AT17119U1 - Anbaugerät für ein Flurförderzeug - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Anbaugerät für ein Flurförderzeug, das mindestens zwei in ihrem Abstand zueinander verstellbare Gabelzinken (5) und zwei Anbaugeräteteile (1,2) aufweist, wobei die Anbaugeräteteile (1,2) jeweils aus einem Gabelschuh (3,4) des jeweiligen Anbaugeräteteils an dem dazu korrespondierenden Gabelzinken (5) des Flurförderzeugs und einem an diesem Gabelschuh (3,4) angebrachten Förderguthaltemittel (7) bestehen, welches Aussparungen (15,16) aufweist, die so ausgebildet sind, dass dann, wenn die Gabelzinken (5) des Flurförderzeugs ein elastisches Fördergut (17) mittels der an den Gabelzinken (5) des Flurförderzeug befestigten Anbaugeräteteile des Anbaugeräts halten, ein teilweises Hindurchtreten des elastischen Förderguts (17) durch die Aussparungen erlaubt wird. Das Flurförderzeug kann z. B. aus einem Gabelstapler bestehen.
Description
ANBAUGERÄT FÜR EIN FLURFÖRDERZEUG
[0001] Die Erfindung betrifft ein Anbaugerät für ein Flurförderzeug. Dabei weist das Flurförderzeug mindestens zwei in ihrem Abstand zueinander verstellbare Greifwerkzeuge auf. Bei dem Flurförderzeug kann es sich insbesondere um ein Flurförderfahrzeug, z.B. einen Gabelstapler, handeln, an dem das Anbaugerät angebracht wird, wobei bei diesem Beispiel die Greifwerkzeuge aus den Gabelzinken des Gabelstaplers bestehen.
[0002] Um Flurförderzeuge und insbesondere Flurförderfahrzeuge, z.B. Gabelstapler oder Hubstapler, für bestimmte Aufgaben auszurüsten, sind verschiedene Anbaugeräte entwickelt worden, die auf spezielle Aufgaben ausgelegt sein können, die die Flurförderzeuge erledigen sollen.
[0003] Bei Gabelstaplern sind z.B. als Anbaugeräte Behälter für Schüttgüter bekannt, die sich mittels Gabelschuhen, die an den Behältern angebracht sind, auf den Gabelzinken des Gabelstaplers befestigen lassen und so auch den Transport von Schüttgütern mittels des Gabelstaplers ermöglichen.
[0004] Weitere, beispielhafte Anbaugeräte sind u.a. aus der JP S6118299U und der FR 2639932 A1 bekannt.
[0005] Besondere Anforderungen an die Anbaugeräte ergeben sich beim Greifen von empfindlichen Fördergütern, die z.B. durch den hydraulisch erzeugten Druck der Gabelzinken eines Gabelstaplers zerstört oder beschädigt werden können. Zu solchen Fördergütern gehören z.B. elastische Fördergüter wie sie z.B. Kunststoffrohre darstellen, die zu einem Ringbund aufgewickelt sind.
[0006] Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein einfaches und kostengünstiges Anbaugerät für ein Flurförderzeug zu schaffen, das den Transport von empfindlichen elastischen Fördergütern durch das Flurförderzeug ermöglicht, ohne dass die Fördergüter beim Greifen durch das Förderzeug beschädigt werden. Dabei kann das Fördergut z.B. aus einem Ringbund bestehen.
[0007] Dieses Problem wird durch ein Anbaugerät gelöst, das die im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmale aufweist.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Figuren 1 bis 4 erläutert. Es zeigen:
[0009] Fig. 1 ein Anbaugerät in einer Seitenansicht, [0010] Fig. 2 das Anbaugerät in einer Draufsicht,
[0011] Fig. 3 das Anbaugerät in einer perspektivischen Ansicht zusammen mit den Gabelzinken eines Gabelstaplers,
[0012] Fig. 4 das Anbaugerät in einer Draufsicht zusammen mit den Gabelzinken eines Gabelstaplers und einem Ringbund, das in dem Anbaugerät liegt.
