AT18659U1 - Wärmepumpenmodul und Gebäudeklimasystem - Google Patents

Wärmepumpenmodul und Gebäudeklimasystem

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AT18659U1 ATGM50059/2025U AT500592025U AT18659U1 AT 18659 U1 AT18659 U1 AT 18659U1 AT 500592025 U AT500592025 U AT 500592025U AT 18659 U1 AT18659 U1 AT 18659U1
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Abstract

Gebäudeklimasystem und Wärmepumpenmodul für ein mehrstöckiges Gebäude, umfassend folgende Komponenten: - eine Wärmepumpe (1), - einen thermischen Pufferspeicher (2), - eine erste Pumpenanordnung (3) zum Transport eines Wärmefluides zwischen der Wärmepumpe (1) und dem Pufferspeicher (2), - gegebenenfalls eine zweite Pumpenanordnung (4) zum Transport eines Wärmefluides von dem Pufferspeicher (3) durch das Gebäude, - gegebenenfalls ein Expansionsgefäß (5) für das Wärmefluid, - und einen Tragrahmen (6), wie beispielsweise eine Tragplatte (7), wobei die Komponenten an dem Tragrahmen (6) vormontiert sind und zusammen mit dem Tragrahmen (6) ein transportables Wärmepumpenmodul bilden.

Description

Beschreibung
WÄRMEPUMPENMODUL UND GEBÄUDEKLIMASYSTEM
[0001] Die Erfindung betrifft ein Wärmepumpenmodul und Gebäudeklimasystem gemäß den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Unter der Bezeichnung „Klimasystem“ wird ein System verstanden, das bevorzugt zur Beheizung und gegebenenfalls zur Kühlung eines Gebäudes eingerichtet ist.
[0002] Geänderte Rahmenbedingungen bei der Errichtung von Gebäuden, wie höhere Rohstoffpreise und höhere Produktionskosten, führen zu einem starken Anstieg der Baukosten. Um die Baukosten zu verringern, ist es gemäß Stand der Technik bekannt, die Gebäudeausstattung einfacher auszugestalten und günstigere Materialien zu verwenden. Diese Maßnahmen haben aber natürlich einen negativen Einfluss auf die Qualität des Gebäudes und dadurch auch auf die Wohnqualität.
[0003] Es besteht folglich ein Zielkonflikt zwischen Baukosten und Qualität der errichteten Wohnungen oder Büros.
[0004] Einer der Hauptkostentreiber bei der Errichtung von Gebäuden ist die komplexe Abfolge bei der Montage der Haustechnik, also beispielsweise die Verlegung der Hauselektrik, der wasserführenden Haustechnik, der Klimatechnik etc. Das Zusammenspiel unterschiedlicher Gewerke, die — aufeinander abgestimmt — unterschiedliche Tätigkeiten in gewissen Reihenfolgen durchführen müssen, ist dabei mit einem bekannt großen Aufwand verbunden, wobei dieser Aufwand einerseits ein finanzieller aber andererseits auch ein zeitlicher Aufwand ist.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es nun, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und insbesondere den oben genannten Zielkonflikt zu lösen.
[0006] Gemäß dem hier beschriebenen Ansatz werden nun Tätigkeiten zur Verlegung und Montage der Haustechnik von der Baustelle zu einer werksseitigen Vormontage verlagert. Insbesondere durch diesen Schritt können bei im Wesentlichen unveränderter Qualität der Bauausführung die Baukosten und Errichtungszeiten stark reduziert werden. Die werksseitige Vorkonfiguration der Komponenten mehrstöckiger Gebäude, wie insbesondere Wohn- und Bürobauten, führt zu einer starken Verbesserung des oben genannten Zielkonflikts.
[0007] Eine weitere Verbesserung kann insbesondere dadurch bewirkt werden, dass die Haustechnikkomponenten so zentral wie möglich geführt werden, um komplexe Montageprozesse in der gesamten Nutzungseinheit zu vermeiden.
[0008] Besonders Heizsysteme, die die Erwartungen an Heizleistung, Effizienz und Umweltverträglichkeit erfüllen, sind bei der Errichtung eines Gebäudes ein erheblicher Kostenfaktor. Herkömmliche Systeme umfassen ein komplexes Heizungssystem, das, bei einem Betrieb mit einer Wärmepumpe, meist großflächige Heizflächen, wie beispielswiese eine Fußbodenheizung und/oder eine Wandheizung, benötigt. Derartige Heizflächen sind bereits bei der Montage bzw. der Verlegung mit einem sehr großen Aufwand verbunden und abgesehen davon sehr kostspielig. Weitere Komponenten von Heizungssystemen, wie beispielsweise Pufferspeicher, Ausgleichsbehälter, Pumpengruppen, Steuerungskomponenten, Verteilungsleitungen und auch die Wärmepumpe selbst werden meist dezentral montiert und sind im Wesentlichen im gesamten Gebäude verteilt.
