AT204070B - Drehzapfenlager für kurvenbewegliche und Drehschemel-Lokomotiven - Google Patents

Drehzapfenlager für kurvenbewegliche und Drehschemel-Lokomotiven

Info

Publication number
AT204070B
AT204070B AT298856A AT298856A AT204070B AT 204070 B AT204070 B AT 204070B AT 298856 A AT298856 A AT 298856A AT 298856 A AT298856 A AT 298856A AT 204070 B AT204070 B AT 204070B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
spring
wedge
bolt
locomotives
bearing
Prior art date
Application number
AT298856A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Beyer Peacock & Company Ltd
James Hadfield
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Beyer Peacock & Company Ltd, James Hadfield filed Critical Beyer Peacock & Company Ltd
Application granted granted Critical
Publication of AT204070B publication Critical patent/AT204070B/de

Links

Landscapes

  • Support Of The Bearing (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Drehzapfenlager für kurvenbewegliche und
Drehschemel-Lokomotiven 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Drehzapfenlager für kurvenbewegliche und   Diehschemel-Loko-   motiven mit einem Drehzapfen und einem pfannenartige Lager, von dessen beiden Lagerschalen eine zum Ausgleich der Abnützung gegen den Drehzapfen hin nachstellbar ist und unter der Wirkung eines federbelasteten Keiles steht, der an der Rückenfläche der nachstellbaren Lagerschale anliegt, insbeson- dere von dieselelektrischen, dieselhydraulischen, dieselmechanischen, Gasturbinen- und elektrischen
Lokomotiven. 



   Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Drehzapfenlager solcher Art zu schaffen, das neben ändern Vorteilen auch jenen aufweist, für elektrische oder Diesellokomotiven verwendbar zu sein, ohne dass der für die Zugmotoren oder Getriebekästen zur Verfügung stehende Raum oder der für den Zutritt zu den   Transmissionseinrichtungen   zu deren Überwachung und Wartung vorgesehene Raum beschränkt oder eingeengt würde. 



   Dies erfolgt erfindungsgemäss dadurch, dass der Keil horizontal beweglich gelagert und durch zwei horizontal und gleichachsig   hinterein1i. ader angeordnete   Schraubenfedern belastet ist, die durch einen in Längsrichtung der Federn liegenden Bolzen verbunden sind. 



   In der Zeichnung ist eine erfindungsgemässe Ausführungsform des Drehzapfenlagers veranschaulicht, u. zw. ist Fig. 1 ein lotrechter Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2 und Fig. 2 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und mit abgezogenem Drehzapfen. 



   Die dargestellte Ausbildung enthält ein am Rahmen 3 des Drehgestelles angeordnetes pfannenartiges Lager 1, 2 oder den Schwingpolster des Drehgestelles, soferne ein solcher vorgesehen ist, und einen Drehzapfen 4, der mit dem Aufbau der Lokomotive verbunden ist und nach abwärts in das Lager hineinreicht. 



  Der Drehzapfen 4 besitzt eine ebene Lagerplatte 5, die auf einer entsprechenden flachen Lagerplatte 6 auf der Sohle des Lagers aufruht und das Gewicht des Aufbaues trägt. 



   Der Drehzapfen 4 ist mit einem auswechselbaren Ring 7 in Kegelstumpfform ausgestattet   uhd   das Lager 1, 2 ist auf den nämlichen Umriss abgedreht. Diese Ausbildung dient dazu, ein gewisses Mass einer Kippbewegung zwischen den Teilen   1. 2   und 4 sowohl in der   Längs- als   auch in der Querrichtung zuzulassen. 



   Das pfannenartige Lager besteht aus einer ortsfesten Lagerschale 1 und einer verstellbaren Lagerschale 2, die, wie erwähnt, auf denselben konischen Umriss wie der Ring 7 des Drehzapfens zugerichtet sind. Zwischen den Teilen 1 und 2 besteht an jeder Seite ein Spalt 8, damit eine horizontale Längsbewegung des Blockes 2 gegen den Drehzapfen möglich ist, sobald eine Abnützung auftritt. 



   Die einstellbare Lagerschale 2 wird durch einen federbelasteten Keil ständig gegen die ortsfeste Lagerschale 1 gedrückt, und daher wird eine Abnützung der Mantelfläche des Lagers selbsttätig aufgenommen. 



   Der Keil 9 ist in horizontaler Richtung beweglich. Seine geometrische Achse steht senkrecht zur Bewegungsrichtung der verstellbaren Lagerschale 2 und seine beiden Seitenflächen sind in entgegengesetzter Richtung zur geometrischen Achse gleichartig schräg. Eine dieser Seitenflächen steht mit der Lagerschale 2 in Berührung, die andere mit einem ortsfesten Lagerblock 10. Der Anzug des Keiles 9 Ist so gewählt, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 dass eine Umkehrung seiner Wirkung stattfinden kann, wenn die Lagerschalen 1 und 2 durch den Drehzapfen auseinandergepresst werden, dann, sobald der Aufbau auf den Drehschemeln abgesenkt wird, sowie auch dann, wenn zwischen dem Drehzapfen und dem Lager in der Längsrichtung eine Kippbewegung stattfindet. 



