AT18341U1 - Vorderbacken einer Sicherheitsskibindung und Sicherheitsskibindung - Google Patents

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AT18341U1
AT18341U1 ATGM50051/2023U AT500512023U AT18341U1 AT 18341 U1 AT18341 U1 AT 18341U1 AT 500512023 U AT500512023 U AT 500512023U AT 18341 U1 AT18341 U1 AT 18341U1
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Abstract

Vorderbacken einer Sicherheitsskibindung mit einem skifest anordenbaren, eine rückwärtige Gehäusewand (1b) aufweisenden Gehäuse (1), einer mit einem Zugelement (9) zusammenwirkenden Auslösefeder, die innerhalb des Gehäuses (1) untergebracht ist, einem zentralen Bolzen (8), an welchem durch eine mittige Freistellung in der rückwärtige Gehäusewand (16) hindurch das Zugelement (9) angreift und an welchem zwei Winkelhebel (10) schwenkbar gelagert sind, welche bei einem Auslösevorgang bzw. bei einem seitlichen Ausschwenken außen am Gehäuse (1) abstützbar sind, wobei die Winkelhebel (10) gemeinsam mit dem Bolzen (8) begrenzt anhebbar sind, wobei zu beiden Seiten der mittigen Freistellung an der rückwärtigen Gehäusewand (1b) innere und äußere Abstützelemente (12, 13) ausgebildet sind, welche mit inneren und äußeren Abstützelementen (14, 15), welche auf den Winkelhebeln (10) ausgebildet sind, zusammenwirken. Die miteinander zusammenwirkenden äußeren Abstützelemente (13, 15) sind jeweils zwei übereinander positionierte untere und obere flachere Vertiefungen (13a) und in diese eingreifende Vorsprünge (15a), wobei oberhalb jeder Vertiefung (13a) jeweils eine weitere Vertiefung (13b) ausgebildet ist, welche jeweils tiefer ist als die erstgenannte Vertiefung (13a), wobei die miteinander zusammenwirkenden inneren Abstützelemente (12, 14) von ineinander greifenden nutartigen Vertiefungen (12a) und stegartigen Vorsprüngen (14a) gebildet sind.

Description

Beschreibung
VORDERBACKEN EINER SICHERHEITSSKIBINDUNG UND SICHERHEITSSKIBINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft einen Vorderbacken einer Sicherheitsskibindung mit einem skifest anordenbaren, eine rückwärtige Gehäusewand aufweisenden Gehäuse, einer mit einem Zugelement zusammenwirkenden Auslösefeder, die innerhalb des Gehäuses untergebracht ist, einem zentralen Bolzen, an welchem durch eine mittige Freistellung in der rückwärtigen Gehäusewand hindurch das Zugelement angreift und an welchem zwei Winkelhebel schwenkbar gelagert sind, welche bei einem Auslösevorgang bzw. bei einem seitlichen Ausschwenken außen am Gehäuse abstützbar sind, wobei die Winkelhebel gemeinsam mit dem Bolzen begrenzt anhebbar sind, wobei zu beiden Seiten der mittigen Freistellung auf der rückwärtigen Gehäusewand innere und äußere Abstützelemente ausgebildet, welche mit inneren und äußeren Abstützelementen, welche auf den Winkelhebeln ausgebildet sind, derart zusammenwirken, dass sich bei einer vorrangig in seitlicher Richtung auf die Winkelhebel wirkenden Kräften die äußeren Abstützelemente der Winkelhebel an den äußeren Abstützelementen der Gehäusewand und bei in Kombination aufwärts und seitlich wirkenden Kräften durch ein Anheben der Winkelhebel die inneren Abstützelemente der Winkelhebel an den inneren Abstützelementen der Gehäusewand, jeweils unter Ausschwenken der Winkelhebel, abstützen. Die Erfindung betrifft ferner eine Sicherheitsskibindung mit einem Vorderbacken und einem Fersenbacken.
