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Die Erfindung betrifft eine Schnellwechselvorrichtung für Bagger, um an einem Baggerausleger ein Anbaugerät (AnbauWerkzeug), z. B. eine Schaufel od. dgl. zu befestigen.
Bekannt sind Schnellwechselvorrichtungen mit hydraulischer Verriegelung, bei welchen ein, beispielsweise konischer, Keil der Schnellwechselvorrichtung mit Hilfe eines Druckmittelzylinders, vorzugsweise eines Hydraulikzylinders, in eine, gegebenenfalls konische, Aufnahme am Anbaugerät, z. B. dem Löffel, geschoben wird.
Es sind auch Schnellwechselvorrichtungen mit manueller Verriegelung bekannt, bei welchen der Riegel der Schnellwechselvorrichtung mit Hilfe einer Gewindespindel in die Aufnahme am Anbaugerät gezogen wird.
Um zu verhindern, dass sich die Schnellwechselvorrichtungen unbeabsichtigt öffnen und sich die Verbindung zwischen Baggerausleger und Anbaugerät löst, sind Sicherheitsvorrichtungen bekannt.
Beispielsweise sind an den Schnellwechselvorrichtungen mit hydraulischer Verriegelung zwei Drei-Wege-Ventile vorgesehen, durch welche die Hydraulik deaktiviert werden kann, so dass ein unbeabsichtigtes Betätigen des Stellteils der Hydraulik nicht zu einem unbeabsichtigten Öffnen der Verriegelung der Schnellwechselvorrichtung führen kann.
Zusätzlich sind bei Schnellwechselvorrichtungen mechanische Sicherungen bekannt, welche die Form eines Tellers haben, der mittels einer Schraube am Riegel befestigt wird, so dass sich die Schnellwechselvorrichtung auch im Falle eines Defektes der Hydraulik (z. B. undichter Hydraulikzylinder und damit Nachlassen der Verriegelungskraft) nicht vom Anbaugerät lösen kann.
Bei Schnellwechselvorrichtungen mit manueller Verriegelung sind zusätzlich zu einer Sicherung gegen das Verdrehen der Gewindespindel und damit das Lockern der Schnellwechselvorrichtung, die zuvor erwähnten Sicherungen, bestehend aus einem Teller und Schraube vorgesehen.
Ziel der Erfindung ist es, eine Sicherung für Schnellwechselvorrichtungen vorzusehen, die eine einfache Konstruktion besitzt und die einfach zu bedienen ist.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches l gelöst.
Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfin-
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dung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Dadurch, dass bei der erfindungsgemässen Schnellwechselvorrichtung als Sicherung ein vor-und zurückziehbarer (Sicherungs-) Bolzen vorgesehen ist, der in seiner Wirklage neben der vom in die Aufnahme am Anbaugerät (Werkzeug, z. B. Löffel) eingreifenden Ende des Riegels abgekehrten Seite angeordnet ist, wird ein unbeabsichtigtes Zurückschieben des Riegels und damit ein unbeabsichtigtes Lockern der Schnellwechselvorrichtung verhindert.
Für die spezielle Ausführung des Sicherungsbolzens gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann der Sicherungsbolzen durch einen federbelasteten Druckmittelzylinder, vorzugsweise Hydraulikzylinder, betätigbar sein. Dadurch, dass der Hydraulikzylinder von einer Feder beaufschlagt ist, wird seine Kolbenstange, die den Sicherungsbolzen bilden kann, so belastet, dass der Verriegelungsbolzen auch bei einem Defekt der Hydraulik nicht zurückweicht.
Damit ist diese Sicherung der Verriegelung der Schnellwechselvorrichtung automatisch wirksam.
Falls bei dieser Ausführungsform die Schnellwechselvorrichtung wieder geöffnet werden soll, kann der Hydraulikkreis, der den Verriegelungszylinder der Schnellwechselvorrichtung kolbenstangenseitig beaufschlagt, um den Riegel zurückzuziehen, auch dazu herangezogen werden, den Zylinder für den Sicherungsbolzen so zu beaufschlagen, dass der Sicherungsbolzen zurückgezogen wird, der (Verriegelungs-) Keil zurückweicht und das Anbaugerät (Löffel) von der Schnellwechselvorrichtung abgekoppelt werden kann.
