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Maschine zum Entfernen von Staub, Schmutz, Steinen u. a.
Fremdkörpern aus Trockenfutter
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Entfernen von Staub, Schmutz, Steinen und andern Fremdkörpern aus Trockenfutter, insbesondere Heublumen, mit zwei im Maschinenrahmen übereinander angeordneten Siebkästen, wobei der obere Siebkasten ein. Sieb und der andere Siebkasten zwei Siebe aufweist. Es ist eine Maschine dieser Art bekannt geworden, bei der die beiden Siebkästen parallel zueinander und in gleicher Richtung bewegbar angeordnet sind. Diese bekannte Maschine hatalso den gro#en Nachteil, dass der Siebweg relativ klein ist. Ausserdem werden durch das in ihr angeordnete Schutte !" werk nur relativ kleine Bewegungen auf die beiden Siebkasten übertragen. Aus diesem Gunde würde bei dieser bekannten Maschine die Reinigungswirkung sehr klein sein.
Um eine normale Reinigungswirkung zu erzielen, ist in diese bekannte Maschine ein Ventilator eingebaut. Obwohl ein solcher Venti1Jttor für die Reinigung des Siebgutes sehr vorteilhaft ist, hat er doch den Nachteil, dass er die Maschine komplizier- ter gestaltet, damit reparaturanfälliger macht und sie überdies sehr verteuert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine der oben bezeichneten Art zu schaffen,
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den kann. Diese Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch gelöst, dass die beiden Siebkasten in entgegengesetzten Richtungen um einen Winkel von etwa 5 bis 100 gegen die Horizontale geneigt in bekannter Weise mittels in entsprechende Buchsen eingreifender, horizontal angeordneter Bolzen bewegbar gelagert sind und im Raum zwischen den beiden Siebkästen, in dem diese den grössten Abstand voneinander aufweisen, eine Kurbelwelle im Maschinenrahmen vorgesehen ist, die in bekannter Weise mittels Stossstangen die Siebkästen gegenläufig in horizontaler Richtung bewegt.
Dadurch, dass die beiden Siebkästen in entgegengesetzten Richtungen um einen Winkel von etwa 5 bis 100 gegen die Horizontale geneigt angeordnet sind, ist der Siebweg praktisch verdoppelt, also wesentlich vergrössert. Ferner wirkt sich die horizontale Bewegung der schräggestellten Siebkasten sehr günstig auf die Reinigung des Trockenfutters aus, weil die Siebe dauernd gegen das Trockenfutter schlagen und damit eine intensive und schnelle Reinigung bewirken. Ausserdem erfolgt durch das hotizontale Verschie- ben der schrägen Siebe ein schneller Transport des Trockenfutters an das vordere Ende der Siebe, wodurch die Leistung der erfindungsgemässen Maschine noch erhöht wird.
Die Anordnung der Kurbelwelle im Raum zwischen den beiden Siebkästen, in dem diese den grössten Abstand voneinander aufweisen, hat den Vorteil, dass eine groBe Raumersparnis und damit eine gedrängte Bauart der erfindungsgemässen Maschine erzielt wird.
Um auch den untersten Siebkasten möglichst niedrig ausbilden zu können, sind seine beiden Siebe in einem Abstand von etwa 5 cm übereinander angeordnet.
Zur Herausführung des Staubes und des Schmutzes aus der Maschine sind in weiterer Ausgestaltung der Erfindung am unteren Siebkasten unterhalb des unteren Siebes Auswurfschächte für den Staub und den Schmutz vorgesehen.
Die Leistungsfähigkeit der Maschine wird noch erhöht, wenn gemäss einem ! weiteren Merkmal der Erfindung im Siebkasten quer zu seiner Bewegungsrichtung ein Eisenstab vorgesehen ist,. an dem Dauermagnete angeordnet sind. Der Eisenstab wird durch die Dauermagnete magnetisiert und zieht die im
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Trockenfutter enthaltenen Eisenteile an. Es kann hiezu ein Fla. cheisenstab verwendet werden, der in eine Nut eines Brettes eingelegt sein kann, das am Ende des Siebes angeorunetist. Dieses Brett weist unterhalb des Flacheisenstabes Einsenkungen auf, in die Dauermagnete so eingelegt sind, dass diese am
Flacheisenstab festhaften. Dadurch werden zusätzucae Befestigungsmittel für den Eisenstab und die Dauer- magnete eingespart.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 eine
Seitenansicht einer Maschine gemäss der Erfindung, Fig. 2 eine Ansicht der Maschine von rechts nach
Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 1, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie C-D in
Fig. 1.
