AT18614U1 - Harscheisen für PIN-Bindung - Google Patents

Harscheisen für PIN-Bindung

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AT18614U1
AT18614U1 ATGM66/2024U AT662024U AT18614U1 AT 18614 U1 AT18614 U1 AT 18614U1 AT 662024 U AT662024 U AT 662024U AT 18614 U1 AT18614 U1 AT 18614U1
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AT
Austria
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ski
base plate
crampon
teeth
pin
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ATGM66/2024U
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English (en)
Inventor
Haiden Dipl -Ing Gerhard
Original Assignee
Gerhard Haiden Dipl Ing
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63CSKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
    • A63C7/00Devices preventing skis from slipping back; Ski-stoppers or ski-brakes
    • A63C7/08Stoppage blades attachable to the skis in such manner that these blades are permanently in the operative position

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Harscheisen zur Montage/Demontage auf einem Tourenski mit PIN-Bindung, welches eine große Wirkungsfläche unter dem Tourenski hat. Der verbesserte Halt beim Abstehen entsteht durch eine Grundplatte und die Anbringung von Zacken, welche ständig wirken, unabhängig von einer verwendeten Steighilfe am Hinterbacken der Bindung. Die kombinierte Montage in die Montagevorrichtung der PIN-Bindung und am Skikörper ermöglicht eine schlupffreie Verbindung von Harscheisen und Tourenski. Die erfinderische Neuheit besteht in einem deutlich verbesserten Halt gegen Zurückrutschen und seitliches Abrutschen in Eis und hartem Schnee beim Abstehen des Skitourengehers.

Description

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Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 ein Harscheisen zur werkzeuglosen Montage/Demontage auf einem Tourenski mit Pin Bindung, welches eine deutliche vergrößerte Wirkungsfläche unter dem Tourenski hat und dadurch verbesserten Halt gegen Zurückrutschen und seitliches Abrutschen in Eis und hartem Schnee bietet. Das Harscheisen umfasst eine unterseitige Grundplatte mit mehreren Zacken, die im montierten Zustand zentral unter dem Ski angeordnet sind und beim Abstehen unabhängig von der Stellung einer Steighilfe in den Untergrund eingreifen. Die Zacken sind in mindestens zwei Richtungen orientiert, wodurch eine verbesserte Haltewirkung gegen rückwärtiges Abrutschen erzielt wird. Die kombinierte Befestigung erfolgt kraftschlüssig in die Drehstiftaufnahme des Vorderbackens der Bindung sowie zusätzlich am Skikörper, wodurch ein maximaler Relativschlupf von +1 mm gewährleistet ist. Die Neuheit der Erfindung besteht in einem verbesserten Halt mit diesem Harscheisen, welcher vergleichbar mit Steigeisen unter Bergstiefeln ist.
TECHNISCHES GEBIET
[0002] Die Erfindung betrifft ein werkzeuglos montierbares/demontierbares Harscheisen zum Anbringen an einer Tourenskibindung und dem Skikörper. Das Harscheisen dient der Verbesserung der Haltewirkung auf vereisten oder harten Untergründen beim Abstehen und Aufstieg.
STAND DER TECHNIK
[0003] Damit das Aufsteigen mit Skiern möglich wird, werden bei Tourenskiern Steigfelle an den Gleitflächen der Skier angebracht. Die Fellbehaarung der Steigfelle hat eine Richtung jeweils nach schräg hinten unten. Durch diese Orientierung der Fellhaare kann das Steigfell in den Schnee einhaken, wenn ein Ski mit angebrachtem Steigfell nach hinten gedrückt wird. Dadurch wird der Gleitwiderstand in Rückwärtsrichtung stark erhöht. Es wird möglich beim Vorwärtsgehen Steigungen im Gelände zu überwinden. Die Wirkung der Steigfelle ist bei harter bzw. gefrorener Schneedecke eingeschränkt, weil der Skiläufer mit den Skiern nicht in den Schnee einsinkt. Bei einem Aufstieg quer zur Hangneigung wirken die Haftfelle der Skier nur mit ihren Seitenkanten mit der Schneedecke. In dieser Situation wirkt nur eine geringe Fläche der Steigfelle und der Skiläufer kann leicht abrutschen.
