AT18460U1 - Verfahren zur Reinigung eines Rohrwärmetauschers in einer Biomasseheizungsanlage - Google Patents
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Abstract
Es werden ein Verfahren zur Reinigung eines Rohrwärmetauschers (2) in einer Biomasseheizungsanlage, sowie eine entsprechende Biomasseheizungsanlage beschrieben, wobei die Wärmetauscherrohre (16) wendelförmige Verwirbelungseinsätze (17) für eine Rauchgasströmung aufnehmen, die zur Reinigung der Rohre (16) in Richtung der Rohrlängsachse verlagerbar sind. Um bei geringem Wasserverbrauch und günstiger Energieeffizienz eine hohe Reinigungsleistung zu erzielen, wird vorgeschlagen, dass im Heizungsbetrieb die Verbrennung der Biomasse anhand einer Restsauerstoffmessung so geregelt wird, dass sich im Zusammenwirken mit den Verwirbelungseinsätzen ein säurehaltiges Rauchgaskondensat mit einem pH-Wert kleiner 7, vorzugsweise kleiner 6, bildet, welches als Spülmedium in einem mit dem Rohrwärmetauscher (2) strömungsverbundenen Auffangbereich (3) gesammelt, in einem Spülvorgang in den Rohrwärmetauscher (2) eingeleitet wird, um die vom Rauchgas angeströmten Wärmetauscheroberflächen mit dem Spülmedium zu beaufschlagen, und dass das gebrauchte Spülmedium wieder in den Auffangbereich (3) geleitet wird.
Description
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reinigung eines Rohrwärmetauschers in einer vorzugsweise Festbrennstoff, wie z.B. Holzbrennstoff, führenden Biomasseheizungsanlage, wobei die Wärmetauscherrohre wendelförmige Verwirbelungseinsätze für eine Rauchgasströmung aufnehmen, die zur Reinigung der Wärmetauscherrohre in Richtung der Rohrlängsachse verlagerbar sind.
[0002] Zur Reinigung von Wärmetauschern in Brennwertanlagen sind Verfahren bekannt, wobei ein Reinigungsmedium in den Wärmetauscher eingeleitet wird (DE102007038977A1). Hierzu wird ein externer Reinigungsflüssigkeitsbehälter über eine Umwälzpumpe mit dem Wärmetauscher bzw. Abgassammler verbunden und mit Reinigungsflüssigkeit durchgespült. Aus der DE202010003491U1 sind beispielsweise gesonderte Reinigungsvorrichtungen für Wärmetauscher bekannt, die im Wesentlichen als Hochdruckreinigungsgerät ausgebildet sind. Solche Reinigungsvorrichtungen, welche bei Bedarf mithilfe eines Anschlussstutzens an der Brennkammer angeschlossen werden können, leiten unter Hochdruck ein Reinigungsmedium über die Brennkammer in den Wärmetauscher ein. Abgesehen vom bedingt durch das Reinigungsmedium hohen Ressourcenverbrauch, ist an den vorgenannten Reinigungsverfahren nachteilig, dass hierbei auf gesonderte Vorrichtungen zurückgegriffen werden muss, welche nicht nur zusätzlich zur eigentlichen Brennwertanlage angeschafft, sondern auch entsprechend gewartet werden müssen. Insgesamt ergibt sich dadurch eine, insbesondere bei Brennwertanlagen in Privathaushalten, verminderte Kosten- und Rohstoffeffizienz.
