AT205297B - Hydraulische Turbokupplung - Google Patents

Hydraulische Turbokupplung

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AT205297B
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liquid
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valves
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AT429757A
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Harold Sinclair
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Harold Sinclair
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Description


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  Hydraulische Turbokupplung 
Die Erfindung betrifft hydraulische Turbokupplungen mit einem oder mehreren   Schnellab-     la#ventilen, die dazu   dienen, die Arbeitskammer rasch zu entleeren. Derartige Ventile besitzen einen Ventilkörper, der einen Auslass beherrscht und dessen   eine'seite unter. der Wirkung   des Zentrifugaldruckes der in der Arbeitskammer enthaltenen   Flüssigkeit und   dessen andere Seite unter dem Druck der auf sie wirkenden   Aribeitsflü : ssig-   keit steht. Bei normaler Arbeitsweise der Turbokupplung ist die Schliesskraft, die auf das Schnell-   afblassventil wirkt, z. ufolge   der zentrifugalen Abhebekraft, die auf die Aussenseite des Ventiles, z. 



  B. eine Ventilplatte, wirkt, grösser als die öffnungskraft, die eine Folge des auf seine Innenseite wirkenden Druckes ist ; dies zufolge der Tatsache, dass die exponierte äussere Oberfläche des   Ventiles beträchtlich grö#er   ist als dessen wirkende Innenfläche. Dadurch wind der Ventilkörper, z. B. eine Platte, gegen einen Ventilsitz angelegt und das Ventil geschlossen. Es ist   dafür   vorge-   sorgt, dass die Flüssigkeit, die durch   den genannten   Durchlass dauernd an die Aussenseite des   Ventilkörpersgelangt, fortwährendmitbeschränkter Geschwindigkeit durch einen Leckauslass abflie- ssen kann.

   Wenn die   Arbeitskammer   entleert werden soll, wird die Zufuhr von Arbeitsflüssigkeit zu dem genannten Durchlass unterbrochen, so dass   na. ch einer kurzen   Zeitspanne, die   im Wese11JtIi-   chen durch   den Durchflu#quersohnitt des Leck-   auslasses bestimmt ist, der auf den Ventilkörper wirkende Drudk, der eine Folge der durch den genannten   Durchlass eintretenden Flüssigkeit   ist, 
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 wodurch der Ventilkörper vonseinem Sitz   abgehoben   und der   Durchfluss   freigegeben wird, so   dass   sich die Arbeitskammer sehr schnell entleeren kann. 



   Wenn die Turbokupplung von einer mit konstanter Drehzahl laufenden Maschine angetrieben wird, z. B. von einem Elektromotor, ist der vorhin erwähnte Zeiabstand bei normaler Arbeitstemperatur für jeden Entleerungsvorgang praktisch der gleiche. In Fällen jedoch, in denen das treibende Element der Kupplung mit verchiedenen Geschwindigkeiten angetrieben werden soll, z. B. von einem Dieselmotor unter verschiedenen 
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 verschiedene Werte annehmen, in,durch Herabsetzung der Kupplungsdrehzahl auch die Zentrifugalkraft kleiner wird und die durch den   Leckauslass   erfolgende Entleerung der Kupplung demgemäss mehr Zeit erfordert.

   Wenn die Kupplung mit geringer Drehzahl arbeitet, so kann der Zeitabstand zwischen Unterbrechung der   Flüssigkeltsz. ufuhr durch   die genannte öffnung   und dem #ffnen   des Plattenventiles beträchtlich sein. Es versteht sich aber, dass ein geringer Zeitabstand erwünscht ist, und es ist Gegenstand der Erfindung, eine Turbokupplung zu schaffen, die mit wenigstens einem   Schnellablassventil   versehen ist, das sich durch eine   verbesserte Leckauslassaus-   bildung auszeichnet, so dass der genannte Zeitabstand von der Kupplungsdrehzahl in einem geringeren   Masse abhängig ist   als dies bisher der Fall war. 



