AT165528B - Verfahren zur Wiedergewinnung von Quecksilber aus quecksilbersalzhaltigen Kohlekontaktmassen - Google Patents
Verfahren zur Wiedergewinnung von Quecksilber aus quecksilbersalzhaltigen KohlekontaktmassenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Wiedergewinnung von Quecksilber aus quecksilbersalzhaltigen Kohle- kontaktm een Es ist bekannt, dass Edelmetallsalze durch Zuschlag von Kohle zu Metallen reduziert werden können. Die Reduktion von Mercuri- Quecksilbersalzen mit Kohle führt jedoch häufig nicht zu metallischem Quecksilber, sondern zu Mercuro-Salzen. So wurde durch verschiedene Arbeiten bereits bekannt, dass auf diese Weise Mercuri-Salze, wie Mercuri-Sulfat,-Nitrat, - Chlorid, bei Temperaturen bis etwa 1000 Gzu den entsprechenden Mercuro-Salzen reduziert werden. Es hat sich bei Mercuri-Salze enthaltenden Kontaktmassen gezeigt, dass die Extraktion der bei der Redaktion gebildeten Mercuro-Salze immer dann zu erheblichen Schwierigkeiten führt, wenn die Mercuro-Salze, wie z. B. das Mercuro-Chlorid, schwer löslich sind. Versucht man z. B. sublimathaltige Kohlekontaktmassen durch Extraktion mit Wasser oder Salzsäure zu befreien, so kann man nur einen Teil des Sublimats entfernen, während der zu Kalomel reduzierte Anteil mittels der üblichen Extrakuons- methoden nicht gewonnen werden kann. Auch eine Erhitzung der Kontaktmassen auf Tem- peraturen von mehreren hundert Graden fuhrt zu keiner befriedigenden Lösung, da in diesem Falle wohl der Kontakt von dem Quecksilbersalz befreit werden kann, bei dieser Behandlung aber neben Sublimat und Kalomel auch metallisches Quecksilber erhalten wird und die aus der 'Kontaktmasse ausgetriebenen Bestandteile einer weiteren Aufarbeitung unterzogen werden müssen. Dazu kommt noch, dass die verschiedene Flüchtig- keit der genannten drei Stoffe ein Verstopfen der Abzugskanäle, bzw. eine verfahrenstechnisch 'komplizierte Kondensationsanlage bedingt. Die Erfindung befasst sich mit einem Ver- fahren zur Wiedergewinnung von Quecksilber aus quecksilbersalzhaltigen Kohlekontaktmassen. Sie beruht auf der überraschenden Erkenntnis, o dass die Reduktion von Metcuri-Salzen auf Kohle- kontakten auch in dem Falle, dass sich unlösliche Mercuro-Salze bilden, glatt zu Quecksilber erfolgen kann, wenn die Massen bei Temparaturen EMI1.1 Dämpfen in Gegenwart von Feuchtigkeit behandelt werden. Für die erfindungsgemässe Behandlung eignet sich im besonderen Masse überhitzter Wasser- dampf. Auf diese Weise kann z. B. von einem 5 Kontakt, der 10% Sublimat enthält, durch Behandlung mit Wasserdampf 97% des Sublimats als metallisches Quecksilber wiedergewonnen werden, während nach der Behandlung in der Kontaktmasse Quecksilberionen auch nicht in Spuren nachgewiesen werden konnten. Es können aber auch nichtoxydierende Gase, wie beispielsweise Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenoxyd, Kohlensäure usw., verwendet werden, sofeme man dafür sorgt, dass diese Gase nicht f völlig trocken mit den quecksilberhaltigen Kohlekontaktmassen in Berührung kommen. Bei dem erfindungsgemässen Verfahren wird EMI1.2 Die Reduktion zu metallischem Quecksilber erfolgt hiebei um so leichter und glatter, je höher die Temperatur liegt. So wurde beispielsweise festgestellt, dass die Rückgewinnung des Quecksilbers von einem 120 uÎgen Sublimat-Kohle- kontakt unter Normaldruck bei 101 C innerhalb von 6 Tagen, bei 200 C innerhalb von 2 Stunden, bei 300 C innerhalb von zirka Stunde erfolgt. Die Behandlung der Kohlekontaktmassen mit nichtoxydierenden feuchten'Gasen zeigt neben der Rückgewinnung des Quecksilbers noch den grossen Vorteil, dass gleichzeitig die Kohlekontakte in so weitgehendem Masse regeneriert werden können, dass sie von neuem verwendbar sind. Es hat sich gemäss der Erfindung als sehr zweckmässig erwiesen, das wiedergewonnene Quecksilber unmittelbar auf vorgelegtem Kohle- kontakt, der z. B. regeneriert sein kann, nieder- zuschlagen, worauf nachträglich auf diesem Kontakt das Quecksilber in das entsprechende Salz übergeführt wird. So kann beispielsweise von einem verbrauchten Sublimatkontakt das Sublimat und Kalomel des Kontaktes entfernt werden und mit dem gebildeten Quecksilber ein vorgelegter, eventuell bereits regenerierter Kohle- kontakt belegt werden. Das Quecksilber kann durch nachträgliches Überleiten von feuchtem Chlor oder chlorhaltigem Salzsäuregas wieder in Sublimat übergeführt werden. Das Verfahren kann in den hiezu geeigneten üblichen Apparaturen, beispielsweise Retorten <Desc/Clms Page number 2> aus Eisen, durchgeführt werden. Entstehen bei der Regeneration aggressive Gase, so wird vorteilhaft in ausgemauerten Aggregaten, beispielsweise Kammern, gearbeitet, die zweckmässig durch den überhitzten Wasserdampf oder nicht oxydierende Flammengase geheizt werden. Man kann den zu regenerierenden Kontakt auch kontinuierlich in einen Schachtofen einbringen, wobei man die heissen Gase zweckmässig im Gegenstrom führt. Auf diese Weise lässt sich dann verfahrenstechnisch vorteilhaft die Wiedergewinnung des Quecksilbers aus dem quecksilbersalzhaltigen Kohlekontakt mit der Regeneration des Kohlekontaktes selbst verbinden. Das heisse Eintrittsgas trifft dabei mit der aufgeheizten und von Quecksilbersalzen bereits befreiten Kohle am Ofenaustritt zusammen und regeneriert diese, während das schliesslich abgekühlte Gas die Reduktion des Quecksilbersalzes zu Quecksilber auf dem frisch eingebrachten, zu regene- rierenden Kontakt am Ofeneintritt bewirkt. PATENTANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Wiedergewinnung von Quecksilber aus quecksilbersalzhaltigen Kohlekontakt- massen, dadurch gekennzeichnet, dass der quecksilbersalzhaltige Kohlekontakt bei Temperaturen von über 100 bis 300 C, vorzugsweise zwischen 200-300 C, mit nicht oxydierenden Gasen, vorzugsweise Stickstoff, Kohlenoxyd, Kohlensäure u. a. m., oder Dämpfen in Gegenwart von Feuchtigkeit behandelt wird.
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- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der quecksilbersalzhaltige Kohlekontakt ausschliesslich mit Wasserdampf behandelt wird.
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