[0003] Um den Wasserverbrauch zu reduzieren, ist es bekannt, eine Reinigung des Wärmetauschers in Brennwertanlagen mithilfe eines im Brennwertbetrieb anfallenden Kondensats zu unterstützen (EP2600077A1), welches über ein zusätzliches Gebläse so aus dem Wärmetauscher abgefördert wird, dass etwaige auf der Wärmetauscheroberfläche anfallende Schmutzpartikel ebenfalls abgetragen werden sollen. Hierzu wird in vorgegebenen Intervallen ein Reinigungszyklus durchlaufen, wobei zur Begünstigung der Kondensatbildung der Wärmetauscher gekühlt wird, indem temporär die Brennerleistung reduziert wird, und die Gebläseleistung sowie die Umwälzgeschwindigkeit der Wärmetauscherflüssigkeit erhöht werden. Aufgrund dieser Maßnahmen ergibt sich insgesamt allerdings eine verminderte Energieffizienz. Davon abgesehen besteht bei solchen Verfahren das grundsätzliche Problem, dass in Abhängigkeit der Gebläseleistung entweder eine nur unzureichende Reinigungswirkung erreicht wird oder aber ein unverhältnismäßig hoher Energieverbrauch vorliegt. Beispielsweise wird bei geringen Gebläsegeschwindigkeiten das Kondensat lediglich durch Verdunstung aus dem Wärmetauscher befördert, ohne dass die Schmutzpartikel ausreichend abgetragen werden können. Demgegenüber kann das Kondensat mitsamt den Schmutzpartikeln erst bei verhältnismäßig hohen Gebläsegeschwindigkeiten so aus dem Wärmetauscher abgefördert werden, dass eine effektive Reinigung der Wärmetauscheroberflächen erfolgt. Dies ist der ohnehin verminderten Energieeffizienz solcher Verfahren jedoch weiter abträglich.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass bei geringem Wasserverbrauch und günstiger Energieeffizienz eine hohe Reinigungsleistung erzielt wird, sodass sich insbesondere der Betrieb von Brennwertanlagen in Privathaushalten insgesamt wirtschaftlicher gestaltet.
[0005] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass im Heizungsbetrieb die Verbrennung der Biomasse anhand einer Restsauerstoffmessung so geregelt wird, dass sich im Zusammenwirken mit den Verwirbelungseinsätzen ein säurehaltiges Rauchgaskondensat mit einem pHWert kleiner 7, vorzugsweise kleiner 6, bildet, welches als Spülmedium in einem mit dem Rohrwärmetauscher strömungsverbundenen Auffangbereich gesammelt, in einem Spülvorgang in den Rohrwärmetauscher eingeleitet wird, um die vom Rauchgas angeströmten Wärmetauscheroberflächen, insbesondere die Wärmetauscherrohre und die Verwirbelungseinsätze, mit dem Spülmedium zu beaufschlagen, und dass das gebrauchte Spülmedium wieder in den Auffangbereich geleitet wird.
[0006] Als Voraussetzung für eine besonders effektive Reinigungswirkung kann sich im Auffangbereich eine ausreichend hohe Flüssigkeitsmenge ansammeln, welche dann in einem Spülvorgang in den Rohrwärmetauscher eingeleitet wird, um die vom Rauchgas angeströmten Wärmetauscheroberflächen wirksam abzuwaschen. Dadurch, dass das gebrauchte Spülmedium wieder in den Auffangbereich geleitet wird, ergibt sich erfindungsgemäß der Vorteil, dass es aufgrund der Anreicherung an säurebildenden Rauchgasrückständen im Auffangbereich zu einer Aufkonzentrierung des Spülmediums mit diesen säurebildenden Rauchgasrückständen kommt. Dabei hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass das aufkonzentrierte Spülmedium eine verbesserte Reinigungswirkung ermöglicht, ohne dabei die Wärmetauscheroberflächen durch Säurekorrosion zu schädigen. Zufolge dieser Maßnahmen kann somit nicht nur der Einsatz eines gesonderten Spülmediums entfallen, sondern die durch das aufkonzentrierte Spülmedium verbesserte Reinigungsleistung ermöglicht entsprechend kurze Reinigungsintervalle, ohne dass hierfür ein gesondertes Gebläse bzw. eine Verringerung der Brennerleistung und eine Erhöhung der Umwälzgeschwindigkeit der Wärmetauscherflüssigkeit überhaupt erforderlich sind. Darüber hinaus enthält das insbesondere aus Holzbrennstoffen gewonnene Rauchgaskondensat in der Regel keine Kalkverbindungen bzw. kalkbildenden Stoffe, wie dies beispielsweise bei den im Stand der Technik bekannten, Frischwasser enthaltenden Spülmedien der Fall ist. Dieser Umstand wirkt sich somit abgesehen von der Einsparung an Frischwasser auch vorteilhaft auf die Reinigungswirkung aus. Insgesamt lässt sich das erfindungsgemäße Verfahren verhältnismäßig ressourcen- und energieeffizient betreiben. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen kann Wandabstand der Verwirbelungseinsätze, also der Abstand zwischen den Einhüllenden der Verwirbelungseinsätze und den jeweiligen Wärmetauscherrohren, verringert werden, sodass eine besonders kompakte Bauweise ermöglicht wird.
