AT165537B - Warmhärtender flüssiger Kunstharzklebstoff - Google Patents
Warmhärtender flüssiger KunstharzklebstoffInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Warmhärtender flüssiger Kunstharzklebstoff
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von verbesserten flüssigen Klebstoffen aus warmhärtenden synthetischen Harzen, welche aus wässerigen Lösungen von Phenol-bzw. Harnstoffformaldehydkondensationsprodukten bestehen.
Es ist bereits festgestellt worden, dass solche Klebstoffe dazu neigen, in die Oberflächen, auf die sie aufgetragen werden, zu tief einzudringen, so dass nur wenig Klebstoff auf der Klebestelle selbst verbleibt und der Zusammenhalt. zwischen Klebstoff und den zu verklebenden Körpern daher häufig sehr mangelhaft wird.
Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, ist schon früher vorgeschlagen worden, solchen Klebstoffen Füllmittel einzuverleiben, z. B. Kaolin, Roggenmehl, Holzmehl, Asbestmehl und andere chemisch inerte Materialien. Der Zusatz dieser Substanzen zum Klebstoff vermindert die Absorption des Klebemittels durch die porösen Oberflächen der zu verklebenden Körper und bewirkt dadurch eine bessere Verbindung derselben miteinander.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, einen verbesserten warmhartenden flüssigen Kunstharzk1ebsto zu schaffen, welcher aus wässerigen Lösungen von Phenol-bzw.
Harnstofformaldehydkondensationsprodukten be- steht und in die porösen Oberflächen der mit- einander zu verbindenden Körper nicht eindringen kann, aber trotzdem genügend dünnflüssig ist, um seine Auftragung auf flache Oberflächen unter Verwendung der für diesen Zweck allgemein üblichen mechanischen Auftragsmittel zu er- möglichen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden bedeutend verbesserte Klebstoffe dann erhalten, wenn einem warmhärtenden flüssigen Kunstharz- klebstoff, der aus einer wässerigen Lösung von
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mehl einverleibt werden, dessen Teilchengrösse so gewählt ist, dass im wesentlichen die gesamte Menge des Holzmehles durch ein Sieb von 85 jj. Maschenweite hindurchgehen kann.
Vorzugsweise wird hiefür eine besondere Sorte von Holzmehl verwendet, das im Luftstrom gesichtet worden ist, d. h. also Holzmehl, welches gewöhnlich aus den Staubsammlem von Sägemühlen gewonnen wird und in der Fachwelt als, ? luft- gesichtet"bekannt ist. Gröbere Holzmehlarten neigen nach unserer Erfahrung dazu, das Klebstoffholzmehlgemisch klumpig und schwer verarbeitbar zu machen, besonders wenn das Holzmehl in den oben angegebenen Mengen zugesetzt wird.
Die folgenden Beispiele sind bloss zur Illustration des Erfindungsgegenstandes angegeben, ohne dass die Erfindung darauf beschränkt wäre.
Beispiel 1 : Ein wasserlösliches Phenolformaldehydharz wurde durch Zusammenkondensieren von Phenol mit handelsüblicher Formaldehydlösung unter Verwendung von 2% Ätznatron (bezogen auf das Gewicht des Phenols) als Katalysator hergestellt. Das Harz wurde dann mit 1000 luftgesichtetem Holzmehl vermischt und diese Mischung als Klebstoff
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wendet.
Die folgenden Untersuchungsergebnisse gemäss der britischen Standardvorschrift 5V3 wurden an einer dreischichtigen Paneelplatie ermittelt, die durch Verleimung mit Hilfe des obigen Klebstoffes unter Heissverpressen der zusammengelegten Furniere bei einer l'emperatur von 130 J C während zehn Minuten und einem Druck von 7 atü hergestellt worden war, wobei die Menge an je 1 m2 Oberfläche gebrauchten Klebstoffes 48. 8 g ausmachte. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einverleibung von luftgesichtetem Holzmehl in die Kunsthurzklebstofflösung die Klebeigenschaften in bemerkenswertem Ausmass ändert.