   Der Keil 9 ist durch eine lange, horizontal liegende Schraubenfeder belastet, die aus zwei Teilen 11 und 12 besteht, die in der Verlängerung zueinander angeordnet und durch einen Bolzen 13 verbunden sind, der ein Langloch 27 des Keiles durchsetzt. 



   Die eine Schraubenfeder 11 steht zwischen einer Schulter 28 in der Ausnehmung des Keiles 9 und einem Kopf 29 am hinteren Ende des Bolzens 13 unter Druck ; zwischen der Feder 11 und dem Kopf 29 ist ein Federteller 30 vorgesehen. Die Schraubenfeder 12 steht zwischen einem auf das vordere Ende des Bolzens aufgeschraubten Federteller 31 und einer jenseits des vorderen Endes des Keiles befindlichen ortsfesten Platte 32 unter Druck ; eine Unterlagsscheibe 33 ist zwischen der Feder 12 und der Platte 32 eingeschaltet. Die so auf den Keil wirkende Belastung ist derart, dass unter allen   Verschleissverhaltnissen   des Drehzapfens und des Lagers zwischen diesen kein Zwischenraum oder Luftspalt inder Längsrichtung entstehen kann.

   Auf diese Weise werden alle Stösse oder Schläge und damit verbundene Überbeanspruchungen hintangehalten, die bei Bestand eines Zwischenraumes in Drehzapfenlagerungen auftreten und die die Konstruktion der Lokomotive schädigen. Der von den Lagerschalen 1 und 2 auf den Drehzapfen ausgeübte Druck ergibt auch einen Reibungswiderstand gegen Drehung des Drehzapfens in bezug auf das Lager, wodurch das seitliche Schwingen des Drehgestells im Gleis weitgehend verhindert wird. 



   Das Lager 1, 2, der Keil 9 und die Schraubenfedern   11, 12   sind in einem öldichten Gehäuse einge- 
 EMI2.1 
 mit einer Ausnehmung 35, welche das Lager 1, 2 sowie den Keil 9 aufnimmt. Ein Deckel 15 schliesst diese Ausnehmung 35 ab, in die der Drehzapfen durch ein Loch der Deckplatte mit einer Staubdichtung 16 hineinragt. 



   Die Schraubenfeder 11 ist ebenfalls in dieser Ausnehmung enthalten, aber der Bolzen 13 durchsetzt eine Wand dieser Ausnehmung, so dass die Schraubenfeder 12 sich ausserhalb des Gehäuses befindet. 



   Ein   öldichter,   auf die Aussenseite des   Gussstückes   aufgesetzter Deckel 17 schliesst die Schraubenfeder 12 ab. Durch einen Schraubpfropfen 18 ist ein Zugang zur Feder 11 und zum Bolzen 13 geschaffen. 



   Wesentlich ist, dass die verstellbare Lagerschale 2 von der feststehenden Lagerschale 1 wegbewegt werden kann. Sollte beispielsweise eine übermässige Kippbewegung stattfinden, die sich bei einer Entgleisung ereignen kann, so wird die Lagerschale 2 soweit als notwendig gegen den Druck der Feder 11, 12 zurückgedrückt und enthebt dadurch das Traggestell von übermässigen Beanspruchungen. 



   Die konische Form der Drehzapfenteile ist ebenfalls sehr wichtig, da sie ein gewisses Mass an Kippbewegung sowohl in der   Längs- als   auch in der Querrichtung ohne Zusammenschluss der genannten Teile zulässt und auch dahin wirkt, die Beanspruchung zu vermindern, die durch Rucke beim Anfahren schwerer Züge entsteht. Diese konische Form im Verein mit dem Umstand, dass die verstellbare Lagerschale 2 infolge der umkehrbaren Wirkung des Keiles 9 auch vom Zapfen weg bewegt werden kann, ist ebenfalls wertvoll, weil sie die Montage erleichtert, da das Gewicht des Lokomotivenaufbaues bei seinem Absenken die Lagerschalen 1 und 2 während des Eintrittes des Drehzapfens selbsttätig auseinanderdrückt. Es erfordert daher die Montage kein Nachlassen der Feder oder irgend eine Manipulation mit sonstigen Teilen. 



   Die erfindungsgemässe Ausführung ist besonders wertvoll, wenn Forderungen nach Raumersparnis einen Zapfen verlangen, der zur Gänze in einem kleinen, engen Raum in lotrechter Richtung unterebracht ist. 