Bei einer manuell zu betätigenden Ausführung des Sicherungsbolzens kann vorgesehen sein, dass der Sicherungsbolzen, der quer zum Riegel der Schnellwechselvorrichtung vor-und zurückschiebbar ist, auch bei einem Gebrechen der Verriegelungskraft (z. B. Bruch der Stellspindel für den Riegel) aus seiner Wirklage nicht zurückweichen kann. Für die konkrete Ausführung bei einem manuell verstellbaren Sicherungsbolzen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. So kann vorgesehen sein, dass der Sicherungsbolzen mit einer Lasche versehen ist, die an einem Sicherungsstift mittels eines Klappstiftes in Position gehalten werden kann.
Eine halbautomatische Ausführungsform eines manuell verstellbaren Sicherungsbolzens kann vorsehen, dass der Sicherungsbolzen mittels einer Druckfeder zur Sicherung des Riegels in seiner Wirkstellung hinter dem Riegel gehalten wird. Soll bei dieser Ausführungsform die Schnellwechselvorrichtung geöffnet
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werden, zieht eine Bedienungsperson den Sicherungsbolzen heraus und schiebt ihn vor eine, neben der Schnellwechselvorrichtung angeordnete Konsole am Anbaugerät (z. B. Löffel). In dieser Stellung des Sicherungsbolzens (zurückgezogene, Nicht-Wirkstellung) kann die Schnellwechselvorrichtung geöffnet werden. Wenn sie vom Arbeitsgerät entkoppelt ist, zieht die Feder den Sicherungsbolzen gegen den Riegel, wo er seitlich anliegt.
Wenn bei dieser Ausführungsform die Schnellwechselvorrichtung wieder mit einem Anbaugerät (Arbeitswerkzeug, z. B. Löffel) verriegelt wird, wird der Riegel mittels der Gewindespindel aus der Schnellwechselvorrichtung herausgezogen und der Sicherungsbolzen wird von der Feder in Sicherungsposition gezogen, in der er hinter dem hinteren Ende des Riegels angeordnet ist.
Die Schnellwechselvorrichtung kann sowohl bei hydraulischer oder manueller Verriegelung eine Sichtkontrolle aufweisen, so dass feststellbar ist, ob eine korrekte Verriegelung zwischen der Schnellwechselvorrichtung und dem Anbaugerät (Anbauwerkzeug, z. B. Löffel) gegeben ist. Dabei ist gewährleistet, dass die Sichtkontrolle auch vom Fahrerhaus eines Baggers aus möglich ist.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, in welcher Beschreibung auf die angeschlossenen Zeichnungen, in denen Beispiele für Vorrichtungen der Erfindung gezeigt sind, Bezug genommen wird. Es zeigt :
Fig. 1 eine hydraulische Schnellwechselvorrichtung mit einem Löffel als Anbaugerät, entriegelt, Fig. 2 die hydraulische Schnellwechselvorrichtung mit Löffel, verriegelt, Fig. 3 in Seitenansicht, teilweise geschnitten, die Schnellwechselvorrichtung von Fig. 1 und 2, Fig. 4 eine Einzelheit zu Fig. 3 im Bereich der Sicherung, Fig. 5 in Draufsicht, teilweise geschnitten eine hydraulische Schnellwechselvorrichtung, Fig. 6 in Draufsicht, teilweise geschnitten, eine hydraulische Schnellwechselvorrichtung mit einer anderen Ausführungsform der Sicherung, entriegelt, Fig. 7 die Sicherungsvorrichtung aus Fig. 6, verriegelt, Fig. 8 eine manuelle Schnellwechselvorrichtung mit Baggerlöffel, entriegelt, Fig. 9 die Schnellwechselvorrichtung gemäss Fig. 8, verriegelt, Fig. 10 die Schnellwechselvorrichtung von Fig. 8 und 9 in Seitenansicht, teilweise geschnitten, Fig.
