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Güllebehälter mit Stalldung-Misch-und Zerkleinerungsvorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf einen Güllebehälter mit Stalldung-Misch- und Zerkleinerungsvorrichtung, die auseiner imBehälter gelagerten, mit Umwälzorganen versehenen Welle besteht. Derartige Geräte sind bereits bekannt, wobei die Umwälzorgane zum Durchmischen der festen mit den flüssigen Bestandteilen der Gülle dienen. Bei diesen Einrichtungen kann jedoch im allgemeinen nur Kurzstroh-Häcksel verarbeitet werden, da sonst eine wirksame Durchmischung nicht gewährleistet ist, denn die Umwälzorgane leisten, wenn überhaupt, so nur in geringem Masse Zerkleinerungsarbeit.
Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass die Auslauföffnung des Güllebehälters verstopft wird, was insbesondere beim Arbeiten auf dem Feld sehr unangenehm ist, da neben dem Traktorfahrer eine zweite Person anwesend sein muss, um die verstopfte Auslauföffnung freizumachen. Diese Arbeit kann der Traktorfahrer nicht übernehmen, da sie während des Fahrens durchgeführt werden muss, weil sich sonst beim Durchstossen der Auslauföffnung eine grosse Güllemenge & uf einenFleck ergiessen würde. Es sind daher bei diesen bekannten Einrichtungen stets zwei Mann zur Bedienung erforderlich, und ausserdem ist eine Vorzerkleinerung des Stalldungesnot- wending.
Die Erfindung will diese Nachteile vermeiden und schlägt dazu vor, die Umwälzorgane mit Schneidoder Sägekanten zur Zerkleinerung des Stalldunges auszustatten. bei dieser Ausbildung kann beliebig langes Stroh verwendet werden, denn die Umwälzorgane zerkleinern neben der Durchmischung die festen Bestandteile, ohne dass ein zusätzlicher Arbeitsgang erforderlich ist. Es ist ohne weiteres möglich, beispielweise 50 cm langes Stroh zu verarbeiten.
Um eine einwandfreie Zerkleinerung der festen Bestandteile zu erzielen, soll die Welle mit höherer Drehzahl, beispielsweise 500 Umdr/min, umlaufen als dies bei reinen Rührwerken erforderlich ist.
Die auf der Welle befestigten Umwälzorgane weisen zweckmässig in bekannter Weise einen Anstellwinkel zur Erzielung eines Soges nach der Auslauföffnung hin auf. Diese Anstellung kann verhältnismässig gering sein und beispielsweise 5 mm betragen. Besonders vorteilhaft ist es, gemäss einem weiteren Vorschlag der Erfindung die Umwälzorgane nur in ihrem nahe der Welle gelzgenen. Teil anzustellen, während sie in ihrem übrigen, insbesondere dem mit Schneid-oder Sägekanten versehenen Teil in der Rotations- ebene liegen. Dadurch kann eine sehr gute Zerkleinerung erreicht werden, ohne jedoch die Sogwirkung nennenswert zu verringern.
Um auch unter ungünstigen Bedingungen eine Verstopfung der Auslauföffnung auf jeden Fall zu vermeiden, weisen die Flügel des letzten, in an sich bekannter Weise in geringem Abstand vor der Auslauf- öffnung angeordneten Umwälzorganes erfindungsgemäss einen grösseren Anstellwinkel auf als die Flügel der übrigen Umwälzorgane.
Durch den erfindungsgemässenvorschlag werden die festenBestandteile der Gülle so intensiv zerkleinert, dass die zu verteilende Gülle als homogener Brei anzusehen ist. Dadurch ergibt sich auch die Möglichkeit, eine Pumpe zu verwenden, mit welcher die in dem Güllebehälter bereitete Gülle auch zu abgelegenen Stellen, beispielsweise steilen Hängen, befördert werden kann, wo das Güllefass selbst nicht hingefahren werden kann. Ein besonders einfacher Aufbau des Gesamtgerätes ergibt sich, wenn gemäss einem weiteren Vorschlag der Erfindung das Pumpenlaufrad auf der die Umwälzorgane tragenden Welle angeordnet ist.
Die Verteilung der Gülle kann auf befahrbarem Gelände durch eine Prallplatte erfolgen,
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die vor der Druckseite der Pumpe ausserhalb des Güllebehälters angeordnet ist, während für das Düngen unbefahrbaren Geländes ein Schlauch an die Druckseite der Pumpe angeschlossen werden kann.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel im Prinzip dargestellt. Es zeigen :
Fig. l den Güllebehälter im vertikalen Längsschnitt, Fig. 2 eine Ansicht des Güllebehälters von links, Fig. 3 ein Flügelpaar in Frontansicht, Fig. 4 ein Flügelpaar in Seitenansicht und Fig. 5 den Güllebehälter mit eingebauter Pumpe im vertikalen Längsschnitt.