   Wie ersichtlich, liegen die Schraubenfedern parallel zur geometrischen Achse des Keiles, doch ist die Anordnung derart, dass die Vorragung dieser Feder über beide Enden des Keiles hinaus viel kleiner ist als die Länge der Feder und auf diese Weise wird eine gedrängte Ausführung erreicht. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Drehzapfenlager für kurvenbewegliche und Drehschemel-Lokomotiven mit einem Drehzapfen und einem pfannenartigen Lager, von dessen beiden Lagerschalen eine zum Ausgleich der Abnützung gegen den Drehzapfen hin nachstellbar ist und unter der Wirkung eines federbelasteten Keiles steht, der an der   Rückenfläche   der nachstellbaren Lagerschale anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass der Keil (9) horizontal beweglich gelagert und durch zwei horizontal und gleichachsig hintereinander angeordnete Schraubenfedern (11, 12) belastet ist, die durch einen in Längsrichtung der Federn liegenden Bolzen (13) verbunden sind.

Claims (1)

  1. 2. Drehzapfenlager nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der die Federn (11, 12) verbin- <Desc/Clms Page number 3> dende Bolzen (13) durch ein Langloch (27) des Keiles (9) hindurchgeht, wobei die eine Feder (11) unter Vorspannung zwischen dem Keil (9) und einem an dem einen Ende des Bolzens (13) befindlichen Federteller (30), die andere Feder (12) zwischen einer ortsfesten Platte (32) und einem Federteller (31) an dem andern Ende des Bolzens, gleichfalls unter Vorspannung, gelagert ist.
    3. Drehzapfenlager nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsfeste Platte (32) an dem Drehlagergehäuse (14) anliegt und der Federteller (31) an dem aus dem Gehäuse herausragenden Ende des Bolzens (13) sitzt.
    4. Drehzapfenlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (11) zum Teil in einem Hohlraum des Keiles (9) angeordnet ist und auf einer Schulter (28) desselben aufliegt.
    5. Drehzapfenlager nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerschalen (I, 2), der Keil (9) und die Feder (11) in einem ein Ölbad enthaltenden, öldichten Gehäuse (14) eingeschlossen sind, in das der Drehzapfen (4) durch einen öldichten Abschluss (15, 16) hineinragt.
    6. Drehzapfenlager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (13) eine Wandung des Gehäuses durchsetzt und dass die Feder (12) ausserhalb des Gussstückes (14) angeordnet ist, wobei dieses durch einen die Feder (12) und den vorspringenden Teil des Bolzens (13) aufnehmenden Deckel (17) zu einem öldichten Gehäuse abgeschlossen ist.
AT298856A 1955-05-24 1956-05-18 Drehzapfenlager für kurvenbewegliche und Drehschemel-Lokomotiven AT204070B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB204070X 1955-05-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT204070B true AT204070B (de) 1959-06-25

Family

ID=10145452

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT298856A AT204070B (de) 1955-05-24 1956-05-18 Drehzapfenlager für kurvenbewegliche und Drehschemel-Lokomotiven

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT204070B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3400955A (en) * 1964-12-18 1968-09-10 Gen Precision Inc Overload limiting mechanism

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3400955A (en) * 1964-12-18 1968-09-10 Gen Precision Inc Overload limiting mechanism

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT204070B (de) Drehzapfenlager für kurvenbewegliche und Drehschemel-Lokomotiven
DE2732840A1 (de) Walzenmuehle
DE833575C (de) Federnde Lagerungseinrichtung
DE2547605A1 (de) Drehpfanne
DE2303708A1 (de) Walzgeruest fuer stangen, bloecke oder bleche
DE442254C (de) Walzwerkslagerung
AT206467B (de) Drehzapfenlager für kurvenbewegliche, insbesondere Gelenk- und Drehschemellokomotiven
US5005715A (en) Articulated railroad car connector
DE2020023A1 (de) Kupplung fuer Eisenbahnwagen
DE1151532B (de) Spurlager fuer Gelenklokomotiven oder aehnliche Fahrzeuge
DE468892C (de) Verstellbares Walzenlager fuer Universalwalzwerke
DE1605837C3 (de) Eisenbahnwagen-Drehgestell
DE520573C (de) Staubschutzvorrichtung fuer die Lagerung des inneren Mahlkegels von Kegelmuehlen
DE919132C (de) Kipprost
DE541273C (de) Stativkopf
DE437855C (de) Brecher mit auf der festen Backe sich abwaelzender, beweglicher Backe
DE428013C (de) Lokomotivachslager
AT74673B (de) Führung der Formteile von kontinuierlich arbeitenden Gießmaschinen.
AT207889B (de) Wiegenloses zweiachsiges Drehgestell für Schienenfahrzeuge
AT96538B (de) Backenbrecher.
DE859175C (de) Schienenfahrzeug mit Drehgestellen
DE1002595B (de) UEberlastungsschutz fuer Backenbrecher
DE1170873B (de) Ruettelvorrichtung zum Entladen von Schuettgut aus Wagen
DE676253C (de) Schuettelrutschenverbindung
DE1784181B1 (de) Tuerschliesser