11 die Schnellwechselvorrichtung von Fig. 8 bis 10 in Draufsicht, teilweise geschnitten mit Sicherungsbolzen, in verriegelter Stellung, Fig. 12 eine Einzelheit im
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Bereich des Sicherungsbolzens von Fig. 11, Fig. 13 eine manuelle Schnellwechselvorrichtung mit einer anderen Ausführungsform des Sicherungsbolzens in Draufsicht, wobei der Sicherungsbolzen in entriegelter Stellung ist, Fig. 13a die Vorrichtung von Fig. 13 mit vorgeschobenem Sicherungsbolzen, Fig. 13b eine Einzelheit zu Fig. 13 und 13a, Fig. 14a eine Seitenansicht der Schnellwechselvorrichtung von Fig. 13 und 13a mit einem Arbeitswerkzeug (Baggerlöffel) entriegelt, Fig. 14b die Schnellwechselvorrichtung von Fig. 14a verriegelt, Fig. 15 in Draufsicht, teilweise geschnitten, eine Schnellwechselvorrichtung mit Verriegelungskontrolle bei zurückgezogenem Riegel, Fig.
16 die Schnellwechselvorrichtung von Fig. 15 bei ausgefahrenem Riegel und mit Verriegelungskontrolleinrichtung, Fig. 17 eine Schnellwechselvorrichtung, ähnlich jener von Fig. 11 mit Verriegelungskontrolleinrichtung bei zurückgezogenem Riegel, Fig. 18 die Verriegelungsvorrichtung von Fig. 17 bei vorgeschobenem Riegel und Verriegelungskontrolleinrichtung, Fig.
19 ein Hydraulikschema einer Verriegelungsvorrichtung und Fig. 20 eine andere Ausführungsform einer Verriegelungskontrolleinrichtung.
Eine in den Fig. 1 und 2 gezeigte Schnellwechselvorrichtung 1, die am freien Ende eines (nicht gezeigten) Baggerauslegers od. dgl. angeordnet ist, besitzt zum Festlegen eines Anbaugerätes 2, z. B. eines Baggerlöffels, einen vor-und zurückschiebbaren Riegel 4, der beispielsweise konisch ausgebildet und in eine entsprechend geformte, vorzugsweise konische, Aufnahme 3 am Anbaugerät 2 einschiebbar ist. Weiters besitzt die Verriegelungsvorrichtung 1 (starre) Haken 5, die hinter eine Kupplungsstange 6 am Anbaugerät 2 eingreifen.
In Fig. 1 ist eine Stellung gezeigt, in der das Arbeitsgerät 2 an der Schnellwechselvorrichtung 1 lediglich durch die Haken 5 gekuppelt ist, wobei der Riegel 4 noch nicht in die Aufnahme 3 eingeführt ist. Die Stellung, in der das Anbaugerät 2 mit der Schnellwechselvorrichtung 1 gekuppelt ist, ist in Fig. 2 gezeigt. Der Riegel 4 ist in die Aufnahme 3 am Anbaugerät 2 eingeschoben.
Wie die Fig. 3 bis 5 zeigen, ist der Riegel 4 in einem kastenartigen Aufnahmeraum der Schnellwechselvorrichtung 1, bestehend aus vier Wänden 7,8, 9 und 10 verschiebbar geführt. Zum Verstellen des Riegels 4 ist ein Druckmittelzylinder 11 (Verriegelungszylinder), vorzugsweise ein Hydraulikzylinder, im Inneren des
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kastenartigen Aufnahmeraumes angeordnet und mit dem Riegel 4 gekuppelt. Durch entsprechendes Betätigen des Verriegelungszylinders 11 kann der Riegel 4 in seine in den Fig. 3 und 5 gezeigte vorgeschobene Wirkstellung vorgeschoben werden, in der er in die zu ihm vorzugsweise gegengleich geformte Aufnahme 3 am Anbaugerät 2 eingreift und dieses mit der Schnellwechselvorrichtung 1 sicher verbindet.
Um zu verhindern, dass sich der Riegel 4 unbeabsichtigt, z. B. bei Ausfall der Hydraulikanlage, welche den Verriegelungszylinder 11 betätigt, aus der Aufnahme 3 zurückbewegt, worauf sich in weiterer Folge die Verbindung zwischen der Schnellwechselvorrichtung 1 und dem Anbaugerät 2 lösen würde, ist ein Sicherungsbolzen 15 vorgesehen.
