AT18540U1 - Lastaufnahmevorrichtung - Google Patents
LastaufnahmevorrichtungInfo
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Abstract
Um ein sicheres Verheben von Bewehrungselementen (8) zu ermöglichen, wird erfindungsgemäß eine Lastaufnahmevorrichtung (1) zur Manipulation zumindest eines Bewehrungselements (8), insbesondere zumindest eines Bewehrungsstabs, vorgeschlagen, umfassend - ein sich entlang einer Längsrichtung (2) erstreckendes Profilelement (3) und - ein an einem Ende des Profilelements (3) angeordnetes und mit dem Profilelement (3) verbundenes Aufnahmeelement (4) zur Aufnahme des zumindest einen Bewehrungselements (8), wobei das Profilelement (3) zumindest einen Anschlagpunkt (5) zum Fixieren des zumindest einen Bewehrungselements (8) und/oder zum Anheben der Lastaufnahmevorrichtung (1) aufweist.
Description
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LASTAUFNAHMEVORRICHTUNG
GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Lastaufnahmevorrichtung zur Manipulation von Bewehrungselementen, insbesondere von Bewehrungsstäben.
STAND DER TECHNIK
[0002] Bewehrungselemente, bei welchen es sich üblicherweise um aus Stahl gefertigte Stäbe handelt, sind Bauteile, die in Betonkonstruktionen eingebettet werden, um deren Tragfähigkeit und Stabilität zu erhöhen. Sie sorgen dafür, dass die Betonbauteile Zug- und Biegekräften besser standhalten, indem sie die Druckfestigkeit des Betons mit der Zugfestigkeit des Stahls kombinieren. Die Bewehrungselemente werden vor dem Gießen des Betons in die Schalung eingebracht und bleiben nach dem Aushärten des Betons integraler Bestandteil des fertigen Bauteils.
[0003] Das An- und Verheben von Bewehrungselementen stellt eine kritische Phase im Bauprozess dar. Im Stand der Technik werden mehrere Bewehrungselemente in der Regel mittels Faserhebeband zu Bündeln zusammengebunden und verhoben.
[0004] Eine der größten Gefahren beim Heben dieser Bündel ist das Herausrutschen einzelner Bewehrungselemente. Dieses Risiko entsteht, wenn die Bündel nicht ausreichend oder nicht fachgerecht zusammengebunden sind. Beim Anheben können die Bewehrungselemente dann, insbesondere aufgrund ihrer glatten Oberfläche und ihres hohen Gewichts, leicht verrutschen. Ein herausrutschendes Bewehrungselement kann nicht nur das Bauvorhaben gefährden, indem es beschädigt wird und/oder die Struktur beeinträchtigt, sondern auch eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben der Arbeiter auf der Baustelle darstellen.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lastaufnahmevorrichtung zur Verfügung zu stellen, mittels welcher die Nachteile des Stands der Technik überwunden werden. Insbesondere soll die Lastaufnahmevorrichtung ein sicheres Verheben von Bewehrungselementen ermöglichen.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Lastaufnahmevorrichtung zur Manipulation zumindest eines Bewehrungselements, insbesondere zumindest eines Bewehrungsstabs, gelöst, umfassend - ein sich entlang einer Längsrichtung erstreckendes Profilelement und - ein an einem Ende des Profilelements angeordnetes und mit dem Profilelement verbundenes Aufnahmeelement zur Aufnahme des zumindest einen Bewehrungselements, wobei das Profilelement zumindest einen Anschlagpunkt zum Fixieren des zumindest einen Bewehrungselements und/oder zum Anheben der Lastaufnahmevorrichtung aufweist.
[0007] Mittels der Lastaufnahmevorrichtung können Bewehrungselemente, wie beispielsweise Bewehrungsstäbe bzw. Bewehrungsstangen und/oder Bewehrungsgitter, von einem ersten Ort zu einem zweiten Ort, insbesondere auf einer Baustelle, transportiert werden.