     Um diese Aufgabe   zu lösen, wird von einer Turbokupplung ausgegangen, die eine Arbeitskammer aufweist, die mit mindestens einem   Schnellablassventil   versehen ist,   am.   die Arbeitskammer schnell zu leeren, welches Ventil einen, einen   AusLass   beherrschenden Ventilkörper um-   fasst, aid   welchem an der einen Seite die Zen-   trifugalwirtkung der   in der Arbeitskammer vorhandenen Arbeitsflüssigkeit und an der andern Seite der Druck der   Flüssigkeit   herrscht, der dieser andern Seite   über einen Durchlass   angelegt wind,   wobei die Flüssigkeit bei arbeitender   Kupplung einer Zentrifugalwirkung unterworfen ist und wobei Ledkauslässe vorgesehen sind, die eine 
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Flüssigkeits,

   abfuhr bei arbeitender Kupp-richtungen versehen ist, die   das Ausmass, der, dem   Durchlass zugeführten Flüssigkeit regeln. Bei einer solchen Kupplung kennzeichnet sich die Erfindung durch eine Regeleinrichtung bzw. ein Ventil, einen Schieber, eine Blende od. dgl., die   den wirksamen Durchflussquerschnitt der Leckauslässe vergrö#ert, wenn die Winkelgeschwindig-   

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 das   Schnellablassventil   mit mindestens einem ständig offenen Leckauslass versehen ist, über welchen Flüssigkeit von der der Arbeitskammer   abgewanfd-   ten Ventilseite abströmen kann, so ist es zweckmässig, wenn im Sinne eines weiteren Erfindungmerkmales die geschwindigkeitsabhängige Regeleinrichtung mindestens eine durch Zentrifugalwirkung gesteuerte Auslassvorrichtung umfasst,

   welche bei einer vorbestimmten Winkelgeschwindigkeit des   Schnellablassventiles mindestens   einen Auslasskanal öffnet, der parallel zu dem Leckauslass liegt. 



   Im Folgenden wird ein   Ausführungsbeispiel   der Erfindung an Hand der Zeichnungen beschrieben, u. zw. in Anwendung auf eine hydraulische Tur-   bokupplung   jener Art, in der der Zufluss der Arbeitsflüssigkeit zur Arbeitskammer vermittels eines einstellbaren   Schöpfrohres   erfolgt, das innerhalb eines   Schopfrohrgehäuses   verschiebbar ist, das in einer umlaufenden Vorratskammer, welche die aus der Arbeitskammer abfliessende Arbeit-   flüssigkeit   aufnimmt, ortsfest angeordnet ist. 



   In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein vorwiegend im Axialschnitt gehaltener Aufriss der Kupplung und Fig. 2 eine Schnittdarstellung eines der Plattenventile, mit welchen die   Tur, bokupplung ver-   sehen ist, in   vergö#ertem   Massstab. 



   Die dargestellte Turbdkupplung besitzt ein   schaufeltragendes Antriebselement 1   und einen ebenfalls schaufeltragenden Läufer 2 die auf einer Eingangswelle 3 bzw. einer Ausgangswelle 4 sitzen. Antriebsteil 1 und Läufer 2 sind innerhalb eines Gehäuses 5 angeordnet, das mit dem Antriebsteil   1   rotiert. und das an seinem Aussenumfang eine Mehrzahl von   Schnellablassventilen   6 aufweist, die gleichmässig um die Drehachse herum angeordnet sind. 
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 der Ventile 6 ist unterstellt, dass die   Arbeliskam-   mer innerhalb des Gehäuses 5 eine solche Winkellage einnimmt, dass sich das betrachtete Ventil 6 im höchsten Punkte des in Fig. 1 dargestellten Gehäuses 5 befindet.

   Das in Fig. 2 dargestellte Ventil umfasst im Wesentlichen ein zylin- 
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 Das   Ventilgehäuse 7 besitzt   eine innere und äu- ssere im Wesentlichen zylindrische Wandung 10 bzw. 11 zwischen denen ein Ringraum eingeschlossen ist. Ein zusammengesetzter Ringkörper, welcher einen inneren und einen äusseren Ringteil 12 und 13 und eine zwischen diesen ge-   klemmte Ringführung/-/umfasst,   ist in die Aussenwand des Ventilgehäuses 7 so einge-   schraubt,'dass   die in einer Ebene liegenden Unter- 
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 der Ringteile/2 und 13 vonlaufen, wogegen die Oberseite des Ringkörpers 12, die nach innen über die Ringführung 14 vorsteht, in derselben Ebene liegt wie die Oberseite der Innenwand 10 des Ventilgehäuses, mit Bezug auf welche sie im Seitenabstande verläuft.