[0007] Besonders günstige konstruktive sowie energieeffiziente Bedingungen ergeben sich, wenn das Spülmedium schwerkraftunterstützt vom Rohrwärmetauscher in den Auffangbereich geleitet und im Spülvorgang das Spülmedium vom Auffangbereich zum Rohrwärmetauscher zwangsgefördert wird. Dadurch muss lediglich Energie, insbesondere Pumpenergie, zur Förderung des Spülmediums vom Auffangbereich zum Rohrwärmetauscher aufgewendet werden, wohingegen das Spülmedium nach dem Spülvorgang wieder von selbst in den Auffangbereich fließen kann.
[0008] Obwohl beim erfindungsgemäßen Verfahren eine gesonderte Zugabe an Frischwasser grundsätzlich entfallen kann, sodass eine besonders ressourcenschonende Reinigung ermöglicht wird, kann es je nach Bedarf dennoch erforderlich sein, von Zeit zu Zeit eine Verdünnung vorzunehmen, sodass die Menge etwaiger zurückbleibender Feststoffe geringgehalten werden kann. Hierzu kann dem Spülmedium ein vorzugsweise protisches Verdünnungsmittel, insbesondere Frischwasser, beigemengt werden. Je nach zugegebener Menge an Verdünnungsmittel kann somit die Menge des Spülmediums pro Spülvorgang bei einem pH-Wert zwischen 5 und, insbesondere knapp unter, 7 so vergrößert werden, dass etwaige zurückbleibende Feststoffe zuverlässig ausgespült werden.
[0009] Grundsätzlich kann auch vorgesehen sein, dass im Auffangbereich der pH-Wert ermittelt wird und auf dessen Basis die Menge an erforderlichem Verdünnungsmittel bestimmt wird, das dem Spülmedium bei einem vorgegebenen Soll-pH-Wert sowie einer vorgegebenen Spülmenge pro Spülvorgang beigemengt werden soll. Die Beimengung des Verdünnungsmittels kann beispielsweise bevor und / oder nachdem das Spülmedium in den Rohrwärmetauscher eingeleitet wurde, erfolgen. Zufolge dieser Maßnahmen wird somit eine möglichst bedarfsgerechte Zugabe an zusätzlichem Verdünnungsmittel ermöglicht, sodass hierfür ein gegebenenfalls anfallender Frischwasserverbrauch verhältnismäßig geringgehalten werden kann.
[0010] Um langfristig besonders günstige Reinigungsbedingungen zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, dass das Spülmedium regelmäßig aufgereinigt wird. Dadurch können unerwünschte Stör- oder Fremdstoffe oder aber auch größere rauchgasbedingte Feststoffagglomerate aus dem Spülmedium abgeschieden werden, sodass dessen Reinigungswirkung nicht beeinträchtigt wird. Zur Aufreinigung kann das Spülmedium beispielsweise einer Filter- bzw. Abscheideeinrichtung oder einem Absetzbecken zugeführt werden, bevor es in den Rohrwärmetauscher eingeleitet
wird.
[0011] Es empfiehlt sich, dass ein Ablauf mit dem Auffangbereich strömungsverbunden ist und zur Verhinderung von Ablagerungen und Auftrocknungen in dem Ablauf das Spülmedium in einem Ablaufvorgang vom Auffangbereich in den Ablauf geleitet wird. Durch regelmäßiges Ablassen von Spülmediumsmengen wird ein etwaiges Uberlaufen des Auffangbereiches verhindert, wobei vorteilhafterweise der Ablauf regelmäßig durch das Spülmedium gereinigt wird. Folglich kann ein Verstopfen des Ablaufs verhindert werden. Um die Reinigung des Ablaufes zu verbessern sowie eine Verschmutzung des Auffangbereiches durch Rückstände zu verhindern, wird vorgeschlagen, dass im Auffangbereich das Spülmedium durchmischt wird, bevor es in den Ablauf geleitet wird. Dadurch können etwaige Feststoffe, die sich aus dem Spülmedium im Auffangbereich abgesetzt haben, wirksam in den Ablauf geleitet werden, wobei sich durch das abgeleitete Flüssig/Feststoff-Gemisch aufgrund der höheren Gemischdichte auch eine verbesserte Reinigungswirkung im Ablauf erzielen lässt. Die Durchmischung des Spülmediums im Auffangbereich kann beispielsweise mithilfe eines Rührwerks erfolgen.