[0009] Zur Verringerung der Errichtungskosten bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Qualität der Nutzungseinheiten wird ein neuartiges Wärmepumpenmodul sowie ein neuartiges Gebäudeklimasystem vorgeschlagen.
[0010] Offenbart wird ein Wärmepumpenmodul für ein mehrstöckiges Gebäude, umfassend eine oder mehrere der folgenden Komponenten:
- eine Wärmepumpe,
- einen thermischen Pufferspeicher,
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- eine erste Pumpenanordnung zum Transport eines Wärmefluides zwischen der Wärmepumpe und dem Pufferspeicher,
- eine zweite Pumpenanordnung zum Transport eines Wärmefluides von dem Pufferspeicher durch das Gebäude,
- ein Expansionsgefäß für das Wärmerfluid,
- einen Tragrahmen, wie beispielsweise an einer Tragplatte.
[0011] Zusätzlich können die Komponenten noch eine Rückschlagklappe und eventuell ein Regulierventil vorgesehen sein.
[0012] Bevorzugt sind die Komponenten an dem Tragrahmen, insbesondere werksseitig, vormontiert. So kann das gesamte Wärmepumpenmodul vormontiert auf die Baustelle geliefert und dort verbaut werden.
[0013] Bevorzugt bilden die Komponenten zusammen mit dem Tragrahmen ein transportables Wärmepumpenmodul.
[0014] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass an dem Tragrahmen ein Gehäuse angebracht ist, in dem zumindest die erste Pumpenanordnung und der Pufferspeicher angeordnet und vor Umwelteinflüssen geschützt sind.
[0015] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Wärmepumpe außerhalb des Gehäuses an dem Tragrahmen angebracht ist.
[0016] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass eine Transportanordnung vorgesehen ist, die mindestens ein Befestigungselement wie eine Kranöse umfasst, wobei die Transportanordnung derart dimensioniert ist, dass das Wärmepumpenmodul an der Transportanordnung hochgehoben, transportiert und abgesetzt werden kann.
[0017] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass ein Stromanschluss vorgesehen ist, über den alle Komponenten des Wärmepumpenmoduls mit Elektrizität versorgt werden.
[0018] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass ein Vorlaufanschluss und ein Rücklaufanschluss zur Verbindung mit Steigleitungen für den Vor- und Rücklauf eines Gebäudeklimasystems vorgesehen sind.
[0019] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Wärmepumpe, der Pufferspeicher sowie der Vor- und Rücklauf einkreisig ausgebildet sind und alle dasselbe Wärmefluid verwenden.
[0020] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Wärmefluid Wasser ist.
[0021] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Wärmepumpe in einem Heizmodus oder in einem Kühlmodus betrieben werden kann.
[0022] Gegebenenfalls ist mindestens eine elektrische Frostschutzheizung vorgesehen, die das Wärmemedium des Pufferspeichers bei Bedarf über der Gefriertemperatur hält.
[0023] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Frostschutzheizung Elemente wie elektrische Begleitheizbänder oder Heizstäbe enthalten kann. Ein Elektroheizstab kann beispielsweise im Pufferspeicher angeordnet sein. Zusätzlich oder alternativ kann das Wärmerfluid ein Frostschutzmittel enthalten.
[0024] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass es eine horizontale Erstreckung von maximal 120 cm bis 150 cm in eine Richtung und maximal 180 cm bis 250 cm in die Querrichtung aufweist.
[0025] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass der Pufferspeicher so ausgelegt ist, dass er die beim Starten der Wärmepumpe produzierte Mindestwärmemenge speichern kann.
[0026] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass der Pufferspeicher ein Fassungsvermögen von 200 | bis 400 I, bevorzugt 300 | aufweist.
[0027] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Wärmefluid des Pufferspeichers Wasser ist.
[0028] Offenbart wird ein Gebäudeklimasystem umfassend ein Wärmepumpenmodul, das meh-
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rere Nutzungseinheiten und/oder mehreren Etagen eines Gebäudes klimatisiert.