[0002] Ein Vorderbacken der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der DE 3742391 A1 bekannt. Der Vorderbacken weist einen um zwei seitlich der vertikalen Mittellängsebene angeordnete, im wesentlichen vertikale Kippflächen eines Bindungsgehäuses ausschwenkbaren Sohlenhalter auf, der durch eine im Wesentlichen in Skilängsrichtung wirkende Auslösefeder mit Kippgegenflächen gegen die Kippflächen vorgespannt ist, wobei der Sohlenhalter bei Bewegung der Schuhsohle z.B. aufgrund eines federnden Freiheitsgrades der Schuhsohle nach unten und/oder oben entlang der Kippflächen begrenzt nach unten und/oder oben verschiebbar ist. Die Kippflächen und Kippgegenflächen weisen in vertikaler Richtung eine so geringe Ausdehnung auf, dass diese Flächen durch Verschiebung des Sohlenhalters nach unten und/oder oben bei Vorlage oder Rücklage des Skifahrers außer Eingriff kommen können. Zur Mittellängsebene hin sind Sekundär-Kippflächen neben sowie über und/oder unter den Primär-Kippflächen angeordnet, neben den Kippgegenflächen sind zur Mittellängsebene hin Sekundär-Kippgegenflächen angeordnet, die bei Außer-Eingriff-Kommen der Primär-Kippgegenflächen mit den Primär-Kippflächen mit den Sekundär-Kippflächen in Eingriff kommen. Bei einer rein seitlichen Auslösung stützen sich die weiter außen befindlichen Primär-Kippflächen aneinander ab, bei allen anderen Auslösemöglichkeiten die miteinander in Eingriff kommenden Sekundär-Kippflächen. Dadurch, dass der Skischuh auf eine federgestützte Sohlenplatte aufgesetzt wird, kann sich die Sohlenplatte bei einem Vorwärtssturz nach unten bewegen, sodass dann die inneren Sekundär-Kippflächen zusammenwirken bzw. miteinander in Eingriff kommen. Es handelt sich daher bei dieser bekannten Ausführung um eine insgesamt aufwendige Konstruktion, die, auch wegen der federgestützten Sohlenplatte, mit einer gewissen Instabilität einhergeht.
[0003] Aus der AT 402 696 B ist ein Vorderbacken mit einem Zugelement bekannt, welches mit seinem vorderen Ende um eine horizontale Querachse begrenzt schwenkbar an einer vorderen Federabstützung gelagert ist, gegen welche die Auslösefeder nach vorne abgestützt ist. Mit seinem rückwärtigen Ende ist das Zugelement an einem im Wesentlichen vertikal angeordneten Lagerbolzen gelagert, an welchem auch die beidem Winkelhebel schwenkbar angeordnet sind. Die Winkelhebel sind beim Hochschwenken an einer im Wesentlichen quer verlaufenden Kante des Gehäuses und bei diagonalem Verschwenken an einer in Längsrichtung des Gehäuses verlaufenden Kante nach oben abgestützt. Dadurch erfolgt die Rückwärts- und die Diagonalauslösung über einen im Wesentlichen konstanten und durch die Lage dieser Kanten vorgegebenen Hebelarm, sodass die Gefahr von Verletzungen durch erhöhte Auslösekräfte ansteigt.
[0004] Insbesondere bei Rückwärtsdrehstürzen kommt es infolge der stark erhöhten Reibung zwischen der Skischuhsohle und den Winkelhebeln oft zu einem massiven Anstieg des Auslöse-
momentes, wodurch die per Z-Zahl an der Auslösefeder eingestellte Auslösekraft überstiegen wird und die Gefahr von Verletzungen eines stürzenden Skifahrers deutlich zunimmt.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem Vorderbacken der eingangs genannten Art eine besonders einfache, stabile und besonders verlässlich funktionierende technische Lösung zur Verfügung zu stellen, bei welcher bei Rückwärtsdrehstürzen ohne zusätzliche Bauteile die Auslösekraft der gewollten und eingestellten Kraft zumindest weitgehend entspricht.
[0006] Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, die miteinander zusammenwirkenden äußeren Abstützelemente jeweils zwei übereinander positionierte untere und obere flache Vertiefungen und in diese eingreifende Vorsprünge sind, wobei oberhalb jeder Vertiefung jeweils eine weitere Vertiefung ausgebildet ist, welche jeweils tiefer ist als die erstgenannte Vertiefung, wobei die miteinander zusammenwirkenden inneren Abstützelemente von ineinander greifenden nutartigen Vertiefungen und stegartigen Vorsprüngen gebildet sind.
