AT203821B - Pneumatisches Verzögerungsventil - Google Patents

Pneumatisches Verzögerungsventil

Info

Publication number
AT203821B
AT203821B AT198258A AT198258A AT203821B AT 203821 B AT203821 B AT 203821B AT 198258 A AT198258 A AT 198258A AT 198258 A AT198258 A AT 198258A AT 203821 B AT203821 B AT 203821B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
valve
delay valve
air
magnet
pressure vessel
Prior art date
Application number
AT198258A
Other languages
English (en)
Inventor
Edmund Paul Girard
Original Assignee
Edmund Paul Girard
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Edmund Paul Girard filed Critical Edmund Paul Girard
Application granted granted Critical
Publication of AT203821B publication Critical patent/AT203821B/de

Links

Landscapes

  • Magnetically Actuated Valves (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Pneumatisches Verzögerungsventil 
Bei der Automatisierung von Produktionsmaschinen ist es oft nötig einen durch die Maschine selbst erzeugten Impuls zeitverzögert an das zu steuernde Organ weiterzugeben. Beispielsweise betätigt an einer Fräsmaschine der Frästisch, beim Erreichen der Endstellung des Rücklaufes, ein Ventil, wodurch mittels Druckluft das Umschaltventil zum erneuten Einschalten der Fräsbewegung betätigt wird. Da aber das Auswerfen des bearbeiteten Teile3 und das Beschicken der Maschine mit einem neuen Stück eine gewisse Zeit beansprucht, wird der vom Frästisch ausgelöste Impuls an ein Verzögerungsventil geleitet und durch dieses erst nach der gewünschten Zeit an das Umschaltventil weitergegeben. 



   Ein bekanntes Verzögerungsventil arbeitet so, dass die durch das Impulsventil freigegebene Druckluft durch einen Regulierhahn in ein Druckgefäss   strömt. sc dass   der Druck im Druckgefäss und unter dem Ventilkegel des mit ihm verbundenen Verzögerungsventils ansteigt, wodurch sie nach der gewünschten Zeitspanne das Ventil öffnet und die Luft zum Umschaltventil strömen kann. Da aber dieses Ventil durch Feder-oder   Gewichtsbelastung   geschlossen wird, so eignet es sich nur für sehr kurze Ansprechzeiten, indem bei längeren Ansprechzeiten, also bei langsamen Auffüllen des Druckgefässes, sich bei Erreichen des Öffnungsdruckes das Ventil nur unmerklich öffnet und somit ebensoviel Luft durch das Ventil entweicht, als dem Druckgefäss zuströmt, wodurch das Ventil in dieser Lage verbleibt und keinen Impuls auslösen kann. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein pneumatisches   Verzögerungs lentil,   welches gekennzeichnet ist durch ein Druckgefäss mit einer Drosselvorrichtung zur Zuführung von Druckluft und einem durch Magnetkraft in Schliessstellung gehaltenen Ventil, welches, sobald der auf das Ventil wirkende Luftdruck grösser als die Magnetkraft ist, infolge der sehr raschen Abnahme der Magnetkraft mit zunehmender Entfernung des Ankers von den Magnetpolen schlagartig öffnet. 



   In der. Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt den Schnitt eines Verzögerungsventils in Verbindung mit einem Druckgefäss, Fig. 2 einen Teil desselben Ventils in geöffnetem Zustande, Fig. 3 zeigt eine Führungshülse, Fig. 4 ein Verzögerungsventil mit seitlich montiertem Magneten. 



   In den Fig. 1, 2 und 4 bedeutet 1 den Körper des Verzögerungsventils. Fig. 1, 2 und 3   gehören zum   selben Ausführungsbeispiel. In der mit einem Gewinde versehenen Bohrung 2 des Ventilkörpers 1 ist eine Führungshülse 3 eingeschraubt. In der Führungshülse 3 ist der Ventilschaft 4 gleitbar gelagert, der den Ventilteller 5 trägt. Dieser ist beidseitig mit dem elastischen Belag 6, beispielsweise aus synthetischem Gummi bestehend, versehen. Die   Führungshülse   3, welche aus Eisen besteht und dem Magneten als Anker dient, ist mit einem erhabenen Ventilsitz 7 und der Ventilkörper 1 mit einem ebensolchen Ventilsitz 8 versehen. Die Nuten 10 in der Bohrung 9 der Führungshülse 3 dienen der Entlüftung des Ventils. Der aus der Führungshülse 3 herausragende Teil des Ventilschaftes 4 ist von einem Glockenmagneten 11 umgeben. 



  Dieser besteht aus einem hülsenförmigen Permanentmagneten 12, einer eisernen Hülse 13 mit vorspringendem Boden und der Abstandshülse 14 aus unmagnetischem Material. Eine im Boden der Hülse 13 befindliche Schraube 15 dient zum Einstellen eines gegebenenfalls gewünschten Luftspaltes zwischen dem Magneten 11 und der Führungshülse 3 und trägt eine Feststellmutter 16. Mit 17 ist die Lufteintrittsbohrung und mit 18 die   Luftaustrittsbohrung   bezeichnet. Die Lufteintrittsbohrung 17 ist durch einen Nippel 19 mit dem Druckgefäss 20 verbunden. Dieses ist mit einem Regulierhahn 21 versehen, der eine mit einem Kegel 23 versehene Schraube   22   aufweist, mit welcher der Lufteinlass in das Druckgefäss 20 eingestellt werden kann. Die Luft tritt bei 38 in den Hahn ein. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 wendet.

