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Schaltung zur gemeinsamen Speisung mehrerer elektrischer Verbraucher, insbesondere für elektrische Strassenfahrzeuge
Es kommt häufig vor, dass Verbraucher an einer Gleichspannung liegen, die höher ist als die Betriebsspannung der Verbraucher. Man muss dann einen Teil der Spannung und damit der entnommenen Energie in Vorwiderstände vernichten und es ergibt sich eine beträchtliche Ersparnis an Material und an Energie, wenn diese Widerstände gleichzeitig zur Speisung anderer Verbraucher benützt oder von ihnen gebildet werden. Eine solche Schaltung ist dann nicht ohne weiteres anwendbar, wenn die Verbraucher unabhängig voneinander geschaltet werden sollen.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass es möglich ist, auch solche Verbraucher mit unterbrochenem Betrieb mit anderen Verbrauchern zusammenzuschalten, wenn die Schaltung so ausgeführt wird, dass eine Schaltvorrichtung entweder den Verbraucher, der einen grösseren Strom-oder kleineren Spannungsbedarf hat als die anderen Verbraucher, oder einen Ersatzwiderstand in jenen Stromkreis schaltet, der von den anderen Verbrauchern mit weniger Strom-oder mehr Spannungsbedarf bzw. von Widerständen gebildet wird, zu denen die zuletzt genannten Verbraucher über eigene Schalter parallel geschaltet sind.
Der Ersatzwiderstand erfordert unter diesen Umständen weniger Aufwand und er vernichtet weniger Energie als Widerstände, die die Verbraucher einzeln zum unmittelbaren Anschluss an die ganze Spannung geeignet machen könnten.
Wenn die Verbraucher mit mehr Spannungsbedarf unmittelbar in Reihe mit der Schalteinrichtung mit Ersatzwiderstand liegen, dann werden sie beim Einschalten des Verbrauchers mit weniger Spr nungsbedarf mit eingeschaltet.
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Verbraucher mit weniger Spannungsbedarf einzuschalten.
Wenn das Miteinschalten stört und volle Unabhängigkeit der Verbraucher voneinander erforderlich ist, dann wird man an Stelle der Verbraucher mit weniger Strom-oder mehr Spannungsbedarf Widerstände in Reihe mit der Schalteinrichtung mit Ersatzwiderstand schalten und die Verbraucher über besondere Schalt- einrichtungen parallel zu den Widerständen legen, so dass eine Spannungsteilerschaltung entsteht. dabei ermöglicht der Umstand, dass erfindung- getnäss die Verbraucher mit weniger Strombedarf parallel geschaltet werden, eine solche Bemessung der Widerstände, dass das Einschalten dieser Verbraucher den Strom der ganzen Schaltung nicht in störendem Mass erhöht.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die sich beide auf die Speisung der Winkerlampen von elektrisch betriebenen Strassenfahrzeugen zusammen mit anderen Stromverbrauchern beziehen.
In Fig. 1 ist die Zusammenschaltung der Winkerlampen 5, 6, 7, 8 mit einer Lampengruppe 15 gezeigt. Diese Lampengruppe 15 kann über einen Schalter 14, den Widerstand 13 und die geschlossenen Kontakte 11, 12 an die Fahrdrahtspannung, die der Bügel 16 abnimmt, angeschlossen werden, wobei der Widerstand 13 nur einen kleinen Teil der ganzen Spannung verbraucht. Wird der Fahrtrichtungsschalter am Führerstand 1 so umgelegt, dass der Kontakt 1 geschlossen wird, dann wird gleichzeitig der Kontakt 11 geöffnet. An Stelle des Widerstandes 13 tritt also die Reihenschaltung der Lampen 9 und 5, von denen die Lampe 5 als Fahrtrichtungsanzeiger dient, während 9 die Kontrollampe am Führerstand ist. Wird der Fahrtrichtungsschalter nach der anderen Seite umgelegt, dann wird der Schalter 2 geschlossen und 11 geöffnet, es leuchten die Lampen 9 und 6.
Entsprechendes gilt für den anderen Führerstand II mit den Schaltkontakten 3, 4 und 12 und den Lampen 7, 8 und 10. Unabhängig davon, ob eine der Winkerlampen leuchtet oder nicht, leuchtet die Lampengruppe 15 dauernd, solange der Schalter 14 geschlossen ist.
Bei Tag wird der Schalter 14 geöffnet, so dass die gezeichnete Schaltung entsteht, die Lampengruppe 15 leuchtet nicht. Erst wenn eine der Winkerlampen eingeschaltet wird, ist auch 15 stromdurchflossen, man wird daher solche Lampen zur Gruppe 15 zusammenstellen, deren Aufleuchten bei Tag nicht oder nicht störend bemerkbar wird, wie etwa das Schlusslicht, die Linienbezeichnung u. dgl. An Stelle des Ersatzwiderstandes 13 können ebenfalls Lampen treten, die
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jedoch von so untergeordneter Bedeutung sein müssen, dass es nicht stört, dass sie verlöschen, solange ein Winker eingeschaltet ist.
Fig. 2 zeigt die Zusammenschaltung der Winkerlampen mit Stromverbrauchern, die weniger Stromverbrauch haben als diese Lampen und die ganz unabhängig geschaltet werden können. Die Bedeutung der Bezugszeichen 1-11 ist die gleiche
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selbst nutzbare Verbraucher sind. Parallel zu den Widerständen 20 und 21 liegen Magnetspulen 23 und 25, die durch die Schalter 22, 24 geschaltet werden können und die die Ventile für die Türschliesseinrichtung betätigen.
Der Widerstand 18 hat den Zweck, den Strom, der durch die Widerstände 17 und 19-21 fliesst, wenn eine der Winkerlampen eingeschaltet ist, auf jenen Wert zu erhöhen, der vorhanden ist, wenn die Lampen aus-und an ihrer Stelle der Ersatzwiderstand 13 eingeschaltet ist, und der notwendig ist, damit der Betriebsstrom der Spulen 23, 25 im Vergleich dazu so klein bleibt, dass durch ihr Einschalten keine wesentliche Ver- änderung der Strom-und Spannungsverteilung entsteht. Auf diese Weise ist es möglich, alle angeschlossenen Einrichtungen willkürlich einund auszuschalten, ohne dass eine die andere stört.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltung zur Speisung mehrerer elektrischer
Verbraucher von einer Gleichspannung, die die
Betriebsspannung jedes einzelnen Verbrauchers übersteigt, wobei diese Verbraucher so geschaltet sind, dass mindestens ein Teil des dem Netz ent- nommenen Stromes mehrere Verbraucher in
Reihe durchfliesst, dadurch gekennzeichnet, dass für denjenigen Verbraucher, der mehr Strom oder weniger Spannung braucht als die anderen Ver- braucher, eine besondere Einschaltvorrichtung vor- gesehen ist, die es gestattet, entweder diesen Ver-
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Verbrauchern mit weniger Strom-oder mehr Spannungsbedarf bzw. von Widerständen gebildet wird, zu denen diese Verbraucher über eigene Schalter parallel geschaltet sind.