[0004] Der Halt des Tourenskigehers beim Abstehen kann deutlich erhöht werden, indem Harscheisen an den Skiern oder an den Skibindungen angebracht werden. Die Harscheisen haben Wirkungsflächen, welche über die Bindung und/oder Tourenski einen Halt in harten oder vereisten Schnee ermöglichen. Beim Abstehen des Tourenskigehers werden diese Wirkungsflächen durch das Gewicht des Tourenskigehers in den harten vereisten Schnee gedrückt. Die seitlichen Wirkungsflächen sind meist Kanten oder Laschen, die vorwiegend gegen seitliches Abrutschen Halt geben. Wie in Figur 1 dargestellt, sind diese Wirkungsflächen unter dem Tourenski bei Harscheisen klein und können durch die längs-Orientierung kaum Halt gegen Zurückrutschen bieten.
[0005] Zur Beschreibung der Erfindung wird als Referenzsystem ein fiktiver Tourenski mit einem montierten Vorderbacken einer handelsüblichen PIN-Bindung verwendet. Im Text werden daher die folgenden Begriffe so definiert: So bedeutet der Begriff “Skilängsrichtung" entlang der Ausrichtung der Längsachse des Tourenskis von hinten bis zur Skispitze. Weiters ist mit dem Begriff "Skiquerrichtung" eine Richtung 90° quer zur Skilängsrichtung gemeint. Der Begriff "skifest" bedeutet eine nicht bewegliche Montage auf dem Ski. Einige Begriffe, welche das Wort "Tourenski" nicht enthalten, nehmen Bezug zum Referenzsystem des (fiktiven) Skis. Unter Zurückrutschen wird eine unerwünschte Bewegung des Tourenskis gegen die Skilängsrichtung beim Abstehen des Tourenskigehers angenommen. Unter seitlichem Abrutschen wird eine unerwünschte Bewegung des Tourenskis quer zur Skilängsrichtung beim Abstehen des Tourenskigehers angenommen.
[0006] Das Referenzsystem des fiktiven Skis mit montiertem Vorderbacken wird im vorliegenden Text für Tourenskibindungen mit PIN-Bindungen angenommen. Bei diesem Typ Tourenskibin-
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dungen ist der Skischuh in seinem Zehenbereich in einem skifest montierten Frontautomaten schwenkbar gelagert. Der Fersenautomat der Tourenskibindungen ist in einem an eine Skischuhsohlenlänge angepassten Abstand vom Frontautomaten am Ski angebracht und arretiert in der Abfahrtsstellung den Skischuh im Fersenbereich. Ermöglicht wird dies mit Inlets im Tourenskischuh. Beim Aufstieg ist die Ferse des Skischuhs vom Fersenautomaten freigegeben, dadurch kann der Skischuh vom Ski abgehoben und um die Lagerung am Frontautomaten verschwenkt werden kann. Ein repräsentatives Mitglied dieser Art von Tourenskibindungen ist beispielsweise in der EP 0 199 098 A2 von Bartel Fritz beschrieben. Die Fixierung des Tourenskischuhes in Zehenbereich und im Fersenbereich erfolgt über Metallstifte in Form von Zapfen und Zylinder, welche namensgebend für diesen Bindungstyp sind.
[0007] Es gibt am Markt Tourenskibindungen, welche den Skischuh mit einem Skiträger umfassen und Rahmenbindung heißen. Ein repräsentatives Mitglied dieses Typs von Tourenskibindungen ist beispielsweise in der EP 1 679 099 B1 der Fritschi AG - Swiss Bindings beschrieben. Die vorliegende Erfindung bezieht sich nicht auf diesen Typ von Tourenskibindung.
