AT164755B - Verfahren und Einrichtung zur kontaktlosen Feststellung der Spannungs- und Stromverhältnisse sowie von Fehlerstellen in elektrischen Leitungen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur kontaktlosen Feststellung der Spannungs- und Stromverhältnisse sowie von Fehlerstellen in elektrischen Leitungen

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AT164755B
AT164755B AT164755DA AT164755B AT 164755 B AT164755 B AT 164755B AT 164755D A AT164755D A AT 164755DA AT 164755 B AT164755 B AT 164755B
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telephone
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voltage
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Otto Dr Kremla
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Ver Telephon Und Telegraphen F
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  • Testing Of Short-Circuits, Discontinuities, Leakage, Or Incorrect Line Connections (AREA)

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  Verfahren und Einrichtung zur kontaktlosen Feststellung der Spannungs-und Strom- verhältnisse sowie von Fehlerstellen in elektrischen Leitungen 
Die Untersuchung von Leitungen auf Span-   nungs-und Stromführung   sowie auf Fehlerstellen begegnet vielfach grossen Schwierigkeiten, sofern vermieden werden soll, bei dieser Unter- 
 EMI1.1 
 diesen Fällen hat also die Untersuchung ohne
Herstellung eines Kontaktes mit der zu prüfenden
Leitung zu erfolgen. 



   Die kontaktlose Feststellung des in einer
Leitung fliessenden Wechselstromes mittels des
Induktionsstromes, der in einer an die Wechsel- stromleitung angelegten Prüfspule entsteht, ist bereits bekannt, desgleichen die Verwendung eines Telephons zur akustischen Anzeige dieses
Induktionsstromes. Verfahren und Einrichtungen, die den Nachweis des in einer Leitung fliessenden Gleichstromes mittels Induktion oder des Spannungszustandes einer Leitung, auch wenn in ihr kein Strom fliesst, kontaktlos ermöglichen, sind bisher nicht bekannt geworden. 



   Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird ohne Hilfsdrähte eine kontaktlose Untersuchung des Spannungszustandes einer Leitung, der sie   durchfliessenden   Gleich-oder Wechselströme und im Zusammenhang damit das Auffinden von Fehlerstellen unter Verwendung des erfindungsgemässen Prüfgerätes und eines Telephons ermöglicht. 



   Das Prüfgerät (Fig. 1) besteht aus einem U-förmigen Metallwinkel W, an dem einerseits die Metallhülse H und anderseits der unterteilte Eisenkern der hochohmigen Spule S angebracht ist. Im inneren Teil des Metallwinkels W sind die Steckerbuchsen   Tl, T2   und T3, der Morsetaster M und die Metallplatte P untergebracht. Die Buchse   Ti   ist an den Metallwinkel W angeschlossen. Die Buchse   T2   steht über den Ruhekontakt R des Tasters M (bei gedrücktem Taster über den Arbeitskontakt A) und den federnden Tasterhebel F durch einen durch H geführten, isolierten Draht mit dem Metallbügel B, und mit der Platte P sowie einem Wicklungsende der Spule S in leitender Verbindung. Die Buchse   T. 3   ist mit dem zweiten Ende der Wicklung von S verbunden. 



   Bei der ersten Prüfungsart (induktive Prüfung)   wird ein hochohmiges Telephon (Tel. ) an die  
Buchsen T2 und Ta angeschlossen. In dieser
Schaltung dient das Gerät zur Feststellung des
Stromdurchganges durch Leitungen. Bei Wechsel- strom entsteht beim blossen Anlegen der Spule S an die zu untersuchende (isolierte) Leitung L durch Induktion im Telephon ein der Wechsel- stromfrequenz entsprechender Ton. Bei Doppelleitungen wird die Spule zwischen die beiden
Leitungen gebracht. Zur Feststellung von Gleichstrom wird die Spule S unter wiederholtem Tasterdrücken mehrmals rasch der Leitung genähert. Hiebei wird, falls die Leitung stromführend ist, im Telephon durch die unterbrochenen Induktionsströme ein Knacken hervorgerufen.

   Die Empfindlichkeit dieses Verfahrens kann, sofern es sich um die Feststellung von Gleichströmen geringer Intensität handelt, in bekannter Weise durch eine Verstärkereinrichtung gesteigert werden. Zur Untersuchung von in grösserer Höhe, insbesondere auf Masten verlegten Leitungen wird die Spule S zweckmässig abgesondert vom Prüfgerät auf einer entsprechend langen Stange anzubringen sein. 



   Behufs Aufsuchung der Stelle eines Kurzschlusses oder Erdschlusses wird die Spule S entlang der Leitung verschoben, wobei das Telephon nur innerhalb der durch den Kurzbzw. Erdschluss gebildeten Stromschleife ansprechen wird, in Fig. 2 also im Leitungsteil C-D-G-K (Kurzschlussstelle), nicht aber in den Leitungsteilen   D-und   G-Z. Bei dieser Untersuchung wird als Stromquelle die durch Vorschaltung eines entsprechenden Widerstandes reduzierte Netzspannung oder ein durch eine Batterie betriebenes kleines (Summer-) Induktorium benützt. 



   Die erfindungsgemässe kapazitive Prüfung, d. i. die zweite Prüfungsart, wird folgendermassen durchgeführt : Das Telephon wird an die Buchsen   Tl   und T2 (Fig. 1 a) angeschaltet. Bei dieser Schaltung ist das eine Ende der Telephonwicklung über   Ti,   und die Hand und den Körper des Untersuchenden geerdet. Das zweite Ende der Wicklung ist mit dem Bügel B über 

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 den Taster M verbunden. Bei Anlegung von B an eine unter Spannung stehende isolierte Leitung wird durch kapazitive Übertragung (L-B in Fig. 1 a) das Telephon ansprechen, u. zw. bei einer Wechselspannung ohne weiteres, bei einer Gleichspannung jeweils bei Tasterdruck.

