AT16559U2 - Anordnung zum Verbinden von Bauteilen - Google Patents

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AT16559U2 ATGM82/2019U AT822019U AT16559U2 AT 16559 U2 AT16559 U2 AT 16559U2 AT 822019 U AT822019 U AT 822019U AT 16559 U2 AT16559 U2 AT 16559U2
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Abstract

Eine Anordnung (1) zum Verbinden stab- oder leistenförmiger Bauteile (3, 4) umfasst zwei Beschläge (2), die jeweils eine gewinkelte Grundplatte (6) aufweisen. Von der Grundplatte (6) steht eine weitere Platte (11) ab, die mit der Grundplatte (6) einstückig ausgebildet ist und gegenüber dieser umgebogen ist. In den Schenkeln (7) der Grundplatte (6) sind Löcher vorgesehen, in die stopfenförmige Körper (10) mit Durchgangslöchern (12) aufgenommen sind, sodass Verbindungsmittel (9) durch die stopfenförmigen Körper (10) und entsprechende Bohrlöcher in den Bauteilen (3, 4) gesteckt werden können, um die Beschläge (2) der erfindungsgemäßen Anordnung (1) miteinander zu verbinden und so eine stabile Verbindung der Bauteile (3 und 4) zu bewirken.

Description

[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Verbinden stab- oder leistenförmiger Bauteile mit zwei Beschlägen, die miteinander verbunden sind.
[0002] Für das Verbinden von Bauteilen, beispielsweise für Hallen, Carports, Dachstühle, Flugdächer oder Ähnliches, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wobei auch Anordnungen mit Beschlägen der oben genannten Art verwendet werden.
[0003] Problematisch bei den bekannten Anordnungen mit Beschlagen ist es, dass diese nicht immer die gewünschte Festigkeit der Verbindung ergeben und nur aufwändig herzustellen sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs genannten Gattung vorzustellen, die einfach herzustellen ist und eine sichere Verbindung von stab- oder leistenförmigen Bauteilen erlaubt.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Anordnung, die die Merkmale von Anspruch 1 aufweist.
[0006] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anordnung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Da bei der erfindungsgemäßen Anordnung die Beschläge Grundplatten aufweisen, die an den miteinander zu verbindenden Bauteilen anliegen, und weil von einem der Schenkel der gewinkelten Grundplatten eine Platte absteht, besitzt die erfindungsgemäße Anordnung die für eine sichere und stabile Verbindung von stab- oder leistenförmigen Bauteilen erforderliche Festigkeit.
[0008] Die mit der erfindungsgemäßen Anordnung miteinander zu verbindenden Bauteile können stab- oder leistenförmige Bauteile aus Holz und/oder Metall, insbesondere Stahl oder Leichtmetall (Aluminium), sein. Beispiele für solche stab- oder leistenförmige Bauteile sind Balken aus Holz, Leimbinder aus Holz, Formrohre aus Metall, z.B. Eisen, Stahl, rostfreier Stahl, Leichtmetall, z.B. Aluminium oder eine Aluminiumlegierung.
[0009] Mit der erfindungsgemäßen Anordnung ist es auch möglich, unterschiedliche Bauteile z.B. Formrohre aus Stahl, mit Leimbindern aus Holz zu verbinden.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass in die Löcher in den Schenkeln der Grundplatten der bei der erfindungsgemäßen Anordnung verwendeten Beschläge stopfenförmige Körper eingesetzt werden, die bis in die miteinander zu verbindenden Bauteile ragen, und dass die Verbindungsmittel durch diese stopfenförmigen Körper gesteckt sind.
[0011] Um einen sicheren Sitz der stopfenförmigen Körper in den Beschlägen der erfindungsgemäßen Anordnung zu gewährleisten, können diese einen Flansch aufweisen, der auf der Außenseite der Beschläge, also auf der von den zu verbindenden Bauteilen abgekehrten Seite, aufliegt.
