AT1675U1 - Einrichtung zur schallabsorption - Google Patents

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AT1675U1
AT1675U1 AT60096U AT60096U AT1675U1 AT 1675 U1 AT1675 U1 AT 1675U1 AT 60096 U AT60096 U AT 60096U AT 60096 U AT60096 U AT 60096U AT 1675 U1 AT1675 U1 AT 1675U1
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Isolith Leichtbauplattenwerk M
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Abstract

Einrichtung zur Schallabsorption, umfassend eine schallabsorbierende Platte (1), vorzugsweise eine Leichtbauplatte mit einer Faserstoffschicht (2), wobei über der schallabsorbierenden Platte (1) ein Metallgitter (4) angeordnet ist. Die Einrichtung wird vorwiegend als Bodenbelag in einem Eisenbahntunnel verwendet, wobei das Metallgitter (4) trittfest ausgebildet ist. Sie wird dabei im Bereich zwischen den Schienen (10), neben den Schienen (10) und/oder zwischen den Schwellen (9) angeordnet.

Description

AT 001 675 Ul
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Schallabsorption, umfassend eine schallabsorbierende Platte, vorzugsweise eine Leichtbauplatte mit einer Faserstoffschicht.
Derartige schallabsorbierende Platten, insbesondere Leichtbauplatten sind bekannt und werden häufig als Bauelemente zur Schallabsorption bzw. -dämmung verwendet. Problematisch ist in diesem Zusammenhang die Verwendung der Leichtbauplatten als Bodenbelag. Auf der einen Seite ist es für einen hohen Schallabsorptionsgrad notwendig, daß die Leichtbauplatten eine möglichst offenporige, luftdurchlässige Struktur aufweisen. Dazu sind die Fasern der Faserstoffschicht durch einen relativ geringen Bindemittelanteil gebunden und teilweise mit einer möglichst dünnen ein· oder beidseitig aufgebrachten Deckschicht aus gebundener (z.B. zementgebundener) Holzwolle versehen. Diese Struktur garantiert zwar optimale Schallabsorption, wird jedoch der zweiten Forderung nach dauerhafter Trittfestigkeit und langfristiger Widerstandsfähigkeit nicht ausreichend gerecht. Versuche, die Oberfläche der Leichtbauplatten durch eine stärkere Bindung bzw. Versiegelung beständiger zu machen, waren aufgrund der daraus resultierenden stärkeren Reflexion und geringeren Schallabsorption nicht zufriedenstellend. Auch durch die Aufbringung einer äußeren, biegsamen Gewebeschicht, wie sie aus US-PS 3,712,846 bekannt ist, läßt sich keine begehbare, trittharte Oberfläche erzielen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Trittfestigkeit der eingangs angeführten Einrichtung zur Schallabsorption zu verbessern und gleichzeitig optimale Schallabsorptionsqualität sicherzustellen.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß über der schallabsorbierenden Platte ein Metaligitter angeordnet ist. Die Erfindung beruht somit auf einer funktionalen Trennung der beiden Eigenschaften Schallabsorption und Trittfestigkeit, die durch diese Anordnung erreicht wird.
Aus Kostenüberiegungen sind zur Abdeckung verzinkte Gitterroste, Lochbleche oder Streckmetallgitter besonders vorteilhaft.
Als bevorzugter Anwendungsfall ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Einrichtung zur Schallabsorption als Bodenbelag in einem Eisenbahntunnel vorgesehen. Da es bei diesem Anwendungsfall nicht auf Schalldämmung, sondern ausschließlich auf Schallabsorption ankommt, muß eine möglichst offenporige Leichtbauplatte gewählt 2 AT 001 675 Ul werden. Durch die erfindungsgemäße Kombination der Leichtblauplatte mit einem darüber angeordneten Metallgitter kann die Trittsicherheit sichergestellt werden, die notwendig ist, um den Eisenbahntunnel für Kontroll- und Reparaturarbeiten begehen zu können.
Besonders wirksam ist die Verwendung der Einrichtung zur Schallabsorption bei Verlegung im Bereich zwischen den Schienen, neben den Schienen und/oder zwischen den Schwellen.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Einrichtung zur Schallabsorption,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Bodenbereich eines Eisenbahntunnels, wobei die erfindungsgemäße Einrichtung zur Schallabsorption an verschiedenen Stellen als Bodenbelag verlegt ist, und
Fig. 3 einen Querschnitt entlang der Linie A-A in Fig. 2.
Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Schallabsorption gemäß Fig. 1 besteht im wesentlichen aus einer schallabsorbierenden Platte 1 und einem darüberiiegenden Gitterrost 4. Die Platte 1 ist im speziellen Ausführungsbeispiel als Mehrschicht-Leichtbauplatte ausgebildet. Eine solche Mehrschicht-Leichtbauplatte gehört zur Gattung der Mehrschicht-Dämmplatten gemäß ÖNORM B6021 (DIN 1101). Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung können grundsätzlich auch andere Ausführungsformen nach dieser Norm als schallabsorbierende Platten verwendet werden bzw. auch nicht normierte Platten aus schallabsorbierendem Faserstoff, Schaumstoff und/oder anderen schallabsorbierenden Werkstoffen. Den Kem der Leichtbauplatte 1 bildet eine Faserstoffschicht 2, z.B. aus Steinwolle, die beidseitig eine Deckschicht 3 aus gebundener (z.B. zementgebundener) Holzwolle aufweist. Die Verbindung zwischen der Faserstoffschicht 2 und den Deckschichten 3 erfolgt durch partielle Verklebung, wobei der Klebstoffauftrag beispielsweise in Streifenform erfolgt. Um die Begehbarkeit der schallabsorbierenden Mehrschicht-Leichtbauplatte 1 sicherzustellen, ist darüber ein verzinkter Gitterrost 4 angeordnet. Als Alternative dazu bieten sich auch Lochbleche, Streckmetallgitter oder ähnliche Maschenwerke aus Metall an. 3 AT 001 675 Ul
Der Schall gelangt bei dieser Anordnung durch die Öffnungen des Gitterrostes 4 in die Mehrschicht-Leichtbauplatte 1, die einen geringen Bindemittelanteii aufweist und daher aufgrund ihrer luftdurchlässigen, offenporigen Struktur "hochabsorbierend" ist.
Aus den Fig. 2 und 3 ist der bevorzugte Anwendungsfall der erfindungsgemäßen Einrichtung zur Schallabsorption als Bodenbelag in einem Eisenbahntunnel ersichtlich. Bei einem Eisenbahntunnel werden die Schwellen 9 in einer teilweisen mehrschichtig aufgebauten Betonsohle 7 verlegt. Die Fixierung der meist ebenfalls aus Beton bestehenden Schwellen 9 erfolgt über Füllbeton 8, der zwischen den Schwellen 9 vergossen wird. Die Schienenstränge 10 sind jeweils an den Schwellenköpfen der Schwellen 9 befestigt.
Zur Verminderung der Lärmentwicklung sind beim gezeigten Beispiel im Bereich zwischen den Schienen 10, neben den Schienen 10 und zwischen den Schwellen 9 schallabsorbierende Mehrschicht-Leichtbauplatten verlegt. Auch an der Kante zu einem seitlich angrenzenden Gehsteig 6 ist eine hochkant ausgerichtete Leichtbauplatte 1 angeordnet. Jene Bereiche der Gleisanlage, die bevorzugt begangen werden, sind mit einem Gitterrost 4 abgedeckt. Die Mehrschicht-Leichtbauplatten 1 sind bei Verlegung ohne darüberliegenden Gitterrosten im Untergrund angedübelt, wogegen sie im anderen Fall von den Gitterrosten niedergehalten werden. Die Gitterroste 4 selbst sind über Halteklammern durch die Leichtbauplatten 1 hindurch im Untergrund befestigt. 4

