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Dichtung
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt alle diese Nachteile zu vermeiden. Sie kennzeich net sich dadurch, dass zwischen dem spannung freien Halteteil und der in der Einbaulage unter leichter Spannung stehenden, in axialer Richtung des Lagers beweglichen Dichtlippe mindestens eine konzentrisch liegende Zone dünneren Quer- schnitts angeordnet ist. Dadurch wird eine Dichtung geschaffen, deren Form den Erhebungen in den Laufringen der Lager angepasst ist, so dass sie trotz ihres geringen Torsionswiderstandes die erforderliche Dehnbarkeit haben und in der Einbaulage unter leichter Spannung stehen, so dass sie auf dem zugehörigen Lagerlaufring federnd aufliegen.
Ein weiterer Vorteil ist noch darin zu sehen, dass die erfindungsgemässe Dichtung infolge ihrer besonderen Merkmale bei allen in der Praxis auftretenden Temperaturen in einwandfreier und. betriebssicherer Weise verwendet werden kann.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedan- kens ist der Verstärkungsteil auf einer Aussenseite der Gummidichtung befestigt. Der Verstärkungsteil kann auch ganz oder teilweise in dem Gummi oder einem ähnlichen Material eingebettet sein.
Es ist aber im Rahmen der Erfindung auch möglich, den Verstärkungsteil aus seiner Ebene herauszuwölben oder verstärkt auszuführen, beispielsweise durch ringförmige oder radiale Profilierung. Des-
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einen Flansch auf der Innen- oder Aussenseite oder auf beiden Seiten verstärkt auszuführen. Alle diese Ausführungsformen sind bereits an sich bekannt, stellen aber im gegenständlichen Falle zweckmässige weitere Ausbildungsformen der erfindungsgemäss- ssen Dichtung dar.
Die Verstärkung kann auch durch Anordnung zweier JJichtschienen aut der inneren und/oder äusseren Randseite angeordnet werden. Auch ist es denkbar, den Verstärkungsteil-wie begannt- mit dem Dichtgummi zu verbinden und die Rand- leiste der Verstärkung, die der Dichtlippe am nächsten ist, mit Einkerbungen oder. Nuten zu versehen, derart, dass federnde Zähne gebildet werden, die sich gegen oder in den flexiblen Teil der
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Dichtung legen. Die Federzungen sind in an sich bekannter Weise derart gewölbt, dass sie die Dichtlippe im ungespannten Zustand aus der normalen Dichtebene spreizen und einen Dichtdruck bewirken, wenn die Dichtung, um die Dichtlippe in die Dichtstellung zu bringen, gebogen wird.
Im nachfolgenden wird der Teil der Dichtung, der in dem äusseren (oder inneren) Laufring gehalten wird, als Halteteil bezeichnet und jener Teil der Dichtung, der elastisch auf dem inneren (oder äusseren) Laufring aufliegt, soll als Dichtungsteil bezeichnet werden.
Die Zeichnung veranschaulicht Ausführungsbeispiele der Dichtung : Fig. l ist ein Schnitt durch einen Dichtring ohne Verstärkungsmittel, wobei die erforderliche Stabilität durch das Ringmaterial selbst herbeigeführt worden ist. Der Ring ist in der nicht eingespannten Lage dargestellt. Fig. 2 stellt einen Schnitt durch denselben Ring dar, der in ein Lager eingebaut und demzufolge gespannt ist. Fig. 3 bis 6 zeigen Schnitte durch Lager mit vier verschiedenen Formen von Dichtungen für ein Gebrauchsbeispiel, wo am inneren Laufring eine Dichtung erforderlich ist. Fig. 7 bis 10 sind entsprechende Darstellungen derselben Dichtung für den Einbaufall, bei dem am äusseren Laufring eine Dichtung erforderlich ist.
Fig. 11 und 12 sind
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teil als Verstärkung ausgebildet oder mit einer Verstärkung versehen ist, und der in einem mehr oder weniger konzentrischen Teil zwischen dem besagten Halteteil und dem Dichtteil eine Ver- dünnung im Material aufweist, die der Dichtung die Biegsamkeit und Elastizität verleihen soll.
Die genannte Verstärkung kann durch das Dichtungsmaterial selbst herbeigeführt werden, oder es kann ein aufgelegter oder eingebetteter Verstärkungsteil, beispielsweise ein Metallring oder sogar ein Ring aus geeignetem plastischen Material sein. Untersuchungen des heute zur Verfügung stehenden Materials für Dichtungen zeigen, dass in einigen Fällen, in denen das Material genügenden Widerstand gegen Verdrehung besitzt, eine besondere Verstärkung entbehrlich erscheint.