   Die Oberseiten der Innenwand 10 des Ventilgehäuses 7 und des inneren Ringkörpers 12 bilden Sitze für einen scheibenförmigen, aus dünnem Blech bestehenden Ventilteller 76, dessen Bewegung in Richtung von den Sitzen weg durch eine nach einwärts ragende Ringstufe 77 des äusseren Ringgliedes 73 begrenzt wird. 



   Oberhalb des zusammengesetzten Ringkörpers 12, 13, 14 und im Abstand von diesem ist in das Ventilgehäuse 7 eine Deckplatte 18 eingeschraubt in deren Mitte ein Nippel 19 sitzt, der eine Auslassbohrung 20 geringen Durchmessers aufweist ; der Nippel 19 dient als Leckauslass. In die Deckplatte 18 sind auch zwei durch Zentrifugalwirkung betätigte Regelauslässe 21 zu beiden Seiten des Leokauslasses 19 eingeschraubt. Jeder Regelauslass besteht aus einem Nippel 22, der eine Ausnehmung 23 besitzt, die mit ihrem unteren Ende mit dem Inneren des   Ventilkörpers   7 in freier Verbindung steht und die oben in einen Durchlass 24 mündet, der. mit seitlichen Auslassöffnungen 25 verbunden ist, die sich durch den ausserhalb der Deckplatte 18   befindenden     Kopf teil, der Nippel   erstrecken.

   Durch eine in jeder Ausnehmung 23 angeordnete Kugel 26 kann der Auslasskanal 24 verschlossen werden, sobald sich die Kugel in der obersten Stellung befindet, d. h. bezogen auf die Drehachse der Turbokupplung die äusserste Lage einnimmt. Eine Ventilfeder 27 trachtet die Kugel 26 aus dieser äussersten Lage wegzudrängen.

   Die Federn 27 der   bei, den Regelventile 21   besitzen aus noch zu erläuternden Gründen verschiedene Stärke. 
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 miger   Sammelring   40 befestigt, der einen konischen, mit dem Gehäuse 5 verbundenen Wandteil aufweist ; dieser steht von dem Gehäuse in Richtung der Kupplungsachse ab und mündet in eine radial nach innen geführte Stirnwand, die im geringen Abstand vom   Schöpfrohrgehäuse   35 verläuft, so   da# der Sammelring   40 die Sammelringnut 38 und die Einlässe 39 einschliesst.

   Im   kegelstumpfförmigen   Wandteil des Sammelringes sind eine Mehrzahl von Löchern ausgebildet, deren Anzahl mit der Anzahl der Plattenventile übereinstimmt ; von jedem der Löcher führt eine Speiseleitung 41   über die Aussenwand   des Gehäuses   5   zu dem oben genannten Einlass 31   ! (Fdg.   2), der in der Aussenwand 11 jedes Plattenventilgehäuses 7 vorgesehen ist. An die Innenseite des konischen Wandteiles des   Sammelringes ist   ein Leitring 42 befestigt, der dazu dient, Arbeitsflüssigkeit den Speiseleitungen 41   ! zuzuführen,   die demnach Durchlässe bilden, in denen die Flüssigkeit der Zentrifugalwirkung unterworfen ist. 



   Wenn die   Flüssigkeitskupplung   bei voller Drehzahl arbeitet, befindet sich das   Schöpfrohr   in der aus Fig. 1 ersichtlichen äussersten Lage. Die ArbeitsflüssigkeitströmtdauerndausderArbeitskammer der Kupplung durch die öffnungen 9 und die Mittelöffnung 8 jedes Ventilgehäuses 7, durch den verengten Durchlass 30, der in der Innenwand 10 jedes Ventilgehäuses 7 vorgesehen ist, und von'dort durch die in, der Aussenwand 11 vorgesehene Auslassöffnung 29 in die umlaufende Vorratskammer 33.