[0008] Im Aufnahmeelement, das sich an dem einen Ende des Profilelements befindet, kann das zumindest eine Bewehrungselement zumindest während der Manipulation zumindest abschnittsweise, d.h. zumindest mit einem Endbereich, angeordnet werden. Selbstverständlich ist nicht ausgeschlossen, dass das zumindest eine Bewehrungselement auch vor und/oder nach der Manipulation zumindest abschnittsweise im Aufnahmeelement, bspw. zur Lagerung, verbleibt.
[0009] Vom Aufnahmeelement beabstandet weist die Lastaufnahmevorrichtung zumindest einen
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Anschlagpunkt auf, der einerseits zum Befestigen des zumindest einen Bewehrungselements und/oder andererseits zum Anheben der Lastaufnahmevorrichtung dienen kann.
[0010] Vorzugsweise kann das zumindest eine Bewehrungselement mittels eines Anschlagsmittels, bevorzugt mittels eines Zurrmittels, besonders bevorzugt mittels eines Faserhebebands, am zumindest einen Anschlagpunkt fixiert werden. Insbesondere wird das zumindest eine Bewehrungselement mittels des Anschlagsmittels im Schnürgang am zumindest einen Anschlagpunkt angeschlagen.
[0011] Bei einem Schnürgang handelt es sich um eine Befestigung des Anschlagmittels, insbesondere des Zurrmittels, am Ladegut, also an dem zumindest einen Bewehrungselement, bei welcher ein Ende des Anschlagmittels derart in Form einer Schlinge am Ladegut befestigt wird, dass sich das Anschlagmittel, insbesondere die Schlinge, bei Belastung fest zuzieht.
[0012] Des Weiteren kann der zumindest eine Anschlagpunkt zum Verheben der Lastaufnahmevorrichtung dienen. Der zumindest eine Anschlagpunkt kann ein Hilfsmittel beim Heben, Drehen, Wenden und Bewegen der Lastaufnahmevorrichtung mit einer Einrichtung zum Bewegen von Lasten, beispielweise mit einem Kran, sein.
[0013] Vorzugsweise greift die Einrichtung zum Bewegen von Lasten am zumindest einen Anschlagpunkt fixierten Anschlagmittel an. In diesem Fall kann das Anschlagmittel unmittelbar unterhalb des zumindest einen Anschlagpunkts angeschlagen sein, sodass der zumindest eine Anschlagpunkt beim Anheben der Lastaufnahmevorrichtung als Schutz bzw. als Barriere gegen ein mögliches Abgleiten des Anschlagmittels dient.
[0014] Alternativ ist es vorstellbar, dass die Einrichtung zum Bewegen von Lasten direkt am zumindest einen Anschlagpunkt angreift. In diesem Fall kann der zumindest eine Anschlagpunkt zumindest abschnittsweise als Haken ausgebildet sein.
[0015] Die Lastaufnahmevorrichtung wird also samt dem zumindest einen Bewehrungselement als eine Einheit verhoben.
[0016] Im Lichte obiger Ausführungen kann also zumindest ein Bewehrungselement sicher und einfach mit der Lastaufnahmevorrichtung fixiert und verhoben werden. Durch die Benutzung der Lastaufnahmevorrichtung kann ein mögliches Entgleiten des zumindest einen Bewehrungselements, insbesondere während des Transportvorgangs, ausgeschlossen werden. D.h. ein Absturz des zumindest einen Bewehrungselements ist bei Verwendung der Lastaufnahmevorrichtung ausgeschlossen, wodurch Beschädigungen des zumindest einen Bewehrungselements und/oder schwere bzw. tödliche Arbeitsunfälle verhindert werden können.
