AT204927B - Startvorrichtung mit einer Start- bzw. Zündladung zum Starten von flügel- oder stabgesteuerten Mehrimpulsraketen mit Leuchtmasse - Google Patents

Startvorrichtung mit einer Start- bzw. Zündladung zum Starten von flügel- oder stabgesteuerten Mehrimpulsraketen mit Leuchtmasse

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AT204927B
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rocket
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Rudolf Dipl Ing Zwerina
Rosa Zwerina
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Rudolf Dipl Ing Zwerina
Rosa Zwerina
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   Startvorrichtung mit einer Start-bzw. Zündladung zum Starten von flügel-oder stabgesteuerten Mehrimpulsraketen mit Leuchtmasse 
Die Erfindung betrifft eine Startvorrichtung zum Starten von   Mehrimpulsraketen   zum Loslösen von Lawinen. Derartige Geräte bzw. Raketen sind bereits in den verschiedensten Ausführungen bekannt, u. a. auch solche mit   Mehrimpulsvortrieb   (österr. Patentschrift Nr. 197246). 



   Die Erfindung, die darauf abzielt, die Vorteile der   bekanntenMehrimpulsrakete   und   Startvorrich-   tung zu vereinigen und ihre Treffgenauigkeit zu erhöhen, besteht im Wesen darin, dass die in einemHartpapierstartrohr, welches in einem ortsfesten Betonsockel dreh-und schwenkbar bzw. in   eineltransportab-   len Bodenplatte und einem Dreibein gelagert ist, konzentrisch zwischen den Steuerstäben bzw. Steuerflügeln angeordnete Start-bzw.

   Zündladung sowohl die   Seelenbrandfläche   der Raketentreibladung als auch die im Bereich der Flügel- oder Stabsteuerung der Rakete vorgesehene Leuchtmasse zlindet, wobei die aus mehreren Teilladungen bestehende Raketentreibladung zwischen den Treibladungsteilen Trennkörper besitzt, so dass der Rakete auch im absteigenden Flugbahnast Vortriebsimpulse erteilt   werden,.,, -und   dass in der Raketentreibladung ein Trennpfropfen bzw. Trennkörper mit einer dem Treibladungsdurchmesser entsprechenden Länge angeordnet ist, der während seines Abbrandes ein Abwärtskippen der Rakete aus ihrer Flugbahn verursacht und in der Treibladung nach dem langen Trennpfropfen noch ein oder mehrere 
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    erhöhen.lösrakete, mit   zwischen   denSteuerungsteilen angebrachter Leuchtmasse.

   Fig. 3   zeigt eine lotrechte Ansicht des Startgestelles im Betonsockel. Fig. 4 den Kreuzriss dieses Startgestelles. Fig. 5 zeigt das im Gelände frei bewegliche Startgestell in Ansicht. Fig. 6 den   Kreuzriss   des letztgenannten Startgestelles. 



   Die   erfindungsgemässe Vorrichtung besteht   aus einer Mehrimpulsrakete mit nachfolgend beschriebener   Treibladung ; SolldieRakete nicht   nur im aufsteigenden, sondern auch im absteigenden Flugbahnteil Vortriebsimpulse geben, so wird der im höchsten Flugbahnpunkt wirksam werdende Trennpfropfen bzw. Trennkörper der Raketentreibladung mindestens so lang gemacht wie der Treibladungsdurchmesser. Wäh- 
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 teil, die Fluggeschwindigkeit der Rakete nimmt zu, es   können dadurch stark vereiste Schneedecken durch-   schlagen werden. 



     Die Lawinenloslösrakete   kann erfindungsgemäss zwischen ihren Steuerstäben bzw. Steuerflügeln leuch-   tende Geräte, z. B.   pyrotechnische Leuchtkörper angefügt erhalten, die gleichzeitig mit der Raketentreibladung im Startrohr entflammt, während des Raketenfluges, also ab Startpunkt bis ins Ziel eine Leuchtspur ergeben, wodurch die Flugbahn fotografisch   ermittelbar und z. B. mit Stereo - Autographenzahlen -   mässig genau feststellbar ist. Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann ein solcher Leuchtspur erzeugender Satz der Raketentreibladung beigemengt und dadurch die besonderen Leuchtkörper zwischen den Raketensteuerstäben bzw. Steuerflügeln eingespart werden. 



