AT18653U1 - Spannsystem - Google Patents

Spannsystem

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AT18653U1
AT18653U1 ATGM50159/2024U AT501592024U AT18653U1 AT 18653 U1 AT18653 U1 AT 18653U1 AT 501592024 U AT501592024 U AT 501592024U AT 18653 U1 AT18653 U1 AT 18653U1
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AT
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clamping
locking element
clamping system
fixing means
plate
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ATGM50159/2024U
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Ring Tobias
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Ring Tobias
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q1/00Members which are comprised in the general build-up of a form of machine, particularly relatively large fixed members
    • B23Q1/0063Connecting non-slidable parts of machine tools to each other
    • B23Q1/0072Connecting non-slidable parts of machine tools to each other using a clamping opening for receiving an insertion bolt or nipple

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Jigs For Machine Tools (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spannsystem (1) für eine schnell durchführbare und wiederholgenaue Fixierung eines Werkzeug- und/oder Maschinenteils zur spanenden Bearbeitung eines Werkstücks, wobei das Spannsystem (1) eine Platte (2) umfasst, die Spannöffnungen (3) in einem Raster aufweist, die einer Anordnung von Spann- und Positionierbolzen (4) an einem Werkzeug- und/oder Maschinenteil entspricht und in der Platte (2) zum Fixieren und Lösen einer Fixierung an den Spann- und Positionierbolzen (4) bewegliche Fixierungsmittel (5) vorgesehen sind. Um ein Spannsystem unter Vereinfachung seines Aufbaus und Senkung der Anzahl der einzelnen Bestandteile unter Beibehaltung einer schnellen und positionsgenauen Fixierung eines Werkzeug- und/oder Maschinenteils bei großen Haltekräften weiterzubilden, wird vorgeschlagen, dass in der Platte (2) ein Sperrelement (7) verschieblich angeordnet ist, an dem eine einer Anzahl von Spann- und Positionierbolzen (4) entsprechende Anzahl von Fixierungsmitteln (5) derart angeformt ist, dass jedes der Fixierungsmittel (5) in einer zugehörigen Spannöffnung (3) und mit den übrigen Fixierungsmitteln (5) durch eine Bewegung des Sperrelements (7) gemeinsam das Werkzeug- und/oder Maschinenteil fixiert oder eine Fixierung löst.

Description

Beschreibung
SPANNSYSTEM
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spannsystem für eine schnell durchführbare und wiederholgenaue Fixierung eines Werkzeug- und/oder Maschinenteils zur spanenden Bearbeitung eines Werkstücks, die an bis zu fünf Oberflächen ohne Umspannen möglich ist.
[0002] Spannsysteme der genannten Art sind in einer großen Anzahl verschiedener Bauformen aus dem Stand der Technik bekannt. So beschreibt z.B. die DE 101 55 077 B4 ein Spannsystem mit einer Platte, die Spannöffnungen in einem Raster aufweist, die einer Anordnung von Spannund Positionierbolzen an einem Werkzeug- und/oder Maschinenteil entspricht und in der Platte zum Fixieren und Lösen einer Fixierung an den Spann- und Positionierbolzen bewegliche Fixierungsmittel vorgesehen sind. Diese Fixierungsmittel sind als federbelastete Sperrstifte offenbart. Diese Vorrichtung dient einer schnell durchführbaren und wiederholgenauen Fixierung und baut zugleich große Haltekräfte zwischen der Platte und dem Werkzeug- und/oder Maschinenteil auf.
[0003] Auch die DE 10 2014 112 843 B4 offenbart ein sog. Nullpunkt-Spannsystem der genannten Art, in dem jedoch eine noch größere Anzahl von Bauteilen in einer Platte zum Fixieren und Lösen einer Fixierung eines Werkzeug- und/oder Maschinenteils vorgesehen sind.