   Hier bildet sie einen Flüssigkeitsring, von welchem Flüssigkeit dauernd durch das ausgefahrene Schöpfrohr 34 aufgenommen wird ; sie wird über den Kühler in die Leitung 37 und von dort in die Sammelnut 38 gefördert, wo etwas   Flüssiog ! keit durch, den Leitring   42 zu den Speiseleitungen 41 abgezweigt wird, durch wel- che sie in die Einlässe 31 gerät, die in dem Ventilgehäuse 7 vorgesehen sind, und damit in die
Räume 32 oberhalb der Ventilplatten 16 ; woge- gendierestlicheFlüssigkeitüberdieDurchlässe
39, die im Gehäuse 5 vorgesehen sind, in die Ar-   beitskammer   der Kupplung strömt.

   Es besteht ei- ne dauernde, aber verminderte   Arbeltsflüssigkelts-   
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 mer befindet, aber in Wirklichkeit natürlich mit dem Antriebselement rotiert) und ferner angenommen sei, dass die Kupplung mit voller Drehzahl arbeitet, so ist der an der Unterseite der Ventil- 
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16auf die in der Speiseleitung 41 vorhandene Flüssigkeit wirkt und sich auf der Oberseite der Ventilplatte 16 auswirkt, weil ja diese gesamte Oberseite diesem Druck unterworfen ist.

   Während der vollen Drehzahl werden die Kugeln 26 beider Zentrifugalregelventile 21 unter der Wirkung von Zentrifugalkräften gegen ihren Sitz gehalten und als Folge des Unterschiedes zwischen. den auf die obere und die untere Seite der Ventilplatte 16 wirkenden Drücke wird auch die letztere gegen 
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   rückgezogen,   so hört die   Flüssigikeitsnachlieferung     in die Sammelringnut 38 und demgemä#   in die Speiseleitungen 41 auf, und es fällt auch die Nachlieferung von Arbeitsflüssigkeit durch die   Durchlässe 39   auf. Daher beginnt die   Arbeitskam-   mer als   F. ollge des durch, die Leckauslässe   30 auftretenden Flüssigkeitsverlustes sich zu entleeren, zumal auch durch die Auslassöffnungen 29 Flüssigkeit zur Vorratskammer abströmt.

   Auch die Flüssigkeitsleitungen 41 beginnen sich unter dem Einfluss der durch die Leckauslässe 19, 20 auftretenden Flüssigkeitsverluste zu entleeren, so dass der auf die Oberseite der Ventilplatten 16 wirkende Drudk fällt, bis er kleiner geworden ist als die auf die Unterseite wirkende öffnungkraft. In diesem Augenblick heben sich die Ven-   tilph1Jtten   16 von ihren Sitzen ab, wodurch die Arbeitskammer über die Bohrungen 8, die Räume 28 und die Auslassöffnung 29 in eine praktisch 
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 kammer 33 gebracht wird. Demgemäss entleert sich die Arbeitskammer sehr schnell. Die zwischen dem Zurückziehen des Schöpfrohres 34 und dem Abheben der Ventilplatte 16 von ihrem Sitz vergehende Zeit kann, wenn die Kupplung mit normaler Geschwindigkeit rotiert, etwa 1-2 Sekunden betragen. 



   Die Feder 27, des einen Zentrifugalregelventiles, angenommen des linksseitigen Ventiles 21 in Fig. 



  1, hat solche Stärke, dass sich die Kugel 26 bei einer vorgegebenen Drehzahl, z. B.   bei #   der vollen Drehzahl, durch die Feder 27 von ihrem Sitz abhebt. Wenn die Kupplung mit dieser Geschwindigkeit arbeitet, ist die Zentrifugalkraft der 

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   1m   Rohr   41   vorhandenen   Flüssigkeit geringer als   sie es bei voller Kupplungsdrehzahl wäre und das Ausmass der durch den   Leckauslass   19, 20 aus-   tretenden Flüssigkeit   ist geringer als bei voller Kupplungsdrehzahl.

