AT 001 870 Ul Die Erfindung betrifft ein Trinkgefäß. Es sind zahlreiche Materialien bekannt, aus denen Trinkgefäße hergestellt werden. Das meistverwendete Material hierfür ist Glas. Der Nachteil von Gläsern besteht bekanntlich darin, daß sie leicht zerbrechlich und, falls auf besondere Formgebung und Qualität Wert gelegt wird, in der Anschaffung relativ teuer sind. Seit den letzten Jahrzehnten gibt es einen Trend zu Einweg-Trinkgefäßen, welche aus imprägniertem Karton oder aus Kunststoff hergestellt werden. Diese Trinkgefäße sind nicht formstabil und werden auch von manchen Gästen aus ästhetischen Gründen abgelehnt. Letztlich trägt diese Art von Trinkgefäßen nicht unwesentlich zur Umweltverschmutzung bei, da sie zumeist achtlos weggeworfen werden. Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Trinkgefäßes, welches insbesondere zum Servieren von Getränken kleineren Volumens geeignet ist, und keine Probleme hinsichtlich Umweltverschmutzung nach sich zieht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Wandung des Trinkgefäßes aus Eis besteht. Hierdurch wird Gaststättenbesitzern eine neue Möglichkeit geboten, mehr Attraktion für die Gäste zu bieten, wobei keine Probleme hinsichtlich Umweltverschmutzung auftreten. In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß dem Eis natürliche oder künstliche Farbstoffe und/oder Aromastoffe und/oder Geschmacksstoffe beigesetzt sind. Dem Gast wird dadurch ein Anreiz geboten, die im Eis enthaltenen Stoffe auch zu konsumieren, die einerseits eine appetitanregende oder andererseits eine verdauungsfördernde Wirkung entfalten können. Gemäß bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist die Wandung des Trinkgefäßes kegelförmig, oder zylindrisch, oder kegelstumpfförmig ausgebildet, wobei sich bei beiden letzteren Ausführungsformen der Vorteil ergibt, daß die Trinkgefäße selbststehend sind. Um sicherzugehen, daß bei obigen Ausführungsformen ein selbststehender Halt des Trinkgefäßes gegeben ist, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß das Trinkgefäß in einer selbststehenden Halterung gehalten ist. Eine bevorzugte Ausführungsform einer Halterung besteht in 2 AT 001 870 Ul vorteilhafter Weise darin, daß die Halterung aus einem Trichter und einem daran anschließenden Fußteil besteht. Eine besonders günstige Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung weiters zwischen dem Trichter und dem Fußteil einen Stiel aufweist. Damit sich das im Laufe der Zeit bildende Schmelzwasser während des Gebrauches des Trinkgefäßes nicht zu Boden tropft, ist vorgesehen, daß der Stiel hohl ist, so daß sich das Schmelzwasser im Hohlraum des Stieles sammeln kann. Eine weitere Absicherung gegen Herausrinnen des Schmelzwassers wird vorteilhafter Weise dadurch erreicht, daß im oberen Abschnitt des hohlen Stieles eine ringförmige Blende vorgesehen ist. Zu diesem Zweck kann auch zusätzlich vorgesehen sein, daß der Hohlraum des Stieles mit einem wassersaugenden Material gefüllt ist. Zum besseren Halt des Gefäßes in der Halterung sowie aus ästhetischen Gründen ist der Trichter an die Form und Größe der Wandung angepaßt. Eine weitere Verbesserung des Haltes des Gefäßes in der Halterung wird in vorteilhafter Weise dadurch erzielt, daß der Trichter Haltearme aufweist, welche im wesentlichen parallel zur Wandung verlaufen, und daß am freien Endabschnitt der Haltearme Halteelemente angeordnet sind, welche vorzugsweise kugelförmig ausgebildet sind. Hierdurch wird gewährleistet, daß das Gefäß selbst bei einer Drehung um 180" sicher in der Halterung gehalten wird. Um das Trinkgefäß nach dem Gebrauch wieder verwenden zu können ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Halterung aus Kunststoff oder Metall besteht. Eine baulich einfache Vorrichtung zur Herstellung des Trinkge-fäßes ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß eine Negativform mit zumindest einer Erhöhung zur Bildung der Innenseite und eine Positivform