AT1668U1 - Baumaterial - Google Patents

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AT1668U1
AT1668U1 AT21597U AT21597U AT1668U1 AT 1668 U1 AT1668 U1 AT 1668U1 AT 21597 U AT21597 U AT 21597U AT 21597 U AT21597 U AT 21597U AT 1668 U1 AT1668 U1 AT 1668U1
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Austria
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binder
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AT21597U
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Ernestine Ch Dr Wittner
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Profile Fassadendekor Erzeugun
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B26/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing only organic binders, e.g. polymer or resin concrete
    • C04B26/02Macromolecular compounds
    • C04B26/10Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • C04B26/16Polyurethanes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
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Abstract

Ein Baumaterial besteht aus einer aushärtenden, ein Bindemittel und granuliertes Blähglas als Zuschlagstoff aufweisenden Masse. Um die ausgezeichneten bauphysikalischen Eigenschaften von Blähglas optimal nutzen zu können, ist als Bindemittel ein Gemisch aus einer Komponente A und einer Komponente B im Massenverhältnis von 1 : 1 bis 2, 5 : 1 vorgesehen, wobei die Komponente A ein sortenreines Polyetherpolyol oder eine Mischung aus verschiedenen Polyetherpolyolen und/oder Polyetherpolyolverbindungen darstellt und die Komponente B aus einem Isocyanat und/oder einer Isocyanatverbindung besteht.

Description

AT 001 668 Ul
Die Erfindung bezieht sich auf ein Baumatehai aus einer aushärtenden Masse, weiche ein Bindemittel und als Zuschlagstoff granuliertes Blähgas enthält.
Aus der AT 001.015 U ist bereits ein Baumaterial mit granuliertem Blähglas als Zuschlagstoff bekannt, wodurch unter Verwendung von Altstoffen zur Verringerung der umweltbelastenden Abfallmengen ein hinsichtlich seiner technisch-physikalischen Eigenschaften wertvolles Baumaterial entsteht. Allerdings hat die Praxis gezeigt, daß sich Blähglas nicht mit allen üblichen Bindemitteln in gewünschter Weise verarbeiten läßt und bei Verwendung von Zement u. dgl. Bindemitteln ein nach dem Aushärten sprödes Material vorliegt, das eine recht rauhe Oberfläche besitzt und zur Herstellung von Bauplatten od. dgl. eine Gewebearmierung verlangt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und ein neues Baumaterial zu schaffen, das sich zusätzlich zu den guten, blähglasabhängigen bauphysikalischen Eigenschaften durch seine Eigenfestigkeit und Elastizität sowie seine Oberlächengüte auszeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß als Bindemittel eine Mischung aus einer Komponente A und einer Komponente B im Massenverhältnis von 1 : 1 bis 2, 5 : 1 vorgesehen ist, wobei die Komponente A ein sortenreines Polyetherpolyol oder eine Mischung aus verschiedenen Polyetherpolyolen und/oder Polyetherpolyolverbindungen darstellt und die Komponente B aus einem Isocyanat und/oder einer Isocanatverbindung besteht. Dieses Zweikomponentengemisch eignet sich speziell als Bindemittel für Blähglasteilchen bzw. 2 AT 001 668 Ul blähglashältige Zuschlagstoffe. Nach dem Aushärten der Bindemittel / Blähglas-Masse entsteht ein Baumaterial, welches überraschend gute Egenschaften hinsichtlich chemischer und mechanischer VMderstandsfähigkeit, Wetterfestigkeit sowie thermischer Isolierfähigkeit aufweist und vor allem auch durch eine erstaunlich gute Biegeelastizität hervorsticht. Die Biegeverformbarkeit wird vor allem durch das Mischungsverhältnis zwischen den beiden Komponenten A sowie B des Bindemittels bestimmt. Bei höheren Anteilen der Komponente A entsteht ein biegeweiches Baumaterial, welches in Plattenform unter anderem auch zur Verkleidung von Zylindersäulen u. dgl. einsetzbar ist. Das erfindungsgemäße Baumaterial könnte direkt auch als Spachtelmasse verwendet werden, doch günstigerweise wird sie zu Formkör-pem verarbeitet, indem es durch geeignete Gieß- und/oder Preßverfahren zu Verkleidungsplatten, Profilstücken oder anderen Baufertigteilen ausgeformt wird. Es entstehen Formkörper, die sich wegen ihrer günstigen Egenschaften vor allem für die Fassadengestaltung und den Fassadenschutz anbieten.
Selbstverständlich können der Bindemittel / Blähglas-Masse auch bauchemieverbessemde Additive beigegeben werden. So wurde beispielsweise dem Endemittel als wasserbindendes Additiv ein Aikali-Alumosilikat vom Zeolith A-Typ zugesetzt, welches in der Folge eventuell feuchtigkeitsinduzierte Gasbildung sowie Schäumungseffekte des Bindemittels verhindern soll.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Bindemittel / Blähglas-Masse Kunststoffpulver, vorzugsweise PVC (Polyvinylchlorid)-Pulver, beigemengt wird, da die Pulverteilchen dem Blähglasgranulat zwischengelagert werden und nach dem Aushärten zu einer sehr glatten Oberfläche führen. Entsprechende Formkörper lassen sich daher sofort ohne zusätzliche Maßnahmen überstreichen und machen ein Aufträgen zusätzlicher Spachtelmassen u. dgl. unnötig.
Ausführungsbeispiel:
Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Baumaterials wird als Bindemittel eine Mischung aus zwei verschiedenen Polyetherpolyolen (Komponente A) mit einem OH-Gehalt zwischen 3% und 12% sowie einer Viskosität (bei 25° C) zwischen ca. 130 mPa s und ca. 650 mPa s und einer Isocyanatverbindung (Komponente B) sowie als Zuschlagstoff eine Mischung aus Blähglasteilchen (Körnung 0,25 bis 0,5 mm) und PVC-Pulver verwendet. Das Bindemittel enthält als Komponente A eine Mischung aus 2, 6 Masseneinheiten BAYCOLL ® BT 1380 3 AT 001 668 Ul (Fa. Bayer) sowie 1, 2 Masseneinheiten BAYCOLL ® BD 1110 (Fa. Bayer) und als Komponente B Diphenylmethandiisocyanat. Als feuchtigkeitsbindendes bzw. topfzeitstabilisierendes Additiv wurden der Komponente A 0,4 Masseneinheiten eines Alkali-Alumosilkates vom Zeolith A-Typ (BAYLITH ® -L-Paste der Fa. Bayer) zugesetzt. Eine getrennte Aufbewahrung der beiden Bindemittelkomponenten A bzw. B erhält auch deren Lagerfähigkeit.
Zur Herstellung einer aushärtenden Baumaterialmasse werden dann lediglich die Bindemittelkomponenten A und B im Massenverhältnis von beispielsweise 1,5 : 1 vermischt und dem Zuschlagstoff(gemenge) beigemengt, wobei das Zuschlagstoffgemenge beispielsweise aus 9,6 Masseneinheiten und 4, 2 Masseneinheiten PVC-Pulver zusammengesetzt ist. Es entsteht eine aushärtende Baumaterialmasse, welche sich durch hervorragende bauphysikalische Eigenschaften auszeichnet und darüber hinaus zu Formkörpem hervorragender Oberflächenglätte sowie Elastizität und Biegefähigkeit verarbeitet werden kann. 4