[0004] Weiter offenbart die EP 3 532 240 B1 ein Spannsystem, bei dem in einer Platte zwei Spannbacken zueinander gegenläufig über eine Gewindespindel verschieblich mit je zwei Fixierungsmitteln pro Spannbacke zum Fixieren und Lösen einer Fixierung an den Spann- und Positionierbolzen bewegt werden.
[0005] Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, ein Spannsystem unter Vereinfachung seines Aufbaus und Senkung der Anzahl der einzelnen Bestandteile unter Beibehaltung einer schnellen und positionsgenauen Fixierung eines Werkzeug- und/oder Maschinenteils bei großen Haltekräften weiterzubilden.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1 dadurch gelöst, dass in der Platte ein Sperrelement verschieblich angeordnet ist, an dem eine einer Anzahl von Spann- und Positionierbolzen entsprechende Anzahl von Fixierungsmitteln derart angeformt ist, dass jedes der Fixierungsmittel in einer zugehörigen Spannöffnung gemeinsam mit den übrigen Fixierungsmitteln durch eine Bewegung des Sperrelements das Werkzeug- und/oder Maschinenteil fixiert oder eine Fixierung löst. Statt einer Vielzahl von Einzelteilen sind damit erfindungsgemäß gleich mehrere Fixierungsmittel an nur einem entsprechend zu bewegenden Sperrelement angeordnet.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind in dem Spannsystem mehr als drei Spann- und Positionierbolzen vorgesehen, die alle zugleich durch Fixierungsmittel fixierbar oder lösbar sind, wobei die Fixierungsmittel gemeinsam mit dem Sperrelement beweglich sind. Durch eine Bewegung des Sperrelements werden also zugleich alle Spann- und Positionierbolzen durch Fixierungsmittel fixiert oder gelöst bzw. freigegeben. Es müssen demnach keine zusätzlichen Hebel bewegt werden. Neben drei und vier Spann- und Positionierbolzen sind auch Anwendungen mit 6, 8, 10 oder noch mehr Spann- und Positionierbolzen mit nur einem bewegenden Sperrelement realisierbar, das jeweils eine entsprechende Anzahl von Fixierungsmitteln aufweist, die an den jeweiligen Spannöffnungen verschieblich vorgesehen sind. Damit wird die Anzahl der Einzelteile gegenüber Vorrichtungen, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, nochmals deutlich gesenkt. Dazu wird lediglich ein entsprechend geformtes Sperrelement benötigt, das Fixierungsmittel an den entsprechenden Stellen oder Orten aufweist.
[0008] Vorzugsweise umfasst das Sperrelement zwei trapezförmige Körper mit je zwei als Fixierungsmittel ausgeformten schräg verlaufenden Kantenbereichen. Die trapezförmigen Körper sind über ein Kopplungsstück zur Bildung eines Sperrelements miteinander starr verbunden. Vorzugsweise sind weitere Einheiten aus je einem Kopplungsstück und einem im Vergleich zu den ge-
nannten trapezförmigen Körpern gleichartig geformten trapezförmigem Körper in Anpassung an ein jeweiliges Rastermaß der Spann- und Positionierbolzen mit zugehörigen Spannöffnungen in der zugehörigen Platte vorgesehen. Hierdurch ist ohne zusätzliche separat zu fertigende, zu verbauende und mechanisch anzutreibende Elemente ein Anpassung eines Spannsystems auf mehr als vier Spann- und Positionierbolzen in sehr einfacher Weise unter Aufrechterhaltung einer kompakten Bauform bei zuverlässiger Funktion möglich. Durch Anpassung einer Weite bzw. Länge der Kopplungsstücke können auch geänderte Rastermaße in einem Spannsystem in einfacher Weise realisiert werden.
[0009] In einer wesentlichen Weiterbildung der Erfindung ist das Sperrelement zu einer translatorischen Bewegung und insbesondere einer linearen Verschiebung in der Platte drehbar gelagert. Gemäß einer alternativen Weiterbildung der Erfindung ist das Sperrelement um einen zentralen Drehpunkt zur Ausführung einer teilweisen Drehbewegung gelagert, so dass die Fixierungsmittel an dem Sperrelement nicht linear, sondern auf einem Abschnitt einer Kreisbahn zwischen den Zuständen Fixieren und Lösen bzw. Freigeben der Spann- und Positionierbolzen beweglich sind.