[0007] Bei einem Rückwärtsdrehsturz wird somit durch das Anheben der Winkelhebel die Abstützung der äußeren Abstützelemente voneinander aufgehoben und es erfolgt eine Abstützung der inneren Abstützelemente der Winkelhebel an den inneren Abstützelementen der Gehäusewand. Dadurch vergrößert sich jener Hebelarm der Winkelhebel, auf welchen der Skischuh in seitlicher Richtung einwirkt, und es reduziert sich das seitliche Auslösemoment entsprechend. Auf diese Weise kann die bei einem Rückwärtsdrehsturz auftretende größere Reibung zwischen der Skischuhsohle und den Winkelhebeln kompensiert werden. Diese besonders funktionssichere Lösung erfordert keine zusätzlichen Bauteile, hat keine Auswirkungen auf das Gewicht des Vorderbackens und ist technisch einfach ausführbar. Dadurch, dass die miteinander zusammenwirkenden äußeren Abstützelemente jeweils zwei übereinander positionierte untere und obere flache Vertiefungen und in diese eingreifende Vorsprünge sind, wobei oberhalb jeder Vertiefung jeweils eine weitere Vertiefung ausgebildet ist, welche jeweils tiefer ist als die erstgenannte Vertiefung, wird eine die Winkelhebel in der Abfahrtsstellung besonders gut stabilisierende gegenseitige Abstützung der miteinander zusammenwirkenden Abstützelemente sichergestellt, wobei eine hohe Funktionssicherheit bei seitlicher und bei rückwärtig/seitlicher Auslösung gewährleistet ist. So sorgen die oberen tieferen Vertiefungen bei aufwärts und seitlich wirkenden Kräften, also etwa bei einem Rückwärtsdrehsturz, dafür, dass ein dabei erfolgendes Anheben der Winkelhebel die äußeren Abstützelemente ihrer Funktion enthebt und ein Zusammenwirken der inneren Abstützelemente mit entsprechend reduzierter Auslösekraft stattfindet. Die miteinander zusammenwirkenden inneren Abstützelemente sind auf besonders einfache und funktionelle Weise ausgestaltet, indem sie von ineinandergreifenden nutartigen Vertiefungen und stegartigen Vorsprüngen gebildet sind.
[0008] Bei einer bevorzugten Ausführung sind die Vertiefungen an der rückwärtigen Gehäusewand und die Vorsprünge an den Winkelhebeln ausgebildet. Bei einer alternativen Ausführung ist die Anordnung umgekehrt, die Vertiefungen sind an den Winkelhebeln, die Vorsprünge an der rückwärtigen Gehäusewand vorgesehen.
[0009] Dabei sind bei einer bevorzugten Ausführung die nutartigen Vertiefungen an der rückwärtigen Gehäusewand und die stegartigen Vorsprünge an den Winkelhebeln ausgebildet. Bei einer alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, die nutartigen Vertiefungen an den Winkelhebeln und die stegartigen Vorsprünge an der rückwärtigen Gehäusewand auszubilden.
[0010] Die miteinander zusammenwirkenden inneren Abstützelemente und die miteinander zusammenwirkenden äußeren Abstützelemente sind jeweils gemeinsam unter übereinstimmend spitzen Winkeln nach rückwärts geneigt ausgebildet und bilden derart jeweils gemeinsame Schwenkachsen, welche unter dem erwähnten spitzen Winkel aus einem Bereich von 5° bis 25°, insbesondere 15°, relativ zur Senkrechten, nach rückwärts geneigt sind. Dadurch ist sichergestellt, dass in der Abfahrtsstellung durch die Vorspannung der Auslösfeder(n) das Winkelhebelpaket in Richtung Skioberseite beaufschlagt wird und entsprechend stabilisiert wird.
[0011] Wie erwähnt sind die Winkelhebel gemeinsam mit ihrem Bolzen begrenzt anhebbar. Diese Anhebebewegung findet somit bei auf die Winkelhebel nach oben wirkenden Kräften statt, also
beispielsweise bei einem Rückwärtsdrehsturz des Skifahrers. Sie sorgt dafür, dass die äußeren Abstützelemente nicht mehr zusammenwirken können und die inneren Abstützelemente zur Wirkung kommen. Diese Anhebebewegung der Winkelhebel wird auf einen Bewegungsweg von insbesondere 4,00 mm bis 7,00 mm begrenzt, wobei bei einer besonders bevorzugten Ausführung ein am Gehäuse ausgebildeter Vorsprung als Anschlag die Anhebebewegung der Winkelhebel begrenzt.