[0012] In den stopfenförmigen Körper können Abdeckkappen eingesetzt sein, welche die in den stopfenförmigen Körpern aufgenommenen Enden der Verbindungselemente abdecken und vor Umwelteinflüssen schützen.
[0013] Wenn an den miteinander zu verbindenden Bauteilen weitere Bauteile zu befestigen sind, kann bei der erfindungsgemäßen Anordnung vorgesehen sein, dass in der von dem einen Schenkel abstehenden Platte wenigstens ein Loch vorgesehen ist, durch das ein Befestigungsmittel greift, mit dem ein weiterer stab- oder leistenförmiger Bauteil an der abstehenden Platte befestigt werden kann.
[0014] Die im Rahmen der Erfindung verwendeten Verbindungsmittel können Gewindeschrauben, also Schrauben mit Muttern, sein, die bevorzugt mit Sechskantköpfen ausgeführt sind.
[0015] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
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Beschreibung eines in den Zeichnungen in verschiedenen Ansichten gezeigten Ausführungsbeispiels. Es zeigt:
[0016] Fig. 1 in Schrägansicht eine erfindungsgemäße Anordnung ohne miteinander zu verbindende Bauteile,
[0017] Fig. 2 [0018] Fig. 3 [0019] Fig. 4 bis 6 in Schrägansicht einen Beschlag, den Beschlag von Fig. 2 in anderer Schrägansicht, in unterschiedlichen Ansichten Bauteile, die miteinander mit Hilfe der erfindungsgemäßen Anordnung verbunden sind,
[0020] Fig. 7 [0021] Fig. 8 in Schrägansicht eine Abdeckkappe und im Schnitt eine erfindungsgemäße Anordnung.
[0022] Eine erfindungsgemäße Anordnung 1 umfasst zwei Beschläge 2.
[0023] Jeder Beschlag 2 umfasst eine im gezeigten Ausführungsbeispiel gewinkelte Grundplatte 6, deren Schenkel 7 im gezeigten Ausführungsbeispiel miteinander einen rechten Winkel einschließen. Die Schenkel 7 der Grundplatte 6 können miteinander auch von einem rechten Winkel abweichende Winkel, nämlich spitze oder stumpfe Winkel, einschließen.
[0024] In den Schenkeln 7 der Grundplatte 6 der erfindungsgemäßen Anordnung 1 sind Löcher vorgesehen, in die stopfenförmige Körper 10 eingesetzt sind. Die stopfenförmigen Körper 10 weisen einen Ringflansch 13 auf, mit dem sie an der Außenseite, also an den voneinander abgekehrten Außenflächen der Grundplatten 6 der Beschläge 2, aufliegen.
[0025] Die stopfenförmigen Körper 10 weisen Durchgangslöcher 12 auf, sind also im Wesentlichen rohrförmig, sodass sie von Verbindungsmitteln 9 durchgriffen werden können. Die Verbindungsmittel 9 können beispielsweise Mutterschrauben 23 sein.
[0026] Im gezeigten Ausführungsbeispiel steht von dem einen Schenkel 7 der Grundplatte 6 eine Platte 11 ab, die im gezeigten Beispiel so lang wie der Schenkel 7 ist, die mit der Grundplatte 6 einen rechten Winkel einschließt und die mit dieser bevorzugt einstückig ausgebildet ist. Bevorzugt ist es, wenn die Grundplatte 6 und die Platte 11 aus einem einzigen Blechstück (Zuschnitt) bestehen, wobei die Platte 11 gegenüber der Grundplatte 6 abgekantet ist.
[0027] Das die Grundplatte 6 und die Platte 11 bildende Blechstück kann ein einfacher Zuschnitt, der einfach maschinell gefertigt werden kann, sein.
[0028] In der Platte 11 ist ein Loch vorgesehen, in das ebenfalls ein stopfenförmiger Körper 10 eingesetzt ist, der mit seinem Ringflansch 13 auf der einen Seite der Platte 11 anliegt.