In dem in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführunsbeispiel ist der Sicherungsbolzen 15 die Kolbenstange eines an der Wand 8, ein Loch in dieser durchgreifend montierten Druckmittelzylinders 16, der federbeaufschlagt ist, und zwar in der Weise, dass der Sicherungsbolzen 15 (= die Kolbenstange des Zylinders 16) bei Drucklosigkeit in seine in Fig. 3 und 4 gezeigte Wirkstellung vorgeschoben ist, in der er neben dem im kastenartigen Aufnahmeraum angeordneten Ende 14 des Riegels 4 angeordnet ist. So ist zuverlässig verhindert, dass sich der Riegel 4 unbeabsichtigt zurückzieht oder zurückgeschoben wird.
Dadurch, dass der Zylinder 16 federbeaufschlagt ist, wird der Sicherungsbolzen 15 hinter das Ende 14 des ausgefahrenen Riegels 4 vorgeschoben, so dass dieser auch bei einem Defekt der Hydraulik des Verriegelungszylinders 11 nicht mehr zurückweichen kann. Damit ist die beschriebene Sicherung der Verriegelung der Schnellwechselvorrichtung l automatisch wirksam.
Soll die Schnellwechselvorrichtung 1 wieder geöffnet werden kann, beispielsweise über den Hydraulikkreis, der den Verriegelungszylinder 11 der Schnellwechselvorrichtung 1 kolbenstangenseitig beaufschlagt, auch der Zylinder 16 so beaufschlagt werden, dass der Sicherungsbolzen 15 zurückgezogen und der Riegel 4 der Schnellwechselvorrichtung l zurückgezogen werden kann. Das Anbaugerät 2 kann dann von der Schnellwechselvorrichtung 1 abgenommen werden.
Anstelle der beschriebenen Ausführungsform des Verriegelungsbolzens 15 mit (Hydraulik-) Zylinder 16 kann auch ein Sicherungsbolzen 15 vorgesehen sein, der mechanisch, z. B. von Hand aus
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zu betätigen ist.
Diese (mechanische) Ausführungsform des Sicherungsbolzens 15 wird bevorzugt, jedoch nicht ausschliesslich, bei Schnellwechselvorrichtungen 1 eingesetzt, bei welchen der Riegel 4 mechanisch zu verstellen ist. Eine solche Schnellwechselvorrichtung 1 zeigen die Fig. 8 bis 11. Bei der in den Fig. 8 bis 11 gezeigten Ausführungsform der Schnellwechselvorrichtung 1 ist zum Verstellen des Riegels 4 in und aus seiner Wirklage eine Stellspindel 20 vorgesehen, mit der der Riegel 4 aus dem kastenförmigen Aufnahmeraum herausgezogen werden kann, wenn an der Schnellwechselvorrichtung 1 ein Anbaugerät 2 festzulegen ist. Zum Lösen der Verbindung zwischen Schnellwechselvorrichtung 1 und Anbaugerät 2 wird der Riegel 4 durch entsprechendes Betätigen der Stellspindel 20 wieder in die Schnellwechselvorrichtung 1 bzw. ihre kastenförmige Aufnahme zurückgeschoben.
Der Sicherungsbolzen 15 ist bei der in den Fig. 11 und 12 gezeigten Ausführungssform ein durch ein Loch in der Seitenwand 10 des kastenförmigen Aufnahmeraumes der Schnellwechselvorrichtung 1 gesteckter Bolzen, der mit einer Lasche 36 verbunden ist, die ein Loch 17 aufweist, durch das bei in seine Wirkstellung geschobenem Sicherungsstift 15 ein an der Aussenseite der Wand 10 befestigter Stift 18 ragt. Um den Sicherungsbolzen 15 gegen unbeabsichtigtes Herausrutschen zu sichern, kann durch ein Querloch 19 im Stift 18 ein Klappstift oder ein Vorstecker geschoben werden.