[0029] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass der Vor- und Rücklauf des Wärmepumpenmoduls an mehrere Klimamodule zur Klimatisierung, also zur Beheizung oder Kühlung, je einer Nutzungseinheit angeschlossen ist.
[0030] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass pro Nutzungseinheit ein einziges Klimamodul vorgesehen ist.
[0031] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Klimamodule Gebläsekonvektoren sind.
[0032] Alternativ können auch durch das Wärmepumpenmodul versorgte Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen, Deckenheizungen und/oder Wandheizungen eingesetzt werden. Diese können dann gegebenenfalls auch zu Kühlung verwendet werden.
[0033] Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Klimamodule, die Wärmepumpe und gegebenenfalls auch der der Pufferspeicher einkreisig ausgebildet sind und alle dasselbe Wärmefluid verwenden.
[0034] Das Wärmepumpenmodul ist bevorzugt ein, insbesondere werkseitig, vorgefertigtes Modul, in dem im Wesentlichen alle zentralen Elemente der Wärmeerzeugung, aber bevorzugt auch der Kühlung des Gebäudes, vorhanden sind.
[0035] Dieses Wärmepumpenmodul kann beispielsweise mit einem Kran einfach abgesetzt werden, ohne dass die einzelnen Komponenten über Leitungen aufwendig miteinander verbunden werden müssen. Vielmehr kann das Wärmepumpenmodul mit den vorhandenen Komponenten auf das Dach oder an einer anderen geeigneten Stelle abgestellt werden. In weiterer Folge muss das Wärmepumpenmodul mit Elektrizität verbunden werden und der Vor- und Rücklauf des Gebäudeklimasystems müssen an den Vorlaufanschluss und den Rücklaufanschluss des Wärmepumpenmoduls angeschlossen werden.
[0036] Die Leitungen für den Vorlauf und den Rücklauf umfassen bevorzugt Steigleitungen des Gebäudes. Diese Steigleitungen können zentral in einen Gebäudetechnikschacht verlegt werden. Alternativ dazu, können Steigleitungen als Teil eines Installationsmoduls zur gesammelten Verlegung und stockweisen Verteilung von Haustechnik in einem mehrstöckigen Gebäude vorgesehen sein.
[0037] Zur effizienten Verteilung und Heizung der Nutzungseinheiten wird ein Gebäudeklimasystem vorgeschlagen, das das beschriebene Wärmepumpenmodul enthält. Zur Klimatisierung der einzelnen Nutzungseinheiten weist jede Nutzungseinheit zumindest ein Klimamodul auf. Das Klimamodul ist mit dem Wärmepumpenmodul wärmetechnisch verbunden. Bevorzugt ist das Klimamodul ein Gebläsekonvektor. Dieser überträgt die Wärme bzw. Kälte in herkömmlicher Weise an eine Luftströmung. Ist dieses Klimamodul zentral, also beispielsweise in einem WohnEssraum der Nutzungseinheit, angeordnet, so kann ein einziges Klimamodul zur Klimatisierung und insbesondere zur Beheizung der gesamten Nutzungseinheit ausreichen. An Stellen, an denen eine Heizung durch das zentrale Klimamodul nicht in ausreichendem Maß erfolgt, können Zusatzheizmodule wie beispielsweise Infrarotheizungen installiert werden. Insbesondere können derartige Infrarotheizungen im Bereich der Fensterflächen bzw. im Bereich der Außenwände installiert sein.
[0038] Alternativ können, wie oben erwähnt, durch das Wärmepumpenmodul versorgte Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen und/oder Wandheizungen eingesetzt werden. Diese können dann gegebenenfalls auch zu Kühlung verwendet werden.
[0039] Bevorzugt umfasst das Gebäudeklimasystem ein Wärmepumpenmodul, dessen Wärmemedium über zentral verlaufende Steigleitungen an mehrere Klimamodule verteilt wird, wobei bevorzugt pro Nutzungseinheit lediglich ein einziges Klimamodul vorgesehen ist. Durch diesen einfachen Aufbau kann im Vergleich zur herkömmlichen Heizsystemen ein Vorteil erzielt werden.
[0040] Bevorzugt weist das Wärmepumpenmodul eine maximale Erstreckung von 120 cm bis 150 cm in eine Richtung und 180 cm bis 250 cm in die Querrichtung auf. Durch diese kompakte
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Ausgestaltung kann es einfach transportiert und am oder im Gebäude montiert werden.
