AT17917U1 - Vorrichtung zur Aufnahme von Flächenelementen - Google Patents

Vorrichtung zur Aufnahme von Flächenelementen Download PDF

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AT17917U1
AT17917U1 ATGM50060/2022U AT500602022U AT17917U1 AT 17917 U1 AT17917 U1 AT 17917U1 AT 500602022 U AT500602022 U AT 500602022U AT 17917 U1 AT17917 U1 AT 17917U1
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longitudinal
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Brüning Andre
Pfaff Steven
Felten Lee
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Aos Stahl Gmbh & Co Kg
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme von Flächenelementen (8) zur Herstellung eines Zauns, umfassend ein Zaunpfahlprofil (1, 1‘), das an wenigstens einer Seite eine sich über seine Länge erstreckende erste Längsnut (11) aufweist, deren Längsöffnung verjüngt ist, wodurch ein Hinterschnitt (111) gebildet ist, wobei wenigstens eine erste Längsnut (11) einen Einsatz (2) aufnimmt, der eine zweite Längsnut (21) zur Aufnahme eines Flächenelements (8) aufweist und der in der ersten Längsnut (11) um seine Längsachse schwenkbar ist.

Description

Beschreibung
VORRICHTUNG ZUR AUFNAHME VON FLÄCHENELEMENTEN
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme von Flächenelementen zur Herstellung eines Zauns, umfassend ein Zaunpfahlprofil, das an wenigstens einer Seite eine sich über seine Länge erstreckende erste Längsnut aufweist, deren Längsöffnung verjüngt ist, wodurch ein Hinterschnitt gebildet ist.
[0002] Zur Herstellung von Zäunen sind Zaunsysteme mit Profilschienen und Zaunlamellen bekannt. Die Profilschienen weisen einen rechteckigen Querschnitt auf und sind an ihren Seiten jeweils mit Längsnuten versehen, in denen die Zaunlamellen eingeschoben werden. Die Profilschienen bilden die Zaunpfähle. Die Lamellen werden über eingesetzte Nutensteine in den Längsnuten der Profile fixiert. Ein solches Zaunsystem ist beispielsweise in der DE 202016106503 U1 beschrieben.
[0003] Nachteilig an den vorbekannten Systemen ist, dass diese durch die angeordneten Längsnuten nur festgelegte Winkel im Zaunverlauf ermöglicht sind, die im Regelfall entsprechend der Anordnung der Längsnuten der Profilschienen 90° oder 180° betragen.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Aufnahme von Flächenelementen zur Herstellung eines Zauns bereitzustellen, die einen variableren Zaunverlauf ermöglicht. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Schutzanspruchs 1 gelöst.
[0005] Mit der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Aufnahme von Flächenelementen zur Herstellung eines Zauns bereitgestellt, die einen variableren Zaunverlauf ermöglicht. Dadurch, dass wenigstens eine erste Längsnut einen Einsatz aufnimmt, der eine zweite Längsnut zur Aufnahme eines Flächenelements aufweist und der in der ersten Längsnut um seine Längsachse schwenkbar ist, ist eine schwenkbare Verbindung zwischen Flächenelement und Zaunpfahlprofil bewirkt, wodurch ein variabler Zaunverlauf ermöglicht ist.
[0006] In Weiterbildung der Erfindung weist die erste Längsnut einen kreisbogenförmigen Querschnitt auf, dessen Kreisbogen einen Winkel von größer 200° umspannt, wobei der Einsatz zylinderförmig ausgebildet ist. Hierdurch ist der Einsatz in Art eines Scharniers schwenkbar in der Längsnut gehalten.