[0008] Für Tourenskibindungen des Typs PIN-Bindung sind Harscheisen bekannt. Diese Harscheisen werden am Vorderbacken montiert. Ein Beispiel eines Harscheisens für eine PIN-bindung ist in der EP 2 327 457 A2 der Atk Race S.R.L. beschrieben. Der Körper des Harscheisens ist aus einem Stück Metall als U geformt, welches entlang zweier paralleler Linien in der Orientierung der Skilängsrichtung je zu einem rechten Winkel gebogen ist. Das montierte Harscheisen ist schwenkbar quer zur Skilängsrichtung mit dem Vorderbacken verbunden, kann jedoch wegen der seitlichen Wange und einer Arretierung, welche auf den Metallstift wirkt, nicht vom Tourenski gelöst werden. Die beiden Wangen sind entlang der Skilängsachse parallel ausgerichtet.
[0009] Die seitlichen Bereiche bilden nun wangenartige Wirkungsflächen, welche vertikal nach unten zeigen und nach unten über die Gleitfläche des Skis hinausragen. Diese Wirkflächen weisen an ihrem unteren Rand Zacken auf, damit das Harscheisen besser in harten oder vereisten Schnee eingreifen kann. Die seitlichen Wirkflächen können auch in einer Wellenlinie ausgeführt sein, um einen minimalen Halt gegen das Zurückrutschen beim Abstehen zu bieten.
[0010] Im steilen Gelände benützt der Tourenskigeher meist eine Steighilfe, welche einen höheren Stand am Hinterbacken mit sich bringt. Siehe Figur 7. Bei aktivierter Steighilfe wird der Skischuh in einem Winkel von bis zu 10 Grad angehoben, und das Harscheisen um bis zu 10mm weniger weit in den harten Untergrund gedrückt, wodurch weniger Halt entsteht. Die Steighilfe kann meist in 2 Stufen aktiviert werden.
[0011] Es ist von Firma Hagan ein Universal Harscheisen mit dem Produktnamen „Hagan Harscheisen Supergrip“ bekannt, welches eine Wirkungsfläche unter dem Tourenski hat. Eine Beschreibung als Video ist verfügbar unter:
https://www. youtube.com/watch?v=cY TH5QcE3dw
[0012] Die Montage erfolgt mittels Bänder an den Skikörper und nicht kraftschlüssig in die schlitzförmige Stiftaufnahme (8) des Vorderbackens von einer PIN-Bindung. Dadurch ist keine schlupfreie Montage gewährleistet. Das Harscheisen bewegt sich im montiertem Zustand beim Schritt vorwärts entlang der Skilängsrichtung ans Skiende. Beim Abstehen rutscht der Tourenski zirka 10mm und mehr nach hinten, was für die Haltgebung und auch für das Vertrauen des Tourenskigehers in die Abstehposition negative Auswirkungen hat.
