AT207949B - Hochspannungsgleichrichter und Ventilableiter mit Feldemissionselektroden - Google Patents

Hochspannungsgleichrichter und Ventilableiter mit Feldemissionselektroden

Info

Publication number
AT207949B
AT207949B AT591058A AT591058A AT207949B AT 207949 B AT207949 B AT 207949B AT 591058 A AT591058 A AT 591058A AT 591058 A AT591058 A AT 591058A AT 207949 B AT207949 B AT 207949B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
field emission
voltage rectifier
valve arrester
voltage
high voltage
Prior art date
Application number
AT591058A
Other languages
English (en)
Inventor
Johann Ing Deutsch
Original Assignee
Johann Ing Deutsch
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Johann Ing Deutsch filed Critical Johann Ing Deutsch
Priority to AT591058A priority Critical patent/AT207949B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT207949B publication Critical patent/AT207949B/de

Links

Landscapes

  • Thermistors And Varistors (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Hochspannungsgleichrichter und Ventilableiter mit Feldemissionselektroden 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
Erfindungsgemäss wird als Kathode eines Gleichrichters ein sehr dünner Draht von z. B. 2. 10-3 mm Durchmesser verwendet. Dieser Draht wird im Inneren eines hochevakuierten Metallzylinders isoliert angebracht und mit isolierten stärkeren Zuführungen versehen. Wird zwischen dem äusseren Zylinder, der zugleich als Anode dient und einen Durchmesser von z. B. 0, 8 cm hat, und der Kathode eine Spannung von 104 V gelegt, so ist die maximale Feldstärke auf der Kathodenoberfläche 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Anodenzylinder b angebracht. Die Spannungszuführung erfolgt über die Halter c, die selbst viel stärker und in die vakuumdichten Verschlüsse d eingeschmolzen sind. Bei stärkeren Strömen ist die Zufuhr von beiden Seiten vorteilhaft.

   Durch das Fehlen einer Heizwicklung ist die Schaltung einfacher und billiger. 



  Auch die Gleichrichter   G.   und G, sind einfacher und kleiner als entsprechende Dioden mit geheizten Kathoden oder Sperrschichtgleichrichter. 



   Ventilableiter sind als Überspannungsschutz gegen Überspannungen. atmosphärischen Ursprungs be-   kannt. Sie   bestehen im wesentlichen aus   Ansprechfunkenstrecken   und spannungsabhängigen Halbleiterwi -   derständen. Die Löschspannung   wird durch die Forderung nach niedrigem Schutzniveau und hoher Betriebssicherheit bestimmt. Ableiter der 5 kA-Klasse müssen eine grosse Zahl von Stromstössen bis 5 kA aushalten und auch einzelne Stromstösse, die viel grösser sind, ertragen können. 



   Die maximale Steilheit der Überspannungswellen beträgt bis zu 500   kV/ts   bei Systemspannungen über 200 kV. Die höchste Stromsteilheit kann bis 2   kA/ts   betragen. Bei sehr grosser Stirnsteilheit der Wanderwelle soll der Zündverzug des Ableiters klein sein. um die Zündspitze nur sehr kurze Zeit einwirken zu lassen, da alle Isoliermaterialien bekanntlich für extrem kurz dauernde Spannungsspitzen unempfindlich sind. Der Zündverzug von Funkenstrecken ist aber durch physikalische Ursachen in den bekannten Ableitern nur mehr wenig unterschreitbar. 



     Erfindungsgemäss   werden die Eigenschaften besonders geformter und bemessener Elektroden, welche eine starke Feldemission ermöglichen, auch zum Aufbau eines neuartigen Ventilableiters verwendet. Da aber im Gegensatz zu dem beschriebenen Gleichrichter sehr starke Ströme kurzzeitig abgeleitet werden müssen, ist ein anderer, ein grossflächiger Aufbau notwendig. 



