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Volksbelustigungseinrichtung
Es ist schon bekannt geworden, für Volksbelustigungsplätze um die horizontal verlaufende Achse rotierende, hohlzylinderförmige Körper als Volksbelustigungsgerät zu benützen. Die Bodenflächen des Zylinderkörpers sind hiebei offengelassen, der Durchmesser ist so gross gewählt, dass eine menschliche Figur Durchlass findet. Hiebei hat das Publikum an einem offenen Ende des zylindrischen, waagrecht rotierenden Hohlkörpers Zutritt und bemüht sich, möglichst ohne zu fallen, trotz der Rotation dieser Hohlkörper die an der Gegenseite befindliche Ausgangsöffnung zu erreichen.
Bisher sind derartige Volksbelustigungsgeräte als glatte, rotierende Zylinder ausgebildet worden.
Die Aufgabe des Publikum bestand bloss darin, beim Hindurchgehen durch eine solche rotierende
Trommel mit dem Aufsetzen des Fusses der
Rotationsbewegung Rechnung zu tragen, d. h. den Fuss nicht an die augenblicklich tiefste Stelle der Trommel zu setzen, sondern so vorzuhalten, dass der Fuss während des Standes sich an die tiefste Stelle hinbewegt.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, den
Reiz, welchen eine derartige Belustigungsein- richtung auf das Publikum ausübt, dadurch zu erhöhen, dass zusätzliche Schwierigkeiten durch
Einbauten in der Trommel geschaffen werden.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden erfindung- gemäss Einbauten verschiedener Art vorgenommen.
Grundsätzlich können diese Einbauten entweder so beschaffen sein, dass sie den Besucherstrom beschleunigen oder dass sie ihn verzögern.
Durch radialsymmetrische Einbauten, deren Achsen mit der Rotationsachse des äusseren Zylinders zusammenfallen, wird es erreicht, dass die Geschwindigkeit der jeweils benützten Innenfläche an verschiedenen Stellen der Längsrichtung verschieden gross ist, wodurch zur Kompensation der Drehbewegung ein wechselndes Vorhalten beim Aufsetzen der Füsse erforderlich wird. Es ist also eine erhöhte Aufmerksamkeit und Geschicklichkeit beim Passieren der Trommel notwendig. Solche rotationssymmetrische Einbauten können, wie aus Fig. 1, Teil a, ersichtlich, mit einer Stufe beginnen und dann stetig auslaufen bzw. umgekehrt angeordnet sein oder auch über eine gewisse Länge konstant bleiben,. wie in Fig. l, Teil c, dargestellt.
Je grösser die Geschwindigkeit der Bodenbewegung an der eweiligen Stelle ist, um so mehr wird der Passant zu rascherem Gehen gezwungen, damit er nicht umfällt. Infolgedessen wird sich der Besucherstrom an jenen Stellen, wo durch rotationssymmetrische Einbauten die Umfangsgeschwindigkeit der Innenfläche stetig vermindert wird, verlangsamen und an Stellen wo ein solcher Einbau ausläuft, beschleunigen. Es wird sich also in Fig. 1 bei a zunächst eine Hemmung und in weiterem Fortschreiten in der Richtung gegen b eine Beschleunigung der Passiergeschwindigkeit einstellen.
Um nun den Reiz auf die Besucher zu erhöhen, wird im Sinne der vorliegenden Erfindung vorzugsweise gerade an jenen Stellen, wo sich die Geschwindigkeit der Besucherreihe automatisch erhöht, ein Hindernis eingebaut, beispielsweise eine die Trommelöffnung teilweise versperrende, segment-oder sichelförmige Querwand (Fig. 1, Teil b). Eine solche Trennwand kann entweder überklettert werden oder der Besucher wartet die Drehung ab und kriecht oder geht dann unter ihr durch, wie in
Fig. 2, Mitte, dargestellt. Die Hindernisse müssen aber nicht die Form einer Querwand haben, sie können auch als Stangen oder Pfosten ausgebildet sein, die diametral oder radial in die
Trommel eingesetzt sind, siehe beispielsweise
Fig. 4, Teil d.
Ausser den in den beispielsweisen Ausführungs- formen der Fig. 1-4 angeführten Gestalten können für die radialsymmetrischen Einbauten erfindungsgemäss auch andere Querschnittsprofile, wie insbesondere zylindrisch oder kegel- törmig angeordnete Wellenlinien, verwendet werden.
Es ist vorgesehen, dass die ganze begehbare Innenfläche des Gerätes in einer den Sicherheitsanfbrderungen entsprechenden Weise mit Teppichen oder Polsterungen ausgelegt werden kann.
Gleichfalls ist eine ausreichende Beleuchtung der Anlage vorgesehen, sofern diese nicht dadurch erfolgt, dass die äussere Trommelhülle aus einem so dimensionierten Gitter gefertigt wird, dass die Trittsicherheit gewährleistet bleibt und das Licht allseits gleichmässig in den Innenraum eindringen kann.
Die Einbauten in der rotierenden Trommel werden vorteilhaft lösbar befestigt, so dass der Etablissementbesitzer von Zeit zu Zeit Ände- rungen in der Inneneinrichtung vornehmen kann und so durch die Veränderlichkeit des Über- raschungsmomentes ein Neuheitsreiz geboten wird.
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Dabei wird der Teil der Einrichtung, welcher die wesentlichsten Investitionen erfordert, nämlich die äussere Hülle und der Antriebsmechanismus, unverändert beibehalten.
Der Antrieb kann auf beliebige Weise erfolgen, etwa so wie in Fig. 1 angedeutet, dass die Trommel als liegender, eiserner Hohlzylinder ausgebildet und auf Rollen gelagert ist, welche durch einen Motor angetrieben werden (s. Nebenskizze Fig. 2).
PATENTANSPRÜCHE :
1. Volksbelustigungseinrichtung in Form eines offenen, im wesentlichen horizontal liegenden, um seine Längsachse rotierenden Hohlzylinders, dadurch gekennzeichnet, dass in seinem Inneren Einbauten (a, b, c) angebracht sind, welche den Besucherstrom entweder hemmen oder beschleunigen und dadurch erhöhte Anforderungen an die Geschicklichkeit des Publikums stellen (Fig. l-5).
2. Volksbelustigungseinrichtung nacli Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbauten als rotationssymmetrische Körper ausgebildet sind.
3. Volksbelustigungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass drosselnde Einbauten, wie segmentartige Trennwände, Stangen u. dgl. vorgesehen sind.
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