Claims (3)

  1. AT 001 668 Ul A nsprüche: 1. Baumaterial aus einer aushärtenden Masse, welche ein Bindemittel und als Zuschlagstoff granuliertes Blähgas enthält, dadurch gekennzeichnet, daß als Bindemittel ein Gemisch aus einer Komponente A und einer Komponente B im Massenverhältnis 1 : 1 bis 2, 5 : 1 vorgesehen ist, wobei die Komponente A ein sortenreines Polyetherpolyol oder eine Mischung aus verschiedenen Polyetherpolyolen und/oder Polyetherpolyolverbindungen darstellt und die Komponente B aus einem Isocyanat und/oder einer Isocyanatverbindung besteht.
  2. 2. Baumaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse als Zusatz ein Alkali-Alumosilikat enthält.
  3. 3. Baumaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Masse Kunststoff in pulveriger Form beigemengt wird. 5
AT21597U 1997-04-10 1997-04-10 Baumaterial AT1668U1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19849135A1 (de) * 1998-10-23 2000-04-27 D.D.C. Planungs-, Entwicklungs- Und Management Ag Verfahren zur Verbesserung der mechanischen und thermichen Eigenschaften eines Baustoffes und Baustoff

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DE1669610A1 (de) * 1966-06-30 1971-03-18 Abegg & Co Ag Verfahren zur Herstellung eines geblaehte Teilchen und organischen Hartschaum enthaltenden Formkoerpers
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JPS55125185A (en) * 1979-03-20 1980-09-26 Japanese National Railways<Jnr> Soil stabilization technique
DE3932406A1 (de) * 1989-09-28 1991-04-11 Henkel Kgaa Schnellabbindende daemmasse

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