[0012] Die Erfindung betrifft ferner eine Sicherheitsskibindung mit einem Vorderbacken und einem Fersenbacken, bei welcher der Vorderbacken gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5 ausgebildet ist.
[0013] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel eines Vorderbackens einer Sicherheitsskibindung darstellt, näher beschrieben. Dabei zeigen
[0014] Fig. 1 bis Fig. 4 und 8 Ansichten und Schnittdarstellungen des Vorderbackens einer Sicherheitsskibindung in einer Lage ohne eingesetzten Skischuh,
[0015] Fig. 1 eine Draufsicht auf den Vorderbacken,
[0016] Fig. 2 eine Seitenansicht des Vorderbackens,
[0017] Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Vorderbacken entlang der Linie IllIll der Fig. 1,
[0018] Fig. 4 einen Längsschnitt durch den Vorderbacken entlang der Linie IVIV der Fig. 1,
[0019] Fig. 5 eine Ansicht des Backens mit weggelassenen Winkelhebeln, gemäß der durch die Pfeile P+ in Fig. 1 gekennzeichneten Sichtrichtung,
[0020] Fig. 6 eine Sicht auf die Winkelhebel gemäß der durch die Pfeile P2 in
Fig. 1 gekennzeichneten Sichtrichtung,
[0021] Fig. 7 den Vorderbacken in einer zu Fig. 4 analogen Schnittansicht, jedoch mit einer Stellung der Winkelhebel bei einer nach oben (aufwärts) wirkenden Kraft,
[0022] Fig. 8 eine Schnittdarstellung gemäß der Linie VIIl-VIIIl der Fig. 4,
[0023] Fig. 9 eine Schnittdarstellung gemäß der Linie IX-IX der Fig. 7 mit einer Stellung der Winkelhebel bei einer oben (aufwärts) wirkenden Kraft.
[0024] Die in der nachfolgenden Beschreibung verwendeten Bezeichnungen wie oben, unten, vorne, rückwärtig, aufwärts. vertikal, horizontal, transversal und dgl. beziehen sich auf die auf einem Ski montierte Lage des Vorderbackens bzw. die Skioberseite und die Skilängserstreckung. Bauteile, die für die Erfindung nicht von unmittelbarer Relevanz sind, jedoch dargestellt sind, sind entweder nicht beschrieben oder lediglich erwähnt.
[0025] Der insbesondere in den Figuren 1 bis 4, 7 und 8 dargestellte Vorderbacken weist ein Gehäuse 1 auf, welches auf einer Grundplatte 2 befestigt ist, welche am nicht dargestellten Ski angeordnet wird, beispielsweise auf ein Schienensystem aufgeschoben wird. Das Gehäuse 1 weist einen Gehäuseoberteil 1a, eine rückwärtige Gehäusewand 1b und eine vordere Gehäusewand 1c auf. Im Gehäuse 1 befindet sich eine Auslösefeder 3, alternativ befinden sich zwei ineinander angeordnete Auslösefedern im Gehäuse 1, welche jeweils Schraubendruckfedern sind, die mittig von einer Stange 4 durchsetzt ist bzw. sind. Die Auslösefeder 3 ist an einem vorderen Federwiderlager 5 und einem rückwärtigen Federwiderlager 6 unter Vorspannung stehend abgestützt. Das vordere Federwiderlager 5 ist an der Stange 4 längsverschieblich gelagert und mit einem unterhalb der Stange 4 nach rückwärts zu einem Bolzen 8 geführten Zugelement 9 fest verbunden. Ein an der Stange 4 ausgebildetes Außengewinde steht in Eingriff mit einem Innen-
gewinde des rückwärtigen, am Gehäuse 1 längsverschieblich gehaltenen rückwärtigen Federwiderlagers 6, sodass durch Drehen der Stange 4 in bekannter Weise die Vorspannung der Auslösefeder 3 einstellbar ist. Eine in sich bekannter Weise ausführbare und vor dem rückwärtigen Federwiderlager 6 auf der Stange 4 gleitbeweglich angeordnete Anzeigevorrichtung 7 gestattet über ein Fenster und eine Skala am Gehäuseoberteil 1a ein Ablesen der eingestellten Auslösekraft.