   Wenn daher die genannten Zentrifugalregelventile 21 nicht offen wären, so würde nach dem Zurückziehen des Schöpfrohres 41 eine längere Zeit vergehen, bis die auf der Oberseite der Ventilplatte 16 wirkende Kraft auf einen Wert gesunken ist, bei welchem das Ventil   öffnet.   Da jedoch das linksseitige Regelventil 21 bereits offen ist, wird der   Durchflussquerschnitt   der zur Abfuhr von Flüssigkeit aus dem Raum 32 zur Verfügung steht, vergrössert ; da die Flüssigkeit jetzt nicht nur durch den   Ledkauslass   20, sondern auch durch die Auslässe 25 des linksseitigen Regelventiles 21 austreten kann.

   Indem man dieses Ventil 21 geeignet dimensioniert, kann erreicht werden, dass die Zeit, die bei Zurückziehung des Schöpfrohres zwischen diesem Zurückziehen und dem Heben der Ventilplatte vergeht, für die niedrige Kupplungsdrehzahl praktisch dieselbe ist wie für die hohe Drehzahl. 



   Die Feder 27 des andern (rechtsseitigen) Zentrifugalregelventiles 22 ist so bemessen, dass dieses Ventil bei einer vorbestimmten, aber noch geringeren Drehzahl öffnet, z. B. bei 1/2 der vollen Drehzahl, so dass bei dieser Drehzahl der Durchflussquerschnitt der Flüssigkeit aus dem Raum 32 weiter vergrössert wird, indem   Flüssigkeit auch   durch die   Auslassöffnungen 2J   des rechtsseitigen Regelventiles 21 austreten kann. Wenn man das   Schöpfrohr   bei dieser noch geringen Drehzahl zurückzieht, so ist die Zeit, die bis zum'öffnen des Ventiltellers 16 vergeht, praktisch dieselbe   wie bei Volldrehzahl   und wie bei der erstbehandelten gesenkten Drehzahl. 



   Durch Verwendung eines oder mehrerer Zentrifugalregelventile, die Federn verschiedener Stärke besitzen, wie dies im Vorhergehenden beschieben wurde, kann der Zeitabstand zwischen Zurückziehung des Schöpfrohres 34 und dem Lüften des Plattenventiles 16 für verschiedene Arbeitsgeschwindigkeiten gleich gemacht werden und je   grösser die   Zahl solcher jedem Plattenventil 6 zugeordneter Regelventile 21   ? ist, umso grösser   wird die Zahl von Kupplungsdrehzahlen sein, für welche dieser Zeitabstand gleich ist. 



   Falls gewünscht, kann jede Speiseleitung 41 dazu eingerichtet werden,   Aribeitsflüssigkeit   zu einer
Mehrzahl von Platten ventilen 6, die zweckmässig in naher, gegenseitiger Nachbarschaft angeordnet werden, zuzuleiten. Man kann aber auch eine
Speiseleitung 41 jedem Plattenventil 6 zuordnen und es können die   ausserhalb   der Ventilplatte   16   einer Gruppe von Ventilen 6 befindliohen Räu- me 32 mittels Drudkausgleichsleitungen verbun- den werden, so dass die eine Gruppe von Zentri- fugalregelventilen 21 dazu dient, die genannte
Gruppe von Plattenventilen zu steuern. 



   In   Abänderung   der im Vorstehenden beschriebenen Konstruktion kann man an Stelle eines Steuerventiles 21 einer Bauweise, das je nach der herrschenden Kupplungsdrehzahl entweder ganz offen oder ganz geschlossen ist, jedem Plattenventil oder einer oder mehreren Gruppe- (n) von solchen Ventilen ein Zentrifugalsteuerventil zuordnen, welches in übereinstimmung mit der abnehmenden Drehzahl der Kupplung progressiv öffnet, um auf diese Weise   den Durchflu#quer-   schnitt, der   für den Abfluss   der Flüssigkeit aus dem Raum 32 zur Verfügung steht, ebenfalls progressiv zu vergrössern und dadurch einen konstanten kurzen Zeitabstand für den ganzen Bereich von Kupplungsdrehzahlen zu sichern. 