[0010] Vorzugsweise ist eine Spindel oder Gewindestangen als Antriebsmittel des Sperrelements in der Platte um seine Längsachse drehbar gelagert, wobei das Antriebsmittel zur Bewegung des Sperrelements über ein Gewinde an dem Sperrelement eingreift. Durch externes Drehen der Spindel oder Gewindestangen wird so unmittelbar eine entsprechende Bewegung des Sperrelements hervorgerufen, wobei ein Lösen oder Schließen bzw. Fixieren des Spannsystems einer Bewegung eine Schraubverbindung mit Rechtshandgewinde entsprechend umgesetzt ist. Gegenüber dem Stand der Technik sind damit Fertigung als auch Lagerung einer Spindel oder Gewindestange deutlich vereinfacht worden, ist nun ein Antriebsmittel bei prinzipiell geringerer Baulänge auch an einem Antriebsbereich der Spindel oder Gewindestange, wie z.B. einem Innensechskant-Kopf, drehbar gelagert und fixiert sein muss.
[0011] Die Fixierungsmittel sind vorzugsweise dazu ausgebildet, in Kontakt mit dem Spann- und Positionierbolzen einen Form- und Kraftschluss auszubilden, der zudem eine Kraft als Niederzug an den Spann- und Positionierbolzen zum Anpressen des fixierten Werkzeug- und/oder Maschinenteils an das Spannsystem hervorzurufen. Damit wird das Werkzeug- und/oder Maschinenteil über die daran fixierten Spann- und Positionierbolzen zusätzlich auf die Platte gedrückt. Wie nachfolgend noch anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf eine Abbildung der Zeichnung beschrieben ist dazu ein Höhenversatz z.B. um ca. +1/10 mm einer Anlagefläche des Fixierungsmittels gegenüber einer Nut des betreffenden Spann- und Positionierbolzens vorgesehen, um neben einer exakten und reproduzierbaren Ausrichtung und sicheren Fixierung auch eine Niederzugkraft hervorzurufen. Dieser Effekt ist auch in der DE 20 2020 100 356 U1 beschrieben, auf die an dieser Stelle vollumfänglich Bezug genommen wird.
[0012] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung umfasst das Spannsystem zwei Sperrelemente, die unter mechanischer Kopplung zueinander im gleichen Maße gegenläufig beweglich sind. Eine mechanische Kopplung der betragsgleich gegenläufig gerichteten Bewegungen erfolgt in Ausführungsbeispielen über einen Hebel, ein Zahnrad im Eingriff mit einer außenverzahnten und einer innenverzahnten Zahnstange an den Sperrelementen oder über eine Gewindestange axial zwischen den Sperrelementen, wobei diese verschiedenen Kopplungselement in der Platte gelagert sind, und zur entsprechenden Kraftübertragung mit den beiden Sperrelementen verbunden sind. Es wird bevorzugt eine gleiche Anzahl von Fixierungsmitteln an beiden Sperrelementen vorzusehen, um mechanische Belastungen zu symmetrieren. Je Spannöffnung sind je ein Fixierungsmittel eines ersten und eines zweiten Sperrelements beweglich und einander im Wesentlichen gegenüberliegend angeordnet.
[0013] In einer Weiterbildung der Erfindung ist statt einer Spannspindel eine Hydraulik oder Pneumatik vorgesehen. Hier ist vorteilhafterweise ein Kolben einstückig an dem Sperrelement ausgebildet. Dadurch werden wieder separate Bauteile eingespart und ein Zusammenbau sowie ggf. eine Fertigung vereinfacht.