[0026] Der Vorderbacken weist ferner zwei, jeweils einen inneren und einen äußeren Arm 10a, 10b (Fig. 1) aufweisende Winkelhebel 10 auf, die insbesondere in bekannter Weise derart gestaltet sind, dass sie von oben den Rand am vorderen Ende der Sohle eines Skischuhs von vorne und seitlich übergreifen können. An den äußeren Randbereichen der Winkelhebel 10 drehbar gelagerte Gleitrollen 10c kommen bei eingesetztem Skischuh mit den äußeren seitlichen Kantenbereichen der Skischuhsohle in Kontakt. Wie insbesondere Fig 3 zeigt, sind die beiden Winkelhebel 10 gemeinsam um eine vom Bolzen 8 gebildete zentrale Hochachse schwenkbar gelagert. Zu diesem Zweck sind die Endbereiche der inneren Arme 10a der Winkelhebel 10 mit Lagerlaschenpaaren 11a, 11b versehen, die übereinander und gegeneinander versetzt vom Bolzen 8 durchsetzt sind. Zwischen den beiden oberen Lagerlaschen 11a und den beiden unteren Lagerlaschen 11b ist das Zugelement 9 mit seinem rückwärtigen Endbereich am Bolzen 8 gelagert (Fig. 3). Ein Ausschwenken der Winkelhebel 10 bewirkt - bei gleichzeitiger Abstützung der Winkelhebel 10 an der rückwärtigen Gehäusewand 1b, wie noch beschrieben wird, ein Komprimieren der Auslösefeder 3. Eine Freistellung bzw. Ausnehmung der rückwärtigen Gehäusewand 1b gestattet eine entsprechende ungehinderte Anordnung der Lagerlaschen 11a, 11b der Winkelhebel 10, des hier befindlichen Endes der Stange 4 und des Zugelementes 9. Der Bolzen 8 verbindet die Winkelhebel 10 und das Zugelement 9 miteinander und ist ansonsten mit keinem weiteren Bauteil des Vorderbackens in Verbindung. Die Winkelhebel 10 sind gemeinsam mit dem Bolzen 8 und dem Zugelement 9 gegenüber dem Gehäuse 1 anhebbar bzw. höhenbewegbar. Wie beispielsweise Fig. 4 und Fig. 7 zeigen, begrenzt ein Vorsprung 1d am rückwärtigen Endbereich des Gehäuseoberteils 1a diese Höhenbewegung. Der Bewegungsweg a (Fig. 4) in vertikaler Richtung beträgt insbesondere 4,00 mm bis 7,00 mm.
[0027] Wie insbesondere Fig. 5, 6 und Fig. 8 zeigen, sind zu beiden Seiten der mittigen Freistellung an der Außenseite der rückwärtigen Gehäusewand 1b innere und äußere Abstützelemente 12, 13 ausgebildet, welche mit inneren und äußeren Abstützelementen 14, 15, welche an den Vorderseiten der Winkelhebel 10 ausgebildet sind (Fig. 6), zusammenwirken. Die rückwärtige Gehäusewand 1b und die Vorderseiten der Winkelhebel 10 sind zumindest in jenen Bereichen, wo die inneren und äußeren Abstützelemente 12, 13 und 14, 15 ausgebildet sind, unter übereinstimmenden spitzen Winkeln a von vorzugsweise 5° bis 25°, insbesondere 15° (Fig. 4), relativ zur Senkrechten - bezogen auf einen am Ski montierten Vorderbacken - nach rückwärts geneigt.
[0028] Die beiden inneren Abstützelemente 12 an der rückwärtigen Gehäusewand 1b sind bei der gezeigten Ausführung seitlich der mittigen Freistellung und entlang der Höhenerstreckung der Wand 1b ausgebildete nutartige Vertiefungen 12a, die daher entlang der Gehäusewand 1b unter dem Winkel « verlaufen. Die äußeren Abstützelemente 13 sind seitlich außerhalb der inneren Abstützelemente 12 ausgebildete übereinander positionierte untere und obere flache Vertiefungen 13a. Oberhalb jeder Vertiefung 13a ist jeweils eine weitere Vertiefung 13b (Fig. 5) ausgebildet, wobei diese Vertiefungen 13b tiefer sind als die Vertiefungen 13a. Die Vertiefungen 13a und 13b schließen in der Höhenerstreckung der Gehäusewand 1b abwechselnd aneinander an.