[0041] Das Gebäude ist bevorzugt ein mehrstöckiges Gebäude mit mehreren Nutzungseinheiten wie Wohnungen und/oder Büros. Bevorzugt sind mehr als sechs, zehn oder zwanzig Nutzungseinheiten je Wärmepumpenmodul vorgesehen. Alternativ können auch mehrere Wärmepumpenmodule vorgesehen sein, die jeweils eine bestimmte Anzahl an Nutzungseinheiten in dem Gebäude versorgen.
[0042] In weiterer Folge wird die Erfindung anhand der Figur weiter beschrieben.
[0043] Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Wärmepumpenmoduls und eines Gebäudeklimasystems.
[0044] Wenn nicht anders angegeben, so entsprechen die Bezugszeichen folgenden Komponenten: Wärmepumpe 1, Pufferspeicher 2, erste Pumpenanordnung 3, zweite Pumpenanordnung 4, Expansionsgefäß 5, Tragrahmen 6, Tragplatte 7, Gehäuse 8, Transportanordnung 9, Stromanschluss 10, Vorlaufanschluss 11, Rücklaufanschluss 12, Klimamodul 13, Installationsanordnung 14.
[0045] Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Wärmepumpenmoduls, das Teil eines Gebäudeklimasystems ist. Das Wärmepumpenmodul umfasst eine Wärmepumpe 1, einen Pumpenspeicher 2 und eine erste Pumpenanordnung 3. Die vorliegende Ausführungsform umfasst auch eine zweite Pumpenanordnung 4, die aber gegebenenfalls entfallen kann. Zudem ist bei dem Wärmepumpenmodul bevorzugt ein Expansionsgefäß 5 vorgesehen. Das Expansionsgefäß 5 kann an einer beliebigen geeigneten Stelle entlang der Leitungen an dem Wärmepumpenmodul angebracht sein.
[0046] Die Wärmepumpe 1, der Pufferspeicher 2 und die erste Pumpenanordnung 3 sind nun an einen Tragrahmen 6 angebracht. Auch das Expansionsgefäß 5 ist bevorzugt an den Tragrahmen 6 angebracht. Ist eine zweite Pumpenanordnung 4 vorgesehen, so kann auch diese am Tragrahmen 6 angebracht sein. Insbesondere sollen bei dem Wärmepumpenmodul all jene Komponenten an dem Tragrahmen 6 angebracht sein, die zur Temperierung eines Wärmefluids notwendig sind. Bevorzugt sind ein Vorlaufanschluss 11 und ein Rücklaufanschluss 12 vorgesehen.
[0047] Zur Versorgung des Wärmepumpenmoduls mit Strom kann ein zentraler Stromanschluss 10 vorgesehen sein, von dem aus die notwendigen Leitungen zu den einzelnen elektrischen betriebenen Komponenten des Wärmepumpenmoduls geführt sind.
[0048] Das Wärmepumpenmodul kann eine Rückschlagklappe und/oder ein Regulierventil umfassen.
[0049] Bevorzugt ist der Tragrahmen 6 als Tragplatte 7 ausgebildet. So können die notwendigen Komponenten auf der Tragplatte 7 angebracht sein und in dieser Konfiguration auch transportiert werden. Der Tragrahmen 6 ist bevorzugt als Betonplatte ausgeführt.
[0050] Die Tragplatte 7 kann eine Öffnung für den Kondensatablauf der Wärmepumpe 1 aufweisen.
[0051] Zum Schutz der Komponenten, insbesondere zum Wetterschutz des Pufferspeichers 2 oder auch der ersten Pumpenanordnung 3, kann ein Gehäuse 8 vorgesehen sein. Die Wärmepumpe 1 kann frei stehen, wenn sie für eine freistehende Aufstellung konzipiert ist. Dies kann insbesondere dann vorteilhaft sein, wenn es sich um eine Luftwärmepumpe handelt, deren Zuund Abluftöffnung freigehalten werden muss.
[0052] Bevorzugt sind die notwendigen Komponenten werksseitig an dem Tragrahmen 6 vormoniert. Dadurch ist ein vorgefertigtes Wärmepumpenmodul gebildet. Dieses kann einfach auf den dafür bestimmten Platz abgestellt werden. In weiterer Folge müssen nur noch der Vorlauf und der Rücklauf und die Stromversorgung angeschlossen werden.