Claims (5)

  1. AT 001 675 Ul Ansprüche: 1. Einrichtung zur Schallabsorption, umfassend eine schallabsorbierende Platte, vorzugsweise eine Leichtbauplatte mit einer Faserstoffschicht, dadurch gekennzeichnet, daß über der schallabsorbierenden Platte (1) ein Gitterrost (4) mit vertikal gerichteten Stegen angeordnet ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schallabsorbierende Platte (1) eine Mehrschicht-Leichtbauplatte mit einer Faserstoffschicht (2) oder Schaumstoffschicht von luftdurchlässiger Struktur und einer ein- oder beidseitigen Deckschicht (3) aus luftdurchlässiger, gebundener Holzwolle ist.
  3. 3. Verwendung einer Einrichtung zur Schallabsorption, umfassend eine schallabsorbierende Platte (1), vorzugsweise eine Leichtbauplatte mit einer Faserstoffschicht (2) und ein darüberliegendes Metallgitter, vorzugsweise einen Gitterrost (4), als Bodenbelag in einem Eisenbahntunnel, wobei das Metallgitter (4) trittfest ausgebildet ist.
  4. 4. Verwendung nach Anspruch 3, mit der Maßgabe, daß die Einrichtung zur Schallabsorption im Bereich zwischen den Schienen (10), neben den Schienen (10) und/oder zwischen den Schwellen (9) angeordnet wird.
  5. 5. Eisenbahntunnel mit am Boden auf Schwellen verlegten Schienen, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich zwischen den Schienen (10), neben den Schienen (10) und/oder zwischen den Schwellen (9) durch trittfeste Metallgitter, vorzugsweise einen Gitterrost (4), abgedeckte schallabsorbierende Platten (1) angeordnet sind. 5
AT60096U 1996-10-16 1996-10-16 Einrichtung zur schallabsorption AT1675U1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102008031909A1 (de) * 2008-07-08 2010-01-14 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Schallabsorbierend beschichtete mechanische Schutzvorrichtungen und Verfahren zu deren Herstellung

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CH666713A5 (de) * 1984-11-12 1988-08-15 All Systembau Ag Baukoerper, wie mauer, wand, wand-, fassaden-, verbundplatte.
CH669237A5 (en) * 1985-12-06 1989-02-28 Georg Hirmann Lightweight construction panel with wire-mesh-framed core - has two frames covering major surfaces with hooks at edges to form open or closed cage

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DE29717847U1 (de) 1997-11-20

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