[0029] Die mit den inneren Abstützelementen 12 an der rückwärtigen Gehäusewand 1b zusammenwirkenden inneren Abstützelemente 14 auf den Winkelhebeln 10 sind stegartige Vorsprünge 14a, die bezüglich ihrer Ausgestaltung an die nutartigen inneren Abstützelemente 12 angepasst sind. Die äußeren Abstützelemente 15 sind paarweise ausgebildete Vorsprünge 15a (Fig. 6). Bei im Vorderbacken nicht eingesetztem Skischuh und bei eingesetztem Skischuh (Abfahrtsstellung) - ggf. geringfügig angehobener Stellung der Winkelhebel 10 - greifen die stegartigen Vorsprünge 15a in die nutartig gestalteten Vertiefungen 13a, die Vorsprünge 14a stützen sich in den Vertiefungen 12a ab. Die vorgespannte Auslösefeder 3 drückt zusätzlich die Winkelhebel 8 in diese Position (Fig. 1 bis Fig. 4).
[0030] Die mit den Abstützelementen 12, 13 zusammenwirkenden Abstützelemente 14, 15 bilden unter dem Winkel « verlaufende innenliegende Hochachsen 18 und außenliegende Hochachsen 17 (angedeutet in Fig. 5 und Fig. 6), um welche, wie nachfolgend beschrieben wird, die Winkelhebel 10 unter Abstützung ausschwenken können.
[0031] Bei einer seitlichen Auslösung, beispielsweise infolge eines auf den Skischuh wirkenden seitlichen Schlages, wird das Winkelhebelpaket durch die Federvorspannung nach unten gezogen, der vom Skischuh beanspruchte Winkelhebel 10 stützt sich mit seinem äußeren Abstützelement 15 am zugehörigen äußeren Abstützelement 13 ab, über das nach rückwärts gezogene Zugelement 9 wird die Auslösefeder 3 komprimiert, der Skischuh kommt schließlich frei.
[0032] Gelangt der Skifahrer in eine seitliche Rückenlage, wie es beispielsweise bei einem Rückwärtsdrehsturz der Fall sein kann, drückt der Skischuh die Winkelhebel 10 unter Komprimierung der Auslösefeder 3 nach oben, wobei der Vorsprung 1d diese Bewegung begrenzt (Fig. 7). Die Vorsprünge 15a der äußeren Abstützelemente 15 rutschen in die Vertiefungen 13b und verlieren daher den Kontakt zu ihrer Abstützung in den Vertiefungen 13a (Fig. 9), sodass der vom Skischuh beanspruchte Winkelhebel 10 um die betreffende von den in Eingriff miteinander stehenden inneren Abstützelementen 12, 14 gebildete Hochachse 18 unter Komprimieren der Auslösefeder 3 ausschwenkt, der Skischuh kommt schließlich frei.
[0033] Die gegenüber den Hochachsen 17 weiter innen liegenden Hochachsen 18 bewirken daher eine durch den verlängerten Hebel am Winkelhebel 10 verringerte Auslösekraft. Durch eine entsprechende Auslegung und Anordnung der inneren und äußeren Abstützelemente 12, 13 sowie der inneren und äußeren Abstützelemente 14, 15 kann erreicht werden, dass die derart reduzierte Auslösekraft die in Folge der Rückenlage des Skifahrers zwischen den Winkelhebeln 10 und dem Skischuh auftretende höhere Reibung kompensiert.