[0017] Um die Lastaufnahmevorrichtung sicher und einfach verheben zu können und/oder um das zumindest eine Bewehrungselement optimal fixieren zu können, ist in einer Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen, dass der zumindest eine Anschlagpunkt durch eine mit dem Profilelement verbundene Querstange ausgebildet ist, die quer, vorzugsweise normal, zur Längsrichtung ausgerichtet ist. Diese Ausführung des zumindest einen Anschlagpunkts ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch besonders sicher, da sich das Anschlagmittel gut an der Querstange befestigen lässt und gleichzeitig die Einrichtung zum Bewegen von Lasten ausgezeichnet entweder am an der Querstange fixierten Anschlagmittel oder an der Querstange direkt angreifen kann.
[0018] Vorzugsweise weist die Querstange einen runden Querschnitt mit einem Durchmesser zwischen 18 mm und 22 mm, bevorzugt 20 mm, auf.
[0019] Um Bewehrungselemente mit unterschiedlicher Länge sicher transportieren zu können, ist in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen, dass die Lastaufnahmevorrichtung mehrere, vorzugsweise vier, in Längsrichtung gesehen hintereinander angeordnete Anschlagpunkte aufweist, um Bewehrungselemente mit unterschiedlicher Länge fixieren zu können.
[0020] Hierdurch können entweder Bewehrungselemente mit unterschiedlicher Länge gleichzeitig transportiert werden, wobei diese dann am jeweils passenden Anschlagpunkt fixiert werden müssen und die Einrichtung zum Bewegen von Lasten vorzugsweise am weitest vom Aufnahmeelement beabstandeten, d.h. am in Längsrichtung gesehen hintersten, Anschlagpunkt angreift.
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Oder aber es können zunächst kurze Bewehrungselemente transportiert werden und anschließBend längere, usw.
[0021] Durch diese Ausgestaltung der Anschlagpunkte ist die Lastaufnahmevorrichtung also flexibel einsetzbar.
[0022] Es ist vorstellbar, dass ein erster Anschlagpunkt in etwa 2,5 m vom Bodenelement des Aufnahmeelements beabstandet ist, ein zweiter Anschlagpunkt in etwa 3 m vom Bodenelement beabstandet ist, ein dritter Anschlagpunkt in etwa 4 m vom Bodenelement beabstandet ist und ein vierter Anschlagpunkt in etwa 5 m vom Bodenelement beabstandet ist.
[0023] Damit das zumindest eine Bewehrungselement optimal gegen ein seitliches Verrutschen, d.h. ein Verrutschen quer zur Längsrichtung, gesichert ist, ist in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen, dass das Aufnahmeelement becherförmig ausgebildet ist, wobei sich ein Bodenelement des becherförmigen Aufnahmeelements normal zur Längsrichtung erstreckt.
[0024] Das Aufnahmeelement ähnelt also in der Form einem Becher. Es weist ein normal zur Längsrichtung ausgerichtetes Bodenelement und zumindest ein Seitenelement auf, das sich vorzugsweise im Wesentlichen parallel zur Längsachse erstreckt.
[0025] Das Bodenelement kann jede beliebige Form aufweisen. Vorzugsweise ist es rechteckig oder zumindest abschnittsweise rund.
[0026] Um mit der Lastaufnahmevorrichtung auch zumindest ein Bewehrungsgitter sicher transportieren zu können, ist in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen, dass das Bodenelement rechteckig ist und mittels des Aufnahmeelements mehrere zu einem Bewehrungsgitter verbundene Bewehrungsstäbe bzw. Bewehrungsstangen zumindest abschnittsweise aufnehmbar sind.
[0027] Unter einem Bewehrungsgitter, auch Bewehrungsmatte genannt, versteht man ein Gitter aus miteinander verbundenen, vorzugsweise miteinander verschweißten, Bewehrungsstäben bzw. Bewehrungsstangen.
[0028] Vorzugsweise ist das Aufnahmeelement derart langgezogen, dass zumindest ein Teil der Bewehrungsstäbe/-stangen, die das Bewehrungsgitter ausbilden, abschnittsweise von diesem aufgenommen werden können.