   Eine   Start- und ZUndladung   32 konzentrisch zwischen den vorgenannten Steuerorganen gelagert, ergibt einerseits einen kleinstmöglichen Entflammungsraum für die Startladungsgase und anderseits für die Treibladungsgase einen grösstmöglichen Entflammungsdruck, damit grösstmögliche   Startgeschwiadigkeit   

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 der Rakete, dadurch   Vergrösserung ihrer   Reichweite, gleichzeitig Verringerung atmosphärischer Einflüsse (Wind), also geringere Streuung. 



   Die Startvorrichtung für Durchführung des Raketenstartes kann erfindungsgemäss entweder : a) fest   1m Lawinengelände   gelagert ausgeführt werden, wie Fig. 3 und 4 zeigen, wobei die Lagerung 
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 welche zweckmässig aus einem   Gussstück   gebildet werden, das durch Fundamentankerschrauben 15 in jener Stellung gehalten wird, in der das Startrohr 20 auf die loszulösende Lawine eingestellt ist. Das im   Gussstuck   gelagerte Staitrohrende aus Stahl trägt den nach vorn offenen grösseren Startrohrteil aus Hartpapier od. dgl. Das Startrohr wird nach Einstellung seiner richtigen Höhenlage geklemmt, u. zw. mit dem Distanzrohr 14 zwischen den zwei lotrechten Wänden 19.

   Die Grundplatte 11 trägt ein Führungsrohr 12, das Startrohr 20 einen Längsschieber 16 mit einem Handgriff 17, ein Klemmstück 18 mit Klemmschrauben für das Festhalten des Startrohres, oder : b) beweglich im Lawinengelände gelagert sein, was erforderlich wird, wenn die    loszulÖ5endenLawi-   nen durch wechselnde Windrichtungen ganz verschiedene Abgangsrichtungen und örtlich verschiedene Schneeanhäufungen haben. Die Fig. 5 und 6 zeigen ein solches Startgestell. Dieses besteht aus einem Startrohr 21, das nur im rückwärtigen Teil aus Stahl, im vorderen grösseren Teil aus Hartpapier   od. dgl.   gefertigt ist. Das   rückwärtige   Startrohrende wird beweglich, z.

   B. als Kugel 25 in einer Kugelschale 26, und gleichzeitig federnd in einer Bodenplatte 28 gelagert, so dass dieses Startrohrende geschwenkt werden kann, wobei der geringe   Rückstoss   der Startladung im gefederten Plattenkopf 26, 27 vernichtet wird, z. B. durch eine vom   auftretendenRUckstoss   zu betätigende Klemmvorrichtung, die nach erfolgter Vernichtung des Rückstosses mechanisch oder von Hand aus wieder ausgelöst wird. Der vordere   Startrohrteilllegt in   Schelle 22 als Teil einer Gabelstütze 23. Diese besteht aus einem Zweibein, dessen zwei Beine senkrecht zur Flugrichtung geschwenkt werden können und aus einem dritten Bein, das in der Flugrichtung schwenkbar ist. An der Schelle 22 ist die Zielvorrichtung 31 gelagert, wodurch sie die Bewegungen der Startrohrachse mitmacht.

   Diese Startvorrichtungen zeichnen sich durch ausserordentlich geringes Gewicht aus. 



   Nur dadurch, dass die Lawinenloslösrakete aus dem erfindungsgemässen Startgestell mit der aus Startladungsdruck und diesem entgegenwirkenden   Treibladungsdruck   resultierenden Beschleunigung gestartet wird, kann die Seelenlänge der anfänglichen Treibladungsbrennfläche   in Raketenachsrichtung entspre-     chend weitgehend verkürzt werden,   wodurch im restlichen Seelenteil mehr Trennpfropfen bzw. Trennkörper eingebracht werden können, das heisst, es können nach dem im aufsteigenden Flugbahnast wirksa-   men Trennpfropfen   und nach dem sodann wirksamen langen Trennpfropfen noch weitere Trennpfropfen erfindungsgemäss in der Seele eingesetzt werden, wobei diese letzteren, nach dem langen Trennpfropfen wirksam werdenden Trennpfropfen eben dann im absteigenden Flugbahnteil wirksam sind. 



   Durch die zwischen der Raketensteuerung angeordneten Leuchtspur erzeugenden Chemikalien wird es ermöglicht, die Treibladung und Leuchtmasse gleichzeitig zu zünden. 