Die erfindungsgemässe Maschine nach den Fig. 1 - 4 weist einen vorzugsweise aus Holz hergestell- ten Maschinenrahmen 1 auf. an dessen vier senkrechten Stützen 2 je zwei metallene Platten 3 ange- schraubt sind. Diese Platten 3 weisen Bohrungen auf, in die Bolzen 4 eingepresst sind, die vorzugsweise aus Stahl bestehen.
Innerhalb des Maschinenrahmens I sind drei Siebe 5,6, 7 mit grosser 5, mittlerer 6 und kleiner Maschenweite 7 vorgesehen. Die drei Siebe 5, 6,7 sind in zwei kastenförmigen Rahmen 8 und 9 an- geordnet, die in der Hauptsache aus zwei Seitenwänden 10 und einer beide Seitenwände 10 am hinteren Ende verbindenden Wand 11 bestehen. Die Seitenwände 10 weisen Nuten 12 (Fig. 3,4) auf, in die die
Siebe 5, 6 und 7 eingeschoben sind. In die Nuten 12 eingeschobene Bretter 13, 14, 15, 16, die zur Führung des zu reinigenden Trockenfutters dienen, halten. die Siebe 5,6, 7 in der gewünschten Lage, in der sie durch schwenkbare Riegel 17 oder Haken gegen ein Verrutschen in den Nuten gesichert sind. Bei den im unteren kastenförmigen Rahmen 9 untergebrachten Sieben 6, 7 sind die Riegel 17 nicht dargestellt, aber doch vorgesehen.
Seitlich an den Rändern 18,19 des Siebes 5 und an den Rändern 20, 21 des Siebes 7 sind Leisten 22, 23 bzw. 24, 25 mit schrägen Flächen vorgesehen, damit das zu reinigende Trockenfutter bzw. der Staub und der Schmutz sich nicht auf den Rädern 18, 19, 20, 21 festsetzen, sondern von den schrägen Flächen der Leisten 22, 23, 24. 25 auf die Siebe 5 und 7 abgleiten. An den Rändern 26 und 27 des Siebes 6 sind schräge Wände 28, 29 angeordnet, damit das durch das Sieb 5 fallende zu reinigende Trockenfutter mit Sicherheit auf das Sieb 6 gelangt.
Zwecks Lagerung der kastenförmigen Rahmen 8, 9 im Maschinenrahmen 1 sind an ihnen Lagerklötze 30 befestigt, die Bohrungen 31 aufweisen, in die die Bolzen 4 eingreifen. Die Lagerklötze 30 können aus einem beliebigen Lagermetall, beispielsweise Bronze, bestehen. Vorzugsweise werden sie aus mit Öl getränkfeni Holz, insbesondere Hartholz hergestellt. Zweckmässigerweise wird hiezu Leinöl verwendet, da dieses Öl besonders schnell und leicht in das Holz eindringt und es völlig durchsetzt, wobei die Zähigkeit und Festigkeit des Holzes stark erhöht wird. Das getränkte Holz wirkt im Betriebe wie ein selbstschmierendes Lager, die Abnutzung in der Bohrung ist gleich Null.
Die kastenförmigen Rahmen 8, 9 sind in entgegengesetzter Richtung um einen Winkel von etwa 5 bis 100 gegen die Horizontale geneigt. Zur Hin- und Herbewegung der kastenförmigen Rahmen 8, 9 auf den Bolzen 4 dient eine Kurbelwelle 32, die mittels Kugel- oder Gleitlagern in am Maschinenrahmen 1 befestigten Lager ! dötzen 33 gelagert ist. Vorzugsweise aus Hartholz bestehende Stossstangen 34 und 35 sind an dem einen Ende mit dem kastenförmigen Rahmen 8,9 fest und mit den beiden Kurbeln 36, 37 der Kurbelwelle 32 gelenkig verbunden. Der Antrieb der Kurbelwelle 32 erfolgt durch einen im Maschinenrahmen 1 angeordneten Elektromotor 38, der mittels eines Riementriebes 39 eine auf der Kurbelwelle 32 befestigte Riemenscheibe 40 antreibt. Es kann auch ein anderes Antriebsmittel, beispielsweise ein Verbrennungsmotor vorgesehen sein.
