AT205927B - Verfahren zum Verpacken von Käse in Schläuchen aus elastischem Kunststoff - Google Patents
Verfahren zum Verpacken von Käse in Schläuchen aus elastischem KunststoffInfo
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Description
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Verfahren zum Verpacken von Käse in Schläuchen aus elastischem Kunststoff
Es ist bekannt, unreifen oder reifen Käse in Kunststoffolien zu verpacken. Die in Kunststofffolien verpackten unreifen Käse werden dann in der Verpackung reifen gelassen. Bei allen derartigen Verpackungen muss darauf geachtet werden, dass die Kunststoffolien der Käseoberflä- che sehr gut anliegen, damit unerwünschte Schim- mel, bildung vermieden wird.
Bei. der Verpackung reifer Käse wird das einzelne Käsestück in Folienbeutel, die ein Übermass haben, verpackt. Nach Evakuieren und Verschliessen der Verpackung wird diese durch eine Wärmebehandlung, bei der der Kunststoff schrumpft, eng an der Oberfläche des Käses zum Anliegen gebracht. Dabei werden aber auch dann mit luftundurchlässigen Folien umhüllte Käsestücke erhalten, wenn man an sich gasdurchlässige übergrosse Beutel aus Polyvinylidenchlorid verwen-' det. Wird nämlich ein mit einem solchen übergrossen Beutel verpackter Käse in eine heisse Salzlösung eingetaucht, wobei eine Schrumpfung der Folien einsetzt, so wird zwar ein enges Anliegen der Polyvinylidenchloridfolie an die Käse- oberfläche erreicht, jedoch verliert die Folie bei dieser Schrumpfung ihre Gasdurchlässigkeit.
Zur luftdichten Verpackung von Käsescheiben in eine Umhüllung aus Kunststoffolie ist bereits vorgeschlagen worden, den Käse zwischen zwei Streifen aus thermoplastischer Folie einzuführen und die beiden Folienstreifen an ihren übereinanderliegenden Rändern zu verschwei- ssen. Nach Ausformung von Käsescheiben in dem so gebildeten umhüllten Käsestrang wird dann noch. die Hüllfolie zwischen den Käsescheiben in Querrichtung zum Käsestrang an je zwei nebeneinanderliegenden Stellen verschweisst und zwischen den Schweissnähten zerschnitten. Dieses Verpackungsverfahren erfordert die Erstellung einer besonderen komplizierten Anlage und damit einen erheblichen Aufwand.
Es wurde nun gefunden, dass man unreifen Käse in einfacher Weise in Schläuchen aus elastischem Kunststoff dicht umschliessen und die Reifung des Käses unter der Folie unter Verhinderung einer Scbimmelblldung vollziehen kann, wenn man einen mit Citraten und bzw. oder kondensierten Phosphaten an seiner Oberfläche gleitend gemachten, geformten ungereiften Käse in gasdurchlässige, jedoch wasserundurchlässi- ge elastische Kunststoffschläuche, z. B. aus Polyamid, Polyvinylchlorid u. dgl. unter Dehnung derselben einpresst, worauf die Kunststoff- schläuche evakuiert und in an sich bekannter
Weise mechanisch verschlossen werden.
Wird mit Schläuchen aus Polyvinylidenc'hlorid in der erfindungsgemässen Weise verfahren, so erhält man eine Umhüllung der Käse, die gasdurchlässig ist, da die Schrumpfung der Schläuche unterbunden ist. Eine Verpackung ohne nachfolgende Schrumpfung kann dabei, wie schon für die Polyamidfolien dargelegt, dadurch erreicht werden, dass Schläuche in der Grösse des zu verpackenden Käselaibes verwendet und die Käselaibe in den Schlauch unter Dehnung des letzteren hineingepresst werden.
Wenn dies geschehen ist, kann bei der sich anschliessenden Wärmebehandlung kein Schrumpfen mehr erfolgen, wodurch die Gasdurchlässigkeit auch bei den Polyvinylidenchloridfolien erhalten bleibt.
Um den an der Oberfläche gleitend gemachten Käse in die Kunststoffschläuche zu bringen, wird die eine der beiden öffnungen der Kunststoffschläuche, die sehr straff auf dem Käse sitzen sollen, in einem für derartige Zwecke geeigneten Apparat oder Automaten an sich bekannter Konstruktion, z. B. durch das Auseinanderschieben von zwei Metallbacken, vorübergehend stark gedehnt. Hiedurch entsteht eine trichterförmige Erweiterung an der einen offenen Seite des Kunststoffschlauches, durch die der Käse eingepresst wird ; dabei wird zwischen dem Käse und der eng anliegenden Schlauchwandung keine Luft eingeschlossen.