Mit 1 ist der Güllebehälter bezeichnet, der beispielsweise kreisförmigen Querschnitt besitzt und an
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und kann durch Aufsetzen auf eine Lafette fahrbar gemacht werden. In dem. Behälter 1 ist die Welle 4 angeordnet, die in den Seitendeckeln 2 drehbar gelagert ist, wobei die Abdichtung beispielsweise durch Stopfbuchsen 5 erfolgt. Auf der Welle 4 sind paarweise Flügel 6 befestigt. Mit 7 ist die Auslauföffnung bezeichnet, die in üblicher Weise durch ein Ventil abgesperrt werden kann.
Die Welle 4 ist exzentrisch in dem Behälter 1 gelagert, so dass die Flügel 6 nicht den ganzen Behälterraum bestreichen, sondern lediglich den unteren Teil, wie dies aus der strichpunktierten Linie in Fig. 2 hervorgeht. Das letzte der Flügelpaare 6 ist in geringem Abstand vor der Auslauföffnung angeordnet und besitzt einen grösseren Anstellwinkel als die übrigen Flügelpaare, um einen kräftigen Sog gegen die Aus- lauföffnung 7 hin zu erreichen.
Wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich, weraen die Flügel 6 paarweise auf der Welle 4 angeordnet, u. zw. möglichst nahe derselben, um den nicht bestrichenenRaum klein zu halten.
Der der Welle 4 benachbarte Teil 8 der Flügel 6 ist angestellt, während der äussere Teil in der Rotationsebene liegt und seine Kante mit einer Sägeverzahnu11g 9 versehen ist An Stelle der Verzahnung 9 kann die Kante auch nur geschärft sein.
Bei Drehung in Pfeilrichtung (Fig. 3) werden die festen Bestandteile des Dunges durch die Verzah- nung 9 zerkleinert und ausserdem durch die insbesondere aus Fig. 4 ersichtliche Anstellung der Flügel 6 im inneren Teil 8 gegen die Auslauföffnung 7 hin gefördert. Vor der Auslauföffnung 7 kann in bekannter Weise ein nicht dargestellter Gülleverteiler vorgesehen werden, beispielsweise in Form eines auf der Welle 4 sitzenden Schaufelrades und/oder einer unterhalb der Auslauföffnung 7 angeordneten Prallplatte.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich, ist wiederum in den Seitenwänden 2 des im allgemeinen fahrbaren Güllebehälters 1 die Welle 4 gelagert, welche die abnehmbaren Umwälzorgane 6 trägt und beispielsweise durch die Zapfwelle eines Traktors angetrieben wird. An dem der Auslauföffnung 7 des Behälters zugewandten Ende der Welle 4 ist da : Pumpenlaufrad 10 befestigt, das in üblicher Weise von dem Pumpengehäuse 11 umgeben ist. Die Auslauföffnung 7 an der Druckseite der Pumpe ist durch einen Schieber verschliessbar.
Vor der Auslauföffnung 7 ist eine Prallplatte 12 angeordnet, welche die von der Pumpe beschleunigte Flüssigkeit seitlich wegspritzen lässt. Zwischen dem Schieber 14 und der Auslauföffnung 7 ist ein ebenfalls absperrbarer Schlauchanschluss 13 vorgesehen, an welchem ein Schlauch angebracht werden kann, um weiter von dem Güllebehälter entfernt liegende Gebiete begüllen zu können.
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men und entweder an dem Schlauchanschluss 13 oder am Auslaufende des Schiebers 14 Sprühdüsen oder -rohre angeschlossen werden.
Selbstverständlich sind mannigfaltige Änderungen des dargestellten Ausführungsbeispieles möglich, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen. So kann beispielsweise die Pumpe für sich von einer eigenenKraftwelle oder über ein Untersetzungsgetriebe angetrieben werden, wenn die Drehzahl der Welle 4 nicht ausreichend sein sollte. Ausserdem könnte anstelle einer Axialpumpe selbstverständlich auch eine Kreiselpumpe oder eine Kolbenpumpe Verwendung finden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Güllebehälter mitStalldung-Misch-und Zerkleinerungsvorrichtung, die aus einer im Behälter gelagerten, mit Umwälzorganen versehenen Welle besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Umwälzorgane (6) mit Schneid- oder Sägekanten (9) zur Zerkleinerung des Stalldunges ausgestattet sind.