Wenn eine besondere Verstärkung erforderlich wird, so kann diese mit dem Material verbunden werden, jedoch ist eine solche Verbindung für die vorliegende Erfindung nicht wesentlich. Der Ver- stärkungsteil selbst kann beispielsweise Auswölbungen oder Riffelungen aufweisen, oder er kann beispielsweise in Umfangsrichtung oder in radialer Richtung profiliert sein ; er kann auch mit Öffnungen versehen sein, um die Haftung des Gummis oder eines anderen Materials auf ihm zu erhöhen und/oder er kann Kerben, Einschnitte oder Zähne aufweisen, beispielsweise in Nähe der Dichtlippe, wobei diese Zähne leicht nach innen gebogen sein
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zuverleihen ihr die erforderliche Stabilität, um die wirksame Dichtkante zu unterstützen.
Aber im
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schaffen wird, die keinen radialen Druck ausübt, der so gross ist, dass ein unangemessenes Drehmo-
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geführt sein, oder sie ist perforiert. Die Verstärkung kann auch durch Umbördeln oder Umfalten der äusseren Randzone des Metallringes her- beigeführt werden oder dadurch, dass der Ring ausgewölbt wird oder in sonst irgendeiner Weise sein Widerstand gegen Verbiegen erhöht wird.
Der mittlere Teil der dünneren Ringzone der Dichtung, oder, wenn mehr als eine derartige Zone vorhanden sind, die Zone, die der Dichtlippe am nächsten liegt, kann mit dem mittleren Teil der Dichtung als Ganzes parallel oder identisch ausgebildet sein, oder site kann hiezu in einem Winkel stehen.
Im allgemeinen werden alle Teile der Dichtung im wesentlichen in einer zentralen Ebene ange-
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zu der Lagerachse liegt.
Der Gegenstand der Erfindung kennzeichnet sich ferner noch dadurch, dass, im Querschnitt gesehen, der genannte stärkere Teil oder die stärkeren Teile und die Dichtlippe in jedem Winkel zu der eben erwähnten Ebene stehen können. Auf der einen Seite, wo der geneigte dickere Teil oder die Teile an den normal angeordneten äusseren Teil angrenzen, befindet sich eine. Schulter. Hie-
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äusserenleichter in die Ausnehmung eingelegt werden, da er sich zu dieser Schulter an ihrem inneren Umfang erstrecken kann.
Aus den Fig. 1 und 2 geht hervor, dass die Dichtung einen Ringteil 1 aufweist, der einen stärkeren Teil 2 besitzt, femer einen konzentrisch verlaufenden dünnen Teil 3, einen schmäleren dickeren Teil 4 und eine Dichtlippe 5. Wenn die Dichtung nicht eingespannt ist, wie es in Fig. 1 dargestellt ist, so legt sich die Lippe 5 ausserhalb des Ringes in eine Ebene, die durch die gestrichelte Linie X angedeutet ist.
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vorge-ring bewirkt, der eine Dichtwirkung hervorruft, ohne dass ein nennenswertes Drehmoment auf das Lager gegeben wird.
Der dünne Teil 3 der Dichtung bewirkt, dass der Widerstand gegen die Biegung, wenn die Lippe 5 von der Linie X in die Ebene der Linie Y zurückbewegt wird, niedrig ist.' Hiedurch wird ein unerwünschter Dichtdruck vermieden, während zu gleicher Zeit die Steifigkeit des Halteteiles der Dichtung derart ist, dass dieser Teil der Verschiebung in dem unteren Bereich widerstehen kann und ein Aufhören des Dichtdruckes. vermeidet.
In den Beispielen nach den Fig. 3-6 wird eine Verstärkung durch Anordnung eines mehr oder weniger starken Versteifungselementes an der Dichtung bewirkt. Wie in Fig. 2, so sind auch in Fig. 3 der äussere und der innere Laufring mit 7 und 8 bezeichnet. Der äussere Laufring hat die Ausnehmung oder Nut 6 für den Halteteil der Dichtung. Das Lager besitzt einen mittleren Käfig-
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ausGummi od. dgl.der Verstärkungsteil 22 sind miteinander über ihre 'Berührungsfläche verbunden. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel liegt die Verstärkung 12 auf der Oberfläche des Gummiteils. Sie kann aber in anderen Fällen auch noch ganz in dem Gummiteil eingebettet sein.
Wie zu erkennen ist, ragt ein Randteil des Ver- stärkungsteiles 12 in die Nut 6 hinein und über- deckt so den zugehörigen Teil des Laufringes 1, obgleich das nicht unbedingt erforderlich wäre.