[0014] In dieser Weiterbildung des durch eine Hydraulik oder Pneumatik angetriebenen Spann-
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systems ist das Sperrelement vorteilhafterweise durch ein Federelement mit einer Kraft oder rückstellenden Federkraft beaufschlagt. Die Ausbildungsform ist dazu geschaffen, das Sperrelement in einem drucklosen Zustand sicher in einer Sperr- bzw. Fixierungsstellung zu halten.
[0015] Vorstehend sind Ausführungsbeispiele anhand wesentlicher Merkmale angegeben worden, die ein kompaktes Spannsystem mit deutlich verbesserten Eigenschaften zu bilden. Alle metallischen Bauteile werden aus hochlegierten, härtbaren Stählen hergestellt. Damit ist eine hohe Hartbarkeit bei geringer Verschleißneigung gegeben, wobei über alle Bauteile hinweg eine im Wesentlichen gleiche thermische Ausdehnung festzustellen ist.
[0016] Nachfolgend werden weitere Merkmale und Vorteile Erfindungsgemäßer Ausführungsformen unter Bezugnahme auf Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen in schematischer Darstellung:
[0017] Figuren 1a und 1b: Draufsichten auf ein Ausführungsbeispiel eines teilweise geöffneten Spannsystems in einer geöffneten Stellung und einer Verriegelungsstellung;
[0018] Figur 2 eine perspektivische Darstellung eines teilweise geöffneten Spannsystems gemäß Figuren 1a und 1b;
[0019] Figuren 3a und 3b: Draufsichten auf ein Ausführungsbeispiel eines teilweise geöffneten Spannsystems gemäß Figur 3 in einer geöffneten Stellung und einer Verriegelungsstellung;
[0020] Figuren 4a und 4b: Schnittdarstellungen in Ebenen A-A und B-B von Figur 3b;
[0021] Figuren 5a bis 5d Ansichten des Sperrelements des Ausführungsbeispiels der Figuren 3a bis 4b;
[0022] Figuren 6a und b: Draufsichten auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines teilweise geöffneten Spannsystems gemäß Figuren 1a,b mit betragsgleich gegenläufig bewegbaren Sperrelementen in einer geöffneten Stellung und einer Verriegelungsstellung;
[0023] Figur 7: eine Seitenansicht einer alternativen Anordnung einer Spindel als direktes Antriebselement zwischen zwei betragsgleich gegenläufig bewegbaren Sperrelementen;
[0024] Figuren 8a und 8b: Ansichten eines erweiterten Sperrelements zur sicheren und schnell lösbaren Fixierung eines Spannsystems an acht Spann- und Positionierbolzen.
[0025] Über die verschiedenen Abbildungen hinweg werden für gleiche Elemente stets die gleichen Bezugszeichen verwendet. Ohne Beschränkung der Erfindung wird nachfolgend ein Spannsystem vor dem technischen Hintergrund einer Ankopplung eines Zentrierspanners gemäß der Lehre der DE 20 2020 100 356 U1 mit einem darin fixierten quaderförmigen Werkstück an einer Grundplatte einer 5-Achs-Oberflächenfräse dargestellt und beschrieben. Ein Spannsystem einer Drehbank oder eines Dreh- und Fräszentrums zeichnet sich durch hohe statische wie auch dynamische Kräfte aus, die in bis zu fünf Oberflächennormalen eines kartesischen Systems über ein Werkstück angreifen können.
[0026] Dabei wird von einem Einsatz gleichartiger Spann- und Positionierbolzen unter Anordnung in einem einheitlichen Raster ausgegangen. Es ist aber für den Fachmann offensichtlich, dass ein aufgebautes Spannsystem eine koppelnde Zwischenebene mit Anpassung an andere Fixierungssysteme bilden kann, wie es auch selber Bestandteil einer Basis eines Zentrierspanners oder eines sonstigen Maschinenteils sein kann.