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Tabelle 1: Stand der Technik im Vergleich zur vorliegenden Erfindung
Typ Harscheisen Wirkungsflächen kraftschlüssige; Haltgebung bei Eis unterhalb des schlupffreie und festem Schnee Tourenski Montage an der bzw. aktivierter Skibindung Steighilfe Harscheisen in PIN- | seitliche Wangen Montage in die Halt gegen seitliches Bindung, nach mit zirka 10x70mm 6mm Aufnahme des | Abrutschen jedoch EP 23 27 457 A2 an jeder Skiseite Vorderbacken der nicht gegen Zurückund keine Zacken PIN Bindung, wird rutschen, quer zur mit welcher bei Skilängsrichtung dieser Achse nach aktivierter Steighilfe oben geschwenkt, noch schlechter wird. schlupffrei Universalharschei- sehr große Montage mit Bänder | seitlicher und sen; nach Wirkungsfläche von | an den Skikörper, rückwärtiger Halt, der (Hegan Supergrip) zirka 70x150mm welche großen unabhängig von und Zacken quer Schlupf von +/- Steighilfe ist zur 10mm zulässt Skilängsrichtung Harscheisen nach große Wirkungsflä- nicht schwenkbare seitlicher und vorliegender che von zirka fixe Montage, rückwärtiger Halt, der Erfindung 80x70mm und Za- welche maximal +/- ständig und zur cken quer zur 1mm Schlupf zu- Gänze gegeben ist Skilängsrichtung lässt, in die 68mm (unabhängig von
Aufnahme des Vor- Steighilfe) derbacken der PIN
Bindung und am
Skikörper
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0013] Die Aufgabe der Erfindung ist ein Harscheisen bereitzustellen, das:
* einen verbesserten Halt gegen seitliches und rückwärtiges Abrutschen bietet,
* unabhängig von der Stellung einer Steighilfe eine gleichbleibende Wirkungsweise sicherstellt,
* eine schlupffreie Verbindung mit Bindung und Skikörper gewährleistet.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG UND BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0014] Die Erfindung besteht aus einer Grundplatte (1), die unterhalb des Tourenskis bzw. Haftfell wirkt. Die Grundplatte (1) kann vollflächig ausgeführt sein, oder lediglich als Rahmen mit einer Ausnehmung in der Mitte ausgeführt sein. Die Grundplatte (1) selbst ist schon eine Wirkungsfläche um sicheren Halt gegen seitliches oder rückwärtiges Abrutschen, speziell wenn diese als Rahmen ausgeführt ist.
[0015] Derzeit patentierte Harscheisen weisen nur 2 seitliche schlitzförmige Wirkungsflächen in der Größe von zirka 10x70mm entlang des Skikörpers auf, welche das Rückwärtsrutschen beim Abstehen des Skitourengehers bei hartem Untergrund nicht wirkungsvoll verhindern können. Durch die Konstruktion der vorliegenden Erfindung ergibt sich eine größere Wirkungsfläche von bis zu 110x120mm unter dem Ski und dadurch ein deutlich verbesserter Halt. Der Größenvergleich der Wirkungsfläche unter dem Tourenski wird in Figur 1 verdeutlicht.
[0016] An der Grundplatte (1) sind nach unten ragende Zacken (7) angebracht, die in mindestens zwei verschiedenen Richtungen vorzugsweise parallel zur Skilängsrichtung und Querrichtung an-
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geordnet sind. Diese Zacken (7) können in den harten Untergrund eindringen und verhindern seitliches oder rückwärtiges Abrutschen des belasteten Skis. Die Zacken (7) können als Dreiecke, Wellen, Backen oder sonstigen geometrischen Formen ausgeführt sein und werden im Folgenden generell als "Zacken" bezeichnet.
[0017] Die Zacken (7) können an der Grundplatte im 90° Winkel oder in einem davon abweichenden Winkel von 30° bis 150° angebracht sein. Sind die quer zur Skilängsrichtung angebrachten Zacken (7) nach hinten abgewinkelt, wird der Widerstand des Harscheisens beim Nachziehen des Tourenskis minimiert.
[0018] Die Anzahl der Zacken (7) an der Grundplatte liegt in einem weiten Bereich von 2 bis 50, vorzugsweise 6 bis 16.
[0019] Die Anordnung der Zacken (7) kann konstruktionsbedingt vielseitig gestaltet sein, so zum Beispiel an den Rändern der Grundplatte z.B. Seite a, Seite b, vorne, hinten oder an der Ausnehmung in der Mitte der Grundplatte (1).
[0020] Die Zacken (7) können aus der Grundplatte (1) herausgebogen werden oder aus der Grundplatte durch ein subtraktives Verfahren wie z.B. Fräsen entstanden sein. Die Grundplatte (1) und Zacken (7) sind in diesem Fall aus dem gleichen Material gefertigt. Die Zacken (1) können alternativ nachträglich kraftschlüssig geschweißt, geklebt oder geschraubt werden, sodass in diesem Fall auch unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen.