[0007] In Ausgestaltung der Erfindung weist der Einsatz bedingt durch die zweite Längsnut einen kreisbogenförmigen Querschnitt auf, der einen Winkel von größer 200°, bevorzugt von größer 240° umspannt und derart ausgebildet ist, dass er von vorne in eine orthogonal zur Längsachse des Zaunpfahlprofils gerichtete Richtung in einer Schwenkstellung in die erste Nut einsetzbar ist, wo er nach Verschwenken um seine Längsachse radial fixierbar ist. Hierdurch ist eine einfache Montage des Einsatzes in die erste Nut ermöglicht. Die durch die zweite Längsnut gebildete Gestaltung des Einsatzes ermöglicht ein Einsetzen des Einsatzes in die erste Längsnut in einer bestimmten Schwenkposition, die nach montiertem Flächenelement nicht eingenommen werden kann.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die zweite Längsnut einen im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt auf. Hierdurch ist ein Einbringen von Flächenelementen mit endseitig rechteckigem Querschnitt ermöglicht.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung ist zumindest an zwei gegenüberliegenden Seitenwänden der zweiten Längsnut zumindest bereichsweise ein elastisches Dichtungselement angeordnet. Hierdurch ist ein klemmender Einsatz eines Flächenelements in die zweite Längsnut ermöglicht, wodurch das Flächenelement werkzeuglos in dem Einsatz durch simples Einstecken montierbar ist.
[0010] In Ausgestaltung der Erfindung ist das elastische Dichtungselement in eine in der Seitenwand angeordnete Ausnehmung eingesetzt. Hierdurch sind je nach Materialstärke des einzuset-
zenden Flächenelements Dichtelemente unterschiedlicher Stärken einsetzbar. Alternativ kann das elastische Dichtungselement auch an die Seitenwand angespritzt oder angeklebt sein. Das Anspritzen des Dichtungselements bietet sich bei einer Herstellung des Einsatzes im Kunststoffspritzgießverfahren an, wo es insbesondere als weiterer Werkstoff, vorzugsweise ein Elastomerwerkstoff, an den Grundwerkstoff angespritzt wird.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind in die Seitenwände zumindest einer ersten Längsnut des Zaunpfahlprofils gegenüberliegend Rastnuten eingebracht, wobei ein Abdeckprofil vorgesehen ist, das zum Verschließen der Längsnut über Rastleisten in die Rastnuten der ersten Längsnut des Zaunpfahlprofils einrastbar ist. Hierdurch ist ein werkzeugfreies Verschließen der Längsnut ermöglicht.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung ist das Zaunpfahlprofil im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet und vorzugsweise aus Metall, insbesondere aus Aluminium hergestellt. Hierdurch ist eine kostengünstige Herstellung, insbesondere im Strangpressverfahren ermöglicht.
[0013] In Ausgestaltung der Erfindung ist in wenigstens einer ersten Längsnut ein Anschlagstück angeordnet, das in dieser stufenlos längsverschiebbar und über ein Spannmittel, vorzugsweise eine Spannschraube, in einer Längsposition fixierbar ist. Hierdurch ist ein variabel positionierbarer axialer Anschlag für die in die erste Längsnut einzubringenden Einsätze ermöglicht, wodurch zugleich eine axiale Positionierung der Flächenelemente erzielt ist. Bevorzugt füllt das Anschlagstück den Querschnitt der Längsnut im Wesentlichen aus.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Zaunpfahlprofil an einer Kopfseite über eine die vorhandenen ersten Längsnuten axial verschließend angeordnete Deckplatte verschlossen. Hierdurch ist eine axiale Sicherung der eingebrachten Einsätze erzielt.
[0015] In Weiterbildung der Erfindung ist in wenigstens einer ersten Längsnut ein vorzugsweise elastisches Druckstück angeordnet, das über ein Spannmittel, vorzugsweise eine Gewindestange mit der Deckplatte verbunden ist. Hierdurch ist ein axiales Verspannen der in die Längsnut eingebrachten Einsätze ermöglicht, wodurch eine spielfreie Fixierung der Flächenelemente in dem Zaunpfahlprofil erzielt ist.
[0016] In Ausgestaltung der Erfindung weist das Zaunpfahlprofil entlang seiner Mittellängsachse einen Mittelkanal auf. Vorzugsweise ist ein Bodenanker vorgesehen, mit einem Steckprofil, das zur Befestigung des Zaunpfahlprofils in den Mittelkanal einsteckbar ist, wobei dessen Außenkontur im Wesentlichen der Innenkontur des Mittelkanals entspricht. Hierdurch ist eine Befestigung des Zaunpfahlprofils durch Aufschieben auf den Bodenanker ermöglicht, wobei zwischen Mittelkanal und Steckprofil eine formschlüssige Verbindung erzielt ist.