   Wird als Anode ein hochevakuierter Metallzylinder mit z.B.2,4cm innerem Durchmesser verwendet und im Inneren ein Zylinder von   1, 6cm äusserem Durchmesser   als Kathode isoliert angeordnet, so tritt an der Kathodenoberfläche folgende Feldstärke auf : 
 EMI2.2 
 
Diese Feldstärke ist auch bei Spannungen bis 2. 106 V zu klein, um eine brauchbare Emission hervorzurufen. Durch Abstandsverkleinerung der Elektroden könnte die Feldstärke vergrössert werden, doch star-   ke Veränderungen   der Kennlinie bei unvermeidlichen Schwankungen der Abmessungen durch Temperatur- änderungen wären bei den notwendigen kleinen. Abständen die Folge. Auch die Isolationsfestigkeit der Isolierstoffe würde Schwierigkeiten bereiten. 



   Wie aus der Formel für die Feldstärke hervorgeht, steigt diese mit kleinem Krümmungsradius ri stark an. Dieser kleine Radius kann aber erfindungsgemäss   durch Aufteilung der Kathodenoberfläche   in sehr dünne Scheiben k mit grösseren Zwischenräumen   l   und Stromzuführung durch einen vollen, gut leitenden Kern   m.   ersetzt werden. 



   Fig. 2 zeigt einen Ableiter in schematischer Darstellung. Auf dem Kern m sind in Abständen von z. B. 0, 2 cm durch Abstandsringe n fixierte   Emissionsscheiben'k   angebracht. Diese Scheiben haben   z. B.   einen Durchmesser von 1, 6 cm, aber nur eine Stärke von 0,01 cm. Auf ihrem dünnen äusseren Umfang entsteht   eine hohe Feldstärke,   wenn zwischen der Auode o (Zylinder mit 2,4 cm innerem Durchmesser) und der Kathode keine entsprechende Spannung liegt.

   Die Feldstärke   Emax   ergibt sich (bei mindestens doppelt so grossem Scheiben-als Kerndurchmesser und grossem Scheibenabstand 1 im Verhältnis zur Scheibenstärke   s) angenähert   aus der Formel : 
 EMI2.3 
 Die im Beispiel angegebenen Werte ergeben bei einer   Spannungsspitze U   von z.B. 3,3. 105 V, eine Feldstärke von 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Allgemeine Formeln zur Berechnung der Feldstärke sind nur in einfachen Fällen mathematisch ableitbar, wie z. B. bei der Gleichrichterkathode. Bei verwickelten Anordnungen muss eine graphische Methode angewendet werden und mit Hilfe der konformen Abbildung können verwickelte Feldbilder auf einfachere Fälle   zurückgeführt   werden. 



   Die Feldemission tritt bei geeignetem Kathodenmaterial bereits bei kleineren Spannungen und praktisch ohne Verzögerung auf. Es wird sich deshalb nur eine viel kleinere und nur besonders kurz dauernde Spannungsspitze aufbauen können. Das Schutzniveau kann niedriger gewählt   werden, da überhaupt keine   karzschlussartige Zündung auftritt. Die schwache Feldemission, welche bei besonders hohen betriebsfrequenten Überspannungen einsetzt, stört die Betriebssicherheit nicht und stellt nur eine geringfügige Belastung des Ableiters dar. 



   Fig. 3 zeigt die Abhängigkeit der Feldemission von der Feldstärke in allgemeiner Darstellung. Durch eine entsprechende Länge der Kathode und durch ein Parallelschalten mehrerer Ableiter kann jede gewünsche   Emissionsfläche   und damit das notwendige Ableitvermögen erzielt werden. Durch eine geeignete Bemessung des Scheibendurchmessers und der Scheibenstärke ist auch die Ansprechspannung in weiten Grenzen veränderbar. 