[0021] Die Breite der Grundplatte (1) kann in der Konstruktion in einem Bereich von 55mm Breite, für sehr aufstiegsorientierte Race-Tourenski bis 250mm, für Snowboard Splitboards vorzugsweise 65mm bis 110mm liegen.
[0022] Die Länge der Grundplatte (1) kann in der Konstruktion in einem Bereich von 35mm, für sehr aufstiegsorientierte Race-Tourenski bis 300mm für extremen Halt, vorzugsweise 50mm bis 120mm liegen.
[0023] Die Länge der Zacken (7) kann in der Konstruktion in einem Bereich von 0,1mm Länge, für sehr aufstiegsorientierte Race-Tourenski bis 40mm für extremen Halt, liegen.
[0024] Die vorliegende Erfindung beschreibt eine kombinierte Montage des Harscheisens am Vorderbacken der PIN Bindung und am Skikörper.
[0025] Der Vorderbacken der PIN-Bindung hat quer zur Skilängsrichtung eine schlitzförmige Ausnehmung (8) mit 65mm Durchmesser, in welche ein Stift (2) von der vordere Befestigungsvorrichtung (5) des Harscheisens gesteckt wird. Der Stift (2) vom Harscheisen hat einen Durchmesser von 5,0mm bis 6,0mm, damit ein Schlupf möglichst vermieden wird und eine leichtgängige Montage gewährleistet ist. Der Stift (2) ist am Harscheisen von einer Seite schwenkbar und auf der anderen Seite fixierbar montiert. Als Schlupf wird in der vorliegenden Erfindung eine mögliche Verschiebbarkeit des Harscheisens im montierten Zustand entlang der Skilängsrichtung nach vorne und zurück bezeichnet. Die Montage des Harscheisens an der PiN-Bindung und dem Tourenski wird so ausgeführt, dass der Schlupf maximal +/-1mm beträgt.
[0026] Am Stift (2) ist mittig ein Seil (3) fix montiert. Dieses Seil (3) sorgt für die Arretierung des Stifts (2) an der vorderen Befestigungsvorrichtung (5). Die weitere Montage von der vorderen Befestigungsvorrichtung (5) zur hinteren Befestigungsvorrichtung (6) erfolgt durch eine "würgende" Fixierung am Tourenski. Die Endfixierung kann als Seil-Verschluss oder als Klettverschluss ausgeführt sein.
[0027] Auf der Grundplatte (1) bzw. auf dem verbleibenden Rahmen nach einer Ausnehmung an der Grundplatte (1) kann eine Antistollplatte montiert werden. Die Antistollplatte verhindert ein Anhaften von Schnee am Harscheisen, wodurch die Wirkungsflächen beeinträchtigt werden können. Die Materialien zur Ausführung der Antistollplatte können Klebefolie, Kunststoff, Elastomere oder Gewebe sein. Die Antistollplatte kann auf die Grundplatte (1) geschraubt, geklemmt, geklebt oder genäht werden.
[0028] Im Unterschied zu herkömmlichen Harscheisen ist die Wirkungsfläche der Erfindung so
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angeordnet, dass die Zacken (7) unabhängig von einer aktivierten Steighilfe stets mit gleicher Tiefe in den Untergrund eingreifen. Die Haltewirkung wird somit durch die Neigung des Skischuhs nicht verringert.
[0029] Die Figuren stehen für eine Variante der vorliegenden Erfindung und decken nicht alle Möglichkeiten zur Konstruktion, Ausgestaltung, Herstellung und Gebrauch ab. D.h. wenn die Figur eine Ausführung der vorderen Befestigungsvorrichtung mit einem Metallstift am Vorderbacken der Pin-Bindung zeigt, ist eine alternative Ausführungsvariante mit einem verstärkten textilen Band nicht ausgeschlossen.