Der Gummiteil 11 der Dichtung ist so ausgebildet, dass er einen konzentrischen Teil von mini- maler Stärke zwischen einer äusseren Schulter 14 und einer inneren Schulter 15 aufweist, in welchem eine Biegung auftreten kann. Die Dichtlippe 5 ist so ausgebildet, dass, wenn die Dichtung in das Lager eingesetzt ist, die Dichtlippe leicht
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ten Dichtdruck gegen den Laufring 8 gibt. Dieser Laufring 8 weist eine bogenförmige Ausnehmung auf, in welche die Dichtlippe 5 aufgenommen wird, wobei aber stets nur Linienberührung zwischen der. Dichtlippe und dem Laufring besteht.
ssei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 4 ist der Verstärkungsteil 12 an seiner Aussenkante umgebördelt oder gebogen ausgeführt, derart, dass dieser Teil in die Nut 6 oder Ausnehmung hineinragt.
Auch hier ist ein ringförmiger Teil 16 in dem Gummi, der weniger stark ausgeführt ist und die erforderliche Biegsamkeit der Dichtung gibt. Wie in der Zeichnung dargestellt, erstreckt sich die Verstärkung 12 in den dünneren Teil 16 der Dichtung hinein. Es ist aber auch möglich, dass die Verstärkung nur in dem Gummiteil liegt, der mit voller Stärke ausgeführt ist.
In. Fig. 5 ist ein mit einer Auswölbung versehener Verstärkungsteil 17 dargestellt, der dem Verstärkungsteil 12 in. Fig. 3 gleicht, jedoch kürzer ausgeführt ist. Der Gummiteil der Dichtung hat einen verhältnismässig dünnen Teil 18, der zwischen der inneren Schulter 19 und dem äusseren gewölbten Ansatz 20 liegt und welcher der Dichtung eine ausreichende Flexibilität sichert.
Bei dem dargestellten Beispiel und bis zu einem gewissen Grade auch bei dem Beispiel nach Fig. 3, liegt die Ebene des dünnsten Querschnittes in einem Winkel a zu der Hauptebene der Dichtung. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, liegt die eine innere Kante des Verstärkungsteiles 17 an der äusseren Randzone des dünneren Teiles 18.
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Es ist denkbar, dass diese mit den Zähnen nach Fig. 11 kombiniert werden, wie auch alle Einzelmerkmale, wie sie in den Fig. 11 und 12 dargestellt sind, bei einer der Dichtungen nach den Fig. 3-10 verwirklicht werden können. Auchsind
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Ausführungsformen der Er-findung innerhalb des Erfindungsgedankens möglich, beispielsweise ist es denkbar, dass der Ver- stärkungsteil aus anderem Material als Metall sein kann. Ferner können als Dichtungsmaterial, ausser natürlichem Gummi synthetischer Gummi oder gummiähnliches Material, Kunststoffe od. dgl., die heute als Dichtungsmaterial bekannt sind, verwendet werden.
Die Dichtung kann auch eine oder mehrere
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oder öl in das Lager eingespeist werden können. Bei sogenannten Dichtungspackungen sind jedoch derartige öffnungen unnötig.
Eine weitere Ausbildung liegt in der Anwendung von Dichtungen verschiedener Farbe an den ge-
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Teildrucklagern oder bei sogenannten Konuslagern od. dgl. die Verschiedenheit der Farben, die jewei- ligen Enden der Lager anzeigen.
Die erfindungsgemässen Dichtungen liegen nor- malerweise gänzlich in dem Lager, wenn sie sich in der Dichtstellung befinden, so dass sie nicht mit anderen Teilen des Lagers, die an einer Seite oder an einem Ende des Lagers angeordnet sind, oder
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Die Verstärkung kann auf der Innenseite der
Dichtung angeordnet sein wie es in der Zeichnung dargestellt ist, oder sie kann sich an der Aussen- fläche der Dichtung befinden. Ferner kann sie, je nach Bedarf, ganz oder teilweise in den Gummi der Dichtung eingebettet sein oder aussen auf den
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geeignet,zurückgehalten und der Staub am in die Lager verhindert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Dichtung für Kugel- oder Rollenlager, bestehend aus einem ringförmigen, als Verstärkung
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flachen Halteteil und einer flexiblenDichtlippe, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem spannungsfreien Halteteil (2) und der in der Einbaulage unter leichter Spannung stehenden, in axialer Richtung des Lagers beweglichen Dichtlippe (5) mindestens eine konzentrisch liegende Zone (3) dünneren Querschnitts angeordnet ist.