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Glühstrumpf
Es sind Glühstrümpfe für Beleuchtungs-und
Beheizungszwecke bekannt, welche aus einem weichen Material, wie Kunstseide oder anderen synthetischen Fäden, aus vegetabilischen Fasern,
Asbest od. dgl. röhren-oder schlauchartig gewirkt und mit einer oder mehreren Substanzen imprägniert sind, damit sie, wenn von der Flamme des Brenners erhitzt, weissglühend werden. Diese
Glühsubstanzen können bereits vor der In- gebrauchnahme des Strumpfes in ihrem End- zustand sein oder erst bei derselben in diesen
Zustand übergeführt werden.
Die Befestigung solcher Strümpfe an dem
Brenner erfolgt an einer oder mehreren Stellen desselben durch Befestigungsmittel, wie Zug- schnüre,-drähte, Drahtspiralen od. dgl., meist unter Zwischenschaltung irgendeines Trag-oder
Halteorganes.
Neuzeitliche bekannte Glühstrümpfe aus einem aus weichem, faltbarem Material bestehenden gewirkten Schlauchstück sind an einem oder beiden Enden mit einer Zugschnur versehen, welche durchgefädelt und geknüpft oder zum
Knüpfen eingerichtet ist. Durch die Zugschnur kann das eine Schlauchende auf einen solchen Durchmesser gebracht werden, dass es direkt über das Brennerende, gewöhnlich in eine Umfangsnut des letzteren, eingeführt werden kann. Die bei Auswechslung eines derartigen Glühstrumpfes notwendige Hantierung hat oft zur Folge, dass der Strumpf beschädigt wird oder ungenau, deformiert bzw. verwunden am Brennerende zu sitzen kommt. Ausserdem erfordert eine solche Manipulation einen erheblichen Zeitaufwand und beeinflusst bei mangelhafter Durchführung die Lichtausbeute und Lebensdauer des Strumpfes abträglich.
Erfolgt die Befestigung des Strumpfes am Brenner indirekt, also unter Verwendung eines Trag-oder Halteorganes, besteht dieses gewöhnlich entweder aus einem keramischen Sockel, der bajonettverschlussartig mit dem Brenner verbunden wird, oder aus einem Draht-bzw. Metallgestell, wobei die Befestigung am Brenner durch Anschrauben oder durch Umbiegen von Laschen od. dgl. geschieht.
Solche Trag-oder Halteorgane verteuern die Herstellung von Glühstrümpfen, können leicht beschädigt werden und gewährleisten nicht immer sichere und dabei doch leicht lösbare Ver- bindung mit dem Brenner.
Diese Mängel sind durch die Erfindung im wesentlichen behoben. Der erfindungsgemässe
Glühstrumpf ist rasch, leicht und richtig montier- bar und zu einfachster Massenherstellung geeignet.
Gemäss der Erfindung besteht der Glühstrumpf aus einem die Glühsubstanz oder Substanzen enthaltenden weichen und faltbaren, gewirkten Schlauchstück, innerhalb dessen einem Ende ein elastischer Ring sitzt, an welchem das Schlauch- stück durch eine umgewickelte Schnur oder ein
Band befestigt ist und das dem Ring genügend
Biegefreiheit gibt, so dass er auf einen Brenner federnd aufgeschoben werden kann. Zweckmässig besitzt der Ring eine äussere umlaufende Nut oder Kerbe, die beispielsweise durch Flanschen an seinen beiden Rändern entsteht und in die der Faden oder die Schnur den den Ring umgebenden Teil des Schlauchstückes drückt.
In jedem Fall ist das Ende des Schlauchteiles, welches am Ring befestigt ist, vorzugsweise nach innen gestülpt, so dass zwei konzentrische Gewirkslagen entstehen, wobei der Ring innerhalb der inneren Lage, die Schnur oder das Band jedoch zwischen den beiden Lagen liegen. Dies kann so durchgeführt werden, dass man zuerst den Ring in das eine Ende des Schlauchstückes einlegt, dann den Faden oder die Schnur zur Befestigung desselben herumschlingt und hierauf das Schlauchstück umstülpt bzw. den Ring durch dasselbe hindurchschiebt.
Die Gestalt des Ringes kann verschiedenartig sein. Vorzugsweise besteht er aus einem Blechstreifen, dessen Ränder zu Flanschen aufgebogen sind, während sich seine Enden übergreifen und ineinander verschieben, wenn der Streifen zu einem Ring mit nach aussen gerichteten Flanschen gebogen wird. Auf diese Weise ist eine begrenzte Gleitbewegung zwischen den übergreifenden Enden des Streifens möglich und damit auch die erforderliche Ausdehnung und Zusammenziehung des Ringes. Ein Ende des Blechstreifens kann z. B. eine Zunge besitzen, welche über das andere Streifenende und zwischen die Flanschen hineinreicht ; die Zunge ist dabei so breit, dass ihre Ränder gleitend unter den Flanschen liegen.