   Der Vorteil sowohl des erfindungsgemäss in einem Betonsockel herausnehmbar eingesetzten Startgestelles, als auch des im Gelände frei beweglichen Startgestelles liegt vor allem im geringen Rückstoss. 



  Das   erfindungsgemässe   Startrohr besteht aus leichtem Hartpapier, wodurch das Startrohr weniger als 1/3 des Gewichtes eines üblichen stählernen   Abschussrohres   besitzt, was ausserdem den Vorteil hat, dass bei einem eventueilen Rohrkrepierer keine Rohrsplitter sondern nur Papierstaub auftritt.

   Ist nun das Rohrgewicht soviel kleiner, dann sind die beim Start   der Rakete auftretenden Rüttelkräfte   entsprechend klei - 
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 auf seine betonierte Unterlage aus bzw. das Startrohr des im Gelände frei beweglichen   Stan : geste1les   wird beim Start vom Startdruck entsprechend weniger nach   rückwärts,   entgegen der   Startrichtung   der Rakete zurückgedrückt, wobei das Startrohr erfindungsgemäss in seiner durch drei Beine unverrückbar festgelegten Schelle gleitet. Dieser geringe Startdruck kann daher durch die Startplatte leicht aufgenommen werden. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Startvorrichtung mit einer Start-bzw. Zündladung zum Starten von flügel-oder stabgesteuerten Mehilmpulsraketen mit Leuchtmasse, dadurch gekennzeichnet, dass die in einem Hartpapierstartrohr, welches in einem ortsfesten Betonsockel dreh-und schwenkbar bzw. in einer transportablen Bodenplatte und einem Dreibein gelagert ist, konzentrisch zwischen den Steuerstäben bzw. Steuerflügeln angeordnete <Desc/Clms Page number 3> Start-bzw.
    Zündladung sowohl die Seelenbraltdf1 che der RaKetentreibladung als auch die im Bereich der Flügel- oder Stabsteuerung der Rakete vorgesehene Leuchtmasse zündet, wobei die aus mehreren Teilladungen bestehende Raketentreibladung zwischen den Treibladungsteilen Trennkörper besitzt, so dass der Rakete auch im absteigenden Flugbahnast Vortriebsimpulse erteilt werden.
    2. Mehrimpulsrakete nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Raketentreibladung ein Trennpfropfen bzw. Trennkörper mit einer dem Treibladungsdurchmesser entsprechenden Länge angeordnet ist, der während seines Abbrandes ein Abwärtskippen der Rakete aus ihrer Flugbahn verursacht und in EMI3.1 vorgesehen sind, wodurch die im absteigenden Flugbahnteil erzeugten Vortriebsimpulse die Auftreffge- schwindigkeiten erhöhen.
    3. Mehrimpulsrakete nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtmasse in der Treibladung angeordnet ist, wodurch das Ausströmen der Treibladungsgase die Raketenflugbahn sichtbar macht.
    4. Startvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Lagerung des Hartpapierstartrohres ein ortsfester Betonsockel (10), eine Grundplatte (11) mit Gradeinteilung und ein Führungsrohr (12) vorgesehen ist, wobei das Hartpapierstartrohr in einem Träger gelagert ist, der aus einem im Führungsrohr (12) einsetzbaren Drehzapfen mit einer Horizontalplatte (13) und zwei parallelen Vertikalplatten (19) besteht.
    5. Startvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hartpapierstartrohr einen Fussteil aus Stahl mit einer Öffnung besitzt, die mit einem axial verschiebbaren Längsschieber (16) bzw.
    Rundschieber (29) verschliessbar ist.
    6. Startvorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Hartpapierstartrohr (21) mit seinemFussteil in einer aus Leichtmetall, Kunststoff od. dgl. bestehenden, transportablen Bodenplatte (28) kugelgelenkartig gelagert ist und mit seinem Vorderteil in einer am Dreibein (23, 24) vorgesehenenSchel- le (22) axial verschiebbar geführt ist, wobei gegebenenfalls die Bodenplatte einen Rückstossdämpfer und eine mechanische Klemmvorrichtung besitzt.
AT609954A 1954-11-06 1954-11-06 Startvorrichtung mit einer Start- bzw. Zündladung zum Starten von flügel- oder stabgesteuerten Mehrimpulsraketen mit Leuchtmasse AT204927B (de)

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