[0053] Durch die kompakte Ausbildung als transportierbares Modul entfallen aufwendige Tätigkeiten zur Montage und Installation der einzelnen Komponenten. Zur Vereinfachung des Transports des Wärmepumpenmoduls ist eine Transportanordnung 9 vorgesehen. Diese Transportan-
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ordnung 9 kann beispielsweise mehrere Befestigungselemente wie Kranösen umfassen. Alternativ oder zusätzlich können die Befestigungselemente Standard-Gabeltaschen für Gabelstapler sein. Dadurch kann das Wärmepumpenmodul über herkömmliche Mittel einfach transportiert und an der vorbestimmten Stelle abgestellt werden.
[0054] Zur Temperierung des Gebäudes ist das Wärmepumpenmodul Teil eines Gebäudeklimasystems. Dieses Gebäudeklimasystem umfasst, abgesehen von dem Wärmepumpenmodul, mehrere Klimamodule 13. Insbesondere ist pro Nutzungseinheit zumindest ein Klimamodul 13 und bevorzugt exakt ein Klimamodul 13 vorgesehen. Das Klimamodul 13 ist bevorzugt ein Gebläsekonvektor. Dieser Gebläsekonvektor kann herkömmlich ausgebildet sein und umfasst einen Wärmetauscher, der von einem Wärmefluid durchströmt ist. Zudem umfasst der Gebläsekonvektor ein Gebläse, das einen Luftstrom erzeugt und damit die Wärmeübertragung mit dem Wärmetauscher bewirkt.
[0055] Bevorzugt ist das Wärmepumpenmodul zur Beheizung des Gebäudes und damit zur Erwärmung eines Wärmefluids eingerichtet. Alternativ bzw. zusätzlich kann das Wärmepumpenmodul jedoch auch in einen Kältebetriebsmodus versetzt werden, in dem über das Gebäudeklimasystem auch eine Kühlung des Gebäudes und der einzelnen Nutzungseinheiten erfolgen kann.
[0056] Bevorzugt ist das Gebäudeklimasystem einkreisig ausgebildet. Insbesondere werden die Wärmepumpe 1, der Pufferspeicher 2 und der Vor- und der Rücklauf, und damit bevorzugt auch die Klimamodule 13, von ein und demselben Wärmefluid durchströmt. Das Wärmefluid ist bevorzugt Wasser.
[0057] Der Pufferspeicher 2 ist insbesondere dazu vorgesehen, Wärme zu speichern, die anfällt, wenn die Wärmepumpe 1 in Betrieb genommen wird. So weisen Wärmepumpen 1 oft eine Mindesteinschaltdauer auf, wobei die in dieser Zeit erzeuge Wärme gegebenenfalls zwischengespeichert werden muss. Dies erfolgt in dem Pufferspeicher 2. Benötigt die Wärmepumpe 1 keinen Pufferspeicher 2, so kann dieser auch entfallen.
[0058] Die Verteilung der Wärme- bzw. Kälteenergie in dem Gebäude erfolgt bevorzugt über eine Installationsanordnung 14. Die Installationsanordnung 14 kann bevorzugt mehrere übereinander angeordnete Installationsmodule umfassen. Diese Installationsmodule sind bevorzugt vertikal übereinander angeordnet, um eine gesammelte Verlegung und stockweise Verteilung von Haustechnik, im vorliegenden Fall des Wärmefluids, zu ermöglichen. Das Installationsmodul umfasst dabei bevorzugt mehrere Haustechnikkomponenten, die mit einer Vergussmasse zu einem werksseitig vorgefertigten Fertigteil vergossen und dadurch in das Fertigteil integriert sind. Dabei kann das Installationsmodul wasserführende Komponenten und stromführende Komponenten umfassen.
[0059] Zur Weiterführung des Wärmefluids kann eine Installationsanordnung 14 vorgesehen sein. Die Installationsanordnung 14 kann ein Vorwandregister umfassen. Das Vorwandregister ist bevorzugt werksseitig vorkonfiguriert und vorgefertigt und zur Montage und zum Anschluss von Sanitärkomponenten eingerichtet. Die Installationsanordnung 14 kann Installationsmodule umfassen. Die Steig- und Fallleitungen für das Wärmefluid, also der Vor- und Rücklauf, werden bevorzugt durch die Installationsmodule von Stockwerk zu Stockwerk durch das Gebäude geleitet. An jedes Installationsmodul ist bevorzugt ein Vorwandregister angeschlossen, das das abgezweigte Wärmefluid zu dem Klimamodul 13 der jeweiligen Nutzungseinheit leitet.
[0060] Durch diese kompakte Anordnung mit Fertigteilen kann eine einfache und kostengünstige Errichtung eines Gebäudeklimasystems ermöglicht werden.