BEZUGSZEICHENLISTE
Dereereerrrnn Gehäuse
ES Gehäuseoberteil 1. rückwärtige Gehäusewand N Crreeeeeeernn vordere Gehäusewand (Orr Vorsprung Oder Grundplatte CA Auslösefeder Grseeeeeeeeeee Stange
a vorderes Federwiderlager rrrerrrre rückwärtiges Federwiderlager LA Anzeigevorrichtung rrrereer een Bolzen
OOeseeeeeeeeee Zugelement TOsseeeeereee Winkelhebel
10a, 10b......... Arm
TO Cereeeseee Gleitrolle
11a, 11b......... Lagerlasche
12, Messen innere Abstützelemente 13, Tessa äußere Abstützelemente LE nutartige Vertiefung
13a, 13b......... Vertiefung
19er stegartiger Vorsprung 1 Vorsprung
17, Tassen Hochachse
Arseeeeeeeeee een Bewegungsweg

Claims (6)

Ansprüche
1. Vorderbacken einer Sicherheitsskibindung mit einem skifest anordenbaren, eine rückwärtige Gehäusewand (1b) aufweisenden Gehäuse (1), einer mit einem Zugelement (9) zusammenwirkenden Auslösefeder (3), die innerhalb des Gehäuses (1) untergebracht ist, einem zentralen Bolzen (8), an welchem durch eine mittige Freistellung in der rückwärtigen Gehäusewand (1b) hindurch das Zugelement (9) angreift und an welchem zwei Winkelhebel (10) schwenkbar gelagert sind, welche bei einem Auslösevorgang bzw. bei einem seitlichen Ausschwenken außen am Gehäuse (1) abstützbar sind, wobei die Winkelhebel (10) gemeinsam mit dem Bolzen (8) begrenzt anhebbar sind, wobei zu beiden Seiten der mittigen Freistellung an der rückwärtigen Gehäusewand (1b) innere und äußere Abstützelemente (12, 13) ausgebildet sind, welche mit inneren und äußeren Abstützelementen (14, 15), welche auf den Winkelhebeln (10) ausgebildet sind, derart zusammenwirken, dass sich bei vorrangig in seitlicher Richtung auf die Winkelhebel (10) wirkenden Kräften die äußeren Abstützelemente (15) der Winkelhebel (10) an den äußeren Abstützelementen (13) der Gehäusewand (1b) und bei in Kombination aufwärts und seitlich wirkenden Kräften durch ein Anheben der Winkelhebel die inneren Abstützelemente (14) der Winkelhebel (10) an den inneren Abstützelementen (12) der Gehäusewand (1b), jeweils unter Ausschwenken der Winkelhebel (10), abstützen, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander zusammenwirkenden äußeren Abstützelemente (13, 15) jeweils zwei übereinander positionierte untere und obere flache Vertiefungen (13a) und in diese eingreifende Vorsprünge (15a) sind, wobei oberhalb jeder Vertiefung (13a) jeweils eine weitere Vertiefung (13b) ausgebildet ist, welche jeweils tiefer ist als die erstgenannte Vertiefung (13a), wobei die miteinander zusammenwirkenden inneren Abstützelemente (12, 14) von ineinander greifenden nutartigen Vertiefungen (12a) und stegartigen Vorsprüngen (14a) gebildet sind.
2, Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die miteinander zusammenwirkenden inneren Abstützelemente (12, 14) und die miteinander zusammenwirkenden äußeren Abstützelemente (13, 15) Schwenkachsen (18, 17) bilden, welche unter übereinstimmend spitzen Winkeln («) von 5° bis 25°, insbesondere 15°, relativ zur Senkrechten bezogen auf einen an einem Ski montierten Vorderbacken - nach rückwärts geneigt sind.
3. Vorderbacken nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1) einen Gehäuseoberteil (1a) aufweist, an welchem Richtung Winkelhebeln (10) ein die Anhebebewegung der Winkelhebel (10) auf insbesondere 4,00 mm bis 7,00 mm begrenzenden Vorsprung (1d) vorgesehen ist.
4. Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (13a, 13b) an der der rückwärtigen Gehäusewand (1b) und die Vorsprünge (15a) an den Winkelhebeln (10) ausgebildet sind.
5. Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nutartigen Vertiefungen (12a) an der rückwärtigen Gehäusewand (1b) und die stegartigen Vorsprünge (14a) an den Winkelhebeln (10) ausgebildet sind.
6. Sicherheitsskibindung mit einem Vorderbacken und einem Fersenbacken, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorderbacken gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5 ausgebildet ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
ATGM50051/2023U 2022-05-12 2022-05-12 Vorderbacken einer Sicherheitsskibindung und Sicherheitsskibindung AT18341U1 (de)

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