[0012] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Biomasseheizungsanlage zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, mit einem Rohrwärmetauscher, dessen Wärmetauscherrohre wendelförmige Verwirbelungseinsätze für eine Rauchgasströmung aufnehmen, die zur Reinigung der Rohre in Richtung der Rohrlängsachse verlagerbar sind. Der Wärmetauscher, ein Auffangbereich sowie eine Förderpumpe sind über einen gemeinsamen Spülkreislauf miteinander strömungsverbunden. Ausgehend vom Auffangbereich mündet eine Zuführleitung für das Spülmedium in eine Spülmediumaufgabeeinheit für den Rohrwärmetauscher, sodass das Spülmedium vom Auffangbereich mithilfe der Förderpumpe über die Zuführleitung und die Spülmediumaufgabeeinheit in den Rohrwärmetauscher fließen kann. Die Spülmediumaufgabeeinheit dient dabei zur Einleitung bzw. zur Dosierung des Spülmediums in den Rohrwärmetauscher und wird im einfachsten Fall beispielsweise durch Sprühdüsen oder eine UÜberlaufvorrichtung gebildet.
[0013] Eine besonders kompakte Bauweise lässt sich erreichen, indem im Spülkreislauf der Auffangbereich dem Rohrwärmetauscher unmittelbar nachgelagert ist. Dadurch kann das Rauchgaskondensat bzw. Spülmedium in den Auffangbereich abfließen, ohne dass zusätzliche Verbindungsleitungen erforderlich sind. In diesem Zusammenhang ergeben sich sowohl besonders günstige Konstruktions- als auch Reinigungsbedingungen, wenn in Betriebslage die Spülmediumaufgabeeinheit oberhalb und der Auffangbereich unterhalb des Rohrwärmetauschers angeordnet ist. Unter der Betriebslage ist dabei jene Lage zu verstehen, in welcher sich die betriebsfertig aufgestellte Heizungsanlage üblicherweise bei ihrem Gebrauch, beispielsweise in einem zu beheizenden Gebäude, befindet. Zufolge dieser Merkmale kann außerdem sowohl das Abfließen des Spülmediums aus dem Rohrwärmetauscher in den Auffangbereich, als auch das Einleiten des Spülmediums über die Spülmediumaufgabeeinheit in den Rohrwärmetauscher schwerkraftunterstützt erfolgen. Demgemäß kann die für den Spülkreislauf aufzuwendende Förderenergie für das Spülmedium weiter reduziert werden, sodass eine günstige Energieeffizienz ermöglicht wird.
[0014] Für eine höhere Reinigungsleistung kann eine Dosiereinheit für das Verdünnungsmittel mit dem Spülkreislauf strömungsverbunden sein, sodass das Verdünnungsmittel zur Erhöhung der Spülmediumsmenge bei ausreichend niedrigem pH-Wert bedarfsweise beigemengt werden kann. Die Dosiereinheit kann beispielsweise durch ein an einer Frischwasserleitung angeschlossenes Ventil gebildet werden, welches Frischwasser als Verdünnungsmittel in den Spülkreislauf leitet.
[0015] Um überschüssiges Spülmedium ablaufen zu lassen, ohne dass sich Verstopfungen im Ablauf bilden können, wird vorgeschlagen, dass der Auffangbereich über eine Abführleitung und / oder dass die Zuführleitung über eine Zweigleitung mit dem Ablauf strömungsverbunden sind. Sowohl über die Abführleitung als auch über die Zweigleitung kann regelmäßig säurehaltiges Spülmedium in den Ablauf geleitet werden, sodass hierdurch Ablagerungen im Ablauf vorrausschauend verhindert werden können. Dadurch, dass die Zuführleitung grundsätzlich durch die Pumpkraft der Förderpumpe beaufschlagt wird, kann das Spülmedium bei Bedarf über die von
der Zuführleitung ausgehenden Zweigleitung mit erhöhtem Strömungsdruck in den Ablauf eingeleitet werden, sodass sich auch dort bereits vorhandene Ablagerungen problemlos entfernen lassen. Vorzugsweise ist im Auffangbereich ein Rührwerk zur Durchmischung des Spülmediums angeordnet, sodass die Reinigung des Ablaufes verbessert und eine Verschmutzung des Auffangbereiches durch Rückstände vermieden wird.
