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Karteikarte für Wahlkarteien Es sind Karteikarten bekannt, in welchen für jede Bezeichnung ein Loch und eine Einschlitzung vorgesehen sind und die mittels Wahlstäben ausgewählt werden. Bei diesen Karten sind die Einschlitzungen bis an den Rand geführt und ergeben eine Unterbrechung des Randes der Karteiblätter und damit zahlreiche vorstehende Einzelteile, welche bei häufigerem Gebrauch einer Karte leicht beschädigt werden können.
Diesen Nachteil vermeidet die vorliegende Erfindung unter Beibehaltung des Systems dadurch, dass an Stelle der einzelnen Löchern zugeordneten Einschlitzungen allseitig begrenzte Schlitze für jede Bezeichnung bzw. für jeden Bezeichnungteil vorgesehen sind.
Die erfindungsgemässe Anordnung ermöglicht es, dass die Karteikartenblätter mit einer beliebigen Anzahl von zu einer Symmetrielinie spiegelbildartig angeordneten Lochgruppenpaaren ausgestattet sein können, wobei die Adjustierung jeder Karte durch Verbindung zweier oder mehrerer Löcher einer der einen Gruppe angehörigen Reihe zu Schlitzen, korrespondiernd mit stehenbleibenden Löchern der entsprechenden Reihe der anderen Gruppe erfolgt.
Die Karteiblätter weisen gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung neben den mathematischen Kombinationen zu Auswahlzwecken dienenden Löchern für jede Lochgruppe noch je eine zur Symmetrielinie parallele Manipulationslochreihe auf.
Die den einzelnen Kombinationsmöglichkeiten zugehörigen und entsprechend frei wählbaren Merkmale sind durch entsprechende Zeichenerklärung in einem Kode od. dgl. festgelegt.
Als Symmetrielinie für die Lochgruppenanordnung ist vorteilhaft die auf jeder Karte von oben nach unten verlaufende Mittellinie gewählt, so dass der Auswahlvorgang durch seitliches Verschieben bestimmter Karten, d. h. durch seitliches Herausschieben derselben aus dem zugehörigen Karteikasten erfolgt. Um den Karteikasten für eine verschiedene Anzahl von Karten in gleicher Weise benützbar zu machen, ist er vorteilhaft mit einer senkrecht zu den Karteiblättern verschiebbaren Zwischenwand ausgustattet, welche mit dem Kartenlochungssysteme entsprechenden Lochungen versehen ist.
Beim Auswahlvorgang, der in bekannter Weise durchgeführt wird, können die Karteiblätter im Karteikasten ohne jede bestimmte Reihung eingelegt werden, wobei nur darauf zu achten ist, dass sinngemäss entsprechende Lochgruppen hintereinander zu liegen kommen, so dass bei rechteckigen Karteiblättern das Blatt also nicht auf dem Kopfe oder um 1800 um die Symmetrielinie verdreht steht. Zur Gewährleistung der richtigen Einordnung im Kasten, die sich also nicht auf die Reihenfolge, sondern bloss auf die richtige, aufrechte Lage der Blätter bezieht, ist es vorteilhaft, an oder auf den Karten Merkzeichen vorzusehen. Solche können beispielsweise durch schräges Abschneiden der rechten oberen Ecke erhalten werden. Es ist zu betonen, dass die einzelnen Karteikarten in jeder beliebigen Reihenfolge im Karteikasten hintereinander liegen können.
Der Auswahlvorgang wird daher weder erschwert noch geändert, wenn ein beliebiges
Einlegen der Karten in den Kasten erfolgt, oder diese wie beim Spielkartenmischen wahllos durch- mischt wurden. Nach Auswahl einer oder mehrerer bestimmten Karten können diese also an be- liebiger Stelle in den Kasten eingebracht werden.
Es bedarf also nicht des sonst so zeitraubenden
Einordnens der Karten an eine ganz bestimmte
Stelle zwischen anderen Karten. Die dadurch ermöglichte Zeiteinsparung ist bedeutend und ge- hört mit zu den grössten Vorteilen der erfindung- gemässen Einrichtung.
