AT164252B - Verfahren zur Oberflächenverzierung mittels Leimfarbenbilder - Google Patents

Verfahren zur Oberflächenverzierung mittels Leimfarbenbilder

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AT164252B
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Ludwig Kaiser
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Ludwig Kaiser
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Description


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  Verfahren zur Oberflächenverzierung mittels Leimfarbenbilder 
Die Erfindung ist eine weitere Ausbildung des
Verfahrens nach Stammpatent Nr. 735723/92. 



   Es zeigt sich, dass die Leimfarbenbilder nach diesem Stammpatent in manchen Fällen nicht beständig und nicht dauerhaft waren, insbesondere wenn diese auf alkalischem Untergrund, wie
Kalkverputz, aufgebracht waren oder wenn sie auf der Aussenwand von Gebäuden dem Regen ausgesetzt waren. Auch organische Lösungen schadeten diesen   Leimfarbenbildern,   die unter diesen Einflüssen ihre Farben veränderten und unscheinbar wurden. 



   Zur Behebung dieses Übelstandes werden erfindungsgemäss die nach dem Trocknen unter Erwärmen von der glatten Unterlage abgeschälten Leimfarbenbilder mit Klebstoffen aus benzinlöslichen Kunstharzen, wie Polyvinyläther, getränkt. Als Nebenerscheinung ergibt sich dabei der Vorteil, dass das Tränkungsmittel gleichzeitig als Klebstoff wirkt, so dass die Leimfarbenbilder auch auf glatte Oberflächen, wie Holz, Porzellan u. dgl., aufgebracht werden können. 



   An Stelle benzinlöslicher Kunstharze können auch Lösungen von plastizierten Phenol-Formaldehyd-Kunstharzen in Spiritus oder Butanol oder eine Mischung von hochviskoser Nitrozellulose, Harnstoff-Formaldehydkunstharz und gegebenenfalls etwas Weichmachungsmittel zur Tränkung benutzt werden. 



   Klebstoffe aus benzinlöslichen Kunstharzen, wie Polyvinyläther, sowie solche aus PhenolFormaldehyd-Kunstharzen in Spiritus gelöst und solche aus Mischungen von hochviskoser Nitrozellulose, Harnstoff-Formaldehyd-Kunstharz und Weichmachungsmittel sind als Klebstoffe von grosser Klebkraft bekannt. Die Erfindung besteht in der Verwendung dieser Klebmittel als Tränkungsmittel für die Leimfarbenbilder, wodurch diese gegen die eingangs geschilderten Einflüsse widerstandsfähig werden. Die erfindungsgemäss behandelten Leimfarbenbilder sind dauerhaft und in der Farbe unveränderlich. 



   Als besonders geeignet haben sich nachfolgende Klebstoffe erwiesen, die je nach der Beschaffenheit der zu verzierenden Fläche zweckmässig auszuwählen sind. 



   1. Klebstoffe, welche aus Gemengen von benzinlöslichen Kunstharzen mit wesentlichen Anteilen von Polyvinyläther, namentlich der zähklebrigen Polyvinylbutyläther, unter Zusatz fester, pulverförmiger Pigmente, wie Kreide, Asbest oder Kaolin, hergestellt werden. Die pulverigen Farbkörper dienen vor allem dazu, die Klebwirkung abzuschwächen und ausserdem eine farbige oder weisse Tonfläche als Hintergrund der Leimfarbenbilder herzustellen.

   Da diese Klebstoffe eine ähnliche Klebrigkeit aufweisen, wie sie bei Kautschukpflastern und heilkundlichen Verbänden vorhanden ist, müssen die damit rückseitig versehenen Leimfarbenbilder bis zu deren Gebrauch mit groben, weitmaschigen Geweben (Gaze) abgedeckt werden, die vor Aufdrücken auf die zu verzierende Fläche abgezogen werden, worauf die Leimfarbenbilder, gegebenenfalls unter leichtem Erwärmen, auf die zu verzierende Fläche aufgedrückt werden. Bei feuchtem Untergrund, also z. B. wenn eine nicht ganz trockene Mauerwand zu verzieren ist, können auch Mischungen von wasserlöslichen mit wasserunlöslichen Poly-   vinyläthem   angewendet werden, z. B.

   Mischungen von einem Teil Polyvinylmethyläther mit zwei Teilen Polyvinylbutyläther, wobei ein mit beiden   Vinyläthem   verträgliches Kunstharz, wie Maleinsäureharze, Cyclohexanonharz oder Kolophonium, zur besseren Bindung der an sich unverträglichen Vinyläther zugesetzt wird. 



