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Entstaubungsapparat mit eingebautem Sieb für blättriges, faseriges oder körniges Material
Bei pneumatischen Förderanlagen für blättriges und faseriges Material wie Tabak u. dgl. werden sogenannte Entstaubungsapparate verwendet, die, in die Förderleitung eingebaut, die Aufgabe haben, den Staub von dem zu fördernden Material zu trennen.
Diese Aufgabe ist so gelöst worden, dass in einem in der Saugleitung angeordneten Kasten ein Sieb eingebaut wird, dessen Maschen so bemessen sind, dass der Staub von diesem Sieb nicht, wohl aber das faserige Material zurückgehalten wird. Die nach diesem Prinzip ausgeführten Konstruktionen lassen sich in zwei Gruppen unterteilen, u. zw. in Apparate mit rotierendem und in solche mit feststehendem Sieb. Bei beiden Ausführungsarten ist es notwendig, das Sieb zu reinigen, was entweder in den Betriebspausen, d. h. also in Zeitabständen, oder während des Betriebes durch eingebaute Bürsten oder durch eine Abklopfeinrichtung geschieht.
Allen bekanntgewordenen Reinigungseinrichtungen, die während des Betriebes arbeiten, haften gewisse Mängel an. Die Hauptursache für ihre nicht vollkommen entsprechende Wirkungsweise ist darin gelegen, dass die Reinigung bei voller Saugwirkung erfolgt und somit der abgebürstete bzw. abgeklopfte Staub wieder an das Sieb gesaugt wird. Die Verwendung von Bürsten wird häufig und mit Recht abgelehnt, weil ausfallende Borsten in das Material gelangen können. Ein schlecht gereinigtes Sieb bedeutet jedoch einen verkleinerten Durchgangsquerschnitt, daher grösseren Saugwiderstand und somit grösseren Kraftaufwand. Wird nun eine pneumatische Förderanlage bei reinem Sieb einreguliert und es tritt eine Querschnittsverengung durch Verschmutzung ein, so führt dies auch zu Verstopfungen in der Rohrleitung.
Die erfindungsgemässe Einrichtung einer automatischen Reinigungsvorrichtung, von der ein Ausführungsbeispiel in den Zeichnungen dargestellt ist, vermeidet diese Mängel restlos, u. zw. dadurch, dass die Reinigung des Siebes mittels eines Luftstromes erfolgt, der durch das Sieb in entgegengesetzter Richtung zu jener des Förderluftstromes strömt.
In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine erfindunggemässe Reinigungsvorrichtung von vorne, teilweise geschnitten, und Fig. 2 einen zugehörigen
Seitenriss. Die Fig. 1 ist eine teilweise Schnitt- ansicht nach Linie I-I der Fig. 2.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung wäre folgende : Der durch den Rohrstutzen 1 eintretende, mit Staub und Material beladene Luftstrom gelangt in den relativ grossen Raum des Kastens 2 und fällt in den darunter angeordneten, sogenannten Ausschleusapparat 3, welcher die pneumatische Fördereinrichtung luftdicht abschliesst und das Material ausschleust. Damit das Material den Weg nach abwärts nimmt, wird der Luftstrom durch eine eingebaute Querwand 4 unterteilt.
Leichte Materialteilchen und Staub werden gegen das zylindrisch angeordnete und feststehende Sieb 5 gesaugt. Der feine Staub und die Luft gelangen durch das Sieb in die Luftleitung 6.
Zur Reinigung des Siebes wird Luft in verkehrter Richtung von aussen durch das Rohr 7 über die Düsen 8 in das Innere des Kastens 2 geführt, wodurch die leichten, am Sieb haftenden Materialteilchen weggeblasen werden. Die Reinigungsluft geht in der Förderrichtung wieder durch das Sieb in die Luftleitung 6. Für die Förderung der Reinigungsluft ist kein eigener Ventilator notwendig, da der Unterdruck im Kastenraum 2 für die Zwecke dieser Förderung ausgenützt wird. Damit die weggeblasenen leichten Materialteilchen nicht wieder angesaugt werden, sind an den Düsen 8 Abdeckbleche 9 angebracht. Das Rohr 7 und die darauf be- festigten Düsen 8 werden durch das Kettenrad 10 angetrieben, so dass die Reinigung kontinuierlich geschieht.
Es wäre natürlich für die Funktion der auto- matischen Reinigung des Siebes gänzlich gleich- gültig, wenn das Rohr 7 und die Düsen 8 still- stehen würden und dafür das zylindrische Sieb rotieren würde.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Entstaubungsapparat mit eingebautem Sieb für blättriges, faseriges oder körniges Material wie Tabak u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung des Siebes mittels Luft erfolgt, welche entgegengest tzt der Förderrichtung durch das Sieb strömt.
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