Die Erfindung wird am besten erläutert, wenn ein spezielles Ausführungsbeispiel näher be- schrieben wird.
In der Zeichnung ist ein solches Ausführungs- beispiel dargestellt, wobei fünfzehn Lochgruppen-
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symmetrisch angeordnet.
Jede Lochgruppe weist mindestens zwei zur Symmetrielinie -S gleichlaufende Lochreihen auf, von denen mindestens eine in jeder Gruppe nur zu Manipulationszwecken dient, wie dies der Einfachheit halber im Nachstehenden für die Lochgruppen XV näher erläutert werden soll. Die Lochreihen f und h dienen der Bezeichnung, während die Lochreihen e und g lediglich als Manipulationslochreihen dienen. Die seit-
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liche Verschiebung der Karten wird ermöglicht, indem nebeneinanderliegende Löcher der Reihen e-f bzw. g-h durch die Adjustierung in einer der beiden Gruppen XV zu Schlitzen verbunden worden sind.
Die Möglichkeiten der erfindungsgemässen Kartei werden am besten an einem Spezialbeispiele erläutert.
Die Gruppen I dienen der Festlegung einer bestimmten Zahl. Die beispielsweise vorgesehenen Reihen a, b, c und d mit je 10 Bezeichnungsund je einem Manipulationsloch, gestatten die Festlegung der Zahlen 1 bis 9999. Beim Ausführungsbeispiele ist die Adjustierung für die Nummer 1134 vorgenommen. Durch entsprechende Wahl der Anzahl der Reihen sind praktisch beliebig viele Kombinationen möglich.
Im Einzelfalle ergeben sich immer so viele Kombinationsmöglichkeiten, als sich mathematische Kombinationen durch Verbindung von Nullen-und Zahlenwerten vornehmen lassen ; eine Reihen- (Stellen-) Anordnung von 10 Löchern 0-9 lässt also 10 Kombinationen und jede Reihenvermehrung gleicher Lochanordnung von 0 bis 9 jene Anzahl von Kombinationen zu, die sich mit 2 mal, 3 mal, 4 mal usw. mal 10 Zahlenwerten von 0 bis 9 herstellen lässt, also bei zwei Reihen 100 Kombinationen von 0 bis 99, bei drei Reihen 1000 Kombinationen von 0 bis 999, bei sieben Reihen 1 Million Kombinationen von 0 bis 999. 999 und unbegrenzt mehr, bei jedoch verschiedener Anzahl der Reihen (Stellen) und verschiedener Anzahl der Zahlen innerhalb der einzelnen Reihen (z.
B. von 0 bis 1, 0 bis 2, 0 bis 3 usw. ) jede beliebige Zwischenkombination je nach Bedarf.
Die erfindungsgemässen Lochanordnungen ge- statten es, dass unter Benützung von somit praktisch der Anzahl nach unendlichen Kombinations- möglichkeiten, sowohl jedes einzelne Karteiblatt als auch jede beliebige Blattserie entnommen werden kann. Bei richtiger, sowohl den mathe- matischen Gesetzen entsprechender, als auch der technischen Instruktion nach einwandfrei an- gewendeter Entnahme (Ausscheidung), ist zwangs- läufig jeder Fehler ausgeschlossen. Beim Aus- wahlvorgange können also niemals ein ge- wünschtes Einzelblatt oder die Blätter einer ge- wünschten Serie nicht bzw. nicht vollständig, oder umgekehrt einzelne oder mehrere nicht er- wünschte Blätter zufällig mitkommen.
Die Gruppen IIbeziehen sich beim Ausführungs- beispiele auf die Bezeichnungen für die Leitung einer Organisation. Dieses Gruppenpaar ist auf der gezeichneten Karte unbenützt und daher durch volle Ausschlitzung aller Löcher der rechten
Gruppe II und unverändertes Stehenlassen aller
Löcher der linken Gruppe II adjustiert.