[0029] Im gezeigten Ausführungsbeispiel schließen die Schenkel 7 der Grundplatte 6 miteinander einen rechten Winkel ein. Dies muss nicht so sein, da die Schenkel 7 andere Winkel (stumpfe oder spitze Winkel) einschließen können, wenn die miteinander zu verbindenden Bauteile 3 und 4 gegebenenfalls zueinander unter einem anderen Winkel als einem rechten Winkel ausgerichtet sein sollen.
[0030] Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Beschläge 2 so angeordnet, dass die Platten 11 voneinander weg weisen. Es ist aber auch möglich, die Beschläge 2 so anzuordnen, dass die Platten 11 aufeinander zu weisen und bevorzugt mit ihren freien Rändern 14 aneinander anliegen.
[0031] In den Fig. 4 bis 6 ist gezeigt, wie bei einer erfindungsgemäßen Anordnung 1 zwei Bauteile 3 und 4 miteinander verbunden werden können, sodass ein stabiles Eck zwischen den Bauteilen 3 und 4 gebildet wird.
[0032] Bei dem in Fig. 5 und 6 gezeigten Anwendungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung 1 ist ein weiterer Bauteil 5 vorgesehen, der über Verbindungsmittel 9 (z.B. Kopfschrauben) über die Platten 11 an der erfindungsgemäßen Anordnung 1 befestigt ist. Die Verbindungsmittel 9, welche den Bauteil 5 an der Anordnung 1 festlegen, durchgreifen die Löcher 12
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AT 16 559 U2 2020-01-15 österreichisches patentamt in den stopfenförmigen Körpern 10, welche in die Löcher der Platten 11 eingesetzt sind.
[0033] Es versteht sich, dass die Bauteile 3, 4 und 5 passende Bohrlöcher für die Aufnahme der stopfenförmigen Körper 10 aufweisen.
[0034] Bevorzugt ist es im Rahmen der Erfindung, dass die stopfenförmigen Körper 10 konisch ausgebildet sind, wobei sie sich von ihrem Ringflansch 13 weg verjüngen und mit dem verjüngten Ende voran in die Bohrlöcher der miteinander zu verbindenden Bauteile 3 und 4 sowie in den Bauteil 5 eingreifen.
[0035] Die stopfenförmigen Körper 10 weisen an ihren dem Ringlansch 13 gegenüberliegenden Ende einen nach innen weisenden Ring 15 auf, der das Durchgangsloch 12 begrenzt.
[0036] Die erfindungsgemäße Anordnung 1 kann Abdeckkappen 20 umfassen. Eine in Fig. 7 gezeigte beispielhafte Ausführungsform der Abdeckkappen 20 weist einen vorstehenden Rand 21 auf. Der Rand 21 liegt bei in stopfenförmige Körper 10 eingesetzte Abdeckkappen 20 auf dem Ringflansch 13 auf und verschließen den zunächst nach außen hin offenen Hohlraum der stopfenförmigen Körper 10.
[0037] In Fig. 8 ist im Schnitt eine mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung 1 dargestellt. In dem in Fig. 8 gezeigten Beispiel sind die Verbindungselemente 9 Kopfschrauben 23, auf die Muttern 25 geschraubt sind. Sowohl die Köpfe 24 der Kopfschrauben 23 als auch die Muttern 25 liegen über Beilagscheiben 26 auf den nach innen weisenden Ringen 15 der stopfenförmigen Körper 10 auf. So sind die Enden (Kopf 24 und Mutter 25) der Verbindungselemente 9 versenkt angeordnet und werden von in Hohlräume stopfenförmiger Körper 10 eingesetzte Abdeckkappen 20 geschützt und sind nicht mehr sichtbar.