[0029] Befindet sich das Bewehrungsgitter in der Lastaufnahmevorrichtung, dann ist üblicherweise ein Teil der Bewehrungsstäbe/-stangen, die das Bewehrungsgitter ausbilden, quer zur Längsrichtung angeordnet, und ein anderer Teil der Bewehrungsstäbe/-stangen, die das Bewehrungsgitter ausbilden, ist zumindest abschnittsweise im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung angeordnet.
[0030] Jene Bewehrungsstäbe/-stangen, die quer zur Längsrichtung angeordnet sind, können sich vollständig außerhalb des Aufnahmeelements befinden. Diese Bewehrungsstäbe/-stangen werden dann also nicht vom Aufnahmeelement aufgenommen. Die Bewehrungsstäbe/-stangen, die zumindest abschnittsweise im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung angeordnet sind, werden zumindest teilweise abschnittsweise vom Aufnahmeelement aufgenommen. Es ist vorstellbar, dass beispielsweise drei dieser Bewehrungsstäbe/-stangen abschnittsweise im Aufnahmeelement angeordnet sind, während die restlichen dieser Bewehrungsstäbe/-stangen, also die quer zur Längsrichtung gesehen weiter außen angeordneten Bewehrungsstäbe, nicht im Aufnahmeelement angeordnet sind.
[0031] Damit das Aufnahmeelement entsprechend belastbar ist und sich keinesfalls vom Profilelement löst, ist in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen, dass das Profilelement und das Aufnahmeelement verschweißt sind.
[0032] Aufgrund der Verschweißung ist eine hohe Kraftübertragung zwischen dem Aufnahmeelement und dem Profilelement möglich. Des Weiteren handelt es sich um eine stoffschlüssige Verbindung, die nicht lösbar ist. D.h. es kann defacto nicht vorkommen, dass sich das Aufnah-
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meelement „unabsichtlich“ vom Profilelement löst. Die Verbindung ist also sehr zuverlässig.
[0033] Damit das zumindest eine Bewehrungselement sicher am Profilelement abstützbar ist, ist in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen, dass es sich bei dem Profilelement um ein Vierkant-Hohlprofil handelt.
[0034] Weiters ist bei einem Vierkant-Hohlprofil vorteilhaft, dass dieses gut zu verarbeiten ist, insbesondere ist dieses gut mit dem Aufnahmeelement verschweißbar. Außerdem bietet ein Vierkant-Hohlprofil eine hohe Festigkeit und Stabilität.
[0035] Damit die Lastaufnahmevorrichtung zumindest abschnittsweise vor Korrosion geschützt ist und mechanisch hoch belastbar ist, ist in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen, dass eine Oberfläche des Profilelements und/oder eine Oberfläche des Aufnahmeelements und/oder eine Oberfläche des Anschlagpunkts verzinkt ist.
[0036] Das Verzinken zeichnet sich neben den oben genannten Vorteilen weiters durch eine hohe Wirtschaftlichkeit aus. Außerdem weisen verzinkte Bauteile eine ansprechende Optik auf und sind wartungsfrei.
[0037] Bewehrungselemente weisen üblicherweise eine Länge von zumindest 2 m, insbesondere von mehreren Metern, auf. Damit diese zuverlässig mit der Lastaufnahmevorrichtung transportiert werden können, ist in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen, dass das Profilelement eine Länge von zumindest 4,5 m, bevorzugt von zumindest 5 m, besonders bevorzugt von zumindest 5,5 m, aufweist.
[0038] Eine entsprechende Länge des Profilelement ist essentiell. Wenn das Profilelement nämlich in Bezug auf das zumindest eine Bewehrungselement zu kurz ist, neigt die Lastaufnahmevorrichtung schon beim Beladen zum Kippen.