Bei dieser Ausführung ist die Zunge etwas von den Flanschen überlappt, so dass sie in ihrer
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Längsrichtung wohl gleiten kann, jedoch zwischen den Flanschen gehalten ist.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt schaubildlich die beiden Teile des Glühstrumpfes vor ihrer Vereinigung, Fig. 2 den Ring in einem Zwischenstadium seiner Herstellung und Fig. 3 die beiden Teile im Zusammenbau, Fig. 4 ist ein Schnitt durch Brenner und aufmontieren Strumpf und Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung von Strumpf und Brenner vor dem Anzünden.
Der erfindungsgemässe Glühstrumpf besteht 1. aus einem aus Kunstseide, vegetabilischen Fasern, Asbest, synthetischen Gespinsten od. dgl. gewirkten Schlauchstück A, das mit einer oder mehreren Glühsubstanzen in bekannter Weise imprägniert ist und eine umschliessende Zugschnur Al besitzt, die an einem seiner Enden durchgefädelt ist und 2. aus einem federnden Metallring B.
Der Ring B besteht aus einem abgepassten Metallstreifen, dessen Ränder wie in Fig. 2 (bei BI dargestellt) umgebogen sind und Flanschen bilden, während ein Ende in Gestalt einer Zunge B2 über den mit Flanschen versehenen Teil hinaus vorragt. Der Metallstreifen nach Fig. 2 wird hierauf in die Form eines Ringes nach Fig. 1 gebogen, wobei die Ränder der
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kann in ihrer Längsrichtung unter den Flanschen gleiten, so dass geringe Durchmesseränderungen des Ringes ermöglicht sind. Der Streifen ist so gebogen, dass er auf einen Ring B mit kleinstem Durchmesser zusammenfedert.
Beim Zusammenbau des Schlauchstückes A und des Ringes B wird letzterer in das der Zugschnur Al abgewandte Ende des Schlauchstückes eingebracht, worauf eine Befestigungsschnur C stramm um den Teil des Schlauchstückes rund um den Ring gebunden wird und auf diese Weise Schlauchstück und Ring nach Fig. 3 verbindet.
Die Befestigungsschnur kann entweder einmal oder mehrmals um den Ring gewickelt und, wie dargestellt, gebunden oder etwa auch gespleisstwerden.
Auf jeden Fall wird, nachdem das Ende des Schlauchstückes an dem Ring, wie in Fig. 3 mit vollen Linien dargestellt, befestigt worden ist, das Schlauchstück durch Hindurchstecken seines mit dem Ring verbundenen Endes durch das Schlauchstück hindurch umgestülpt, so dass es umgefaltet liegt, wie strichpunktiert bei A2 in Fig. 3 dargestellt. Fig. 4 zeigt die Befestigungsschnur C, die zwischen den beiden Falten liegt.
Das dem Ring B abgewandte Ende des Schlauchstückes A kann hierauf mittels der Zugschnur Al auf einen Durchmesser gebracht werden, der dem mit ihm zu verbindenden Teil eines Brenners od. dgl. entspricht oder es kann auch, wie in Fig. 3 zu sehen, offen bleiben und erst nach Anschluss an einen Brenner zusammengezogen werden. Vorzugsweise wird dieses Ende auf einen solchen Durchmesser so verengt, dass es lediglich über den hiefür bestimmten Teil des Brenners geschoben werden muss.
Der erfindungsgemässe Glühstrumpf dient zur Anbringung an einen Brenner bekannter Art, wie ein solcher in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist. Der Brenner besteht 1. aus einer Mischkammer D, zu welcher vergaster Brennstoff durch den Kanal D, der aussen eine Ringnut D2 besitzt, strömt, während Luft durch die Eintritts- öffnungen D3 eingesaugt wird und 2.
aus einem ringförmigen Rohrteil D4, der einen Kranz von Brenneröffnungen D5 sowie eine äussere Ringnut D6 besitzt. Bei der Montage eines erfindunggemässen Glühstrumpfes auf einen solchen Brenner wird der Ring B nach aufwärts über das Ende des Rohrteiles D4 gedrückt, bis er in die Nut D6 einspringt, wobei die Elastizität des Ringes B und der Befestigungsschnur C den Ring auf das nötige Mass ausdehnen lässt und ihn dann selbst so zusammenzieht, dass er in die Nut D6 springt und somit auf dem Brenner festhält. Das untere Ende des Schlauchstückes A wird hierauf über das untere Ende des Kanales Du in eine Ringnut D2 desselben gedrückt, so dass der Strumpf die in Fig. 4 und 5 dargestellte Lage einnimmt.
Wenn der Strumpf angezündet wird, schrumpft er in bekannter Weise zu seiner Endform zusammen.
PATENTANSPRÜCHE : l. Glühstrumpf aus einem weichen und faltbaren, gewirkten, die Glühsubstanz oder Substanzen enthaltenden Schlauchstück, gekennzeichnet durch einen innerhalb eines Endes des
Schlauchstückes sitzenden elastischen Ring, an dem das Schlauchstück durch eine umgewickelte
Schnur oder ein Band befestigt ist, das dem Ring genug Biegefreiheit gibt, dass er auf einen Brenner federnd aufgeschoben werden kann.