Die Fig. 6,7, 13 und Fig. 14 zeigen eine andere Ausführungsform eines "mechanischen" Sicherungsbolzens 15, und zwar die Fig. 6 und 7 am Beispiel eines mittels eines Hydraulikzylinders 11 betätigbaren Riegels 4 und die Fig. 13 am Beispiel eines mit einer Spindel 20 betätigbaren Riegels 4 einer Schnellwechselvorrichtung 1. Dabei zeigt Fig. 6 den Sicherungsbolzen 15 in seiner entriegelten Stellung (ebenso Fig. 13 und 14) und Fig. 7 den Sicherungsbolzen 15 in seiner Bewegung des Riegels 4 sperrenden Wirkstellung.
Bei der in den Fig. 6,7 sowie 13,13a, 13b, 14a und 14b gezeigten Ausführungsform wird der Sicherungsbolzen 15 durch eine Druckschraubenfeder 25 in seine in Fig. 7 gezeigte Wirkstellung hin belastet, wobei die Druckschraubenfeder 25 in einem an der Seitenwand 9 des kastenförmigen Aufnahmeraumes der Verriegelungsvorrichtung 1 angeschraubten Gehäuse 26 aufgenommen ist. Am äusseren Ende des Sicherungsbolzens 15 ist eine Handhabe 27 befestigt,
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die einen nach innen weisenden Zapfen 28 trägt. Um den Sicherungsbolzen 15 aus seiner Wirklage gemäss Fig. 7 zurückzuziehen, zieht eine Bedienungsperson an der Handhabe 27 an und dreht diese so, dass der Zapfen 28 an einer Konsole 21 eines Anbaugerätes 2 anliegt (Stellung gemäss Fig. 6 und 13).
In dieser Stellung des Sicherungsbolzens 15 kann die Schnellwechselvorrichtung 1 entweder durch Betätigen des Verriegelungszylinders 11 oder der Stellspindel 20 geöffnet und das Anbaugerät 2 von der Schnellwechselvorrichtung 1 abgenommen werden. Sobald dies geschehen ist, drückt die Feder 25 den Verriegelungsbolzen 15 in Anlage an die Seitenfläche des Riegels 4, wobei das freie Ende des Zapfens 28 knapp neben der Aussenseite der Seitenwand 9 des kastenförmigen Aufnahmeraumes der Verriegelungsvorrichtung 1 zu liegen kommt.
Wenn an der Schnellwechselvorrichtung l erneut ein Arbeitsgerät 2 durch Betätigen des Riegels 4 festzulegen ist, wird der Riegel 4 mit Hilfe der Gewindespindel 20 oder durch Betätigen des Verriegelungszylinders 11 vorgeschoben und der von der Seitenfläche des Riegels 4 freikommende Sicherungsbolzen 15 schnappt unter der Wirkung seiner Schraubendruckfeder 25 in seine Wirkstellung (vgl. Fig. 13b) vor, sobald er neben dem hinteren Ende 14 des Riegels 4 angeordnet ist. Dabei kann vorgesehen sein, dass der Zapfen 28 neben der Konsole 21 am Anbaugerät 2 zu liegen kommt, wie dies beispielsweise in Fig. 14 gezeigt ist.
In Fig. 15 und 16 ist für eine Schnellwechselvorrichtung 1 ähnlich jener der Fig. 3 bis 5 gezeigt, dass an der erfindungsgemässen Schnellwechselvorrichtung 1 eine Verriegelungskontrolle, die eine Sichtkontrolle der Stellung des Riegels 4 erlaubt, vorgesehen sein kann.
Bei der Ausführungsform der Fig. 15 und 16 ist an dem inneren Ende 14 des Riegels 4 ein Anzeigestab ode einer Anzeigeplatte 30 befestigt, die bei zurückgezogenem Riegel 4 auf der zum Fahrerhaus eines Baggers weisenden Seite der Verriegelungsvorrichtung 1 aus deren Führungskasten, in dem der Riegel 4 verschiebbar aufgenommen ist, herausragt, so dass eine Sichtkontrolle vom Fahrerhaus des Baggers aus möglich ist. Sobald der Riegel 4 in seiner Wirkstellung ist, ist die Anzeigevorrichtung 30 in der Schnellwechselvorrichtung 1 aufgenommen, so dass vom Fahrerhaus aus durch Sichtkontrolle die ordnungsgemässe Verriegelung, d. h. die die Verriegelung gewährleistende Stellung des Riegels 4, überprüft werden kann.