Claims (17)

Ansprüche
1. Wärmepumpenmodul für ein mehrstöckiges Gebäude, umfassend folgende Komponenten: - eine Wärmepumpe (1), - einen thermischen Pufferspeicher (2), - eine erste Pumpenanordnung (3) zum Transport eines Wärmefluides zwischen der Wärmepumpe (1) und dem Pufferspeicher (2), - gegebenenfalls eine zweite Pumpenanordnung (4) zum Transport eines Wärmefluides von dem Pufferspeicher (3) durch das Gebäude, - gegebenenfalls ein Expansionsgefäß (5) für das Wärmefluid, - und einen Tragrahmen (6), wie beispielsweise eine Tragplatte (7), dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten an dem Tragrahmen (6) vormontiert sind und zusammen mit dem Tragrahmen (6) ein transportables Wärmepumpenmodul bilden.
2. Wärmepumpenmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, - dass an dem Tragrahmen (6) ein Gehäuse (8) angebracht ist, in dem zumindest die erste Pumpenanordnung (3) und der Pufferspeicher (2) angeordnet und vor Umwelteinflüssen geschützt sind, - wobei die Wärmepumpe (1) bevorzugt außerhalb des Gehäuses (8) an dem Tragrahmen (6) angebracht ist.
3. Wärmepumpenmodul nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Transportanordnung (9) vorgesehen ist, die mindestens ein Befestigungselement wie eine Kranöse umfasst, wobei die Transportanordnung (9) derart dimensioniert ist, dass das Wärmepumpenmodul an der Transportanordnung (9) hochgehoben, transportiert und abgesetzt werden kann.
4. Wärmepumpenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stromanschluss (10) vorgesehen ist, über den alle Komponenten des Wärmepumpenmoduls mit Elektrizität versorgt werden.
5. Wärmepumpenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Vorlaufanschluss (11) und ein Rücklaufanschluss (12) zur Verbindung mit Steigleitungen für den Vor- und Rücklauf eines Gebäudeklimasystems vorgesehen sind.
6. Wärmepumpenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmepumpe (1), der Pufferspeicher (2) sowie der Vor- und Rücklauf einkreisig ausgebildet sind und alle dasselbe Wärmefluid verwenden.
7. Wärmepumpenmodul nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmerfluid Wasser ist.
8. Wärmepumpenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmepumpe (1) in einem Heizmodus oder in einem Kühlmodus betrieben werden kann.
9. Wärmepumpenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, - dass mindestens eine elektrische Frostschutzheizung vorgesehen sind, die das Wärmemedium des Pufferspeichers (2) bei Bedarf über der Gefriertemperatur hält, - wobei die Frostschutzheizung Elemente wie elektrische Begleitheizbänder oder Heizstäbe enthalten kann.
10. Wärmepumpenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es eine horizontale Erstreckung von maximal 120 cm bis 150 cm in eine Richtung und maximal 180 cm bis 250 cm in die Querrichtung aufweist.
11. Wärmepumpenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Pufferspeicher (2) so ausgelegt ist, dass er die beim Starten der Wärmepumpe (1) produzierte Mindestwärmemenge speichern kann.
12. Wärmepumpenmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Pufferspeicher (2) ein Fassungsvermögen von 200 I bis 400 I, bevorzugt 300 | aufweist, wobei das Wärmefluid des Pufferspeichers (2) bevorzugt Wasser ist.
13. Gebäudeklimasystem umfassend ein Wärmepumpenmodul nach einem der vorangegangenen Ansprüche, das mehrere Nutzungseinheiten und/oder mehreren Etagen eines Gebäudes klimatisiert.
14. Gebäudeklimasystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, - dass der Vor- und Rücklauf des Wärmepumpenmoduls an mehrere Klimamodule (13) zur Klimatisierung, also zur Beheizung oder Kühlung, je einer Nutzungseinheit angeschlossen ist, - wobei bevorzugt pro Nutzungseinheit ein einziges Klimamodul (13) vorgesehen ist.
15. Gebäudeklimasystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimamodule (13) Gebläsekonvektoren sind.
16. Gebäudeklimasystem nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Vor- und Rücklauf des Wärmepumpenmoduls an mehrere Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen, Deckenheizungen und/oder Wandheizungen angeschlossen ist.
17. Gebäudeklimasystem nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Klimamodule (13), die Wärmepumpe (1) und der Pufferspeicher (2) einkreisig ausgebildet sind und alle dasselbe Wärmefluid verwenden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
718
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