Unterhalb des Siebes 5 ist in einem kleinen Abstand davon, beispielsweise im Abstand von etwa 5 cm, an dem oberen kastenförmigen Rahmen 8 ein Boden 41 aus Brettern od. dgl. so angeordnet, dass das Sieb nach unten zu etwa zur Hälfte oder mehr in Längsrichtung des Rahmens 8 abgedeckt wird. Das eigentliche Sieb : 5, d. 14 das Drahtgeflecht, reicht von dem Punkt 42 bis zum Punkt 43. Die entsprechenden Punkte beim Sieb 6 sind mit 44,45 und die Punkte beim Sieb 7 mit 46,47 bezeichnet.
Oberhalb des Siebes 5 ist ein Füllkasten 48 mit schrägen Wänden 49,50 vorgesehen, der mittels der Zwischenstücke 51, 52 am Maschinenrahmen 1 befestigt ist. Aus Gründen einfacherer Fertigung sind die Wände 53, 54 des FuUkastens 48 senkrecht ausgeführt. An der unteren, dem Sieb 5 zugewandten Kante 55 weist derFüllkasten48 eine gelenkig gelagerte Klappe 56 auf, die verhindert, dass das in den Füllkasten 48 eingeworfene zu reinigende Trockenfutter in zu grossen Mengen auf das Sieb 5 gelangt. Die Klappe 56 regelt also die Zuführung des zu reinigenden. Trockenfutters zum Sieb 5. Die Klappe 56 kann in der in
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futter, beispielsweise Häcksel, nicht in zu grossen Mengen auf das Sieb 5 gelangt.
Die im unteren kastenförmigen Rahmen 9 angeordneten Siebe 6,7 weisen einen Abstand von etwa
5 cm auf. Unterhalb des Siebes 7 sind Auswurfschächte 57,58 für den Staub und den Schmutz vorgesehen. Von da aus gelangen der Staub und der Schmutz in einen darunter befindlichen Staubkasten 59, der seitlich herausziehbar im Maschinenrahmen l angeordnet ist. Zum Auffangen des vom untersten Sieb 7 freigegebenen gereinigten Trockenfutters ist ein dem Staubkasten 59 gleichartiger Kasten 60 unterhalb des Rahmens 9 ausserhalb desMaschinenrahmens 1 vorgesehen. Am unteren Brett 16 angeordnete Führungleisten 61 und 62 bewirken, dass das vom untersten Sieb 7 freigegebene gereinigte Trockenfutter in konzentrierterer Form in der Mitte des Kastens 60 ausgeschüttet wird.
Zur Verkleidung der Kurbelwelle 32 ist an. der rechten Seite der Maschine in bezug auf Fig. 1 ein Querbrett 63 angeordnet, das die beiden hinteren Stützen 2 verbindet und damit dem Maschinenrahmen 1 eine grössere Stabilität verleiht.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Maschine ist folgende :
Nachdem der Elektromotor 38 angelassen ist, wird laufend das zu reinigende Gut in den Füllkasten 48 eingeschüttet. Dadurch, dass die Kurbeln 36 und 37 der Kurbelwelle 32 um 180 versetzt sind, führen die beiden kastenförmigen Rahmen 8 und 9 gegenläufige Längsbewegungen aus. Infolge dieser Längsbewegung rutschen die grösseren Teile des Trockenfutters auf dem schrägliegenden Sieb 5 nach unten, öffnen die Klappe 56 um einen bestimmten Spalt und gelangen nach Passieren des gesamten Siebes 5 und des Brettes 13 in einen hiefür bereitgestellten Korb oder in einen andern Behälter.
Bei diesem Passieren des Siebes 5 fallen die noch im Trockenfutter enthaltenen kleineren Teile sowie der Staub und der Schmutz durch die groben Maschen des Siebes 5 hindurch einerseits direkt auf das Sieb 6 und anderseits auf den Boden 41, wo sie dann nach unten gleiten und schliesslich auf den linken oberen Teil des Siebes 6 in bezug auf Fig. l fallen. Die feineren Teile des Trockenfutters sowie der Staub und die feineren Schmutzteile fallen teils sofort oder im Laufe der Fallbewegung auf dem schrägliegenden Siebe 6 durch dieses hindurch auf das Sieb 7. Die noch übriggebliebenen grösseren Teile des Trockenfutters rutschen auf dem Sieb 6 und auf dem Brett 14 entlang und fallen dann auf das Brett 16, von wo aus sie schliesslich gereinigt in den Kasten 60 geschüttet werden.