   2. Es kann auch als Klebstoff eine Lösung von 
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 in Spiritus oder in Butanol verwendet werden, welche auf die Leimfarbenbilder rückseitig durch Aufspritzen mit Spritzpistolen oder durch Aufwalzen mit Gelatine-oder Gummiwalzen aufgebracht wird. Durch geeigneten Aufbau des Leimfarbenbildes hat man es in der Hand, die gesamte Farbschicht mit der   Kunstharzlösung   so zu tränken, dass die ursprüngliche Wasserlöslichkeit des Leimfarbenbildes verlorengeht. Die leicht klebrige, auf das Leimfarbenbild aufgebrachte Kunstharzschicht wird durch ein Schutzpapier oder Schutzgewebe während der Lagerung abgedeckt. Nach Entfernen desselben wird das Leimfarbenbild auf den zu verzierenden 

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 Untergrund aufgedrückt.

   Die mit diesem Klebstoff behandelten Leimfarbenbilder eignen sich auch für Untergründe aus unlackiertem oder mit Einbrennlacken vorbehandeltem Blech oder Leichtmetall. Das Leimfarbenbild kann nach dem Haften bei Temperaturen von 80 bis 180  , je nach Art des Kunstharzes, eingebrannt werden, wobei sich eine harte kratz-und beulfeste Schichte bildet, welche das Leimfarbenbild auch gegen mechanische Verletzungen schützt. Als Bindemittel für die   Leimfarbenbilder   sind in diesem Falle Eiweissarten oder Stärke oder deren Abbauprodukte zu verwenden, welche bei den genannten Temperaturen nicht vergilben. Auch Zelluloseabkömmlinge, wie Methylzellulose und Zelluloseglykolat, sind als Bindemittel für die Leimfarbenherstellung hinreichend hitzebeständig. 



   3. Ist eine besondere Widerstandsfähigkeit gegen organische Lösungsmittel bei den Leimfarbenbildern erforderlich, so ist ein Klebstoff zu verwenden, welcher aus einer Mischung von hochviskoser Nitrozellulose, HarnstoffFormaldehyd-Kunstharz und gegebenenfalls etwas Weichmachungsmittel besteht. Ein derartiger Klebstoff wird in folgender Art erhalten : 8 Gew.Teile hochviskoser Nitrozellulose, 5 Gew.-Teile hartes Harnstoff-Formaldehyd-Polymerisat und 
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 20 Gew.-Teilen Spiritus und 20 Gew.-Teilen Toluol gelöst und dieser Lack mit Gummiwalzen in einem Ausmasse von 5 bis lOg pro Quadratmeter auf die Rückseite der Leimfarbenbilder aufgetragen. Das Auftrocknen des Klebstoffes erfolgt ohne Erwärmen bei Zimmertemperaturen von 15 bis 25 , da bei höheren Temperaturen die Klebstoffschicht ihre Löslichkeit verlieren würde. 



  Die so behandelten Leimfarbenbilder sind klebefrei und lagerungsbeständig, gegen Feuchtigkeit unempfindlich und können bei entsprechender Tränkung des gesamten Leimfarbenbildes dieses wasserfest machen. Das Aufkleben auf den Untergrund erfolgt nach Befeuchten des Untergrundes mit organischem Lösungsmittel oder dünnflüssigen Lacken ähnlicher Zusammensetzung. So genügt ein Besprühen mit Aceton, Spiritus oder Methylacetat. Es erfolgt sofortige Klebung, die durch Verlust des Lösungsmittels nach etwa zwei Stunden ihre endgültige Festigkeit erlangt, jedoch schon nach wenigen Minuten grifffest ist, was serienmässige Verarbeitung gestattet. 



  Durch Erhitzen auf etwa   110-120'durch   2 bis 30 Minuten kann man eine mit der Erhitzungsdauer zunehmende Widerstandsfähigkeit der Leimfarbenbilder gegen organische Lösungsmittel erreichen. So wird das Bild nach etwa zwei bis fünfminutlicher Erhitzung bereits spritzfest und nach zehn bis dreissigminutlicher Erhitzung auch unlöslich in Aceton, Methyl-und Butylacetat. 



   Die erwähnten Klebstoffe schliessen eine Faltenbildung des dünnen Leimfarbenbildes beim Auftrocknen auf seiner Rückseite aus. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Oberflächenverzierung mittels Leimfarbenbilder nach Patent Nr. 735723/92, dadurch gekennzeichnet, dass die nach dem Trocknen unter Erwärmen von der glatten Unterlage abgeschälten Leimfarbenbilder mit Klebstoffen aus benzinlöslichen Kunstharzen, wie Polyvinyläther, getränkt werden.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Klebstoff eine Lösung von plastifizierten Phenol-FormaldehydKunstharzen in Spiritus oder Butanol verwendet wird.
    3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Klebstoff eine Mischung von hochviskoser Nitrozellulose, Harnstoff-Formaldehyd-Kunstharz und gegebenenfalls etwas Weichmachungsmittel verwendet wird.
AT164252D 1947-12-04 1947-12-04 Verfahren zur Oberflächenverzierung mittels Leimfarbenbilder AT164252B (de)

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