mit zumindest einer Vertiefung zur Bildung der Außenseite der Wandung des Gefäßes vorgesehen ist, wobei die Negativ- und Positivform ineinanderfügbar und höhen- und seitenmäßig zueinander fixierbar sind. Die Positivform wird nun mit Wasser gefüllt, worauf die Negativform aufgesetzt und die ganze Form in ein Gefrierfach eines Kühlschrankes oder in eine Gefriertruhe gegeben wird. 3 AT 001 870 Ul Um gleichzeitig eine Mehrzahl von Gefäßen hersteilen zu können ist es von Vorteil, wenn sowohl in der Positivform eine Mehrzahl von Vertiefungen als auch in der Negativform eine Mehrzahl von Erhöhungen jeweils in einer Einheit nebeneinander in Abstand angeordnet sind. Falls beim Einfüllen von Wasser in die Positivform zuviel Wasser eingefüllt wurde, welches beim Aufsetzen der Negativform in nachteiliger Weise ausfließen würde, ist vorgesehen, daß zwischen den Vertiefungen der Positivform den Rand der Vertiefungen umgebende Rinnen vorgesehen sind. Damit die Längsachsen der Positivform und der Negativform beim Zusammensetzen genau übereinstimmen, und damit zwischen den beiden Formen eine mechanisch feste Verbindung gegeben ist, kann die Positivform mit der Negativform durch zumindest zwei lösbare Verbindungseinrichtungen verbunden sein. Eine bevorzugte Verbindungseinrichtung besteht vorteilhaft darin, daß die Positivform zumindest zwei diametral gegenüberliegende Stifte aufweist, die in korrespondierende Sacklöcher in der Negativform einsteckbar sind. Um die beiden Formen wiederholt verwenden zu können, sind die Positiv- und Negativform aus Kunststoff oder Metall hergestellt. Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Es zeigen Fig.l eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Trinkgefäßes in Vorderansicht, Fig.2 das Trinkgefäß nach Fig.l im Querschnitt, Fig.3 das Trinkgefäß nach Fig.2 in Gebrauchslage, Fig.4 ein Detail nach Fig.2 in vergrößertem Maßstab, Fig.5 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Trinkgefäßes, und Fig.6 bis 8 Formen zur Herstellung des Trinkgefäßes. In Fig.l bezeichnet 1 allgemein ein Trinkgefäß, welches aus einem, eine Flüssigkeit aufnehmenden Gefäßteil 2 und einer Halterung 3 besteht, die zum Halten des Gefäßteils 2, sowie zur Handhabung und zum Abstellen des Trinkgefäßes 1 auf einer Unterlage dient. Die Wandung 4 des Gefäßteiles 2 besteht aus Eis, und wird in einer zweiteiligen Form hergestellt, wie später erläutert wird. Die Halterung 3 setzt sich aus einem Trichter 5, einem Stiel 6, und einem Fußteil 7 in einer Einheit zusammen. In Verlängerung des Trichters 5 erstrecken sich Haltearme 8 nach oben, an deren freiem Endabschnitt nach innen, zum Gefäßteil 2 hin gerichtete kugel- 4 AT 001 870 Ul förmige Halteelemente 9 angeordnet sind. Wie aus Fig.2 ersichtlich, ist die Wandung 4 des Gefäßteiles 2 kegelförmig ausgebildet, wobei der Trichter 5 sowie die Arme 8 dieser Kegelform angepaßt sind, d.h. parallel zur Wandung 4 verlaufen. Der Stiel 6 ist hohl und wird vom Fußteil 7 abgeschlossen, so daß ein Hohlraum zur Aufnahme von Schmelzwasser gebildet wird, welches vom Gefäßteil 2 abtropft. Die Halterung 3 wird vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt; sie kann aber auch aus Metall bestehen. Bei der in Fig.3 gezeigten Gebrauchslage des Trinkgefäßes 1 hat sich während des Trinkens bereits Schmelzwasser 10 im hohlen Stiel 6 gesammelt. Um Sicherzustellen, daß kein Schmelzwasser über den Rand des Trichters 5 während des Trinkens austritt, kann eine ringförmige Blende 11 im oberen Abschnitt des Stieles 6 als Auslaufschutz vorgesehen sein. Der Hohlraum des Stieles 6 kann auch mit einem stark saugenden Material, z.B. Vlies oder dgl., ausgefüllt sein. Fig.4 zeigt in Vergrößerung den Bereich der Wandung 4, in welchen das Halteelement 9 nach dem Einsetzen des Gefäßteiles 2 nach kurzer Zeit eindringt und durch Schmelzen des Eises der Wandung 4 eine Kaverne 12 bildet, so daß eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Gefäßteil 