[0027] Die Skizze von Figur 1a zeigt eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines teilweise geöffneten Spannsystems 1 in einer geöffneten Stellung. Das Spannsystem 1 weist in einer Platte
2, die ein Außengehäuse des Spannsystems 1 bildet, vier Spannöffnungen 3 auf, die in einem Raster zueinander angeordnet sind, das einer Anordnung von Spann- und Positionierbolzen 4 an einem nicht weiter dargestellten Werkzeug- und/oder Maschinenteil entspricht. In der Platte 2 sind zum Fixieren und zum Lösen einer Fixierung an den Spann- und Positionierbolzen 4 bewegliche Fixierungsmittel 5 vorgesehen, wie grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt.
[0028] In Figur 1a ist an der Platte 2 eine Abdeckung 6 entfernt worden. Damit ist erkennbar, dass in der Platte 2 ein Sperrelement 7 verschieblich angeordnet ist. An dem Sperrelement 7 ist eine Anzahl von Fixierungsmitteln 5 einstückig angeformt, die einer Anzahl der hier vier Spannund Positionierbolzen 4 entspricht. In diesem Spannsystem 1 wird jedes der Fixierungsmittel 5 in einer zugehörigen Spannöffnung 3 gemeinsam mit den übrigen Fixierungsmitteln 5 durch eine Bewegung des Sperrelements 7 bewegt, um das nicht weiter dargestellte Werkzeug- und/oder Maschinenteil, das an den Spann- und Positionierbolzen 4 fixiert ist, an dem Spannsystem 1 zu fixieren oder eine Fixierung zu lösen. Die Fixierungsmittel 5 sind in diesem Ausführungsbeispiel als schräge Seitenkanten eines trapezförmigen Körpers 8 ausgebildet, wie nachfolgend noch im Detail dargestellt. Um alle vier Fixierungsmittel 5 dieses Ausführungsbeispiels zu einem einstückigen Sperrelement 7 zusammenzufassen, sind zwei trapezförmige Körper 8 über ein Kopplungsstück 9 miteinander verbunden. Damit reicht in diesem Ausführungsbeispiel ein einseitiges Drücken der Fixierungsmittel 5 über das Sperrelement 7 als gemeinsamen mechanischen Träger aus, um alle Spann- und Positionierbolzen 4 bei wiederholbarer und hoher Positionsgenauigkeit in dem Spannsystem 1 zu fixieren.
[0029] Zum Bewegen des einstückigen Sperrelements 7 in eine Fixierungsstellung oder in eine Stellung zur freien Entnahme der vier Spann- und Positionierbolzen 4 aus den Spannöffnungen 3 in der Platte 2 des Spannsystems 1 ist das Sperrelement 7 zu einer translatorischen und hier linearen Verschiebe-Bewegung in der Platte 2 geführt und gelagert. Hierzu ist die Platte 2 im Bereich des Kopplungsstück 9 durch plane Führungsflächen entsprechend ausgebildet. Zur Kraftübertragung auf das Sperrelement 7 ist eine Spindel oder Gewindestange 10 als Antriebsmittel des Sperrelements 7 in der Platte 2 drehbar gelagert. Dabei greift dieses Antriebsmittel an einem Ende zur Bewegung des Sperrelements 7 über ein Gewinde 11 an dem Sperrelement 7 ein. An einem gegenüberliegenden Ende des Antriebsmittels ist ein hier nicht weiter dargestellter Kopf mit einem Innensechskant vorgesehen, in den in bekannter Weise ein Hebel o.ä. als Werkzeug zum Aufbringen eines Drehmoments eingesteckt werden kann.
[0030] Damit ist eine Gesamtzahl an Einzelteilen in diesem Ausführungsbeispiel gegenüber bekannten Spannsystemen deutlich reduziert. Gleiches gilt für eine Anzahl von Punkten oder Bereichen einer Kraftübertragung zwischen einzelnen Bauteilen.
[0031] Die Skizze von Figur 1b zeigt eine Draufsichten auf ein Ausführungsbeispiel von Figur 1a in einer geschlossenen bzw. fixierten End-Stellung des Spannsystems 1.