   Der   Stromübergang   zwischen Kathode und Anode wird auch durch die Raumladung begrenzt, da die aus der Kathode ausgetretenen Elektronen das Potential erniedrigen. Bei den hohen Anodenspannungen der Ableiter oder den sehr kleinen Strömen in den Gleichrichtern führt dies aber nur zu kleineren Korrekturen der Feldstärke im Betriebszustand. 
 EMI3.1 
 der Wärmeableitfähigkeit ab. Der Kathodenanschluss r wird zweckmässigerweise viel stärker als der Kern m ausgeführt. Ebenso ist durch eine   genügende Stärke   der Isolation p und eine geeignete Formgebung der Enden und   Anschlüsse   des Ableiters eine Überschlagsneigung und Koronabildung zu verhindern. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Hochspannungsgleichrichter und Ventilableiter mit Feldemissionselektroden und Ausnützung des Feldemissionseffektes für Gleichrichterzwecke und zur Ableitung von Überspannungen, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer hohen Feldstärke an der Kathodenoberfläche und einer viel grösseren Kathodenoberfläche als mit den bekannten Spitzenkathoden möglich ist, als Kathoden sehr dünne Drähte a oder Scheiben k aus Metall oder andern geeigneten Stoffen im Inneren von hochevakuierten Metallzylindern verwendet werden, die in bekannter Weise gleichzeitig als Anode dienen, wobei die Drahtstärke oder die Scheibendicke am äusseren Rande nach den bekannten elektrostatischen Gesetzen so bemessen wird, dass bei den vorgesehenen Spannungen eine genügend starke Feldemission auftritt.

Claims (1)

  1. 2. Ventilableiter für den Schutz elektrischer Anlagen gegen Überspannungen atmosphärischen Ursprungs mit Scheibenelektroden nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass als Ventilableiter und spannungsabhängiger Widerstand ein Hochspannungsgleichrichter (nach Fig. 2) mit einem so hohen Vakuum verwendet wird, dass keine To nsend-oder Bogenentladung auftreten kann und nur die Feldemission bei den vorgesehenen Spannungen ohne Zündverzug eine sofortige Ableitung der Ladung und damit ein Zusammenbrechen der Überspannung bewirkt.
AT591058A 1958-08-23 1958-08-23 Hochspannungsgleichrichter und Ventilableiter mit Feldemissionselektroden AT207949B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT591058A AT207949B (de) 1958-08-23 1958-08-23 Hochspannungsgleichrichter und Ventilableiter mit Feldemissionselektroden

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT591058A AT207949B (de) 1958-08-23 1958-08-23 Hochspannungsgleichrichter und Ventilableiter mit Feldemissionselektroden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT207949B true AT207949B (de) 1960-03-10

Family

ID=3580894

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT591058A AT207949B (de) 1958-08-23 1958-08-23 Hochspannungsgleichrichter und Ventilableiter mit Feldemissionselektroden

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT207949B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3000394A1 (de) Waermeuebertragungsanordnung fuer ueberspannungsableiter und dafuer vorgesehenes gehaeuse
DE739248C (de) UEberspannungsableiter
DE2355421A1 (de) Ueberspannungsschutzeinrichtung
AT207949B (de) Hochspannungsgleichrichter und Ventilableiter mit Feldemissionselektroden
DE2361204B2 (de) Elektrische Hochspannungseinrichtung mit Isolierkörpern
EP2392057B1 (de) Überspannungsableiter
DE1946416C3 (de) überspannungsableiter mit scheibenförmigen Elektroden
DE2334420A1 (de) Ueberspannungsableiter mit funkenstrecken und spannungsabhaengigen widerstaenden
DE2321726A1 (de) Funkenstreckenanordnung
DD157647A5 (de) Ueberspannungsableiter mit einer saeule von ableiterelementen und abschirmkoerpern
DE2827456C2 (de) Gekapselte Blitzschutzvorrichtung
DE940002C (de) Funkenstreckenanordnung fuer hohe Spannungen
DE68915081T2 (de) Schutzvorrichtung von Neutronenröhren.
DE2364034B2 (de) Überspannungsableiter
DE2612902A1 (de) Ableiter fuer elektrische ueberspannungsstoesse mit einem ventilabschnitt mit grosser zeitkonstante und einem abschnitt mit reihenentladungsstrecken
US2924734A (en) Spark gap device
DE102014210516C5 (de) Funkenstrecke
DE2120214A1 (de)
EP4270688B1 (de) Mehrfachfunkenstrecke
DE495648C (de) UEberspannungsschutzeinrichtung fuer Fernmeldeanlagen
DE2248113A1 (de) Ueberspannungsableiter mit gesonderten steuereinheiten
DE2247999A1 (de) Metallgekapselte hochspannungsanlage mit einem ueberspannungsableiter
AT312084B (de) Überspannungsableiter
DE2364033C3 (de) Überspannungsableiter
DE2248115C3 (de) Überspannungsableiter