[0039] Gefahr besteht auch, wenn das zumindest eine Bewehrungselement mit mehr als einem Drittel der Gesamtlänge über den zumindest einen Anschlagpunkt übersteht, da das zumindest eine Bewehrungselement dann nicht mehr zuverlässig in der Lastaufnahmevorrichtung gehalten wird und sich seitwärts biegen kann. Insbesondere kann es dann passieren, dass die Lastaufnahmevorrichtung während des Beladens und/oder während des Transportvorgangs kippt und das zumindest eine Bewehrungselement aus der Lastaufnahmevorrichtung herausrutscht. Deshalb ist in einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung vorgesehen, dass der zumindest eine Anschlagpunkt zumindest 2 m, bevorzugt zumindest 2,15 m, besonders bevorzugt zumindest 2,3 m, vom Aufnahmeelement, insbesondere vom Bodenelement des Aufnahmeelements, beabstandet ist. Dadurch ist sichergestellt, dass der Überstand des zumindest einen Bewehrungselements über den zumindest einen Anschlagpunkt nicht zu groß ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0040] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnungen sind beispielhaft und sollen den Erfindungsgedanken zwar darlegen, ihn aber keinesfalls einengen oder gar abschließend wiedergeben.
[0041] Dabei zeigt:
[0042] Fig. 1 eine schematische Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Lastaufnahmevorrichtung;
[0043] Fig. 2 eine schematische Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Lastaufnahmevorrichtung;
[0044] Fig. 3 eine schematische Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Lastaufnahmevorrichtung mit Anschlagmittel und Bewehrungselementen;
[0045] Fig. 4 eine schematische Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Lastaufnahmevorrichtung gemäß Figur 3 zusätzlich mit einem Kranelement;
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[0046] Fig. 5 eine schematische Vorderansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Lastaufnahmevorrichtung mit einem Bewehrungsgitter.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0047] Fig. 1 zeigt eine schematische Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Lastaufnahmevorrichtung 1 zur Manipulation zumindest eines Bewehrungselements 8. Die Lastaufnahmevorrichtung 1 umfasst ein Profilelement 3, das sich entlang einer Längsrichtung 2 erstreckt und als Vierkant-Hohlprofil ausgebildet ist, und ein Aufnahmeelement 4, das an einem Ende des Profilelements 3 mit diesem verschweißt ist.
[0048] Das Aufnahmeelement 4 ist becherförmig ausgebildet und dient der Aufnahme des zumindest einen Bewehrungselements 8. Es umfasst ein rechteckiges Bodenelement 7, das sich normal zur Längsrichtung 2 erstreckt, sowie vier Seitenelemente 9, die vom Bodenelement 7 in Längsrichtung 2 abragen.
[0049] Das Profilelement 3 ist im in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel beispielsweise in etwa 5 m lang und weist vier Anschlagpunkte 5 zum Fixieren von unterschiedlich langen Bewehrungselementen 8 und zum Verheben der Lastaufnahmevorrichtung 1 auf, wobei die Anschlagpunkte 5 allesamt als Querstangen 6, die sich normal zur Längsrichtung 2 erstrecken, ausgebildet sind.
[0050] Der erste Anschlagpunkt 5 kann vom Bodenelement 7 des Aufnahmeelements 4 in etwa 2,5 m beabstandet sein, der zweite Anschlagpunkt 5 in etwa 3 m, der dritte Anschlagpunkt 5 in etwa 4 m und der vierte Anschlagpunkt 5 in etwa 5 m. D.h. der vierte Anschlagpunkt 5 ist im ersten Ausführungsbeispiel an jenem Ende des Profilelements 3 angeordnet, das dem Ende, an welchem das Aufnahmelement 4 angeordnet ist, gegenüberliegt.
[0051] Um die Lastaufnahmevorrichtung 1 vor Korrosion zu schützen, können im ersten Ausführungsbeispiel eine Oberfläche des Profilelements 3, eine Oberfläche des Aufnahmeelements 4 und eine Oberfläche der Anschlagpunkte 5 verzinkt sein.
[0052] Eine Seitenansicht (von links) des in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiels der Lastaufnahmevorrichtung 1 ist in Fig. 2 dargestellt.