   Gemäss einer weiteren   Abänderung   kann man das Zentrifugalregelventil thermostatisch steuern, so dass der Durchflussquerschnitt mit zunehmender Temperatur der   Arbeitsflüssigkeit   abnimmt. 



   Die Erfindung Ist nicht auf die Anwendung bei Turbokupplungen der hier beschriebenen Bauweise mit Schöpfrohr beschränkt. Sie kann auf Turbokupplungen angewendet werden, bei denen   die Arbeitsflüssigkeit   der Arbeitskammer durch eine Pumpe aus einem Sumpf zugeführt wird, in dem die aus der Arbeitskammer kommende Flüssigkeit gesammelt wird. Auch kann die Kupplung aus einem höherliegenden Behälter, dem die Ar-   beitsflüssigkeit   aus dem Sumpf über eine Pumpe zugeführt wird, gespeist werden. Gemäss diesen letztgenannten Bauweisen ist ein Steuerventil vorgesehen, durch welches Arbeitsflüssigkeit dem Kupplungseinlass, der zu diesem Durchlass führt, zugeführt wird, um auch die Tätigkeit der Schnellablass-Plattenventile zu regeln.

   Nach einer an-   dern   Bauweise kann ein Regelventil die diesem Durchlass zugeführte Flüssigkeit direkt regeln. 



   PATENTANSPRÜCHE :
1. Hydraulische Turbokupplung mit einer Arbeitskammer, die mit mindestens einem Schnell-   ablassventil   versehen ist, um die Arbeitskammer schnell zu leeren, welches Ventil einen, einen Auslass beherrschenden Ventilkörper umfasst, auf welchem an einer Seite die Zentrifugalwirkung der in der Arbeitskammer vorhandenen Arbeitsflüssigkeit und an der andern Seite der Druck der   Flüssigkeit   herrscht, der dieser andern Seite über einen   Durchlass   angelegt wird, wobei die Flüssigkeit bei arbeitender Kupplung einer Zentrifugalwirkung unterworfen ist und wobei Leckauslässe vorgesehen sind, die eine dauernde   Flüssigkeit-   abfuhr bei arbeitender Kupplung von der andern Seite des Ventils erlauben und wobei die Kupplung mit weiteren Regeleinrichtungen versehen ist,

   die das Ausmass der dem Durchlass zugeführten Flüssigkeit regeln, gekennzeichnet durch eine Regeleinrichtung (21) bzw. ein Ventil, einen 
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 men Durchflussquerschnitt der Leckauslässe   (20)   vergrössert, wenn die Winkelgeschwindigkeit des Schnellablassventiles   (6)   fällt und umgekehrt.

Claims (1)

  1. 2. Kupplung nach Anspruch 1, in welcher das <Desc/Clms Page number 5> Schnellablassventil mit mindestens einem ständig oifenen Leckausla# versehen ist, über welchen Flüssigkeit von der der Arbeitskammer abgewandten Ventilseite abströmen kann, dadurch gekennzeichnet, dass die geschwindigkeitsaibhängige Regeleinrichtung mindestens eine durch Zentrifu- galwirikung gesteuerte Auslassvorrichtung (21) umfasst, welche bei einer vombestimmten Winkelgeschwindigkeit des Schnellabla#ventiles (16) mindestens einen Auslasskanal (25) öffnet, der parallel zu dem Leckauslass (20) liegt. 3.
    Kupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Auslassvorrichtungen (21, 22) dem genannten Leckauslass (20) zugeord- net sind, die bei verschiedenen vorbestimmten Winkelgeschwindigkeiten des Schnellablassventiles (6) öffnen.
    4. Kupplung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Schnellablassventilen (16) vorgesehen ist, und mindestens einige von ihnen mit Flüssigkeit über eine ge- meinsatne Leitung versorgt werden.
AT429757A 1956-07-02 1957-07-01 Hydraulische Turbokupplung AT205297B (de)

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