   Er besteht aus   einerr. Permanentmagnetstab   29, einer mit einem Boden versehenen eisernen Halse 30 und einer Abstandshülse 31 aus unmagnetischem Werkstoff.Fin Bug 1 32, der auf das Ende des Ventilschaftes 33 drückt, ist bei 34 schwenkbar gelagert. Er ist am freien Ende mit einem mittels einer Schraube 35 einstellbaren, als Anker   dienenden EisenplEttchen   36 versehen. Eine Mutter 37 dient zur Si-   scherung   der Einstellung. 



   Die Funktion ist folgende : Durch den Regulierhahn 21 strömt die Druckluft in das   Druckgefäss   20, in welchem der'Druck in der gewünschten Zeit ansteigt. Die gespannte Luft übt auf den Ventilteller 5 einen Druck aus. Solange aber der auf den Ventilteller 5 wirkende Druck kleiner ist als die magnetische Haftkraft des Magneten il auf der Führungshülse 3, welche alb Anker dient, bleibt das Ventil dicht geschlossen. Im Moment aber, wo der auf den Ventilteller wirkende Druck der Haftkraft des Magneten gleich ist oder diese leicht   übemeigt,   wird der Magnet vom Anker losgerissen und das Ventil öffnet sich schlagartig in Richtung des Pfeiles 24. Die Luft strömt nun impulsartig in Richtung der Pfeile 26 und 27 zum zu steuernden Organ.

   Gleichzeitig   schliesst   der auf der Fuhrungsülse 3 anliegende Teller 5 die Entleerungsnuten 9 ab. Nach der Entspannung der Luft wird das Ventil durch die magnetische Kraftwirkung, welche nun wieder überwiegt, geschlossen, indem sich der Magnet 11 und somit auch der Ventilschaft 4 in Richtung des Pfeiles 25 bewegen. Hiebei werden die   Entlüftung3nuten   9 freigegeben und die im Ventil befindliche gespannte Luft kann durch dieselben abströmen. 



   In den gezeichneten   AusführungsLeispielen   sind Permanentmagnete verwendet. Die Magnete können aber auch entsprechende Elektromagnete sein, wobei die Haft- und Anziehungskraft in weiten Grenzen durch Ändern des elektrischen Stromes geändert werden kann. Die Erfindung beschränkt sich nicht auf Ventile mit   Fübrungsschaft,   sondern bei entsprechender Anordnung des Magneten   könner. auch Klappen-, ? lat-   ten-und Kugelventile verwendet werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Pneumatisches Verzögerungsventil, gekennzeichnet durch ein Druckgefäss (20) mit einer Drosselvorrichtung (21) zur Zuführung von Druckluft   unf   einem durch Magnetkraft in Schliessstellung gehaltenen Ventil   (4-6),   welches, sobald der auf das Ventil wirkende Luftdruck grösser als die Magnetkraft ist, infolge der sehr raschen Abnahme der Magnetkraft mit zunehmender Entfernung des Ankers (3) von den Magnetpolen (12) schlagartig öffnet (Fig. 1).

Claims (1)

  1. 2. Pneumatisches Verzögerungsveutil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der magnetischen Kraftwirkung mindestens ein Permanentmagnet (12) vorgesehen ist.
    3. Pneumatisches Verzögerungsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der magnetischen Kraftwirkung mindestens ein Elektromagnet vorgesehen ist.
AT198258A 1957-03-18 1958-03-18 Pneumatisches Verzögerungsventil AT203821B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH203821X 1957-03-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT203821B true AT203821B (de) 1959-06-10

Family

ID=4443852

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT198258A AT203821B (de) 1957-03-18 1958-03-18 Pneumatisches Verzögerungsventil

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT203821B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1550316A1 (de) Membranventil
WO2012139717A1 (de) Schaltbares druckbegrenzungsventil
DE1095469B (de) Steuerung des Umschaltmechanismus von Vorrichtungen zur kuenstlichen Beatmung mit Hilfe von Magneten
DE3506180A1 (de) Kolben-zylinder-anordnung
DE1179068B (de) Durch Magnetkraft betaetigtes Ventil
AT203821B (de) Pneumatisches Verzögerungsventil
DE1151418B (de) Pneumatisches Verzoegerungsventil
DE1065238B (de)
DE2940568C2 (de) Naßsetzmaschine zur Trennung von Mineralien
DE1173301B (de) Vorrichtung zur Daempfung und stufenweisen, von aussen beeinflussbaren Schliessbewegung eines Ventilverschlussstueckes
DE1205623B (de) Magnetanker
AT151789B (de) Magnetgesteuertes Ventil.
DE1705867U (de) Elektromagnetisches ventil.
DE3723225A1 (de) Innendurchstroemtes magnetventil
DE909298C (de) Schnelloeffner fuer selbsttaetige Feuerloeschanlagen mit Druckluft im Brausenrohrnetz
DE324167C (de) Elektropneumatische Windsteuerung fuer Orgeln und orgelaehnliche Instrumente
AT244699B (de) Ventil mit einer Kleinmengeneinstellvorrichtung
DE954394C (de) Rueckzugssignalvorrichtung fuer mit Pressgas betriebene Atemschutzgeraete
DE730916C (de) Einrichtung zur Betaetigung eines Steuerventils fuer stroemende Mittel bei elektrischen Schaltern
DE2356202A1 (de) Ventil mit temperaturfuehler
DE2949250A1 (de) Betaetigungseinrichtung fuer ein wegeventil
DE1735417U (de) Elektromagnetisch gesteuertes entleerungsventil.
DE1263433B (de) Federbelastetes Sicherheitsventil
AT205997B (de) Führerbremsventil für druckluftgebremste Schienenfahrzeuge
DE513788C (de) Einrichtung zur Vermeidung des UEberregulierens bei selbsttaetigen Reglern mit Servomotor