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Österreichische
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OTTO BIERONIMUS IN WIEN. Kühl- und Kondensationsvorrichtung für Fahrzeuge.
Das Wesen der im nachfolgenden näher beschriebenen Kühl- und Kondensationsvorrichtung besteht darin, dass die Rohre, durch welche die Luft als Kühlmittel streicht, nicht in bekannter Weise parallel, sondern derart zueinander angeordnet sind, dass sie sich unter einem spitzen Winkel kreuzen. Hiedurch wird erreicht, dass die Luft, die in sämtliche Rohre in gleicher Richtung eintritt, durch jene Rohre, welche nicht parallel zu dieser Richtung liegen, mit grösserer Reibung streicht, daher auf deren Wände intensiver kühlend einwirkt, wodurch auch diese auf das zu kühlende oder zu kondensierende Mittel besser wirken.
Ferner wird hiedurch ein längerer Weg dieses Mittels durch die Vorrichtung erzielt, weil sich infolge Kreuzung der Rohre keine gerade verlaufenden Kanäle zum ungehinderten Durchfliessen des Mittels ergeben, sondern ständig gebrochene Wege, aus welchem Grunde auch eine bessere Umspülung der Rohre erfolgt. Endlich wird da-
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scitiger Temperaturausgleich erfolgt, demzufolge das zu kühlende Mittel den Kühler mit nahezu durchaus gleichmässiger Temperatur verlässt.
Am einfachsten ist es, die Rohrreihen, oder aus mehreren Rohrreihen bestehende Rohrgruppen zu kreuzen, doch können auch die einzelnen Rohre gegeneinander gekreuzt sein.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Ausführungsform der Einrichtung im Querschnitt und in der Draufsicht mit teilweisem Schnitt, bei welcher die Rohre jeder horizontalen Reihe untereinander parallel laufen, dagegen aber die, Rohre zweier neben-oder übereinander liegender Reihen S, siel) nnter einem nur kleinen spitzen Winkel kreuzen, indem z. B.
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die Rohre der Reihen. ? in einem spitzen Winkel zu denselben stehen und demzufolge die Rohre der zwei Reihen von oben gesehen einen spitzen Winkel oc einschliessen, der je nach Erfordernis kleiner oder grösser, niemals aber sehr gross gemacht wird.
Die Rohre werden an den Enden 5 mit geringem Zwischenraum unter Anwendung von dünnen Zwischenlagen 6 verlötet und in einen Rahmen von einer Breite gleich der Rohrlängo eingesetzt, so dass die Luft durch die Rohre streichen kann und die zu kühlende oder zu kondensierende Flüssigkeit die Rohre in den Zwischenräumen umspült, wobei sie infolge der abwechselnden Lage der Rohrreihen nur im Zickzack, also auf einem langen Wege und unter steter und intensiver Umspülung der Rohre vom Einlauf nach dem Auslauf gelangen kann. Dabei findet aber auch infolge des zickzackförmigen Weges der Flüssig- keit ein ständiges Ineinanderfliessen derselben statt, so dass sie die Vorrichtung gleichmässig gekühlt verlässt.
Je nach der Eintrittsrichtung der Luft in die Rohre werden die zn derselben nicht parallel liegenden Rohre intensiver wirksam sein, weil die kalte Luft durch Reibung inniger mit denselben in Berührung kommt.
Bei der in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform gelangen Rohre mit quadratischem Querschnitt zur Anwendung und hiebei ist der spitze Winkel, den die Rohre der horizontalen Reihe 1 gegen jene der Reihe 2 einschliessen, so gross gewählt, dass sich an den Rohrenden eine Versetzung um ungefähr die Rohrdicke ergibt. Hiebei stehen aber die Rohre beider Reihen zu den Aussenflächen 3, 3, 4,4 schräg.
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Die Fig. 5 und 6 zeigen eine besser durchgeführte Kreuzung der Rohre, indem sich die Rohre der Reihe J mit jenen der Reihe 2 einerseits und diese wieder mit jenen der Reihe 7 kreuzen, also von oben gesehen die spitzen Winkel at und ss einschliessen.
Fig. 7 zeigt endlich eine Rohrgruppe mit rechteckig geformten Rohren im Schnitt, bei welcher sich die Rohre einer vertikalen Reihe 1 mit jenen der benachbarten vertikalen Reihe 2 im spitzen Winkel kreuzen. In gleicher Weise- können sich die Rohre in schräger Richtung kreuzen und beliebig anders gestaltete, etwa sechskantige Rohre angewendet werden.
Es können aber auch die Rohre einer Anzahl Reihen parallel zueinander angeordnet sein und hierauf eine Anzahl Reihen folgen, deren Rohre sich mit den erstgenannten in spitzem Winkel kreuzen ; hier kreuzen sich also erst die Rohre von Rohrgruppen. Die Fig. 8-10 zeigen diese Anordnung im Querschnitt (A-A der Fig. 10), in der Seitenansicht und in der Draufsicht, bei welcher die einzelnen Rohre gegeneinander einen spitzen Winkel einschliessen, so zwar, dass sowohl zwischen den horizontalen als auch vertikalen Rohrreihen keilförmige Kanäle entstehen. Aber auch bei dieser Anordnung können sich überdies die Rohre einer Rohrreihe gegenüber den Rohren einer Nachbarrohrreihe in horizontaler Ebene kreuzen, wodurch die vertikalen keilförmigen Kanäle entfallen.