[0017] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den übrigen Unteransprüchen angegeben. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachfolgend im Einzelnen beschreiben. Es zeigen:
[0018] Figur 1 die schematische Darstellung eines Zaunabschnitts a) in räumlicher Darstellung; b) in der Draufsicht;
[0019] Figur 2 die Darstellung der Vorrichtung zur Aufnahme von Flächenelementen des Zaunabschnitts aus Figur 1 in Explosionsdarstellung;
[0020] Figur3 die Darstellung des Zaunpfahlprofils der Vorrichtung aus Figur 2 a) in räumlicher Darstellung; b) in der Draufsicht;
[0021] Figur 4 die Darstellung des Einsatzes der Vorrichtung aus Figur 2 a) in räumlicher Darstellung; b) in der Draufsicht;
[0022] Figur5 die räumliche Darstellung des Anschlagstücks der Vorrichtung aus Figur 2; [0023] Figur6 die räumliche Darstellung des Druckstücks der Vorrichtung aus Figur 2;
[0024] Figur 7 die Darstellung des Abdeckprofils der Vorrichtung aus Figur 2 a) in räumlicher Darstellung; b) in der Draufsicht;
[0025] Figur 8 die Darstellung eines Zaunpfahlprofils in einer weiteren Ausführungsform a) in räumlicher Darstellung; b) in der Draufsicht;
[0026] Figur 9 die Darstellung eines Scharniereinsatzes a) in räumlicher Darstellung; b) in der Draufsicht.
[0027] Der als Ausführungsbeispiel gewählte, mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Aufnahme von Flächenelementen montierte Zaunabschnitt umfasst ein Zaunpfahlprofil 1, das mit Längsnuten 11 versehen ist, in denen Einsätze 2 schwenkbar angeordnet sind, die zwischen einem Anschlagstück 3 und einem Druckstück 4 axial gehalten sind und die eine zweite Längsnut 21 zur Aufnahme eines Flächenelements 8 aufweist. Das Zaunpfahlprofil 1 ist an einer Stirnseite über eine Deckplatte 5 verschlossen, auf die eine Haube 6 aufgebracht ist. In die Einsätze 2 einer ersten Längsnut 11 des Zaunpfahlprofils 1 ist jeweils ein als Paneele ausgeführtes Flächenelement 8 eingesetzt, wodurch eine geschlossene Zaunfläche gebildet ist. Das Zaunpfahlprofil 1 ist über einen Bodenanker 9 befestigt, der in dieses hineinragt. In Figur 2 ist die Vorrichtung vereinfacht mit verkürztem Zaunpfahlprofil 1 dargestellt, in dessen Längsnuten 11 jeweils nur ein Einsatz 2 eingebracht ist.
[0028] Das Zaunpfahlprofil 1 ist im Ausführungsbeispiel als Aluminiumstrangpresshohlprofil mit im Wesentlichen quadratischem Querschnitt ausgebildet. An drei Längsseiten weist das Zaunpfahlprofil 1 mittig jeweils eine erste Längsnut 11 auf, die sich über dessen gesamte Länge erstreckt und einen kreisbogenförmigen Querschnitt aufweist, der einen Winkel von 240° umspannt, wodurch beidseitig dessen Längsöffnung ein Hinterschnitt 111 gebildet ist. Die vierte Seite ist geschlossen ausgeführt. In die ersten Längsnuten sind jeweils gegenüberliegend zwei axiale Rastnuten 12 eingebracht, die sich über die gesamte Länge der ersten Längsnuten 11 erstrecken. Die Längsnuten 11 begrenzen einen Mittelkanal 13, der einen quadratischen Querschnitt aufweist und der sich entlang der Mittelachse des Zaunpfahlprofils 1 erstreckt.