Nach Herausnahme aus der Dehnvorrichtung liegt der Schlauch an den Längsseiten straff an.
Man evakuiert erst die eine Seite, verschliesst gegebenenfalls nach ein-oder mehrmaligem Umfalten des Schlauchrandes mit einer Klammer und wiederholt diesen Vorgang auf der andern Seite. Es ist aber auch möglich, dieses Eva-
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kuieren und Verschliessen gleichzeitig an beiden Seiten des Schlauchstückes vorzunehmen. Hiedurch wird ein sicheres Anliegen der Folie erreicht und eine Schimmelibildung ausgeschlossen. Beschädigungen an der Folie, wie sie beim hei- ssen Verschweissen der Folie oft auftreten, werden hiebei vermieden.
Das Schlauchstück kann auch so ausgebildet sein, dass vor dem Einpressen des Käses bereits ein Ende geschlossen ist und an Stelle eines Schlauchstückes ein Beutel vorliegt. Unter Benutzung eines derartigen Beutels kann das erfindungsgemässe Verfahren z. B. wie folgt durchgeführt werden :
Der Käse wird, wie vorstehend beschrieben, in den gedehnten Beutel eingepresst. Entlang der inneren Beutelwand wird aber ein Röhrchen oder eine Hohlleiste eingeführt, die bis an den Boden des Beutels reicht. Beim Einpressen der feuchten und glatten Käse entweicht die Luft durch das Röhrchen oder die Leiste und es bleibt kein Luftraum zwischen Kunststoffolie und Käseoberfläche zurück. Das Entlüftungsröhrchen oder die Hohlleiste wird dann aus dem gefüllten Beutel herausgezogen.
Der Kunststoffbeutel wird anschliessend in der schon beschriebenen Art durch Evakuieren und Verschliessen mit einer Marke, Klammer u. dgl. weiterbehandelt.
Gegebenenfalls, besonders zum Schutz der Verpackungen gegen äusseren Bakterien- und Pilzbefall bei der Lagerung oder beim Transport, können die Beutel oder Schläuche bei der Herstellung oder nach dem Verpacken oder Pasteurisieren bakterizide oder bakteriostatische und bzw. oder fungizide oder fungistatische Zusätze oder Imprägnierungen erhalten. Besonders vorteilhaft sind diese Zusätze, wenn der erfindungsgemäss verpackte Käse keiner Pasteurisierbehandlung unterworfen wird.
Dadurch, dass die zwar gas-aber nicht wasserdurchlässige Folie dicht verschlossen bleibt und sich keine feinen Risse, wie diese beim hei- ssen Verschweissen leicht auftreten, bilden können, wird es auch möglich, zur anschliessenden Pasteurisierung an Stelle von Wasserdampf mit heissem Wasser von etwa 850 C zu arbeiten. Hiedurch wird wegen der besseren Wärmeübertragung auch eine viel gleichmässigere Pasteurisierung erreicht, zumal sich die Wassertemperatur besser regeln lässt. Nach dem Pasteurisieren wird der Käse in üblicher Weise gelagert. Bei Edamer Käse z. B. beträgt die Lagerungszeit 4-5 Wochen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Verpacken von Käse in Schläuchen aus elastischem Kunststoff, z. B. Polyamid, Polyvinylchlorid u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass ein mit Citraten und bzw. oder kondensierten Phosphaten an seiner Oberfläche gleitend gemachter, geformter ungereifter Käse in gasdurchlässige, jedoch wasserundurchlässige elastische Kunststoffschläuche unter Dehnung derselben eingepresst wird, worauf die Kunststoffschläuche evakuiert und in an sich be- kannter Weise mechanisch verschlossen werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einseitig geschlossene Schläuche, z. B. in Form von Beuteln, verwendet werden und während des Einpressens des Käses durch ein Röhrchen oder eine Hohlleiste, welche entlang der Beutelwandung als Kanal bis auf den Boden des Beutels reichen, die unter dem Käse eingeschlossene Luft abgeführt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Käse in Kunststoffschläuche oder-beutel eingepresst wird, die bakterizide oder bakteriostatische und bzw. oder fungizide oder fungistatische Eigenschaften oder Imprägnierung, en aufweisen.
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