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Startvorrichtung mit einer Start-bzw. Zündladung zum Starten von flügel-oder stabgesteuerten Mehrimpulsraketen mit Leuchtmasse
Die Erfindung betrifft eine Startvorrichtung zum Starten von Mehrimpulsraketen zum Loslösen von Lawinen. Derartige Geräte bzw. Raketen sind bereits in den verschiedensten Ausführungen bekannt, u. a. auch solche mit Mehrimpulsvortrieb (österr. Patentschrift Nr. 197246).
Die Erfindung, die darauf abzielt, die Vorteile der bekanntenMehrimpulsrakete und Startvorrich- tung zu vereinigen und ihre Treffgenauigkeit zu erhöhen, besteht im Wesen darin, dass die in einemHartpapierstartrohr, welches in einem ortsfesten Betonsockel dreh-und schwenkbar bzw. in eineltransportab- len Bodenplatte und einem Dreibein gelagert ist, konzentrisch zwischen den Steuerstäben bzw. Steuerflügeln angeordnete Start-bzw.
Zündladung sowohl die Seelenbrandfläche der Raketentreibladung als auch die im Bereich der Flügel- oder Stabsteuerung der Rakete vorgesehene Leuchtmasse zlindet, wobei die aus mehreren Teilladungen bestehende Raketentreibladung zwischen den Treibladungsteilen Trennkörper besitzt, so dass der Rakete auch im absteigenden Flugbahnast Vortriebsimpulse erteilt werden,.,, -und dass in der Raketentreibladung ein Trennpfropfen bzw. Trennkörper mit einer dem Treibladungsdurchmesser entsprechenden Länge angeordnet ist, der während seines Abbrandes ein Abwärtskippen der Rakete aus ihrer Flugbahn verursacht und in der Treibladung nach dem langen Trennpfropfen noch ein oder mehrere
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erhöhen.lösrakete, mit zwischen denSteuerungsteilen angebrachter Leuchtmasse.
Fig. 3 zeigt eine lotrechte Ansicht des Startgestelles im Betonsockel. Fig. 4 den Kreuzriss dieses Startgestelles. Fig. 5 zeigt das im Gelände frei bewegliche Startgestell in Ansicht. Fig. 6 den Kreuzriss des letztgenannten Startgestelles.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung besteht aus einer Mehrimpulsrakete mit nachfolgend beschriebener Treibladung ; SolldieRakete nicht nur im aufsteigenden, sondern auch im absteigenden Flugbahnteil Vortriebsimpulse geben, so wird der im höchsten Flugbahnpunkt wirksam werdende Trennpfropfen bzw. Trennkörper der Raketentreibladung mindestens so lang gemacht wie der Treibladungsdurchmesser. Wäh-
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teil, die Fluggeschwindigkeit der Rakete nimmt zu, es können dadurch stark vereiste Schneedecken durch- schlagen werden.
Die Lawinenloslösrakete kann erfindungsgemäss zwischen ihren Steuerstäben bzw. Steuerflügeln leuch- tende Geräte, z. B. pyrotechnische Leuchtkörper angefügt erhalten, die gleichzeitig mit der Raketentreibladung im Startrohr entflammt, während des Raketenfluges, also ab Startpunkt bis ins Ziel eine Leuchtspur ergeben, wodurch die Flugbahn fotografisch ermittelbar und z. B. mit Stereo - Autographenzahlen - mässig genau feststellbar ist. Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann ein solcher Leuchtspur erzeugender Satz der Raketentreibladung beigemengt und dadurch die besonderen Leuchtkörper zwischen den Raketensteuerstäben bzw. Steuerflügeln eingespart werden.
Eine Start- und ZUndladung 32 konzentrisch zwischen den vorgenannten Steuerorganen gelagert, ergibt einerseits einen kleinstmöglichen Entflammungsraum für die Startladungsgase und anderseits für die Treibladungsgase einen grösstmöglichen Entflammungsdruck, damit grösstmögliche Startgeschwiadigkeit
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der Rakete, dadurch Vergrösserung ihrer Reichweite, gleichzeitig Verringerung atmosphärischer Einflüsse (Wind), also geringere Streuung.
Die Startvorrichtung für Durchführung des Raketenstartes kann erfindungsgemäss entweder : a) fest 1m Lawinengelände gelagert ausgeführt werden, wie Fig. 3 und 4 zeigen, wobei die Lagerung
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welche zweckmässig aus einem Gussstück gebildet werden, das durch Fundamentankerschrauben 15 in jener Stellung gehalten wird, in der das Startrohr 20 auf die loszulösende Lawine eingestellt ist. Das im Gussstuck gelagerte Staitrohrende aus Stahl trägt den nach vorn offenen grösseren Startrohrteil aus Hartpapier od. dgl. Das Startrohr wird nach Einstellung seiner richtigen Höhenlage geklemmt, u. zw. mit dem Distanzrohr 14 zwischen den zwei lotrechten Wänden 19.