[0029] Der Einsatz 2 ist zylinderförmig ausgebildet und im Ausführungsbeispiel als Kunststoffspritzgussteil hergestellt. In die Außenmantelfläche des Einsatzes 2 ist eine zweite Längsnut 21 eingebracht, die sich über die gesamte Länge des Einsatzes 2 erstreckt. Die zweite Längsnut 21 geht radial in einen verbreiterten Abschnitt 22 mit rechteckigem Querschnitt über, wodurch die Innenkontur eines C-Profils gebildet ist. Bedingt durch die zweite Längsnut 21 weist der Einsatz 2 einen bogenförmigen Querschnitt auf, der einen Winkel von 220° umspannt. In die drei Seitenwände des verbreiterten Abschnitts 22 der zweiten Längsnut 21 ist jeweils eine Aufnahme 23 für ein Dichtungselement 24 eingebracht. Die Aufnahme 23 umfasst eine Längsnut 231, von deren Grund ein Einschnitt 232 ausgeht, wodurch ein Hinterschnitt gebildet ist.
[0030] Das Anschlagstück 3 ist zylindersegmentförmig ausgebildet und weist eine Außenmantelfläche auf, die mit der Innenmantelfläche der ersten Längsnut 11 des Zaunpfahlprofils 1 korrespondiert, in die es einsetzbar ist. Durch seine zylindersegmentförmige Ausbildung kann das Anschlagstück 3 von vorne in eine orthogonal zur Längsachse des Zaunpfahlprofils 1 gerichtete Richtung in einer Schwenkstellung in die erste Längsnut 11 eingesetzt werden, wo es nach Verschwenken um seine Längsachse an dem Hinterschnitt 111 anliegt und so radial fixiert ist. Zur axialen Fixierung des Anschlagstücks 3 in der ersten Längsnut 11 ist eine radiale Gewindebohrung 31 angeordnet, in die eine - nicht dargestellte - Madenschraube - eingeschraubt ist, die gegen das Zaunpfahlprofil 1 verspannbar ist. Die Gewindebohrung 31 ist durch einen Abdeckpfropfen 32 verschließbar.
[0031] Das Druckstück 4 umfasst einen im Wesentlichen zylindrischen Druckkörper 41, der zentrisch mit einer Gewindestange 42 versehen ist, mit der er in eine in der Deckplatte 5 hierzu vorgesehene Gewindebohrung 51 eingeschraubt ist. Der Außendurchmesser des Druckkörpers 41
ist kleiner als der Innendurchmesser der ersten Längsnut 11 des Zaunpfahlprofils 1. Die Gewindestange 42 ist drehbar, jedoch axial fixiert in dem Druckkörper 41 gelagert. Kopfseitig ist in die Gewindestange 42 ein - nicht dargestellter - Schlitz zum Eingriff eines Schraubendrehers eingebracht. Durch Drehung der Gewindestange 42 in der Gewindebohrung 51 ist der Druckkörper 41 axial in der ersten Längsnut 11 des Zaunpfahlprofils 1 bewegbar. Im Ausführungsbeispiel ist der Druckkörper 41 aus Kunststoff, vorzugsweise aus einem Elastomerkunststoff hergestellt.
[0032] Die Deckplatte 5 ist im Wesentlichen quadratisch ausgebildet und weißt eine Außenkontur auf, die Außenkontur des Querschnitts des Zaunpfahlprofils 1 entspricht. In die Deckplatte sind vier Bohrungen 52 eingebracht, durch die - nicht dargestellte - Schrauben geführt sind, die in vier hierzu in dem Zaunpfahlprofil 1 kopfseitig angeordnete Gewindebohrungen 14 eingeschraubt sind.
[0033] Die Haube 6 ist in Form eines quadratischen Prismas ausgebildet, an das sich ein umlaufender Kragen 61 anschließt. Die Innenkontur des Kragens 61 entspricht im Wesentlichen der Außenkontur des Querschnitts des Zaunpfahlprofils 1, das der Kragen 61 in aufgestülpter Position der Haube 6 umfasst. Im Ausführungsbeispiel ist die Haube 6 aus Aluminium hergestellt.
