AT206363B - Behälter zum Lagern oder Befördern von pulverförmigen, fließfähigen Schüttgütern - Google Patents
Behälter zum Lagern oder Befördern von pulverförmigen, fließfähigen SchüttgüternInfo
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Description
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Behälter zum Lagern oder Befördern von pulverförmigen, fliessfähigen Schüttgütern
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Die Erfindung bezieht sich auf Behälter, wie Kessel, Silos od. dgl., die zum Auf, bewahren oder'Befördern von staubförmigen, pulverigen oder körnigen Schüttgütern, beispielsweise Zement, Chemikalien, Mehl oder Sand dienen und mit einer im Bereiche des Behälterbodens angebrachten Entleerungsvorrichtung versehen sind.
Um eine rasche und restlose Entleerung zu sichern, ist es bekannt, im Bereich der Entleerungsvorrichtung entweder die Behälterwände gegen die Entleerungsöffnung hin trich-
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mit ihren oberen Kanten an den Wänden des beispielsweise zylindrisch geformten Behälters und mit ihren unteren Kanten im Bereich der Entleerungsöffnung befestigt sind, geneigte Gleitflächen bilden sollen und mit der dahinter liegenden Behälterwand einen toten Raum einschliessen.
Diese Ausbildung hat den Nachteil, dass solche Behälter mit trichterförmiger Innenform bei gleichen äusseren Durchmessern und gleichen äusseren Gesamthöhen zumeist wesentlich geringere nutzbare Rauminhalte aufweisen als beispielsweise entsprechende Behälter für Flüssigkeiten, die solche Trichter und Gleitwände nicht benötigen. Dieser Umstand wirkt sich um so ungünstiger aus, je steiler die Gleitwände sein müssen, d. h. je schwerer das Schüttgut fliesst. Ausserdem sind bei den eingebauten Gleitwänden, insbesondere bei liegenden Transportkesseln, noch besondere, im Kessel eingebaute Versteifungen erforderlich, die naturgemäss den Kessel schwer machen und verteuern.
Es ist der Zweck dieser Erfindung, die genannten Nachteile zu beseitigen und die Lager-und Transportbehälter für die erwähnten Schüttgüter so zu gestalten, dass die Behälter ein ihren äusseren Abmessungen und ihrem Raumbedarf möglichst voll entsprechendes Fassungsvermögen aufweisen und'gleichzeitig ein rasches, störungsfreies und vollständiges Entleeren ermöglichen.
Gemäss der Erfindung sind zu diesem Zweck die Gleitwänd'e elastisch dehnbar ausgebildet, derart, dass sie sich bei gefülltem Behälter zur vollen Ausnützung des Behälterraumes an die sie umgebenden Behälterwände anschmiegen, während sie mit zunehmender Entleerung des Behälters durch ihre Eigenelastizität oder mit Hilfe eines Druckmittels, wie Druckluft oder Druckflüssigkeit, in die Schräglage übergeführt werden.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung schematisch in zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Transportbehälter für Zement od. dgl., Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch den Behälter nach Fig. 1, Fig. 3 zeigt einen senkrechten, stehenden Lagerbehälter oder Silo.
Das in Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt einen mit pneumatischer Fördereinrichtung ausgerüsteten Transportbehälter, wie er auf Motor- und Schienenfahr- zeugen aufgebaut wird und zum Transport von staub- oder pulverförmigen Schüttgütern dient.
Der schrägliegende Kessel 1 ist hier mit einer porösen, luftdurchlässigen Bodenplatte 2 versehen, durch die Druckluft zugeleitet wird, die einerseits den im Behälter befindlichen Zement od. dgl. auflockert und dadurch zum Fliessen bringt und ! die anderseits den fliessenden Zement durch die Auslass-oder Zapf- öffnung 3 aus dem Kessel drückt. Zwischen den Längskanten der Bodenplatte 2 und der Kesselwand ist je eine elastische Zwischenode leitwand 4 aus Gummi, elastischen Kunststoff od. dgl. angebracht, die sich bei leerem oder nahezu entleertem Kessel ; von der Mitte der Kesselwand'schräg zur Boden- platte 2 spannt.
Ist der Kessel gefüllt, so drückt das Füllgut die elastischen Wände 4 nach aussen, so dass sich dieselben an die Kesselwand anschmiegen und die mit strichpunktierten Linien in der Zeichnung dargestellte Lage einnehmen. Damit kann der Kesselinhalt praktisch vollkommen für die Füllung ausgenützt werden. Bei der Entleerung des Kessels gehen die elastischen Wände 4 wieder mehr'und mehr in. ihre schräge Ausgangslage zurück, so dass der sich im unteren
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Kesselteil befindliche Rest der Füllung an den Wänden 4 abgleitet und zum Auslassstutzen befördert wird.
Eine ähnliche Anordnung zeigt die Fig. 3 für einen stationären, aufrechtstehenden Behälter 5 ohne Druckförderung, der also auch nur lose abgedeckt sein kann. Hier bildet die elastische Wand 6 einen Trichter, der in einer gewissen Höhe am unteren Teil desselbert art der Behälterinnenwand angebracht ist und in den Auslässstutzen 7 mündet. Wird der Behälter gefüllt, so dehnt sich die elastische Wand 6 und schmiegt sich der Be-
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Linien zeigt. Die Befestigungwand kann in jeder geeigneten Weise erfolgen.