Die Grundplatte 11 trägt ein Führungsrohr 12, das Startrohr 20 einen Längsschieber 16 mit einem Handgriff 17, ein Klemmstück 18 mit Klemmschrauben für das Festhalten des Startrohres, oder : b) beweglich im Lawinengelände gelagert sein, was erforderlich wird, wenn die loszulÖ5endenLawi- nen durch wechselnde Windrichtungen ganz verschiedene Abgangsrichtungen und örtlich verschiedene Schneeanhäufungen haben. Die Fig. 5 und 6 zeigen ein solches Startgestell. Dieses besteht aus einem Startrohr 21, das nur im rückwärtigen Teil aus Stahl, im vorderen grösseren Teil aus Hartpapier od. dgl. gefertigt ist. Das rückwärtige Startrohrende wird beweglich, z.
B. als Kugel 25 in einer Kugelschale 26, und gleichzeitig federnd in einer Bodenplatte 28 gelagert, so dass dieses Startrohrende geschwenkt werden kann, wobei der geringe Rückstoss der Startladung im gefederten Plattenkopf 26, 27 vernichtet wird, z. B. durch eine vom auftretendenRUckstoss zu betätigende Klemmvorrichtung, die nach erfolgter Vernichtung des Rückstosses mechanisch oder von Hand aus wieder ausgelöst wird. Der vordere Startrohrteilllegt in Schelle 22 als Teil einer Gabelstütze 23. Diese besteht aus einem Zweibein, dessen zwei Beine senkrecht zur Flugrichtung geschwenkt werden können und aus einem dritten Bein, das in der Flugrichtung schwenkbar ist. An der Schelle 22 ist die Zielvorrichtung 31 gelagert, wodurch sie die Bewegungen der Startrohrachse mitmacht.
Diese Startvorrichtungen zeichnen sich durch ausserordentlich geringes Gewicht aus.
Nur dadurch, dass die Lawinenloslösrakete aus dem erfindungsgemässen Startgestell mit der aus Startladungsdruck und diesem entgegenwirkenden Treibladungsdruck resultierenden Beschleunigung gestartet wird, kann die Seelenlänge der anfänglichen Treibladungsbrennfläche in Raketenachsrichtung entspre- chend weitgehend verkürzt werden, wodurch im restlichen Seelenteil mehr Trennpfropfen bzw. Trennkörper eingebracht werden können, das heisst, es können nach dem im aufsteigenden Flugbahnast wirksa- men Trennpfropfen und nach dem sodann wirksamen langen Trennpfropfen noch weitere Trennpfropfen erfindungsgemäss in der Seele eingesetzt werden, wobei diese letzteren, nach dem langen Trennpfropfen wirksam werdenden Trennpfropfen eben dann im absteigenden Flugbahnteil wirksam sind.
Durch die zwischen der Raketensteuerung angeordneten Leuchtspur erzeugenden Chemikalien wird es ermöglicht, die Treibladung und Leuchtmasse gleichzeitig zu zünden.
Der Vorteil sowohl des erfindungsgemäss in einem Betonsockel herausnehmbar eingesetzten Startgestelles, als auch des im Gelände frei beweglichen Startgestelles liegt vor allem im geringen Rückstoss.
Das erfindungsgemässe Startrohr besteht aus leichtem Hartpapier, wodurch das Startrohr weniger als 1/3 des Gewichtes eines üblichen stählernen Abschussrohres besitzt, was ausserdem den Vorteil hat, dass bei einem eventueilen Rohrkrepierer keine Rohrsplitter sondern nur Papierstaub auftritt.
Ist nun das Rohrgewicht soviel kleiner, dann sind die beim Start der Rakete auftretenden Rüttelkräfte entsprechend klei -
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auf seine betonierte Unterlage aus bzw. das Startrohr des im Gelände frei beweglichen Stan : geste1les wird beim Start vom Startdruck entsprechend weniger nach rückwärts, entgegen der Startrichtung der Rakete zurückgedrückt, wobei das Startrohr erfindungsgemäss in seiner durch drei Beine unverrückbar festgelegten Schelle gleitet. Dieser geringe Startdruck kann daher durch die Startplatte leicht aufgenommen werden.
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