AT202784B - Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus einer höher schmelzenden und einer niedriger schmelzenden Komponente nach dem Lichtbogenschmelzverfahren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus einer höher schmelzenden und einer niedriger schmelzenden Komponente nach dem Lichtbogenschmelzverfahren

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AT202784B
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Karl Dipl Ing Dr T Sedlatschek
Nat Richard Dr Phil Kieffer
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Plansee Metallwerk
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus einer höher schmelzenden und einer niedriger schmelzenden Komponente nach dem Lichtbogenschmelzverfahren 
In den letzten Jahren hat sich für die Verarbei- tung von in Form von   Kulvem   oder Schwamm an- fallenden hochschmelzenden Metallen, z. B. Molyb- dän oder von Metallen, die infolge ihrer Reak- tionsfähigkeit mit dem Tiegelmaterial bzw. mit der
Ofenatmosphäre nach dem üblichen   Schmelzver,   fahren nicht eingeschmolzen werden können, das   Lichtbogenschmdzverfahren     eingeführt.

   Bei   diesem
Verfahren werden entweder die Metallpulver durch den elektrischen Lichtbogen in einer   wassergekühl-   ten Kokille im- Vakuum oder unter Edelgas mit Hilfe von Wolframelektroden zu   Schmelzblöcken   eingeschmolzen oder es werden aus den Metallpulvern Elektroden gepresst, die-dann durch den zwischen dem unteren Ende der Elektrode und dem Schmelzblock gezogenen Lichtbogen so hoch erhitzt werden, dass sie am unteren Ende schmelzen, in die gekühlte Kupferkokille abtropfen und den   Schmelzblock aufbauen.   Auch in diesem Fall wird im Vakuum oder unter Schutzgas gearbeitet. 



     Zur Herstellung von Schmelzblöcken   aus Legierungen werden entweder Gemische aus den verschiedenen Metallpulver eingeschmolzen oder gepresste und eventuell vorgesintente Elektroden aus den   Metallpulvemgenüsch-en verwendet.   Es können die Legierungsmetalle auch in Form von   Vorlegie-   rungen in Pulverform oder in Form von Stäben, Drähten usw. beim Pressvorgang in die Elektroden eingepresst oder auf den Elektroden mechanisch befestigt werden. Die endgültige Legierungsbildung erfolgt in diesen Fällen während des Einschmelzens. 



   Alle die erwähnten, bisher üblichen Methoden zum Einschmelzen von Metallpulvergemischen bzw. zur Herstellung von legierten Lichtbogenschmelzelektroden haben jedoch den grossen Nachteil, dass die   reaktionsfähigste Legierungskompo-   nente Verunreinigungen, wie z. B. Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoff und eventuell Wasserstoff aus dem Gesamtmaterial an sich bindet und dadurch den   Reinigungsprozess   beim Einschmelzen der Elektroden weitgehendst verhindert. 



   Die Erfindung zeigt nun einen Weg zur Herstellung von Legierungen aus einer höher schmelzenden und einer niedriger schmelzenden Kom- 
 EMI1.1 
    bestehtbdelgas   wird gleichzeitig das Molybdän sowie das Titan entgast, das Titan gleichmässig im Molybdän verteilt und Se Legierungsbildung erreicht.

   Die so hergestellte, sauerstoffreie und entgaste, mit 
 EMI1.2 
 
Das vorgeschlagene Verfahren ergibt demnach die Möglichkeit, bereits weitgehendst gereinigte und entgaste Lichtbogenelektroden in wirtschaftlicher Weise herzustellen, da man sowohl den aus der   höherschmelzenden   Metallkomponente herge-   stellten porösen Sinterstab als auch die niedrigerschmelzende Metallkomponente unter den jeweils   

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 optimalen Bedingungen reinigen und schliesslich beim Tränken selbst der Reinigungs- und Entgasungsprozess weitergeführt werden kann, so dass Metallelektroden mit geringstem Gehalt von Verunreinigungen für das Einschmelzen im Lichtbo-   genofen   zur Verfügung stehen. 



   PATENTANSPROCHE : 
 EMI2.1 
 aus einer höher schmelzenden und einer niedriger schmelzenden Komponente nach dem Lichtbogenschmelzverfahren, dadurch gekennzeichnet,   dass   durch Pressen und/oder Sintern der höher schmelzenden, gepulverten Legierungskomponente poröse Elektrodenkörper von möglichst hoher Reinheit her- 
 EMI2.2 
   gierungsanteil getränkt   und dann als selbstverzehrende Elektroden in einen Lichtbogenofen, eingesetzt werden, wo sie   niedergeschmolZ1en   werden und die Schmelze in einer gekühlten Form aufgefangen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangsstoffe vor ihrer Verarbeitung zwecks Entfernung von Verunreinigun- EMI2.3
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der poröse Elektrodenkörper vor und bzw. während seiner Tränkung mit der niedrigerschmelzenden Komponente durch thermische Behandlung möglichst vollständig ent- gast wird.
AT79658A 1958-02-04 1958-02-04 Verfahren zur Herstellung von Legierungen aus einer höher schmelzenden und einer niedriger schmelzenden Komponente nach dem Lichtbogenschmelzverfahren AT202784B (de)

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