Das Sieb 7 ist so feinmaschig, dass es die feinen Teile des Trockenfutters nicht mehr hindurchlässt, so dass diese auf dem Sieb 7 und dem Brett 16 entlangrutschen und ebenfalls in den Kasten 60 geschüttet werden. Der Staub und die feinen Schmutzteile fallen durch das Sieb 7 hindurch und gelangen teils in die Auswurfschächte 57 und 58 und von da erst in den Staubkasten 59 oder teils imRaum zwischen den beiden Auswurfschächten 57,58 direkt in den Staubkasten 59.
Die Siebe 5,6, 7 und der Boden 41 sowie die Bretter 13, 14, 15, 16 sind derart gestaffelt angeordnet, dass ein möglichst grosser Fallweg des zu reinigenden Trockenfutters zustandekommt, so dass sich möglichst viel Staub und Schmutz aus dem Trockenfutter abscheiden kann-Sobald der Staubkasten 59 gefüllt ist, wird er aus dem Maschinenrahmen 1 herausgezogen, geleert und wieder in den Maschinenrahmen 1 eingesetzt.
Zwecks Entfernung von Eisenteilen aus dem Trockenfutter sind an den Sieben Magnete, beispielsweise Elektromagnete, vorzugsweise Dauermagnete, angeordnet, die die Eisenteile anziehen und festhalten. Nach dem Reinigen werden diese Eisenteile abgestreift.
Bei einem Ausführungsbeispiel der Maschine gemäss der Erfindung ist folgende Magnetordnung getroffen.
An der Oberseite weist das Brett 16 quer zur Bewegungsrichtung des Rahmens 9 eine durchgehende
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gesenkt, dass in die Senkungen eingesetzte stabförmige Dauermagnete an dem Flacheisenstabe festhaften.
Es kann entweder ein sehr kräftiger Dauermagnet In der Mitte des Stabes, oder es können zwei oder mehrere weniger kräftige Dauermagnete In gleichen Abständen voneinander und vom Stabrande unterhalb des Stabes an diesem angeordnet sein. Es ist hiebei darauf zu achten, dass die Magnete mit dem gleichen Pol, also entweder alle mit dem Südpol oder alle mit dem Nordpol senkrecht von unten auf den Flach-
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kastenförmigen Rahmens 8 vorsehen. Der Eisenstab kann auch einen runden oder einen ändern beliebigen Querschnitt aufweisen.
Unter Trockenfutter soll im wesentlichen Klee, Heu, Häcksel und auch zum Teil Getreide verstanden werden. Insbesondere wird dasjenige Trockenfutter, welches nach irgendeiner Verarbeitung, z. B. nach dem Auf- oder Abladen oder nach dem Dreschen auf dem staubigen und schmutzigen Boden liegen bleibt und dann zusammengefegt wird, vorteilhaft von der erfindungsgemässen Maschine gereinigt werden.
Die Maschine gemäss der Erfindung hat bekannten Maschinen gegenüber den Vorteil, dass sie einfach
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in ihrem Aufbau und billig in ihrer Herstellung ist, so dass auch kleinere landwirtschaftliche Betriebe eine solche Maschine käuflich erwerben können. Fast alle Teile lassen sich aus Holz herstellen.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Maschine zum Entfernen von Staub, Schmutz, Steinen und andern Fremdkörpern aus Trockenfutter, insbesondere Heublumen, mit zwei im Maschinenrahmen übereinander angeordneten Siebkästen, wobei der obere Siebkasten ein Sieb und der untere Siebkasten zwei Siebe aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Siebkästen (8, 9) in entgegengesetztenRichtungen um einen Winkel von etwa 5 bis 100 gegen die Horizontale geneigt in bekannter Weise mittels in entsprechende Buchsen (30) eingreifender, horizontal angeordneter Bolzen (4) bewegbar gelagert sind und im Raum zwischen den beiden Sieb- kästen (8, 9), in dem diese den grössten Abstand voneinander aufweisen.
eine Kurbelwelle (32) im Ma- schmenrahmen (l) vorgesehenist, die in bekannter Weise mittels Sto#stangen (34, 35) die Siebkästen (8,9) gegenläufig in horizontaler Richtung bewegt.