AT202627B - - Google Patents
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- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
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- H01H71/16—Electrothermal mechanisms with bimetal element
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Description
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Bimetallauslöser
Für die Auslösung von Selbstschaltern bei Kurzschlüssen werden im allgemeinen Elektromagnete verwendet, die bei Überschreiten eines bestimmten Stromwertes unverzögert ansprechen.
Bekannt ist es weiterhin, dass man zur Unterbrechung bei Kurzschlüssen auch beheizte Bimetalle verwerden kann, bei denen die Formänderung des wärmeempfindlichen Gliedes etwa proportional der durch den Strom erzeugten Wärmemenge ist, so dass die Auslösezeit sich mit steigender Stromhöhe verringert.
Derartige thermische Auslöser, insbesondere Bimetallauslöser, sprechen aber auch, zwar nach langer Zeit, an, wenn der Strom verhältnismässig geringfügig über dem Dauerbelastungsstrom liegt.
Die Erfindung bezieht sich auf einen direkt beheizten Bimetallauslöser mit zwei Metallkomponenten verschiedener elektrischer Leitfähigkeit, dessen Aufgabe es ist, bei langsamer Wärmezufuhr nicht anzusprechen, aber ein möglichst unverzögertes Abschalten zu bewirken, wenn durch einen Kurzschlussstrom die Wärme schnell zugeführt wird. Nach der Erfindung kann dies dadurch erreicht werden, dass die Wärmeausdehnungskoeffizienten der beiden Metallkomponenten praktisch gleich sind und dass derenLeitfähigkeit um ein solches Mindestmass unterschiedlich ist, dass eine Auslösung allein durch die bei Strom- änderung infolge der erzielten Stromverteilung bewirkte Temperaturverteilung in den beiden Komponenten gewährleistet ist.
Die beiden Metallkomponenten können thermisch gegeneinander isoliert werden, entweder durch Zwischenlegen einer wärmeisolierenden Schicht oder durch Abstandhalter mit Luftzwischenraum, wobei der Abstand veränderbar ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt und an Hand dieser Ausführungsbeispiele näher-erläutert. Die Fig. 1 zeigt einen Auslöser, der nach Art der normalen Bimetalle aus zwei verschiedenen Streifen l, 2 besteht. Diese beiden Komponenten haben zwar eine merkliche thermische Längenänderung aufzuweisen, die aber gemäss der Erfindung nicht wesentlich voneinander abweichen soll. Die Streifen unterscheiden sich vielmehr dadurch, dass z. B. die Komponente l, aus Kupfer oder dergleichen, eine wesentlich grössere elektrische Leitfähigkeit hat als die Komponete 2, z. B. Konstantan.
Wird nun in dieser Kombination bei Kurzschluss durch die Stromleitung,'bei derbeideStreifenpar- allel geschaltet in der Strombahn liegen, Wärme erzeugt, so ist der Wärmeanteil in der Komponente 1 infolge des höheren Stromflusses merklich grösser als in der Komponente 2. Damit liegt also die Temperatur in der Komponente 1 höher und die Längenänderung dieses Streifens ist grösser als bei der Komponente 2, die erst durch mittelbare Erwärmung von der Komponente 1 her zusätzlich aufgeheizt wird.
Je nach der Art des Wärmeüberganges, der gemäss Fig. l durch eine Isolierzwischenschicht 3 mit schlechter Wärmeleitung und hohem elektrischem Widerstand angedeutet ist, entsteht zwischen den Komponenten 1 und 2 eine Temperaturdifferenz und damit erfolgt eine Ausbiegung des Bimetalles in Richtung des Pfeiles 5. Die Komponenten könnten aber auch unmittelbar aufeinander gewalzt sein. Es stellt sich allerdings dann ein kleinerer Temperaturunterschied ein, man muss. also durch einen höheren Kurzschluss-
EMI1.1
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des die Ausbiegung verursachenden Stromes kann durch die Stärke und die Art der verwendeten Zwischenschicht bzw. durch Variation der Wärmeübergangsstellen beeinflusst werden.
Das unterschiedliche Verhalten der beiden Komponenten und damit ihre resultierende Verformung kann ausserdem noch variiert werden, wenn-abweichend vom Normalfall - bei dem das Dickenverhältnis der beiden Komponenten etwa 1 ; 1 ist, die Stärke der beiden Schichten 1 und 2 entsprechend dem Mindestmass, um das die Leitfähigkeiten verschieden sein müssen, angepasst wird. Dies ist beispielsweise dann notwendig, wenn gleichartige Werkstoffe für die Metallkomponenten verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zwei Metallkomponenten verschiedener elektrischer Leitfähigkeit enthaltender direkt beheizter Bimetallauslöser, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeausdehnungskoeffizienten der beiden Metallkomponenten praktisch gleich sind und dass deren Leitfähigkeit um ein solches Mindestmass unterschied-
EMI2.1
wirkte Temperaturverteilung in den beiden Komponenten gewährleistet ist.
Claims (1)
- 2. Bimetallauslöser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Metallkomponenten thermisch gegeneinander isoliert sind.3. Bimetallauslöser nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Metallkomponenten, vorzugsweise unter Zwischenlage einer wärmeisolierenden Schicht, miteinander verwalzt sind.4. Bimetallauslöser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Metallkomponenten durch Abstandhalter mit Luftzwischenraum voneinander getrennt sind.5. Bimetallauslöser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden Metallkomponenten und bzw. oder die Breite der Abstandhalter veränderbar sind.6. Bimetallauslöser nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine bestimmte Verformung des wärmeempfindlichen Gliedes durch ein entsprechend gewähltes Dickenverhältnis der beiden Metallkomponenten vorgegeben ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE202627T | 1956-08-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT202627B true AT202627B (de) | 1959-03-25 |
Family
ID=29556648
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT483857A AT202627B (de) | 1956-08-08 | 1957-07-22 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT202627B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102017216506B4 (de) | 2017-09-18 | 2024-09-05 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Radkappe oder Abdeckung für den Zwischenraum von Rad-Speichen eines Fahrzeugrades mit zumindest einem Flügelelement, oder Fahrzeugrad mit zumindest einem Flügelelement am Zwischen-raum von Rad-Speichen |
-
1957
- 1957-07-22 AT AT483857A patent/AT202627B/de active
Cited By (1)
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| DE102017216506B4 (de) | 2017-09-18 | 2024-09-05 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Radkappe oder Abdeckung für den Zwischenraum von Rad-Speichen eines Fahrzeugrades mit zumindest einem Flügelelement, oder Fahrzeugrad mit zumindest einem Flügelelement am Zwischen-raum von Rad-Speichen |
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