Das Zurückgehen der elastischen Gleit- ! Wände 4 und 6 in ihre schräge Ausgangslage kann in vielen Fällen allein durch die Elastizität des Werkstoff. es derselben erreicht werdeh. Dazu ist der Raum 8 zwischen den elastischen und den Behälterwänden durch öffnung gen öder Ventile in der Behälterwand zu be- lüften.
Der Raum 8 kann jedoch auch luftdicht abgeschlossen werden, so dass sich ein federndes Luftkissen bildet, das die Elastizität der Gleitwände 4 bzw. 6 unterstützt. Dieser Vor- gang kann noch dadurch weiter verstärkt werden, dass beim Entleeren des Behälters Druckluft oder'auch eine Druckflüssigkeit in die Zwischenräume 8 eingeleitet wird.
Dies kann selbsttätig in Abhängigkeit vom Ent- leerüngsvorgang geschehen oder auch durch Handsteuerung mittels eines geeigneten Ventils, wobei es im letzteren Fall möglich ist, die elastischen Gleitwände willkürlich, beispielsweise bei Verstopfungen durch Brückenbildungen des Schüttgutes, zu beeinflussen òhi1e Rücksicht auf den Füllungsgrad des Behalters.
Bei Verwendung eines Druckmittels brauchen die elastischen Gleitwände nicht unbedingt gespannt eingesetzt zu sein, sondern können auch so locker im Behälter hängen, dass sie im Leerzustand desselben an der Behälterwand anliegen. Sie werden in diesem Fall also erst dann die trichterartigen Gleit- flächen bilden, wenn Druckluft oder Druck- flussigkeit in die Räume 8 eingeleitet wird.
Abschliessend wird noch bemerkt, dass die elastischen Wände nicht ausschliesslich aus elastischem Werkstoff gefertigt zu sein brau- chen, sondern beispielsweise auch aus entsprechend geformten Blechteilen od. dgl. oder aus elastischem Material und Blech bestehen können, die mittels geeigneter Streifen od. dgl aus elastischem Werkstoff mit der Behälter- wand, dem Behälterboden und/oder dem Auslass verbunden sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Behälter zum Lagern oder Befördern von pulverförmigen, fliessfähigen Schüttgütern mit Entleerungsvorrichtung im Bereich des Bodens, wobei im Behälter mit ihren oberen Kanten an den Behälterwänden befestigte Gleitwände zur Bildung im wesentlichen trichterwandartig schräg nach unten gegen die Entleerungs- öffnung verlaufender, im Bereich dieser öff- nung mit der Unterkante befestigter Gleitflächen für das Schüttgut, die mit der dahinterliegenden Behälterwand einen toten Raum einschliessen, vorgesehen sind, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Gleitwände (4 bzw.
6) elastich dehnbar ausgebildet sind, derart, dass sie sich bei gefülltem Behälter zur vollen Ausnützung des Behälterraumes an die sie umgebenden Behälterwände anschmiegen, während sie mit zunehmender Entleerung des Behälters durch ihre Eigenelastizität und/oder mittels eines Druckmittels, wie Druckluft oder Druckflüssigkeit in die Schräglage übergeführt werden.
Claims (1)
- 2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräume (8) zwischeii den elastischen Gleitwänden und der starren Behälterwand mittels in der Behälterwand angebrachter Löcher oder Ventile be- EMI2.2 flüssigkeits-steuerbare Druckluft- oder Druckflüssigkeitsquelle, z. B. an die Zuleitung der Efitleerungs- druckluft angeschlossen sind.4. Behälter nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Gleitwände (4, 6) in an sich bekannter Weise ausschliesslich aus elastischem Werkstoff, wie Gumml, Kunststoffen od. dgl., bestehen.5. Behälter nach den Ansprüchen 1-3, da- durch gekennzeichnet, dass die elastischen EMI2.3 undAuslassöffnung (7) befestigt sihd.6. Behälter nach den Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Gleitwände (4, b) derart im Behälter eingesetzt sind, dass sie im unbelasteten Zustand straff zwischen Behalterseitenwand und Behälterboden bzw. dessen Auslauföffnung gespannt sind.7. Behälter nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Gleitwände (4, 6) schlaff zwischen Behälterseitenwand und Behälterboden bzw. dessen Auslassöffnung (7) eingesetzt sind und sich im wesentlichen an die Behälterwände anlegen. <Desc/Clms Page number 3>8. Behälter nach Anspruch 3, dadurch ge. kennzeichnet, dass die Steuerung der Druckluft- oder Druckflüssigkeitszufuhr zu den Zwischenräumen (8) vom Full- un Entleerungsvorgang des Behälters abhängig ist.9. Behälter nach Anspruch 3, dadurch ge- kennzeichnet, dass ein handbedientes Ventil, Hahn od. dgl. zur Steuerung der Druckluftoder Flüssigkeitszufuhr zu den Zwischenräumen unabhängig von dem Füllungsgrad des Behälters vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT706855A AT206363B (de) | 1955-12-21 | 1955-12-21 | Behälter zum Lagern oder Befördern von pulverförmigen, fließfähigen Schüttgütern |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT206363B true AT206363B (de) | 1959-11-25 |
Family
ID=3592418
Family Applications (1)
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| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3201000A (en) * | 1962-07-11 | 1965-08-17 | Hermanns Wilhelm | Storage receptacle for pulverized material |
-
1955
- 1955-12-21 AT AT706855A patent/AT206363B/de active
Cited By (1)
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| US3201000A (en) * | 1962-07-11 | 1965-08-17 | Hermanns Wilhelm | Storage receptacle for pulverized material |
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