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Fig. 17 und 18 zeigen die für eine Schnellwechselvorrichtung 1 mit Verstellung des Riegels 4 durch die Schraubenspindel 20. Auch hier ist ein Anzeiger 30 vorgesehen, der mit dem hinteren Ende 14 des Riegels 4 verbunden ist und der wie oben beschrieben die Stellung des Riegels 4 anzeigt, so dass eine Sichtkontrolle der ver-bzw. entriegelten Stellung der Verriegelung ständig, auch vom Fahrerhaus des Baggers aus möglich ist.
Zur Verbesserung der Sichtkontrolle kann der Teil des Anzeigers 30, der bei entriegelter Position des Riegels 4 aus dem Aufnahmeraum der Schnellwechselvorrichtung 1 ragt, in Signalfarbe angestrichen sein, so dass er "Gefahr" anzeigt. Die in der Wirkstellung des Riegels 4 ausschliesslich sichtbare Endfläche 31 des Anzeigers 30 ist vorzugsweise in der gleichen Farbe wie die Schnellwechselvorrichtung eingefärbt, so dass "keine Gefahr" angezeigt wird und die korrekte Verriegelung zwischen Schnellwechselvorrichtung 1 und Anbaugerät 2 signalisiert ist.
Die in Fig. 19 gezeigte Hydraulikanlage wird nachstehend beschrieben :
Der Riegel 4 der Schnellwechselvorrichtung 1 wird durch den Hydraulikzylinder 11 vor-bzw. zurückbewegt. Die vorgeschobene (ausgefahrene) Position des Zylinders 11 entspricht dem vorgeschobenen, in die Aufnahme 3 des Anbaugerätes 2 eingreifenden Riegel 4 der Schnellwechselvorrichtung l.
Der für das Betätigen des Riegels 4 zuständige Hydraulikzylinder 11 wird durch ein Sperrventil 43 (= Sicherheitsventil), das direkt auf den Hydraulikzylinder 11 geflanscht sein kann, gegen ungewolltes Öffnen der Schnellwechselvorrichtung 1 gesichert.
Da der Hydraulikzylinder 11 beim Verstellen des Riegels 4 in die Verriegelungsstellung dadurch, dass die gesamte Kolbenbodenfläche mit Druck beaufschlagt wird, mehr Kraft entwickelt als durch Beaufschlagen der Kolbenringfläche beim Zurückziehen des Riegels 4 zum Entriegelung, ist zusätzlich ein Druckreduzierventil 42 vorgesehen, mit dem, um einen Kraftausgleich zwischen Ver- und Entriegelung herzustellen, der Verriegelungsdruck um 50 bar reduziert wird.
Das Sperrventil 41 und das Druckreduzierventil 42 sind in einem gemeinsamen Ventilblock 40 enthalten.
Bei geöffneter bzw. entriegelter Position der Schnellwechselvorrichtung 1 und vor Ausfahren des Hydraulikzylinders 11
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befindet sich der Zylinder 16 in seiner Position mit eingefahrener Kolbenstange (zurückgezogener Sicherungsbolzen 15).
Bei ausgefahrenem Riegel 4 ist die Kolbenstange des Zylinders 16 und damit der Sicherungsbolzen 15 durch die Federbeaufschlagung des Sicherheitszylinders 16 vorgeschoben, so dass der Riegel 4 gegen ungewolltes Öffnen (der Sicherungsbolzen 15 wird durch die Federbeaufschlagung hinter den Riegel 4 ausgefahren) gesperrt ist.
Zum Entriegeln der Schnellwechselvorrichtung 1 wird der Hydraulikzylinder 11 kolbenstangenseitig mit Druck beaufschlagt. Gleichzeitig wird das Sperrventil 42 (im Block 40) hydraulisch entsperrt, der Sicherheitszylinder 16 mit Druck beaufschlagt und die Kolbenstangen der Zylinder 11 und 16 eingefahren. Damit der Sicherheitszylinder 16 nicht ungewollt durch Lecköl aufgesteuert werden kann, ist auf der Entriegelungsseite ein Vorspannventil 45 eingebaut, das erst bei einem Druck von 80 bar öffnet.