[0053] Fig. 3 zeigt eine schematische Seitenansicht (von rechts) des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Lastaufnahmevorrichtung 1, wobei in der Lastaufnahmevorrichtung 1 mehrere Bewehrungselemente 8, bei welchen es sich um Bewehrungsstäbe bzw. Bewehrungsstangen handelt, angeordnet sind. Die Bewehrungselemente 8 sind mittels eines Anschlagmittels 10, das im ersten Ausführungsbeispiel als Faserhebeband ausgeführt ist, am in Längsrichtung 2 gesehen dritten Anschlagpunkt 5 fixiert. Insbesondere ist das Anschlagmittel 10 im Schnürgang am dritten Anschlagpunkt 5 angeschlagen.
[0054] Fig. 4, die eine schematische Seitenansicht (von rechts) des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Lastaufnahmevorrichtung 1 zeigt, entspricht Fig. 3 mit dem Unterschied, dass am Anschlagmittel 10 eine Einrichtung zum Bewegen von Lasten 11, insbesondere ein Haken eines Krans, angreift. Das Anschlagmittel 10 weist hierfür eine Schlinge auf, in welche die Einrichtung zum Bewegen von Lasten 11, insbesondere der Haken des Krans, eingreifen kann.
[0055] Ein zweites Ausführungsbeispiel der Lastaufnahmevorrichtung 1 ist Fig. 5 sichtbar. Fig. 5 zeigt eine schematische Vorderansicht des zweiten Ausführungsbeispiels. Das zweite Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen dem ersten Ausführungsbeispiel mit dem Unterschied, dass das Aufnahmeelement 4 länger ist. Insbesondere weist das Aufnahmeelement 4 eine gröBere Erstreckung normal zur Längsrichtung 2 auf.
[0056] Durch das größere Aufnahmeelement 4 können neben Bewehrungsstäben bzw. Bewehrungsstangen auch andere Bewehrungselemente 8 transportiert werden. In Fig. 5 ist beispielsweise erkennbar, dass mit der Lastaufnahmevorrichtung 1 auch ein aus mehreren Bewehrungselementen 8, insbesondere aus mehreren Bewehrungsstäben/-stangen, geformtes Bewehrungsgitter transportiert werden kann. Das in der Lastaufnahmevorrichtung 1 angeordnete Bewehrungsgitter wurde aus zahlreichen miteinander verschweißten Bewehrungsstäben hergestellt und
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weist Bewehrungsstäbe, die im Wesentlichen normal zur Längsrichtung 2 angeordnet sind, sowie Bewehrungsstäbe, die im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung 2 angeordnet sind, auf.
[0057] Konkret weist das in Fig.5 beispielhaft gezeigte Bewehrungsgitter fünf Bewehrungsstäbe auf, die im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung 2 angeordnet sind, wobei die mittleren drei dieser fünf Bewehrungsstäbe mit einem Endbereich im Aufnahmeelement 4 angeordnet sind. Die beiden äußeren Bewehrungsstäbe befinden sich neben dem Aufnahmeelement 4 und sind dementsprechend nicht von diesem aufgenommen. Ebenso ist keiner der Bewehrungsstäbe, die im Wesentlichen normal zur Längsrichtung 2 angeordnet sind, im Aufnahmeelement 4 angeordnet.
[0058] Das Bewehrungsgitter ist mittels eines Anschlagmittels 10, beispielsweise mittels eines Faserhebebands, am in Längsrichtung 2 gesehen dritten Anschlagpunkt 5 mittels Schnürgang fixiert.
[0059] Sowohl mit dem ersten Ausführungsbeispiel als auch mit dem zweiten Ausführungsbeispiel der Lastaufnahmevorrichtung 1 können also Bewehrungselemente 8 sicher und einfach verhoben werden. Ein mögliches Entgleiten der Bewehrungselemente 8 während des Transports kann ausgeschlossen werden, wodurch Beschädigungen der Bewehrungselemente 8 und/oder Arbeitsunfälle verhindert werden.