[0030] Die Positionsnummern in den Figuren sind wie folgt: Grundplatte (1),
Stift (2),
Seil (3),
Band (4) mit Klettverschluss zur Befestigung über dem Ski, vordere Befestigungsvorrichtung (5),
hintere Befestigungsvorrichtung (6),
Zacken (7),
schlitzförmige Aufnahmevorrichtung (8) am Vorderbacken der PIN-Bindung, handelsübliche Harscheisen (9) nach [0007], Vorderbacken (10) der PIN-Bindung,
Hinterbacken (11) der PIN-Bindung,
Skischuh (12).
[0031] Die Figur 1 zeigt einen fiktiven Tourenski mit skizzierter PIN-Bindung samt schlitzförmiger Aufnahmevorrichtung (8) zur werkzeuglosen Montage eines Harscheisens. Die Wirkungsflächen von handelsüblichen Harscheisen (9) nach [0007] sind als Rechtecke mit strich-punktierter Linie an Seite a und Seite b skizziert. Im Vergleich dazu ist die Wirkungsfläche der vorliegenden Erfindung als Rechteck mit strichlierter Linie eingezeichnet. Das ist die Grundplatte (1). Die Wirkungsflächen der vorliegenden Erfindung sind um einen Faktor 3 bis Faktor 5 größer, was den besseren Halt beim Abstehen des Tourenskigehers erklärt.
[0032] Die Figur 2 zeigt die vorliegende Erfindung im Grundriss an einem fiktiven Tourenski. Die Orientierung des Harscheisens am angedeuteten Tourenskikörper ist definiert mit vorne, hinten, Seite a und Seite b. Die PIN-Bindung ist nicht dargestellt. Die Grundplatte (1) ist als Rahmen mit einer Ausnehmung dargestellt. An der vorderen Befestigungsvorrichtung (5) ist ein nach oben schwenkbarer Stift (2) montiert, welcher als Rohr ausgeführt ist und in der Mitte ein Seil (3) hat. Der Stift (2) der vorderen Befestigungsvorrichtung (5) ist in die schlitzförmige Aufnahmevorrichtung (8) von Seite a zur Seite b gesteckt und bei der vorderen Befestigungsvorrichtung (5) auf Seite b eingerastet. Das Seil (3) ist um die vordere Befestigungsvorrichtung (5) auf Seite b umgelenkt. Das Seil (3) ist kraftschlüssig auf Zug mit einem Band (4) verbunden und das Band (4) ist durch die hintere Befestigungsvorrichtung (6) auf Seite a geführt. In weiterer Folge hat das Band (4) einen angebrachten Klettverschluss. Das Band (4) wird dann in eine Ausnehmung der hinteren Befestigungsvorrichtung (6) auf Seite b geführt und zur Seite a umgelenkt. Die endgültige Fixierung erfolgt durch Zurückklappen des Bands und einen angebrachten Klettverschluss.
[0033] Die Figur 3 zeigt von der vorliegenden Erfindung die vordere Befestigungsvorrichtung (5) im Aufriss. Die Orientierung des Harscheisen am angedeuteten Tourenski samt Haftfell ist definiert mit Seite a und Seite b. Die Figur zeigt die vordere Befestigungsvorrichtung (5) auf Seite a, wo ein nach oben schwenkbarer Stift (2) montiert ist, welcher als Rohr ausgeführt ist und in der Mitte ein Seil (3) hat. Der Stift (2) ist in die vordere Befestigungsvorrichtung (5) auf Seite b gesteckt, womit der Stift auf Seite a und Seite b fixiert ist und damit die schlupffreie, fixe Montage
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am Vorderbacken gewährleistet wird. Das Seil (3) ist um die vordere Befestigungsvorrichtung (5) auf Seite b gefädelt und hält damit den Stift nach unten. Die Zacken (7) auf der unteren Seite des Harscheisen zeigen 4 dreieckige Zacken (7) quer zur Skilängsrichtung. Durch diese Zacken (7) wird das Zurückrutschen des Skis beim Abstehen verhindert.