[0038] Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben werden:
[0039] Eine Anordnung 1 zum Verbinden stab- oder leistenförmiger Bauteile 3, 4 umfasst zwei Beschläge 2, die jeweils eine gewinkelte Grundplatte 6 aufweisen. Von der Grundplatte 6 steht eine weitere Platte 11 ab, die mit der Grundplatte 6 einstückig ausgebildet ist und gegenüber dieser umgebogen ist. In den Schenkeln 7 der Grundplatte 6 sind Löcher vorgesehen, in die stopfenförmige Körper 10 mit Durchgangslöchern 12 aufgenommen sind, sodass Verbindungsmittel 9 durch die stopfenförmigen Körper 10 und entsprechende Bohrlöcher in den Bauteilen 3,4 gesteckt werden können, um die Beschläge 2 der erfindungsgemäßen Anordnung 1 miteinander zu verbinden und so eine stabile Verbindung der Bauteile 3 und 4 zu bewirken.

Claims (21)

1. Anordnung (1) zum Verbinden stab- oder leistenförmiger Bauteile (3, 4) mit zwei Beschlägen (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Beschläge (2) an den Bauteilen (3, 4) anzulegende Grundplatten (6) umfassen, dass die Grundplatten (6) Schenkel (7) mit Löchern aufweisen, dass von wenigstens einem Schenkel (7) der Grundplatten (6) eine Platte (11) absteht, und dass Verbindungsmittel (9) vorgesehen sind, die die Löcher in den Schenkeln (7) der Grundplatten (6) durchgreifen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (11) mit dem Schenkel (7) einstückig ausgebildet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die Löcher in den Schenkeln (7) stopfenförmige Körper (10) eingesetzt sind und dass die stopfenförmigen Körper (10) Durchgangslöcher (12) für Verbindungsmittel (9) aufweisen.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die stopfenförmigen Körper (10) Ringflansche (13) aufweisen, die an Flächen der Grundkörper (6) aufliegen.
5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die stopfenförmigen Körper (10) konisch ausgebildet sind.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das jüngere Ende der stopfenförmigen Körper (10) in den Raum zwischen den Grundplatten (6) ragt.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (7) der Grundplatten (6) zueinander unter einem rechten oder stumpfen Winkel ausgerichtet sind.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (11) mit den Schenkeln (7) der Grundplatten (6) rechte Winkel einschließen.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (11) wenigstens je ein Loch für die Aufnahme eines Verbindungsmittels (9) aufweisen.
10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in die Löcher in den Platten (11) stopfenförmige Köper (10) eingesetzt sind und dass die stopfenförmigen Körper (10) Durchgangslöcher (12) für Verbindungsmittel (9) aufweisen.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die stopfenförmigen Körper (10) Ringflansche (13) aufweisen, die an Flächen der Platten (11) aufliegen.
12. Anordnung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die stopfenförmigen Körper (10) konisch ausgebildet sind.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (11) an Schenkeln (7) der Grundplatten (6) nach außen weisend ausgerichtet sind.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsmittel (9) Mutterschrauben (23) sind.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten (11) aufeinander zuweisend ausgerichtet sind und mit ihren freien Rändern (14) aneinander anliegen.
16. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass in nach außen offenen Hohlräume stopfenförmiger Körper (10) Abdeckkappen (20) eingesetzt sind.
17. Anordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckkappen (20) einen vorstehenden Rand (21) aufweisen und dass der Rand (21) bei in stopfenförmige Körper (10) eingesetzten Abdeckkappen (20) auf dem Ringflansch (13) der stopfenförmigen Körper (10) aufliegt.
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18. Anordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die stopfenförmigen Körper (10) an ihrem dem Ringflansch (13) gegenüberliegenden Ende einen nach innen weisenden Ring (15) aufweisen und dass das Durchgangsloch (12) in dem Ring (15) vorgesehen ist.
19. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet dass die Verbindungselemente (9) Mutterschrauben (23) mit Kopf (24) und Mutter (25) sind.
20. Anordnung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass Köpfe (24) und Muttern (25) von Kopfschrauben (23) in nach außen offenen Hohlräumen stopfenförmiger Körper (10) aufgenommen sind.
21. Anordnung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass Köpfe (24) und Muttern (25) über Beilagscheiben (26) auf nach innen weisenden Ringen (15) der stopfenförmigen Körper (10) aufliegen.
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