2 und der Halterung 3 hergestellt wird. Eine einfache Ausführungsform eines Trinkgefäßes 1' ist in Fig.5 dargestellt, bei welchem der Trichter 5 der Halterung 3’ direkt mit dem Fußteil 7 verbunden ist, der ein mittiges Loch 13 zum Auslaufen des Schmelzwassers aufweist. Die in Fig.6 gezeigte Form 14 zur Herstellung des Gefäßoberteils 2 besteht aus einer Negativform 15, und einer, die Negativform 15 aufnehmenden Positivform 16. Die Positivform 16 weist eine Mehrzahl von nebeneinanderliegenden kegelförmigen Vertiefungen 17 auf, in welche, entsprechend der Wandstärke der zu bildenden Wandung 4, kleinere kegelförmige Erhöhungen der Negativform 15 hineinragen. Wie aus Fig.7 ersichtlich ist, sind die Vertiefungen 17 bzw. die Erhöhungen 18 in gleichem Abstand zueinander angeordnet. Zur Verbindung der Positivform 16 mit der Negativform 15 sind an zumindest zwei diametral gegenüberliegenden Ecken der Negativform 15 Stifte 19 angeordnet, die in gegenüberliegende Sacklöcher 20 der 5 AT 001 870 Ul Positivform 16 eingreifen, wodurch die gegenseitige genaue Lage der Längsachse der Vertiefungen 17 und Erhöhungen 18 fixierbar ist. Zur Herstellung der Gefäßteile 2 werden die Vertiefungen 17 der Positivform 16 teilweise mit Wasser gefüllt, die Negativform 15 aufgesetzt und fixiert, worauf die Form 14 in das Gefrierfach eines herkömmlichen Eisschrankes, oder in eine Gefriertruhe gebracht wird. Dem Wasser können dabei natürliche oder künstliche Färb-, Aroma- oder Geschmackstoffe beigesetzt werden. Nach dem Gefrieren des Wassers kann die Form 14 durch kurzes Eintauchen in warmes Wasser entformt und die Gefäßteile 2 in die Halterungen 3 eingesetzt werden. Für den Fall, daß beim Füllen der Positivform 16 zuviel Wasser eingefüllt wurde, welches beim Einsetzen der Negativform 15 über den Rand der Positivform 16 nach außen abfließen würde, können zwischen den Vertiefungen 17 der Positivform 16 den Rand der Vertiefungen 17 umgebende Rinnen 21 (mit strichpunktierter Linie dargestellt) vorgesehen sein, die das überschüssige Wasser aufnehmen (siehe Fig.6 und 8). Bei der in Fig.8 dargestellten Ausführungsform einer Form 14’ sind die Vertiefungen 17' der Positivform 16' sowie die Erhöhung 18’ der Negativform 15' zylindrisch ausgebildet, so daß selbststehende Gefäßteile 2' erzeugt werden können, die aber auch in entsprechende Halterungen (nicht dargestellt) mit zylindrischen Trichtern eingesetzt werden können. Im Rahmen der Erfindung sind noch weitere Ausführungsformen von Gefäßteilen möglich. Beispielsweise können auch kegelstumpf-förmige Gefäßteile mit entsprechend großem Bodendurchmesser hergestellt werden, welche dadurch ebenfalls selbststehend sind. Natürlich kann auch der Übergang zwischen Boden und Oberteil des Gefäßteiles sowohl innen als auch außen abgerundet sind, wobei die Rundung so weitgehend vergrößert werden kann, daß halbkugelförmige Gefäße erhalten werden. Der Querschnitt der Wandung 4 der Gefäßteile kann auch eine elliptische, parabolische, hyperbolische, oder eine sonstige geometrisch Kurvenform aufweisen, wobei für den Fall, daß diese Gefäßteile selbststehend sein sollen, deren Boden eben ausgebildet ist. Des weiteren kann die Wandung im Bereich des Bodens dicker als im Bereich des Oberteils des Gefäßteiles ausgebildet sein. Beispielsweise kann zu diesem Zweck bei einem kegel- 6 AT 001 870 Ul förmigen Gefäßteil der Konuswinkel des Außenkegels kleiner als der des Innenkegels sein. Letztlich ist es auch möglich, in die Positivform ein Glas einzusetzen, wobei die Positivform der Außenkontur des Glases angepaßt ist, und anschließend eine der Innenkontur des Glases angepaßte Negativform zu verwenden, so daß im Endeffekt das Glas mit einer innenseitigen Wandung aus Eis überzogen ist. Als Material zur Herstellung der Form 14 dient Kunststoff oder Metall. 7 AT 001 870 Ul Ansprüche: 1. Trinkgefäß, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Trinkgefäßes aus Eis besteht.