[0016] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar in einer vereinfachten Darstellung einer erfindungsgemäßen Biomasseheizungsanlage zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0017] Eine erfindungsgemäße Biomasseheizungsanlage weist neben einer schematisch angedeuteten Brennereinheit 1 einen Rohrwärmetauscher 2, einen Auffangbereich 3 für ein durch Rauchgaskondensat gebildetes Spülmedium, sowie eine Förderpumpe 4 auf. Der Rohrwärmetauscher 2, der Auffangbereich 3 sowie die Förderpumpe 4 sind über einen gemeinsamen Spülkreislauf 5 miteinander strömungsverbunden. Hierzu mündet eine Zuführleitung 6 ausgehend vom Auffangbereich 3 über die Förderpumpe 4 in eine als Sprühdüsen ausgebildete Spülmediumaufgabeeinheit 7 für den Rohrwärmetauscher 2. In der dargestellten Betriebslage der Biomasseheizungsanlage ist die Spülmediumaufgabeeinheit 7 oberhalb und der Auffangbereich 3 unterhalb des Rohrwärmetauschers 2 angeordnet.
[0018] Zur Reinigung des Rohrwärmetauschers 2 wird das im Auffangbereich 3 gesammelte Spülmedium in einem Spülvorgang mithilfe der Förderpumpe 4 über die Zuführleitung 6 zur Spülmediumaufgabeeinheit 7 geleitet und von dieser in den Rohrwärmetauscher so eindosiert, dass die vom Rauchgas angeströmten Wärmetauscheroberflächen mit dem Spülmedium beaufschlagt und abgewaschen werden. Das gebrauchte Spülmedium wird gemäß des Spülkreislaufs 5 schwerkraftunterstützt wieder in den unterhalb des Rohrwärmetauschers 2 angeordneten Auffangbereich 3 geleitet und steht somit für den nächsten Spülvorgang wieder zur Verfügung. Hierdurch werden säurebildende Rauchgasbestandteile über mehrere Spülvorgänge im Spülmedium angereichert, so dass die Reinigungswirkung weiter verbessert wird.
[0019] Zur Einstellung der Menge des Spülmediums bei ausreichend niedrigem pH-Wert ist eine Dosiereinheit 8 für ein Verdünnungsmittel, beispielsweise Frischwasser, mit dem Spülkreislauf 5 strömungsverbunden. Die Dosiereinheit 8 wird beispielsweise durch ein Sperrventil gebildet, das an einer Frischwasserleitung 9 angeschlossen ist.
[0020] Um überschüssiges Spülmedium ablaufen zu lassen ist der Auffangbereich 3 über eine mit einem Absperrventil 10 absperrbare Abführleitung 11 mit einem schematisch angedeuteten Ablauf 12 strömungsverbunden. Darüber hinaus ist die Zuführleitung 6 über ein Abzweigventil 13 und eine entsprechende Zweigleitung 14 ebenfalls mit dem Ablauf 12 strömungsverbunden. Letzteres bietet den Vorteil, dass zur Reinigung des Ablaufs 12 dieser mit einem durch die Förderpumpe 4 bedingten höheren Strömungsdruck beaufschlagt werden kann, sodass ggf. auch hartnäckige Ablagerungen im Ablauf 12 wirksam abgespült werden können. Um die Reinigung des Ablaufes 12 noch weiter zu verbessern und auch eine Verschmutzung des Auffangbereiches 3 durch Rückstände zu vermeiden, ist im Auffangbereich 3 ein Rührwerk 15 zur Durchmischung des Spülmediums angeordnet.