[0013] In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel für ein Anbaugerät für ein Flurförderzeug dargestellt. Das in den Figuren dargestellte Anbaugerät ist dabei für ein Flurförderfahrzeug, nämlich einen Gabelstapler, entwickelt worden. Das Flurförderzeug soll dabei zwei in ihrem Abstand zueinander verstellbare Greifwerkzeuge aufweisen, die bei einem Gabelstapler aus den beiden hydraulisch verstellbaren Gabelzinken des Gabelstaplers bestehen. Das Anbaugerät ist dabei so ausgebildet, dass es an den Gabelzinken des Gabelstaplers aufgenommen werden kann.
[0014] Das Anbaugerät, das bei der dargestellten Ausführungsform vollständig aus Metall gefertigt ist, weist ein erstes Anbaugeräteteil 1 und ein zweites Anbaugeräteteil 2 auf, was z.B. in den Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4 zu erkennen ist.
[0015] Beide Anbaugeräteteile 1, 2 weisen dabei einen Gabelschuh 3, 4 auf, mit dem die Anbau-
geräteteile 1, 2 an den Gabelzinken 5 des Gabelstaplers befestigt werden können. Im vorliegenden Fall sind die Gabelschuhe 3, 4 jeweils so dimensioniert ist, dass sie passgenau auf die dazu korrespondierenden Gabelzinken 5 des Gabelstaplers aufgeschoben werden können. Der Gabelschuh 3, 4 kann dabei nach Aufschieben auf den Gabelzinken 5 des Gabelstaplers mit einem Steckbolzen 6 an dem Gabelzinken befestigt werden. Hierzu wird der Steckbolzen 6 aus einer Einraststellung zunächst herausbewegt und dann sowohl durch den Gabelschuh 3, 4 als auch durch den Gabelzinken 5 gesteckt, um so eine sichere Verbindung zwischen Gabelschuh 3, 4 und Gabelzinken 5 zu gewährleisten.
[0016] An dem Gabelschuh 4 des Anbaugeräteteils 2 ist dabei ein Förderguthaltemittel 7 angebracht, das über eine Verbindungsplatte 8 mit dem Gabelschuh 4 verbunden ist.
[0017] Nachfolgend wird in erster Linie nur das Förderguthaltemittel 7 des Anbaugeräteteils 2 beschreiben, da das Förderguthaltemittel des gegenüberliegenden Anbaugeräteteils 1 im angebauten Zustand an dem Gabelzinken 5 spiegelsymmetrisch aber ansonsten identisch zum Förderguthaltemittel 7 des Anbaugeräteteils 2 aufgebaut ist, wenn man als Spiegelfläche die parallel zur Längserstreckung der Gabelzinken 5 und in der Mitte zwischen den Gabelzinken 5 verlaufende Fläche betrachtet.
[0018] Das Förderguthaltemittel 7 weist dabei einen Rahmen auf, der drei Längsstreben 12, 13 und 14 besitzt, die parallel zueinander verlaufen und in dem Teil des Förderguthaltemittels 7, der von den Gabelschuhen 3, 4 abgewendet ist, parallel zur Erstreckungsrichtung der Gabelschuhe 3, 4 und damit der Gabelzinken 5 verlaufen. Die Längsstreben 11 und 14 sind dabei in der vertikalen Flucht nach innen versetzt, um ein Unterheben des Fördergutes zu ermöglichen und dessen Durchrutschen zu verhindern.
[0019] In der Nähe der Verbindungsplatte 8 laufen die drei Längsstreben 12, 13, 14 dann in einem spitzen Winkel aus der parallel zur Erstreckungsrichtung der Gabelschuhe 3, 4 laufenden Linie heraus und verjüngen so den Abstand zwischen den jeweils einander gegenüberliegenden Längsstreben 9 und 12, 10 und 13 bzw. 11 und 14 der beiden Anbaugeräteteile 1,2, bis sie die Verbindungsplatte 8 erreichen, an der sie jeweils befestigt sind. Die Längsstreben 9, 10, 11 bzw. 12, 13, 14 eines Anbaugeräteteils 1 bzw. 2 sind dabei im vorderen Teil des Förderguthaltemittels 7 über weitere Streben miteinander verbunden.
