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Vorrichtung zur hydraulischen Druckübertragung, insbesondere für Bremsen
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Zwischenschaltung zweier flacher ringförmiger Dichtungsscheiben eingeklemmt (Fig."), die einen Durchgang von Flüssigkeit am Aussenumfang der Scheibe 8 verhindern.
Der Boden des Teiles 3 weist eine Öffnung für den Durchgang des Kolbens 1 und dieser am vorderen Ende eine Ausdrehung auf, wodurch ein hülsenartiger Fortsatz 9 zur Aufnahme des darin lose angeordneten Ventilkörpers 10 entsteht. Die axiale Bewegung des Ventilkopfes ist durch einen Sprengring 11 begrenzt, der in einem Ringschlitz der Bohrung des Fortsatzes 9 liegt. Der Ventilkopf 10 weist eine axiale Bohrung 12 und radiale Durchlässe 13 auf. Die axiale Bohrung des Kolbens 1 ist durch Öffnungen 15 mit der Kammer 3'verbunden, wodurch die Verbindung zwischen dem Druckraum 2'und dem Flüssigkeitsvorratsbehälter hergestellt werden kann. In einem Ringschlitz des Ventilkopfes 10 ist ein elastischer Dichtungsring 17 angeordnet, der beim Verdrängungshub des Kolbens einen dichten
Sitz für das Ende 18 des Fortsatzes 9 bildet.
An dem aus diesem herausragenden Ende des
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Umfangsnut des Ventilkopfes liegenden Sprengring 21 gehalten wird.
In der Ruhestellung des Kolbens, wenn dieser also durch die Feder 5 vollständig zurückgezogen wird, liegt die Kante der Kappe 19 an einem metallischen Druckring 23 des elastischen Dichtungsringes 22 an, der den Abschluss zwischen dem Kolben und der Dichtungsscheibe 8 besorgt. Das Ende 18 des Fortsatzes 9 ist vom Dichtungs-
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Räume 2'und 3'stehen durch das Ventil und die Bohrung des Kolbens miteinander in Verbindung.
Die beiden elastischen Dichtungsringe 22 und 22'sind gleichartig ausgebildet und haben eine konvexe Innenfläche. Der Ring 22'besorgt die Dichtung zwischen dem Kolben, und der Durch- trittsöffnung des Zylinders, in welcher er gleitet.
Diese Dichtungsringe stehen unter dem ständigen Druck von Federn 24, 25, die sich gegen metallische Druckringe 23'. und 23'stützen.
Die Wirkungsweise ist folgende : Bei einem auf die Pedalplatte 4 ausgeübten Druck wird der Kolben in den Zylinder eingeschoben und das Ende 18 seines Fortsatzes 9 nähert sich dem
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Dichtungsring 17. Durch das Eindringen des Kolbens 1 in den Druckraum 2'wird ein Flüssig- keitsstoss eingeleitet, der von diesem Raum durch die Öffnungen 13 im Ventilkopf, die Kolbenbohrung und die seitlichen Öffnungen 15 am hinteren Kolbenende in die Kammer 3'übergeht, die in Verbindung mit dem Flüssigkeitsvorratsbehälter ist.
Dieser Flüssigkeitsstoss genügt, um den lose gelagerten Ventilkopf 10 augenblicklich zu einer Rückwärtsbewegung zu veranlassen, so dass er sich mit seinem Dichtungsring 17 auf den Fortsatz 9 des Kolbens aufsetzt und die Verbindung zwischen den Räumen 2'und 3'unterbricht.
Beim weiteren Vorwärtsgang des Kolbens steigert sich der Druck im Druckraum und der Hauptzylinder wirkt im Sinne der Übertragung des Druckes.
Wenn der Druck auf die Pedalplatte nachlässt, wird der Kolben durch die Rückholfeder 5 zurückgezogen und es strömt Flüssigkeit aus der Kammer 3'durch die Öffnungen im Kolben und im Ventilkopf in den Druckraum 2'und der Ventilkopf hebt sich zu Beginn des Kolbenrückganges wieder vom Kolbenfortsatz 9 ab.
Mit Rücksicht darauf, dass der Ventilkopf lose gelagert und während des Kolbenrückganges keinem mechanischen Druck unterworfen ist, kann er zu irgendeinem Zeitpunkt während des Kolbenrückganges vollkommen ungehindert die Verbindung zwischen den Räumen 2'und 3' herstellen, ohne einen merklichen Sog im System zu bewirken.
Wenn der Kolben vollständig zurückgezogen wird, setzt sich die Ventilkappe 19 auf den Druckring 23 des Dichtungsringes 22 auf und die
Kolbenbewegung ist begrenzt durch den Sprengring 11, wodurch die Offenstellung des Ventils am Ende des Rückganges des Kolbens und damit der volumetrische Ausgleich zwischen Druckraum und Flüssigkeitsvorratsbehälter gesichert ist.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele der
Vorrichtung lassen naturgemäss bauliche Ab- Änderungen zu, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur hydraulischen Druck- übertragung, insbesondere für Bremsen, mit einer Druckkammer und einer mit dem Vorratsbehälter in Verbindurg stehenden Vorkammer, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Vorkammer durchsetzender, in die Druckkammer hineinragender Kolben, dessen Aussendurchmesser kleiner ist als die lichte Weite der Kammern, mit Kanälen, dit die beiden Kammern verbinden, versehen und an seinem in die Druckkammer hineinragenden Ende eiü 9n ihn geführtes, die Kanäle zeitweise sperrendes, vom Flüssigkeitsstrom gesteuertes Ventil angeordnet ist, welches die Verbindung der beiden Kammern beim Vorwärtsgant, des Kolbens unterbricht und bei dessen Rückgang wieder herstellt.