[0034] Das Abdeckprofil 7 ist im Ausführungsbeispiel einstückig ausgebildet und umfasst eine rechteckige Grundplatte 71, an deren Längsseiten zwei gegenüberliegend positionierte, nach innen geneigte Seitenwände 72 angeordnet sind, die an ihrem freien Ende jeweils mit einer nach außen kragenden Rastleiste 73 versehen sind. Parallel zu der Grundplatte 71 ist zwischen den Seitenwänden 72 ein der Grundplatte 71 entgegengerichtet gewölbtes Spannelement 74 angeordnet.
[0035] Der Bodenanker 9 besteht im Wesentlichen aus einer Befestigungsplatte 91, auf der mittig ein Steckprofil 92 angeordnet ist. Die Außenkontur des Steckprofils 92 entspricht im Wesentlichen der Innenkontur des Mittelkanals 13 des Zaunpfahlprofils 1, in das dieses hineinragt.
[0036] Zur Erstellung eines Zaunabschnitts wird zunächst bodenseitig ein Anschlagstück 3 in eine erste Längsnut 11 eines Zaunpfahlprofils 1 eingebracht, das auf dem Steckprofil 92 eines Bodenankers 9 befestigt ist. Nachfolgend werden Einsätze 2 auf das Anschlagstück 3 aufgestapelt in die erste Längsnut 11 eingeschwenkt. In die zweite Längsnut 21 der Einsätze 2 werden nachfolgend Flächenelemente 8 eingeschoben, die zwischen den Dichtungselementen 24 eingespannt gehalten sind. Die gewünschte Ausrichtung der Flächenelemente 8 kann nun durch Verschwenken über die in dem Zaunpfahlprofil 1 schwenkbar gelagerten Einsätze 2 erfolgen. Mit ihrem freien Ende werden die Flächenelemente 8 entsprechend in Einsätze 2 eines weiteren Zaunpfahlprofils 1 eingesteckt, die dort wiederum zwischen den Dichtungselementen 24 eingespannt gehalten sind.
[0037] Auf das Zaunpfahlprofil 1 wird eine mit erforderlichen Druckstücken 4 versehene Deckplatte 5 über durch deren Bohrungen 52 geführte Schrauben befestigt, die in hierfür vorgesehene Gewindebohrungen 14 des Zaunpfahlprofils 1 eingeschraubt werden. Die in der ersten Längsnut 11 des jeweiligen Zaunpfahlprofils 1 eingebrachten Einsätze 2 mit in diesen gehaltenen Flächenelementen 8 werden über den in die erste Längsnut hineinragenden Druckkörper 41 des Druckstücks 4 durch Drehung der Gewindestange 42 in der Gewindebohrung 51 der Deckplatte 5 axial gegen das Anschlagstück 3 verspannt.
[0038] Nicht verwendete erste Längsnuten 11 werden über ein Abdeckprofil 7 verschlossen, das hierzu mit seinen Seitenwänden 72 in die jeweilige erste Längsnut 11 eingedrückt wird, bis deren Rastleisten 73 in die Rastnuten 12 der ersten Längsnut 11 einrasten. Die Rastleisten 73 sind durch das Spannelement 74 gegen die Rastnuten 12 verspannt. Zuletzt wird die Haube 6 mit ihrem Kragen 61 auf das Zaunpfahlprofil 1 aufgestülpt.
[0039] Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 8 und 9 sind zur optionalen Befestigung eines - Nicht dargestellten - Scharniers eines Tores in der ersten Längsnut 11 des Zaunpfostenprofils 1‘ zusätzlich gegenüberliegend positionierte Haltenuten zur Fixierung eines Scharniereinsatzes 2‘ angeordnet. Der Scharniereinsatz 2‘ ist hierzu als Vollzylinder ausgebildet und zur weiteren Verankerung mit gegenüberliegend angeordneten Halteleisten 25 zum Eingriff in die Haltenuten
15 der ersten Längsnut 11 des Zaunpfostenprofils 1°‘ versehen. Beabstandet zu den Halteleisten 25 sind weiterhin zwei Rastleisten 27 zum Verrastung mit der Rastnut 12 der ersten Längsnut 11 angeordnet. Zur Befestigung eines Scharniers ist der Scharniereinsatz 2‘ mit zwei beabstandet zueinander angeordneten, radialen Gewindebohrungen 26 versehen. Der Scharniereinsatz kann zwischen zwei hierzu in der ersten Längsnut 11 eingebrachten Anschlagstücken 3 fixiert werden. Je nach erforderlicher Anzahl an Torscharnieren können zwei oder mehr Scharniereinsätze 2‘ in der Längsnut 11 angeordnet werden. Zwischen den Scharniereinsätzen kann ein entsprechend gekürztes Abdeckprofil 7 in die erste Längsnut 11 eingebracht werden.