Zwei 3/2 Wege Kugelhähne 43 und 46 dienen zum Absperren der Hydraulikanlage, weiters können durch diese 3/2 Wegeventile 43 und 46 über den gleichen Hydraulikkreis andere hydraulisch gesteuerte Arbeitsausrüstungen betätigt werden.
Bei der in Fig. 20 gezeigten Ausführungsform eines Anzeigers 30 ist dieser als Rundstab ausgebildet, der in einer Büchse 50 geführt ist. Die Büchse 50 ist an der Schnellwechselvorrichtung so befestigt, dass das freie Ende 31 des Anzeigers 30, so wie dies beispielsweise in Fig. 18 gezeigt ist, zu liegen kommt. In FIg. 20 ist auch gezeigt, dass der Innenraum der Büchse in den Bereich, in dem der Anzeiger 30 an seiner Seitenwand 32 mit Signalfarbe eingefärbt bzw. gestrichen ist, abgeseetzt ist, so dass Signalfarbe beim Verschieben des Anzeigers 30 nicht beschädigt wird.
An dem dem sichtbaren Ende 31 des Anzeigers 30 gegen- überliegenden Ende ist über eine Schraube 51 ein Bund 52 befestigt, gegen den eine Druckschraubenfeder 53 anliegt, die mit ihrem anderen Ende an einer Schulter 54 in der Hülse 50 anliegt. Mit dem Riegel 4 der Schnellwechselvorrichtung ist eine Rundstange 55 verschraubt, die beim Zurückziehen des Riegels 4 an der Schraube 51 des Anzeigers 30 aufläuft und diesen in Fig. 20 nach links verschiebt, so dass das freie Ende des Anzeigers 30 und dessen mit Signalfarbe gestrichener Bereich 32 sichtbar wird und, wie zuvor für die anderen Ausführungsformen der Sicherheitsanzeigevorrich-
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tung beschrieben, anzeigt, dass die Schnellwechselvorrichtung entriegelt ist.
Zusammenfassend kann ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben werden :
Eine Schnellwechselvorrichtung 1, über die ein Anbaugerät am Ausleger eines Baggers befestigt werden kann, besitzt in einem in der Schnellwechselvorrichtung 1 vorgesehenen, kastenförmigen Aufnahmeraum geführt, einen Riegel 4, der in der verriegelten Stellung in eine entsprechend geformte Aufnahme am Anbaugerät eingreift.
Zum Betätigen (Vor- und Zurückschieben des Riegels 4) kann in der Schnellwechselvorrichtung 1 ein Hydraulikzylinder 11 vorgesehen sein, dessen Kolbenstange mit dem Riegel 4 gekuppelt ist. Der Riegel 4 kann auch durch eine Verstellspindel vor-und zurückgeschoben werden.
Um ein unbeabsichtigtes Zurückschieben des Riegels 4 und damit eine Lockerung der Verbindung zwischen dem Anbaugerät und der Schnellwechselvorrichtung l zu vermeiden, ist ein Sicherungsbolzen 15 vorgesehen, der in seiner Wirkstellung gegen die Rückseite 14 des Riegels 4 anliegt und verhindert, dass dieser in die Schnellwechselvorrichtung l zurückgeschoben werden kann. Zum Betätigen des Sicherungsbolzens 15 ist ein Hydraulikzylinder 16 vorgesehen, dessen Kolbenstange vorzugsweise unmittelbar den Sicherungsbolzen 15 bildet. Der Kolben im Hydraulikzylinder 16 ist federbelastet, so dass bei drucklosem Zylinder 16 der Sicherungsbolzen 15 in seine Wirkstellung vorgeschoben ist. So ist sichergestellt, dass bei Druckabfall in dem Hydrauliksystem der Sicherungsbolzen 15 jedenfalls in seine Wirklage geschoben wird.