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Deckplatte für Hauswände,'Dächer, Böden od. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Deckplatte für Hauswände, Dächer, Böden od. dgl. aus Kunststoff mit mehrschichtigen, stufenartigen Rändern und besteht darin, dass eine Schicht dem gegenseitigen Passsitz, eine weitere der Festigkeitsversteifung und schliesslich eine unterste Schicht als Distanzsockeln dient, die an einem Plattenrand zur Befestigung der Platten auf ihrer Unterlage vorkragen und am Gegenrand der
Platte die entsprechenden Ausnehmungen tragen.
Weitere Kennzeichen der Erfindung liegen in der besonderen Kantenausbildung der Schichten sowie der allfälligen Anbringung einer Isolierschicht auf den Sockeln.
Der Erfindungsgegenstand wird zur Verkleidung von Hauswänden oder als Ersatz für Dachziegeln oder als Bodenbelag verwendet und ergibt in seiner Zusammenfügung einen fast fugenlosen jedenfalls aber wasserdichten Belag, der durch entsprechende Farbtönung der Deckschicht auch ästhetisch gestaltet werden kann.
Es sind bereits mehrschichtige Bauplatten aus Kunststoff bekannt, bei welchen die stufenförmig vorkragenden Ränder den gegenseitigen Verschluss der Platten bilden. Diese Ränder sind jedoch glatt und sichern demnach auch keinen exakten Passsitz der Platten neben-bzw. übereinander, wobei auch besondere Mittel fehlen, die Platten an der Unterlage einfach zu befestigen.
Die Ausbildung der Deckplatte nach der Erfindung ermöglicht jedoch im Pressverfahren eine billige Herstellung, eine leichte und präzise Montage und eine relativ hohe, statische Belastung, wodurch im Bauwesen ein neues Element gewonnen wurde.
In d'er Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Fig. 1 in Draufsicht auf die Deckplatte, in Fig. 2 im Querschnitt nach der Linie A-A der Fig. 1, in Fig. 3 im Querschnitt nach der Linie B-B der Fig. 1, in Fig. 4 nach dem Querschnitt C-C der Fig. 1 und in Fig. 5 im Querschnitt nach der Linie D-D der Fig. 1 dargestellt. Die Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf den Zusammenschluss dreier solcher Deckplatten, die Fig. 7 einen Querschnitt nach der Linie A-A der Fig. 6 und in Fig. 8 einen Querschnitt nach der Linie C-C der Fig. 6.
Die in den Fig. 1 - 5 dargestellte Deckplatte wird aus Kunststoff entweder einheitlich gegossen oder gepresst, wobei als Material zweckmässigerweise Polyamide der Gruppe C 4 verwendet werden, welche den Vorzug besonderer Bruch- und Scheuerfestigkeit haben und ferner elastisch und unzerbrechlich und gleichzeitig härter und steifer als Polyäthylen sind.
Wiewohl die Deckplatte ein homogenes Stück darstellt wird sie konstruktiv in Schichten unterteilt, denen verschiedene Aufgaben zufallen und die deshalb zum besseren Verständnis getrennt voneinander beschrieben werden sollen.
Den obersten Teil der homogenen Deckplatte gemäss Fig. 1 - 5 bildet die Deckschicht 1, welche im dargestellten Ausführungsbeispiel quadratisch gestaltet ist und an ihrer Oberfläche durch Färbung, Rillung od. dgl. als Schaufläche beliebig gestaltet und ausgebildet sein kann. Im Verband der Deckplatten untereinander (gemäss Fig. 6 der Zeichnung) kommen die Kanten der Deckschicht gegeneinander satt zum Verschluss und bilden daher eine glatte Oberfläche durch deren Fugen wegen der darunterliegenden Schichten 2 und 3 Wasser nicht durchdringen kann.
Unterhalb der Deckschicht 1 liegt die Passschicht 2, welche im dargestellten Ausführungsbeispiel wieder als quadratische Platte mit dreieckigen Passzacken 2a und quadratischen mittleren Passzacken 2b an zwei zusammenstossenden Kanten und mit entsprechenden Ausnehmungen 2c und 2d ausgebildet ist. Hiebei liegt die Deckschicht 1 auf der Passschicht 2 derart, dass die beiden aneinanderstossenden Kanten 2 x
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und 2y durch die Deckschicht überdeckt werden, während die Kanten 2v und 2w über die Kanten der
Deckschicht 1 vorkragen.