Bei Verwendung des in Beispiel l beschriebenen Klebstoffes zeigte die dreischichtige Paneelplatte folgende Eigenschaften-
EMI1.3
<tb>
<tb> Zugfestigkeit <SEP> parallel <SEP> zur <SEP> Faser
<tb> der <SEP> äusseren <SEP> Furniere...... <SEP> 1055 <SEP> kg'cm2,
<tb> Zugfestigkeit <SEP> senkrecht <SEP> zur
<tb> Faser.................... <SEP> 633 <SEP> kg <SEP> cm2,
<tb> Summe <SEP> der <SEP> Zugfestigkeiten <SEP> in
<tb> beiden <SEP> Richtungen........ <SEP> 1688 <SEP> kg <SEP> cm2,
<tb> Zusammenhalt <SEP> der <SEP> Furniere <SEP> das <SEP> Holz <SEP> bricht
<tb> beim <SEP> Versuch,
<tb> die <SEP> Furnierschichten <SEP> voneinander <SEP> zu
<tb> trennen,
<tb>
<Desc/Clms Page number 2>
Widerstandsvermögen gegen siedendes Wasser (120 Stun-
EMI2.1
<tb>
<tb> den <SEP> ;
.................... <SEP> Keine <SEP> irennung
<tb> der <SEP> Fumierschichten,
<tb> Biegeeigenschaften........... <SEP> kein <SEP> Absplittern
<tb> bzw. <SEP> Abtrennung <SEP> der <SEP> Furniere.
<tb>
Bei einem Vergleichsversuch unter Verwendung des Kunstharzklebstoffes nach vorstehendem Beispiel, aber im Gemisch mit 10% Holzmehl, welches durch ein Sieb mit 152 zut Maschenweite hindurchgeht, von einem Sieb mit 85 f. l Maschenweite jedoch zurückgehalten wird, war das entstehende Gemisch zu viskos und zu grob, um mit den üblichen Mitteln aufgetragen werden zu können. Anderseits ergab ein Gemisch dieses Harzes mit nur 5% des erwähnten gröberen Holzmehles ein streichfähiges Produkt, welches jedoch wegen des im wesentlichen vollständigen Eindringens des Klebstoffes in die Holzfurnierplatten als Klebstoff ungeeignet war.
Beispiel 2 : Ein wasserlösliches Harnstoffformaldehydharz wurde durch Kondensation von Harnstoff mit handelsüblicher Formaldehydlösung unter Einhaltung eines Molekularverhältnisses von Harnstoff zu Formaldehyd von 22 : 1-0 hergestellt. Die Kunstharzlösung wurde dann mit 10% luftgesichtetem Holzmehl vermischt und dieses Gemisch als Klebstoff zur Verbindung von Sperrholzfurnieren verwendet.
Es wurde eine dreischichtige Paneelplatte mit Hilfe dieses Klebstoffes unter Heissverpressen der vereinigten Furnierlagen, bei einer Temperatur von 130 C und einem Druck von 7 atü während zehn Minuten, zusammengeklebt ; es wurde dabei ein vollkommener Zusammenhalt zwischen den Furnieren erzielt.
Beispiel 3 : 100 Teile des nach Beispiel 2 hergestellten wasserlöslichen Harnstofformaldehyd- harzes wurden mit 10 Gew.-TeiJen einer 16% eigen wässerigen Ammoniumchloridlösung, 50 Gew.Teilen Wasser und 20 Gew.-Teilen luftgesichtetem Holzmehl vermischt. Das Gemisch wurde auf Sperrholzfurniere aufgebracht und die Furniere unter einem Druck von 14 atü zusammengepresst und zwei Stunden lang bei Raumtemperatur belassen. Nach dieser Zeit war der Klebstoff erhärtet und ein ausgezeichneter Zusammenhalt zwischen den Furnieren erzielt worden.
Eine vorteilhafte Methode zur Verwendung warmhärtender Klebstoffe zur Verbindung von Sperrholzfurnieren gemäss vorliegender Erfindung besteht darin, die Klebstoffe auf den Furnieren aufzustreichen, worauf die Furniere so gegebenenfalls auch über beträchtliche Zeiträume aufbewahrt werden können, wonach sie dann übereinander gelegt und schliesslich heiss verpresst werden. Diese Behandlung ergibt tatsächlich einen Zusammenhalt von verbesserter Festigkeit.
Es ist klar, dass diese Methode auf kalthärtende Klebstoffe nicht anwendbar ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Warmhärtender flüssiger Kunstharzklebstoff, bestehend aus wässerigen Lösungen von Phenolbzw. Hamstoffo''maldehydkondensationsproduk- ten mit einem Gehalt von 1 bis 20% Holzmehl als Füllmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilchengrösse des Holzmehles so gewählt ist, dass im wesentlichen das gesamte Holzmehl durch ein Sieb von 85 u. Maschenweite hindurchgehen kann.
Claims (1)
- 2. Produkt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des Holzmehles 10% des Klebstoffes beträgt.3. Produkt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Holzmehl luesichtet worden ist.4. Sperrholz, dadurch gekennzeichnet, dass es unter Verwendung eines Klebstoffes nach einem der Ansprüche 1 bis 3 hergestellt worden ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT165537D AT165537B (de) | 1942-06-15 | 1948-08-24 | Warmhärtender flüssiger Kunstharzklebstoff |
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1948
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