[0020] Wenn nun die Anbaugeräteteile 1, 2 an den Gabelzinken 5 befestigt sind und der Gabelstapler durch Zusammendrücken der Gabelzinken 5 mittels der Anbaugeräteteile 1,2 ein empfindliches und elastisches Fördergut 17, das z.B. aus einem Ringbund aus Kunststoffrohr bestehen kann, greift, können einzelne Teile des Ringbunds durch die in der Fig. 1 dargestellten Aussparungen 15, 16, d.h. die Zwischenräume zwischen den Längsstreben 9, 10 und 11 bzw. 12, 13 und 14, teilweise leicht hindurchlaufen, so dass das dadurch entstehende teilweise Aufliegen der Ringbundelemente auf den Längsstreben 9, 10 und 11 bzw. 12, 13 und 14 das Festhalten des Ringbundes durch den Gabelstapler erleichtert, so dass die zum Festhalten erforderliche hydraulische Druckkraft der Gabelzinken 5, die auf das elastische Fördergut 17 einwirkt, auf ein Mindestmaß reduziert werden kann, was zur Schonung des elastischen Förderguts 17 beiträgt. Durch die versetzten Längsstreben 11 und 14 wird dabei ein sicheres Unterheben des Fördergutes erreicht und dessen Durchrutschen verhindert.
[0021] An der oberen Längsstrebe 9, 12 und an der mittleren Längsstrebe 10, 13 sind dabei in der Nähe der Verbindungsplatte 8 um die Stelle herum, an der die Metallstreben ihre Ausrichtung ändern, dreieckige Platten 18 befestigt sind, die von den Längsstreben 9, 10, 12, 13 abragen und so ausgebildet sind, dass sie im an den Gabelzinken 5 angebauten Zustand der Anbaugeräteteile 1, 2 im Wesentlichen parallel zur Fläche des Flurs ausgerichtet sind, auf dem sich der Gabelstapler bewegt. Diese Platten 18, 19 können z.B. beim Aufnehmen des elastischen Förderguts 17 durch das mit dem Gabelstapler verbundene Anbaugerät leicht zwischen die übereinander angeordneten Rohrlagen des ringbundartigen elastischen Förderguts 17 eingreifen, so dass sie dadurch ein sicheres Festhalten des elastischen Förderguts 17 unterstützen.
[0022] An der untersten Längsstrebe 11, 14 der Förderguthaltemittel 7, die im an den Gabelzin-
ken 5 angebauten Zustand der Anbaugeräteteile 1, 2 der Flurfläche gegenüberliegt und gegenüber der oberen Längsstrebe 9, 12 und mittleren Längsstrebe 10, 13 leicht nach innen versetzt sein kann, sind ebenfalls horizontal von den Längsstreben 9, 10, 12, 13 herausragende Platten 11, 14 angebracht, die sich über die ganze Länge des Förderguthaltemittels 7 erstrecken und beim Aufnehmen und Halten des elastischen Förderguts 17 durch den Gabelstapler zur Stützung des unteren Bereichs des elastischen Förderguts 17 dienen.
[0023] Die Förderguthaltemittel 7 weisen darüber hinaus jeweils eine an den Metallstreben in der Nähe der Verbindungsplatte 8 angebrachte Begrenzungsplatte 20 auf, die dazu dient, eine Begrenzung für das elastische Fördergut 17 beim Aufnehmen desselben durch den Gabelstapler zu bilden.