[0032] Figur 2 ist eine perspektivische Darstellung eines teilweise geöffneten Spannsystems gemäß Figuren 1a und 1b. Über die vorstehend beschriebenen Darstellungen hinaus ist hier eine Raumform eines Sperrelements 7 gut erkennbar, der im Bereich der trapezförmigen Körper 8 zur Bildung der Fixierungsmittel 5 zusätzliche Abschrägungen aufweist, die einer Form der Spannund Positionierungsbolzen 4 in besonderer Weise zur Schaffung eines Form- und Kraftschlusses angepasst sind. Betriebsbedingte starke Vibration und auch das Einwirken großer Kräften können diese Fixierung nicht überwinden.
[0033] Auch ist in Figur 2 gut erkennbar, dass das Sperrelement 7 im Bereich des Kopplungsstücks 9 durch parallel verlaufende Wandungen in der Ausnehmung der Platte 2 in axialer Richtung gelagert und geführt wird. Eine in Figuren 1a,b eingezeichnete Mittelachse M kennzeichnet eine Längserstreckung mit einer Richtung einer auf das Sperrelement 7 einwirkenden Kraft zur Einstellung eines der beiden Betriebszustände des Spannsystems 1 sowie dessen Symmetrieachse.
[0034] Die Figuren 3a und 3b mit Draufsichten auf das Ausführungsbeispiel eines teilweise geöffneten Außengehäuse des Spannsystems 1 gemäß Figur 3 verdeutlichen einen Übergang einer
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geöffneten Stellung und einer Verriegelungsstellung rein durch Verschieben des Sperrelements 7 mit daran fixierten und so mit dem Sperrelement 7 gemeinsam beweglichen Fixierungsmitteln 5 bei Führung über Kopplungsstück 9 in der Platte 2. Die Abbildungen der Figuren 4a und 4b zeigen Schnittdarstellungen in den Ebenen A-A und B-B von Figur 3b, um ein zusätzliche Wirkung des Eingreifens der Fixierungsmittel 5 in V-förmige Kerbe bzw. Ausnehmungen 12 an den Spannund Positionierungsbolzen 4 zu veranschaulichen. Demgegenüber weist das Fixierungsmittel 5 bei einer der Kerbe 12 ähnlicher Form einen gewissen Höhenversatz auf, der bei fortschreitendem form- und kraftschlüssigen Eingreifen des Fixierungsmittels 5 in die Kerbe 12 auf jeden Spann- und Positionierungsbolzen 4 eine Kraft ausübt, die zu einem Anpressen des Spannsystems 1 an eine nicht weiter dargestellte Maschinenaufnahme führt, in der die Spann- und Positionierungsbolzen 4 verschraubt sind. Damit erfolgt eine Fixierung unter Einsatz des beschriebenen Spannsystems 1 unter zusätzlicher Erzeugung einer Niederzugkraft, die eine mechanische Gesamteigenschaft dieser lö6sbaren Verbindung gegenüber bekannten Systemen noch verbessert.
[0035] Die Folge der Figuren 5a bis 5d zeigt Ansichten des Sperrelements 7 des Ausführungsbeispiels der Figuren 3a bis 4b. hierbei wird eine dreidimensionale Formgebung und eine Lage der Fixierungsmittel 5 an dem Sperrelement 7 dieses Ausführungsbeispiels besonders deutlich. Das Sperrelement 7 wird wie auch die anderen Bestandteile des Spannsystems 1 als Frästeil aus einem hochlegierten und härtbaren Stahl hergestellt, wobei für die Spindel als Standard-Bauteil oder Drehteil eingesetzt wird.
