lage gebrachte Achse rotierend, mit dem Spiegel der in einem Gefäss in verflüssigtem Zustand befindlichen Auftragungsmasse in Berührung gebracht werden.4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Auftragung zu überziehenden Ränder der Kolbenteile in ein, mit der in verflüssigtem Zustand befindlichen Auftragsmasse gefülltes Gefäss tauchen, welches so schnell rotiert, dass der Spiegel der Gefässfüllung eine die Kolbenränder berührende parabolische Äquipotentialfläche ausbildet.5. Auftragungsmittel zur Durchführung der Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die leicht schmelzenden Grundstoffe der Auftragungsmasse einen Zusatz von Alkalipolysilikat besitzen.
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