[0034] Die Figur 4 zeigt von der vorliegenden Erfindung die hintere Befestigungsvorrichtung (6) im Aufriss. Die Orientierung des Harscheisen am angedeuteten Tourenski samt Haftfell ist definiert mit Seite a und Seite b. Das Seil (3) ist kraftschlüssig auf Zug mit einem Band (4) verbunden. Das Band (4) ist durch die hintere Befestigungsvorrichtung (6) auf Seite a gefädelt und wieder zur Seite b umgelenkt. In weiterer Folge hat das Band (4) einen angebrachten Klettverschluss. Das Band (4) wird dann in eine Ausnehmung der hinteren Befestigungsvorrichtung (6) auf Seite b geführt und zur Seite a zurück umgelenkt. Die endgültige Fixierung erfolgt durch einen angebrachten Klettverschluss. Die Fixierung des Seils (3) kann auch als durchgängiges Seil samt Seilverschlusssystem ausgeführt werden. Die Zacken (7) auf der unteren Seite des Harscheisen zeigen 4 dreieckige Zacken (7) quer zur Skilängsrichtung.
[0035] Die Figur 5 zeigt die vorliegende Erfindung im Aufriss, Sicht auf Seite b. Die Figur 5 zeigt die vordere Befestigungsvorrichtung (5) und die hintere Befestigungsvorrichtung (6). Bei der Montage des Harscheisens am Tourenski wird der Stift (2) in die schlitzförmige Ausnehmung von der vorderen Befestigungsvorrichtung (5) auf Seite b gesteckt und ist damit schlupffrei an der PINBindung montiert. Das Seil (3) ist um die vordere Befestigungsvorrichtung (5) auf Seite b herumgeführt, womit der Stift (2) in der schlitzförmigen Ausnehmung der vorderen Befestigungsvorrichtung (5) arretiert ist. Die Ausnehmungen in den Befestigungsvorrichtungen (5, 6) sind so ausgeführt, dass ein durchgeführtes Seil (2) oder ein Band (4) eingefädelt werden kann, aber durch nach unten orientierte Ausnehmungen nicht herausrutschen kann. Die Zacken (7) auf der unteren Seite des Harscheisen sind ein Dreieck und ein Rechteck. Sowie die Frontansicht von 2 Zacken (7) quer zur Skilängsrichtung.
[0036] Die Figur 6 zeigt ein 3 dimensionales Abbild der vorliegenden Erfindung. Die Orientierung des Harscheisen am angedeuteten Tourenski samt PIN-Bindung ist definiert mit vorne, hinten, Seite a und Seite b. Die Grundplatte (1) ist als Rahmen mit einer Ausnehmung ausgeführt. Die vordere Befestigungsvorrichtung (5) auf Seite a trägt den schwenkbar montierten Stift (2), der als Rohr ausgeführt ist und in seiner Mitte ein Seil (3) hat. Der Stift (2) ist in die schlitzförmige Ausnehmung (8) der Pin-Bindung gesteckt und in der vorderen Befestigungsvorrichtung (5) auf Seite b arretiert und ist damit schlupffrei an der PIN-Bindung montiert. Das Seil (3) ist um die vordere Befestigungsvorrichtung (5) auf Seite b herumgeführt, womit der Stift (2) in der schlitzförmigen Ausnehmung der vorderen Befestigungsvorrichtung (5) nach unten fixiert ist. Das Seil (3) ist kraftschlüssig auf Zug mit einem Band (4) verbunden und das Band (4) ist durch die hintere Befestigungsvorrichtung (6) auf Seite a gefädelt. In weiterer Folge hat das Band (4) einen angebrachten Klettverschluss. Das Band (4) ist in eine Ausnehmung der hinteren Befestigungsvorrichtung (6) auf Seite b geführt und zur Seite a umgelenkt. Die endgültige Fixierung erfolgt durch einen Klettverschluss. Die Montage kann auch mit einem durchgängigen Seil samt Seilfixierung erfolgen.