[0036] Die einseitig über das Sperrelement 7 auf die Spann- und Positionierbolzen 4 wirkende Kraft vermag das Spannsystem nicht meßbar zu verformen, so dass eine hochgenaue und reproduzierbare Fixierung und zuverlässige Lagesicherung gewährleistet ist. Die Figuren 6a und 6b zeigen analog der Abbildungen der Figuren 1a und 1b Draufsichten auf ein weiteres Ausführungsbeispiel eines teilweise geöffneten Spannsystems 1. Hierbei sind nun betragsgleich gegenläufig bewegbare Sperrelemente 7 in einer geöffneten Stellung und einer Verriegelungsstellung skizziert.
[0037] Figur 7 zeigt analog Figur 5c eine Seitenansicht einer alternativen Anordnung einer Spindel 10 als direktes Antriebselement zwischen zwei betragsgleich Sperrelementen 7. Bei Betätigung der Spindel 10 werden die betragsgleich Sperrelemente 7 gegenläufig bewegt, während die Spindel 10 selber in der beschriebenen Weise in der Platte 2 drehbar gelagert ist.
[0038] Die Figuren 8a und 8b zeigen Ansichten eines erweiterten Sperrelements 7 zur sicheren und schnell lösbaren Fixierung eines Spannsystems 1 an acht nicht weiter dargestellten Spannund Positionierbolzen 4. Unter Verwendung gleichartiger Spann- und Positionierbolzen 4 sind die trapezförmigen Körper 8 stets gleich ausgeformt und mit zwei als Fixierungsmittel 5 ausgebildeten Kantenbereichen versehen. Diese Spann- und Positionierbolzen 4 können gruppenweise in einem gleichen Raster angeordnet sein. Es sind jedoch u.a. aus der DE 10 2020 101 059 B4 abweichende Rasterungen bekannt. Zur Abbildung einer derartigen Anordnung ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung lediglich ein entsprechende Anpassung der Länge b eines Kopplungsstücks 9 in Abweichung von einer Länge a gemäß eines bekannten Rasters erforderlich. Im Ergebnis kann dann auch eine Anordnung gemäß der Offenbarung der DE 10 2020 101 059 B4 mit nur einem Spannsystem und einer mechanischen Betätigung über eine Spindel 10 in vergleichsweise einfacher Weise bei sehr wenigen Bauteilen aufgebaut werden. Figur 8a deutet eine Anpassbarkeit eines Spannsystems 1 gemäß vorstehender Beschreibung in einer Draufsicht an, während Figur 8b ein komplettes Sperrelement 7 mit gleichbleibendem Raster und dementsprechend gleichlangen Kopplungsstücken 9 der Länge a in perspektivischer Ansicht zeigt.
[0039] Insbesondere die Abbildung der Figur 2 zeigen einen sehr kompakten und niedrig bauendes Spannsystem 1 mit einer sehr geringen Anzahl von Einzelteilen. Diese Vorrichtung ermöglicht unter genauer und prozesssicher wiederholbarer Positionierung bei geringem Flächenbedarf eine spanabhebende Bearbeitung auch von Werkstücken maximaler Größe unter Wahrung erforderlicher minimaler Werkzeug-Verfahrwege. Derartigen Spannsysteme 1 steht aufgrund der genannten Vorteile in der zerspanenden Produktion ein weites Einsatzfeld offen.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Spannsystem
2 Platte
3 Spannöffnung in der Platte 2
4 Spann- und Positionierbolzen
5 bewegliches Fixierungsmittel
6 Abdeckung
7 Sperrelement
8 Trapez-förmiger Körper mit zwei Kantenbereichen (7) 9 _ Kopplungsstück
10 Spindel oder Gewindestange als Antriebsmittel des Sperrelements 7 11 Gewinde
12 V-Kerbe an dem Spann- und Positionierbolzen 4
a Strecke/Länge bei normalem Rastermaß
b Strecke/Länge bei größerem Rastermaß

Claims (10)

Ansprüche
1. Spannsystem (1) für eine schnell durchführbare und wiederholgenaue Fixierung eines Werkzeug- und/oder Maschinenteils zur spanenden Bearbeitung eines Werkstücks, wobei das Spannsystem (1) eine Platte (2) umfasst, die Spannöffnungen (3) in einem Raster aufweist, die einer Anordnung von Spann- und Positionierbolzen (4) an einem Werkzeug- und/oder Maschinenteil entspricht und in der Platte (2) zum Fixieren und Lösen einer Fixierung an den Spann- und Positionierbolzen (4) bewegliche Fixierungsmittel (5) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass in der Platte (2) ein Sperrelement (7) verschieblich angeordnet ist, an dem eine einer Anzahl von Spann- und Positionierbolzen (4) entsprechende Anzahl von Fixierungsmitteln (5) derart angeformt ist, dass jedes der Fixierungsmittel (5) in einer zugehörigen Spannöffnung (3) und mit den übrigen Fixierungsmitteln (5) durch eine Bewegung des Sperrelements (7) gemeinsam das Werkzeug- und/oder Maschinenteil fixiert oder eine Fixierung löst.