[0021] Der Rohrwärmetauscher 2 weist mehrere Wärmetauscherrohre 16 auf, die wendelförmige, als Reinigungsspiralen ausgebildete Verwirbelungseinsätze 17 für die Rauchgasströmung aufweisen. Die Verwirbelungseinsätze 17 sind zur Reinigung der Wärmetauscherrohre 16 in Richtung der Rohrlängsachse verlagerbar. Im Heizungsbetrieb wird erfindungsgemäß die Verbrennung der Biomasse anhand einer Restsauerstoffmessung so geregelt, dass sich im Zusammenwirken mit den Verwirbelungseinsätzen 17 ein möglichst säurehaltiges Rauchgaskondensat mit einem pH-Wert kleiner 7, vorzugsweise kleiner 6, bildet. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen kann der Wandabstand der Verwirbelungseinsätze 17, also der Abstand zwischen den Einhüllenden der Verwirbelungseinsätze 17 und den jeweiligen Wärmetauscherrohren 16, verringert werden, sodass eine besonders kompakte Bauweise der Biomasseheizungsanlage ermöglicht wird.
Claims (10)
1. Verfahren zur Reinigung eines Rohrwärmetauschers (2) in einer Biomasseheizungsanlage, wobei die Wärmetauscherrohre (16) wendelförmige Verwirbelungseinsätze (17) für eine Rauchgasströmung aufnehmen, die zur Reinigung der Rohre (16) in Richtung der Rohrlängsachse verlagerbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass im Heizungsbetrieb die Verbrennung der Biomasse anhand einer Restsauerstoffmessung so geregelt wird, dass sich im Zusammenwirken mit den Verwirbelungseinsätzen ein säurehaltiges Rauchgaskondensat mit einem pH-Wert kleiner 7 bildet, welches als Spülmedium in einem mit dem Rohrwärmetauscher (2) strömungsverbundenen Auffangbereich (3) gesammelt, in einem Spülvorgang in den Rohrwärmetauscher (2) eingeleitet wird, um die vom Rauchgas angeströmten Wärmetauscheroberflächen mit dem Spülmedium zu beaufschlagen, und dass das gebrauchte Spülmedium wieder in den Auffangbereich (3) geleitet wird.
2, Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spülmedium schwerkraftunterstützt vom Rohrwärmetauscher (2) in den Auffangbereich (3) geleitet und dass im Spülvorgang das Spülmedium vom Auffangbereich (3) zum Rohrwärmetauscher (2) zwangsgefördert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Spülmedium ein Verdünnungsmittel beigemengt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ablauf (12) mit dem Auffangbereich (3) strömungsverbundenen ist und zur Verhinderung von Ablagerungen und Auftrocknungen in dem Ablauf (12) das Spülmedium in einem Ablaufvorgang vom Auffangbereich (3) in den Ablauf (12) geleitet wird.
5. Biomasseheizungsanlage zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einem Rohrwärmetauscher (2), dessen Wärmetauscherrohre (16) wendelförmige Verwirbelungseinsätze (17) für eine Rauchgasströmung aufnehmen, die zur Reinigung der Rohre (16) in Richtung der Rohrlängsachse verlagerbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (2), ein Auffangbereich (3) sowie eine Förderpumpe (4) über einen gemeinsamen Spülkreislauf (5) miteinander strömungsverbunden sind, wobei eine Zuführleitung (6) ausgehend vom Auffangbereich (3) in eine Spülmedium Aufgabeeinheit (7) für den Rohrwärmetauscher (2) mündet.
6. Biomasseheizungsanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Spülkreislauf (5) der Auffangbereich (3) dem Rohrwärmetauscher (2) unmittelbar nachgelagert ist.
7. Biomasseheizungsanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Betriebslage die Spülmediumaufgabeeinheit (7) oberhalb und der Auffangbereich (3) unterhalb des Rohrwärmetauschers (2) angeordnet ist.
8. Biomasseheizungsanlage nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dosiereinheit (8) für das Verdünnungsmittel mit dem Spülkreislauf (5) strömungsverbunden ist.
9. Biomasseheizungsanlage nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Auffangbereich (3) über eine Abführleitung (11) und / oder dass die Zuführleitung (6) über eine Zweigleitung (14) mit einem Ablauf (12) strömungsverbunden ist.
10. Biomasseheizungsanlage nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Auffangbereich (3) ein Rührwerk (15) zur Durchmischung des Spülmediums angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| ATGM50064/2024U AT18460U1 (de) | 2023-05-31 | 2024-05-31 | Verfahren zur Reinigung eines Rohrwärmetauschers in einer Biomasseheizungsanlage |
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2024
- 2024-05-31 AT ATGM50064/2024U patent/AT18460U1/de unknown
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