[0037] Figur 7 zeigt den Effekt der aktivierte Steighilfe auf die Wirkungsfläche des Harscheisens unterhalb des Tourenskis. Der Skischuh (12) wird mit den PINs vom Vorderbacken (10) schwenkbar montiert. Das Harscheisen der vorliegenden Erfindung wie auch handelsübliche Harscheisen (9) nach werden in die schlitzförmige Ausnehmung (8) vom Vorderbacken der PIN Bindung mit der vorderen Befestigungsvorrichtung (5) montiert. Beim Aufstieg kann am Hinterbacken (11) für steiles Gelände eine Steighilfe aktiviert werden, indem ein Abstandselement hereingeklappt oder hereingedreht wird. Der Skischuh (12) steht nun in einem Winkel von bis zu 10 Grad zum Ski. Dadurch wird das Harscheisen (9) abhängig von der aktivierten Stufe der Steighilfe bis zu 10mm weniger tief in den harten Untergrund gedrückt.
[0038] Im Unterschied zu herkömmlichen Harscheisen ist die Wirkungsfläche der Erfindung so angeordnet, dass die Zacken (7) unabhängig von einer aktivierten Steighilfe stets mit gleicher Tiefe in den Untergrund eingreifen. Die Haltewirkung wird somit durch die Neigung des Skischuhs nicht verringert.

Claims (4)

x ‚Hex AT 18614 U1 2026-01-15 Ss N Ansprüche
1. Harscheisen, das zur Montage an einem Tourenski mit PIN-Bindung vorgesehen ist, gekennzeichnet durch
- eine Grundplatte (1) mit einer unterseitigen, lasttragenden Wirkungsfläche, welche zentral unterhalb des Tourenskis im Bereich der Bindung liegt,
- wobei die Grundplatte (1) mehrere Zacken (7) umfasst, die aus der Grundplatte (1) nach unten ragen und in mindestens zwei verschiedenen Richtungen, vorzugsweise parallel zur Skilängsrichtung und Querrichtung, angeordnet sind,
- eine vordere Befestigungsvorrichtung (5), welche eine kraftschlüssige Verbindung mit der Drehstiftaufnahme (8) des Vorderbackens der PIN-Bindung herstellt,
- eine hintere Fixierungsvorrichtung (6), welche das Harscheisen zusätzlich mit dem Skikörper verbindet,
- wobei die gesamte Konstruktion im montierten Zustand einen Relativschlupf von maximal +/-1 mm zwischen Harscheisen und Ski entlang der Skilängsrichtung zulässt,
- und die Zacken (7) unabhängig von der Stellung einer Steighilfe in den Untergrund eingreifen.
2. Harscheisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die hintere Befestigungsvorrichtung (6) ein Band (4) mit Klettverschluss oder einen Seilzugmechanismus zur Fixierung am Skikörper aufweist.
3. Harscheisen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der Grundplatte (1) in einem Bereich von 55 mm Breite bis 250 mm, vorzugsweise 65 mm bis 110 mm liegt und die Länge der Grundplatte (1) in einem Bereich von 35 mm bis 300 mm, vorzugsweise 50 mm bis 120 mm liegt.
4. Harscheisen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass - die Zacken (7) in Skilängsrichtung und quer zur Skilängsrichtung angeordnet sind, - die Anzahl der Zacken (7) in einem Bereich von 6 bis 16 Zacken liegt - der Winkel der Zacken (7) zur Grundplatte 30° bis 150° beträgt und - die Zacken (7) eine Länge von 0,1 bis 40 mm aufweisen.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
ATGM66/2024U 2024-09-29 2024-09-29 Harscheisen für PIN-Bindung AT18614U1 (de)

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