Für das Gruppenpaar III, das beispielsweise
Bezirke bezeichnet, ist bloss das Kombinations- merkmal,, 1" adjustiert.
Die Gruppen IV sind für die zwölf Monate des
Jahres bestimmt. Auf der beispielsweise ad- justierten Karte ist die Kombination 121 fest- gelegt, wofür sich im Kode die Bedeutung "September"ergibt.
In den Gruppen V ist bei der adjustieren Karte die Kombination 212, die eine bestimmte Dienststelle bezeichnet, festgelegt.
Das Gruppenpaar VI weist bei der adjustieren Karte auf den ersten Tag eines Monates hin.
Die Gruppen VII sind auf einen Ort ausserhalb des Stadtgebietes durch Festhaltung der Kombination 2211 adjustiert. In den Gruppen VIII ist die Arbeitsgemeinschaft"Versicherung"durch Festlegung der Kombination 313 bestimmt.
In den Gruppen IX ergibt sich für das Kombinationsmerkmal b aus dem Index das Jahr 1941.
Die Gruppen X, XI und XII sind für Namen bestimmt, u. zw. die Gruppe X dem Anfangsbuchstaben, die Gruppen XI und XII den folgenden Buchstaben. Die Karte ist beispielsweise auf einen Namen mit dem Anfangsbuchstaben E, Kombinationsmerkmal13, dem zweiten und dritten Buchstaben kk (ck), Kombinationsmerkmal 113 und den Folgebuchstaben st, Kombinationsmerkmal 311, festgelegt.
Im Gruppenpaare XIII sind die Kombinationsmerkmale 4, 8 und 10 in der Karte adjustiert.
In den Gruppen XIV sind die Kombhations-
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gehalten.
Je nach den Notwendigkeiten des vorher festzulegenden Organisationsplanes können die einzelnen Lochgruppen mit einer vorher bestimmten Anzahl von waagrechten Lochreihen a,
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durch ist es möglich die Lochgruppen allen Bedürfnissen eines bestimmten Organisationsplanes anzupassen und dennoch auf einem verhältnismässig kleinen Raum unterzubringen.
Weitere Varianten in bezug auf die Form der Karten, ihre Grösse, die Anordnung und den Inhalt der Lochreihen sind gegeben und ermöglichen auch bei ausserordentlich unübersichtlichen Organisationen mit stark ineinandergreifenden Details eine rasche und fehlerfreie Auswahl aller Karten mit gleichen oder bestimmten Merkmalen.
Hiebei kann eine Kombination verschiedener Merkmale für die Auswahl am Programme stehen und die Auswahl selbst durch ein mehrmaliges Wiederholen gleichartiger Vorgänge erfolgen.
Zwecks Erleichterung der Auswahl zu Kontrollund gegebenenfalls Demonstrationszwecken, können Karteikarten von verschiedener Farbe je nach ihrer Bestimmung verwendet werden, so dass beispielsweise für alle Anfangsbuchstaben des Alphahetes Karten von anderer Farbe Anwendung finden.
Die in den einzelnen Karten vorzusehenden Schlitze können naturgemäss mechanisch mit Hilfe von einfachen zangenartigen Handwerkzeugen
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Löcher oder Schlitze an jeder beliebigen Stelle einstellbar ist. Mit einer solchen Vorrichtung, welche für die Stanzung jeder einzelnen Karte vorher zu adjustieren ist, kann dann die Karte mit einem einzigen Hube mit allen erforderlichen Löchern und Schlitzen versehen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Karteikarte für Wahlkarteien mit Hilfe von Wahlstäben, bei welcher für jede Bezeichnung ein Loch und eine Einschlitzung vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der den einzelnen Löchern der einen Gruppe zugeordneten Einschlitzungen der anderen Gruppe, allseitig begrenzte Schlitze für jede Bezeichnung bzw. für jeden Bezeichnungsteil vorgesehen sind.