BEZUGSZEICHENLISTE
(1) Erstes Anbaugeräteteil
(2) Zweites Anbaugeräteteil
(3) Gabelschuh des ersten Anbaugeräteteils
(4) Gabelschuh des zweiten Anbaugeräteteils
(5) Gabelzinken des Gabelstaplers
(6) Steckbolzen zur Befestigung des Gabelzinkens an dem Gabelschuh (7) Förderguthaltemittel des zweiten Anbaugeräteteils (8) Verbindungsplatte
(9) Obere Längsstrebe des ersten Anbaugeräteteils (10) Mittlere Längsstrebe des ersten Anbaugeräteteils (11) Untere Längsstrebe des ersten Anbaugeräteteils (12) Obere Längsstrebe des zweiten Anbaugeräteteils (13) Mittlere Längsstrebe des zweiten Anbaugeräteteils (14) Untere Längsstrebe des zweiten Anbaugeräteteils
(15) Zwischenraum zwischen der oberen Längsstrebe des Förderguthaltemittels des Anbaugeräteteils und der mittleren Längsstrebe des Förderguthaltemittels des Anbaugeräteteils
(16) Zwischenraum zwischen der mittleren Längsstrebe des Förderguthaltemittels des Anbaugeräteteils und der unteren Längsstrebe des Förderguthaltemittels des Anbaugeräteteils
(17) Ringbund aus Kunststoffrohr (18) Dreieckige Platten
(19) Platte, die sich über die ganze Länge des Förderguthaltemittels des Anbaugeräteteils erstreckt
(20) Begrenzungsplatte
Claims (10)
1. Anbaugerät für ein Flurförderzeug, das mindestens zwei in ihrem Abstand zueinander verstellbare Gabelzinken (5) aufweist, wobei das Anbaugerät einen ersten Anbaugeräteteil (1) und einen zweiten Anbaugeräteteil (2) aufweist, wobei die Anbaugeräteteile (1,2) jeweils aus einem Gabelschuh (3,4) des jeweiligen Anbaugeräteteils (1,2) an dem dazu korrespondierenden Gabelzinken (5) des Flurförderzeugs und einem an diesem Gabelschuh (3,4) angebrachten Förderguthaltemittel (7) bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderguthaltemittel (7) einen Rahmen aufweist, der mehrere Längsstreben (9,10,11; 12,13,14) aufweist, die im an den Gabelzinken (5) angebauten Zustand der Anbaugeräteteile (1,2) im Wesentlichen parallel zu der Längserstreckung der Gabelzinken (5) verlaufen und unter Ausbildung von Aussparungen (15,16) in einem Abstand zueinander angeordnet sind und beim Halten eines elastischen Förderguts (17) durch die Gabelzinken (5) mittels der Förderguthaltemittel (7) des Anbaugeräts das elastische Fördergut (17) durch die von den Aussparungen (15,16) gebildeten Zwischenräume zwischen den Längsstreben (9,10,11; 12,13,14) hindurchtritt.
2. Anbaugerät nach Anspruch 1, bei dem an den Längsstreben (9,10,11;12,13,14) eine oder mehrere Platten (18,19) befestigt sind, die von den Längsstreben (9,10,11;12,13,14) abragen und im an den Gabelzinken (5) angebauten Zustand der Anbaugeräteteile (1,2) im Wesentlichen parallel zur Fläche des Flurs ausgerichtet sind, auf dem sich das Flurförderzeug bewegt.
3. Anbaugerät nach Anspruch 2, bei dem die Platten (18) an den Längsstreben (9,10;12,13) eine Dreiecksform aufweisen und sich nur über einen Teil der Länge des Förderguthaltemittels (7) erstrecken.
4. Anbaugerät nach Anspruch 2 oder 3, bei dem die Platten (19) an den unteren Längsstreben (11;14), die im an den Gabelzinken (5) angebauten Zustand der Anbaugeräteteile (1,2) der Flurfläche gegenüberliegen, sich über die ganze Länge des Förderguthaltemittels (7) erstrecken.
5. Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der erste Anbaugeräteteil (1) ein Förderguthaltemittel (7) aufweist, das im angebauten Zustand an dem Gabelzinken (5) spiegelsymmetrisch zu dem Förderguthaltemittel (7) des gegenüberliegenden, zweiten Anbaugeräteteils (2) aufgebaut ist.
6. Anbaugerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem alle Teile des Anbaugeräts aus Metall bestehen.
7. Anbaugerät nach Anspruch 6, bei dem der Gabelschuh (3,4) darüber hinaus einen Steckbolzen zur Sicherung des Gabelschuhs (3,4) an der Gabelzinke (5) aufweist.
8. Anbaugerät nach einem der vorgehenden Ansprüche, bei dem das elastische Fördergut (17) aus Kunststoffrohren besteht, die in einem Ringbund gewickelt sind.
9. Flurförderzeug mit einem Anbaugerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Flurförderfahrzeug mit einem Flurförderzeug nach Anspruch 9.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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