Claims (14)

Ansprüche
1. Vorrichtung zur Aufnahme von Flächenelementen (8) zur Herstellung eines Zauns, umfassend ein Zaunpfahlprofil (1, 1‘), das an wenigstens einer Seite eine sich über seine Länge erstreckende erste Längsnut (11) aufweist, deren Längsöffnung verjüngt ist, wodurch ein Hinterschnitt (111) gebildet ist, wobei wenigstens eine erste Längsnut (11) einen Einsatz (2) aufnimmt, der eine zweite Längsnut (21) zur Aufnahme eines Flächenelements (8) aufweist und der in der ersten Längsnut (11) um seine Längsachse schwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einer ersten Längsnut (11) ein Anschlagstück (3) angeordnet ist, das in dieser stufenlos längsverschiebbar und über ein Spannmittel in einer Längsposition fixierbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Längsnut (11) einen kreisbogenförmigen Querschnitt aufweist, dessen Kreisbogen einen Winkel von größer 200° umspannt, wobei der Einsatz (2) zylinderförmig ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (2) bedingt durch die zweite Längsnut (21) einen kreisbogenförmigen Querschnitt aufweist, der einen Winkel von größer 200°, bevorzugt von größer 240° umspannt und derart ausgebildet ist, dass er von vorne in eine orthogonal zur Längsachse des Zaunpfahlprofils (1) gerichtete Richtung in einer Schwenkstellung in die erste Längsnut (11) einsetzbar ist, wo er nach Verschwenken um seine Längsachse radial fixiert ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Längsnut (21) einen im Wesentlichen C- förmigen Querschnitt aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an zwei gegenüberliegenden Seitenwänden der zweiten Längsnut (21) zumindest bereichsweise ein elastisches Dichtungselement (24) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Dichtungselement (24) in eine in der Seitenwand angeordnete Aufnahme (23) eingesetzt ist oder an die Seitenwand angespritzt oder angeklebt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die Seitenwände zumindest einer ersten Längsnut (11) des Zaunpfahlprofils (1) gegenüberliegend Rastnuten (12) eingebracht sind, wobei ein Abdeckprofil (7) vorgesehen ist, das zum Verschließen der Längsnut über Rastleisten (73) in die Rastnuten (12) der ersten Längsnut (11) des Zaunpfahlprofils (1) einrastbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zaunpfahlprofil (1) im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet ist und vorzugsweise aus Metall, insbesondere aus Aluminium hergestellt ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannmittel eine Spannschraube ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagstück (3) den Querschnitt der Längsnut im Wesentlichen ausfüllt.
11. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zaunpfahlprofil (1) an einer Kopfseite über eine, die vorhandenen ersten Längsnuten (11) axial verschließend angeordnete Deckplatte (5) verschlossen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in wenigstens einer ersten Längsnut (11) ein vorzugsweise elastisches Druckstück (4) angeordnet ist, das über ein Spannmittel, vorzugsweise eine Gewindestange (42) mit der Deckplatte (5) verbunden ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zaunpfahlprofil (1) entlang seiner Mittellängsachse einen Mittelkanal (13) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bodenanker (9) vorgesehen ist, mit einem Steckprofil (92), das zur Befestigung des Zaunpfahlprofils (1) in den Mittelkanal (13) einsteckbar ist, wobei dessen Außenkontur im Wesentlichen der Innenkontur des Mittelkanals (13) entspricht.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
ATGM50060/2022U 2022-03-29 2022-03-29 Vorrichtung zur Aufnahme von Flächenelementen AT17917U1 (de)

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