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BEZUGSZEICHENLISTE
1 Lastaufnahmevorrichtung 2 Längsrichtung
3 Profilelement
4 Aufnahmeelement
5 Anschlagpunkt
6 Querstange
7 Bodenelement
8 Bewehrungselement
9 Seitenelement
10 Anschlagmittel
11 Einrichtung zum Bewegen von Lasten
71711
Claims (10)
1. Lastaufnahmevorrichtung (1) zur Manipulation zumindest eines Bewehrungselements (8),
insbesondere zumindest eines Bewehrungsstabs, umfassend
- ein sich entlang einer Längsrichtung (2) erstreckendes Profilelement (3) und
- ein an einem Ende des Profilelements (3) angeordnetes und mit dem Profilelement (3) verbundenes Aufnahmeelement (4) zur Aufnahme des zumindest einen Bewehrungselements (8),
wobei das Profilelement (3) zumindest einen Anschlagpunkt (5) zum Fixieren des zumindest
einen Bewehrungselements (8) und/oder zum Anheben der Lastaufnahmevorrichtung (1)
aufweist.
2. Lastaufnahmevorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Anschlagpunkt (5) durch eine mit dem Profilelement (3) verbundene Querstange (6) ausgebildet ist, die quer, vorzugsweise normal, zur Längsrichtung (2) ausgerichtet ist.
3. Lastaufnahmevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lastaufnahmevorrichtung (1) mehrere, vorzugsweise vier, in Längsrichtung (2) gesehen hintereinander angeordnete Anschlagpunkte (5) aufweist, um Bewehrungselemente (8) mit unterschiedlicher Länge fixieren zu können.
4. Lastaufnahmevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeelement (4) becherförmig ausgebildet ist, wobei sich ein Bodenelement (7) des becherförmigen Aufnahmeelements (4) normal zur Längsrichtung (2) erstreckt.
5. Lastaufnahmevorrichtung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenelement (7) rechteckig ist und mittels des Aufnahmeelements (4) mehrere zu einem Bewehrungsgitter verbundene Bewehrungsstäbe zumindest abschnittsweise aufnehmbar sind.
6. Lastaufnahmevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilelement (3) und das Aufnahmeelement (4) verschweißt sind.
7. Lastaufnahmevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Profilelement (3) um ein Vierkant-Hohlprofil handelt.
8. Lastaufnahmevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberfläche des Profilelements (3) und/oder eine Oberfläche des Aufnahmeelements (4) und/oder eine Oberfläche des Anschlagpunkts (5) verzinkt ist.
9. Lastaufnahmevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilelement (3) eine Länge von zumindest 4,5 m, bevorzugt von zumindest 5 m, besonders bevorzugt von zumindest 5,5 m, aufweist.
10. Lastaufnahmevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Anschlagpunkt (5) zumindest 2 m, bevorzugt zumindest 2,15 m, besonders bevorzugt zumindest 2,3 m, vom Aufnahmeelement (4) beabstandet ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATGM50099/2024U AT18540U1 (de) | 2024-08-13 | 2024-08-13 | Lastaufnahmevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| ATGM50099/2024U AT18540U1 (de) | 2024-08-13 | 2024-08-13 | Lastaufnahmevorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT18540U1 true AT18540U1 (de) | 2025-09-15 |
Family
ID=97024883
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| ATGM50099/2024U AT18540U1 (de) | 2024-08-13 | 2024-08-13 | Lastaufnahmevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT18540U1 (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN212799279U (zh) * | 2020-08-17 | 2021-03-26 | 中建隧道建设有限公司 | 钢筋竖向吊装防坠托盘 |
| CN112645209A (zh) * | 2020-12-28 | 2021-04-13 | 叶进银 | 一种建筑施工用多钢管同步吊运装置 |
-
2024
- 2024-08-13 AT ATGM50099/2024U patent/AT18540U1/de unknown
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN212799279U (zh) * | 2020-08-17 | 2021-03-26 | 中建隧道建设有限公司 | 钢筋竖向吊装防坠托盘 |
| CN112645209A (zh) * | 2020-12-28 | 2021-04-13 | 叶进银 | 一种建筑施工用多钢管同步吊运装置 |
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