   Wird die Hand ausser an W zugleich an die Metallplatte P angelegt, so wird durch die Hand ein Nebenschluss zur Telephonwicklung gebildet, dessen Grösse von der Berührungsfläche und vom   Berührungsdruck-abhängt.   Durch diesen Nebenschluss wird eine entsprechende Dämpfung einer zu hohen, die Prüfung störenden Lautstärke des Telephons erzielt. Die geerdete Metallhülse H dient zur Abschirmung gegen fremde Spannungsfelder. 



   Diese Anordnung eignet sich vor allem zum Auffinden der Stelle einer Leitungsunterbrechung. Zu diesem Zweck wird, wenn es sich um eine Doppelleitung handelt, eine der beiden Leitungen (a in Fig. 3) mit dem einen Ende der Sekundärspule des Induktoriums und das zweite Ende der Sekundärspule mit der zweiten Leitung b und der Erde verbunden. Falls kein   Induktorium   verwendet, sondern die Netzspannung zur Untersuchung benützt wird, ist eine der Leitungen b zu erden, sofern sie nicht ohnehin   betriebsmässig   geerdet ist.

   Falls die Leitung a bei U unterbrochen ist, steht nur der Teil   L-U   der a-Leitung unter Spannung, erweist sich also bei Verschiebung des Bügels B entlang der Doppelleitung   als"tönend",   u. zw. bei Wechselspannung ohne weiters, bei Gleichspannung jeweils bei Tasterdruck, während der Teil   U-N,   wie auch die ganze geerdete 
 EMI2.1 
 
Ist die geerdete Leitung unterbrochen (Fig. 4), so erweist sich die ganze a-Leitung   als"tönend".   



  Die b-Leitung ist zwischen 0 und   U"nicht-   tönend", tönt aber   zwischen U und O   durch kapazitive Übertragung der Spannung der a-Leitung auf das Stück   Ouzo   der b-Leitung und von diesem auf das Prüfgerät. 



   Es zeigt sich also, dass immer auf der intakten Strecke der Doppelleitung bei der ein Leitungsdraht geerdet ist, der eine Draht tönt, der zweite nicht. Im Leitungsteil, der, wenn von der Spannungsquelle ausgegangen wird, nach der Unterbrechung liegt, tönt entweder keine der beiden Leitungen oder es tönen beide. Es kann so die Unterbrechungsstelle kontaktlos durch blosses Anlegen des Bügels an die isolierte Leitung eingegrenzt und genau bestimmt werden. Bei der Untersuchung von Einfachleitungen wird die Spannungsquelle einerseits mit der Leitung, anderseits mit der Erde verbunden. 



   Das   erfindungsgemässe   Prüfgerät eignet sich auch zur kontaktlosen Leiterbestimmung, wenn 
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 Leitungen eine bestimmte Leitung an einer beliebigen Stelle ermittelt werden soll. In diesem Fall wird am Leitungsanfang der betreffende Leitungsdraht mit dem einen Pol der Spannungsquelle verbunden, während alle anderen Leitungsdrähte und der zweite Pol der Spannungsquelle geerdet werden. Bei dieser Anordnung erweist sich nur der zu ermittelnde Draht   als"tönend"und   kann daher an jeder Stelle der gemeinsam geführten Leitungen aus einer Vielzahl von Drähten herausgefunden werden. 



   Zur Untersuchung von in grösserer Höhe verlegten Leitungen wird der Bügel B mit abgeschirmter Verbindungsleitung zweckmässig abgesondert vom Prüfgerät auf einer entsprechend langen Stange anzubringen sein. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur kontaktlosen Feststellung der Spannung-und Stromverhältnisse sowie von Fehlerstellen in elektrischen Leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung der zu untersuchenden Leitung entweder durch Anlegen einer Prüfelektrode mit abgeschirmter Verbindungsleitung kapazitiv oder, wie für die Prüfung von Wechselstromleitungen bekannt, mittels einer Prüfspule induktiv auf ein Telephon übertragen wird und bei der Prüfung von Gleichstromleitungen zur Erreichung der akustischen Anzeige eine periodische Unterbrechung des Telephonkreises durch einen Taster oder sonstigen Unterbrecher erfolgt, wobei die   Prüfspule   im Falle der induktiven Leitungsprüfung im elektromagnetischen Feld der Leitung bewegt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass bei kapazitiver Prüfung das eine Ende der Telephonwicklung durch die Hand und den Körper des Prüfenden geerdet wird und zwecks Dämpfung der Lautstärke des Telephons durch gleichzeitige Berührung einer mit dem zweiten Ende der Telephonwicklung verbundenen Metallfläche ein vom Berührungsdruck abhängiger variabler Nebenschluss zur Telephonwicklung durch die Handfläche gebildet werden kann.
    3. Einrichtung zur Durchführung der Verfahren nach den Ansprüchen l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Prüfelektrode mit abgeschirmter Verbindungsleitung, die Prüfspule, der Unterbrecher, z. B. ein Morsetaster mit leitend verbundenem Arbeit-und Ruhekontakt, die zur Erdung der Telephonwicklung und zur Bildung eines Nebenschlusses zu dieser dienenden Metallflächen sowie die Buchsen, die eine wahlweise Anschaltung des Telephons zur induktiven oder kapazitiven Prüfung ermöglichen, zu einem einheitlichen Prüfgerät zusammengefasst sind.
AT164755D 1947-07-22 1947-07-22 Verfahren und Einrichtung zur kontaktlosen Feststellung der Spannungs- und Stromverhältnisse sowie von Fehlerstellen in elektrischen Leitungen AT164755B (de)

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