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Kuttermesser
Gegenstand der Erfindung sind Kuttermesser zum Einbau in Fleischereimaschinen mit umlaufender ringförmiger Schüssel, wobei die Drehachse der Schneidmesser in der Ebene des Ringsdiüsselrandes liegt.
Diese im Nachstehenden näher beschriebenen Kuttermesser vereinigen in sich die Vorteile des ziehenden Schnittes, zufolge einer unter einem stetigen Kreisbogen nach rückwärts verlaufenden Schneidkante, mit der Förderwirkung eines Propellers, letztere durch Verwindung der Messerblätter erzielt. Um durch diese Anordnung zwischen den Messerenden und der Schüssel keine gefährlichen Materialstauungenhervorzurufel1, ist auch der anschliessende Auslaufbogen als Messer ausgebildet.
Die Schneide der meisten bekannten Kuttermesser verläuft in einem in bezug auf ihre Mittellinie verhältnismässig spitzen Winkel zur Messermittellinie. Es hat sich aber gezeigt, dass solche Messer mit spitzem Winkel das in die Schüssel eingegebene Gut nicht genügend zerkleinern und vor allen Dingen zu Stauungen Anlass geben, die das Schneidgut erwärmen und die Messer nach kurzer Zeit stumpf machen.
Eine Verwindung ist nur bei sichelförmig gebogenen, sehr langen Messern bekannt geworden, die aber durch ihre übermässige Länge eine unerwünschte Federung aufweisen. Dann gibt es noch mehrarmige Halter für trapezförmige Kuttermesser, bei denen die Aufnahmeflächen des Halters für die Messer sowohl in radialer als auch in Umfangsrichtung um einen Winkel geneigt angeordnet sind.
Gemäss der Erfindung ist nun eineganz spezielle Messerform vorgesehen, die aus einer grossen Versuchsreihe als die beste herausgefunden wurde. Die Schneidkante des Messers verläufthiebei. von ihrem Ansatzpunkt am Fussteil bis zum Ansatzpunkt der zur Schüsselwandung parallel verlaufenden Messerstirnkante unter einem stetigen Kreisbogen, wobei die Normale auf den Radius, der zum Schnittpunkt der Mittellinie des MesS8rfusses mit der Schneidkante führt, mit der Mittellinie einen Winkel a zwischen 40 und 60 , vorzugsweise jedoch 450 bis 500 einschliesst.
Weiter hat die anschliessende angephaste Messerstirnkante etwa 1/5 der Bogenlänge der Schneidkante, und schliesslich ist das Messerblatt so verwunden, dass die Messerstirnkante mit dem Fussteil bzw. deretwadoppeltsobreitenebenenMesserbasiseinenWinkelvonungefähr10 einschliesst.
Mit dem so geformten Messer wird eine besonders gute Schneidwirkung erzielt und die Verwindung vermeidet einerseits Stauungen und sorgt anderseits für das einwandfreie Abschieben der geschnittenen Teile sowie für das Heranführen des neuen Gutes an das nächste Messer.
In der Zeichnung ist ein'Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. l die Form eines einzelnen Messers, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Stirnkante dieses Messers in Richtung des Pfeiles in Fig. l, Fig. 3 eine Draufsicht auf einen Fleischkutter und Fig. 4 einenQuerschnitt durch diesen Kutter nach der Linie IV-IV in Fig. 3.
DieMittelliniedesMessersistmittbezeichnet ;aufihrliegtderDrehpunktmdesMessers.Inansich bekannter Weise ist der Fuss e mit einer Ausnehmung i versehen, die auf die entsprechende Messerhalterung k passt. Die eigentliche Schneidkante erstreckt sich von dem Punkt a bis zu dem in der Nähe der Schüsselwand o liegenden Punkt b, wobei der gebildete Bogen auf einem Radius r liegt, dessen Krümmungmittelpunkt sich ausserhalb des Messerkörpers befindet. Eine 1m Schnittpunkt d des Radius r und der Mittellinie t auf dem Radius r errichtete Normale u schliesst mit der genannten Mittellinie t einen Winkel 0'. von. etwa 450 bis 50 ein. Zwischen den Punkten b und c erstreckt sich der Auslaufbogen der Schneide, der nur um das Spiel kleiner ist als der Radius R der Schüsselwandung o.
Die Breite des Messerteiles i ist am Fuss e mit g und am Auslauf mit h bezeichnet, wobei die Breite h etwa halb so gross ist wie die Breite g.
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Eine weitere Grössenbeziehung besteht noch zwischen der Bogenlänge a - b und der Bogenlänge b - c, wobei sich diese beiden Längen etwa wie 1 : 5 verhalten. Sowohl über die Schneidkante a, b als auch Über die Auslaufkante b, c ist der Messerteil i einseitig abgephast, und zwar liegt im Drehsinn gesehen die flache Seite rechts, die Phase dagegen links. Schliesslich ist der Messerteil i etwa von der Linie x - x ab so gegenüber dem Fussteil e geschränkt, dass mit der ebenen Grundlinie dieses Fussteils e ein Winkel B von ungefähr 100 entsteht (Fig. 2).
In Fig. 3 ist die ringförmige Schüssel mit o, die Welle, mit welcher sich die Messer 1, m, n drehen, mit q bezeichnet. Die Schusselhälfte, in welcher sich die Messer 1, m, n befinden, ist durch eine Abdeckhaube p nach oben abgeschlossen (Fig. 4). Beim Einbau der Messer l, m, n ist darauf zu achten, dass die flache rechte Seite in Richtung y, die angephaste linke Seite dagegen in Richtung s eingebaut wird (Fig. 3). Der bogenförmige Rücken w des Messers hat einen Radius v, dessen Einsatzpunkt ebenfalls ausserhalb des Messerkörpers liegt, jedoch nicht mit dem des Radius r zusammenfällt. Durch diese Ausbildung des Messerrückens w wird bei der Messerbewegung eine Erwärmung des Schneidgutes vermieden, da es leicht abgleiten kann.