2. Spannsystem (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Spannsystem (1) mehr als drei Spann- und Positionierbolzen (4) vorgesehen sind, die alle zugleich durch Fixierungsmittel (5) fixierbar oder lösbar sind, wobei die Fixierungsmittel (5) gemeinsam mit dem Sperrelement (7) beweglich sind.
3. Spannsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (7) zu einer translatorischen Bewegung und insbesondere einer linearen Verschiebung in der Platte (2) gelagert ist.
4. Spannsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (7) zwei trapezförmige Körper (8) mit je zwei als Fixierungsmittel (5) ausgeformten schräg verlaufenden Kantenbereichen umfasst, die über ein Kopplungsstück (9) miteinander starr verbunden sind, wobei vorzugsweise weitere Einheiten aus je einem Kopplungsstück (9) und einem trapezförmigem Körper (8) in Anpassung an ein jeweiliges Rastermaß der Spann- und Positionierbolzen (4) mit zugehörigen Spannöffnungen (3) in der zugehörigen Platte (2) vorgesehen sind.
5. Spannsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (7) um einen zentralen Drehpunkt zur Ausführung einer teilweisen Drehbewegung gelagert ist, so dass die Fixierungsmittel (5) an dem Sperrelement (7) nicht linear, sondern auf einem Abschnitt einer Kreisbahn zwischen den Zuständen Fixieren und Lösen bzw. Freigeben der Spann- und Positionierbolzen (4) beweglich sind.
6. Spannsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Spindel oder Gewindestange (10) als Antriebsmittel des Sperrelements (7) in der Platte (2) drehbar gelagert ist, wobei das Antriebsmittel zur Bewegung des Sperrelements (7) über ein Gewinde (11) an dem Sperrelement (7) eingreift.
7. Spannsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierungsmittel (5) dazu ausgebildet sind, in Kontakt mit einem jeweiligen Spannund Positionierbolzen (4) einen Form- und Kraftschluss auszubilden, der zudem eine Kraft als Niederzug an den Spann- und Positionierbolzen (4) zum Anpressen des fixierten Werkzeug- und/oder Maschinenteils an das Spannsystem (1) erzeugt.
8. Spannsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannsystem (1) zwei Sperrelemente (7) umfasst, die unter mechanischer Kopplung zueinander im gleichen Maße gegenläufig beweglich sind.
9. Spannsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass statt einer Spindel oder Gewindestange (10) eine Hydraulik oder Pneumatik als Antriebsmittel des Sperrelements (7) vorgesehen ist, bei der ein Kolben einstückig an dem Sperrelement (7) ausgebildet ist.
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10. Spannsystem (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (7) durch ein Federelement mit einer Kraft beaufschlagt ist, die dazu ausgebildet ist, das Sperrelement (7) in einem drucklosen Zustand der Hydraulik oder Pneumatik in einer Sperr- bzw. Fixierungsstellung sicher zu halten.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
ATGM50159/2024U 2024-11-05 2024-11-05 Spannsystem AT18653U1 (de)

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