Beim Zusammenstoss der Platten (Fig. 6 der Zeichnung) wird die erste Platte rechts unten verlegt und die Eindeckung einerseits nach links in der Waagrechten und nach oben in der Lotrechten fortgesetzt, wo- bei die Zacken 2a und 2b der Passschicht 2 in der in Fig. 6 gezeichneten Art ineinander zum Eingriff kommen. Es empfiehlt sich hiebei in der Höhe die Platten (wie Ziegeln) Voll auf Fug zu legen, wodurch sich allerdings die Notwendigkeit ergibt, für die Randleisten der Verdeckung auch halbe Deckplatten zu bauen. Die dargestellte Zackenform 2a und 2b ist naturgemäss beliebig, doch ermöglicht die in Fig. 1 ersichtliche einerseits einen sehr exakten Zusammenbau der Platten und gewährt auch einen besonders festen Halt der Platten ineinander.
Zur statischen Versteifung der Deckplatten (insbesonders in ihrer Verwendung als Dachziegel) wird unterhalb der Passschicht 2 noch eine Versteifungsschicht 3 angepresst, welche aus einem zweiseitigen Rahmen 3a mit Mittelsteg 3a und darangefügten Stegen 3b besteht. Am untersten Rand werden nur schwalbenschwanzförmige Teilstege 3e ausgebildet, die beim Zusammenstoss zweier übereinander liegender Platten in entsprechende Ausnehmungen 3f am Oberrand der Platte hineinpassen. Am Oberrand der Versteifungsschicht 3 sind ferner noch zwei ösenartige Ansätze 3c vorgesehen, die in entsprechende Ausnehmungen 3d dieser Schicht am Unterrand der Platte hineinpassen. Durch die beiden Ösen 3c am Oberrand der Platten werden die Befestigungsnägel eingetrieben.
Um aber bei Falschverlegung oder bei Reparaturen die Platten wieder abnehmen zu können, dürfen die Nägelköpfe in den Ansätzen 3c nicht versenkt werden, sondern müssen vorragen, um sie mittels einer Zange wieder herausziehen zu können. Deshalb sind die Ausnehmungen 3d am Unterrand der Platte etwas höher ausgenommen als der Öse 3c entsprechen würde, damit über dem Nagelkopf, trotzdem er vorsteht, die nächste Platte darüber geschoben werden kann, wie dies aus Fig. 2 und 7 der Zeichnung ersichtlich ist.
Zur Distanzierung der Deckplatten von der Auflagerfläche (Wand, Dachlattenrost od. dgl.) sind noch Sockeln 4a und 4b vorgesehen, welche zwischen Wand und Deckplatte einen luftisolierten Zwischenraum nach der Befestigung der Platten auf der Unterlage freilassen.
Gegebenenfalls kann dieser Zwischenraum ganz oder teilweise durch eine materialfremde weiche Isolierschicht 5 ausgefüllt werden, welche zweckmässigerweise bereits in der Fabrik an die Deckplatte 1 unten aufgeschoben bzw. eingeklebt wird.
Zur Anbringung der Eindeckung mit diesen Platten wird nach den Pfeilen pl und p2 (der um 900 gedreht zu deckenden Figur) derart begonnen, dass entweder am Dach oder auf der Hausmauer oder auf der betreffenden, zu verkleidenden Wand rechts unten die erste Platte I dadurch angebracht wird, dass durch ihre beiden Ösen 3c je ein Nagel durchgeschlagen wird. Bei Betonwänden werden im Abstand der Ösen 3c in den Beton entweder Holzleisten oder Kunststoffleisten mit dem hochgehenden Mauerwerk einbetoniert, welche den betreffenden Befestigungsnägeln als Halt dienen.
Nach dem Annageln der ersten Platte 1 rechts unten wird sodann in horizontaler Richtung nach links im Sinne des Pfeiles pl die nächste Platte II in die Passzacken eingesetzt, wodurch die beiden Platten streng ineinander gefügt sind und die Deckfugen auf einen kaum sichtbaren Strich des Zusammenstosses der beiden Seitenkanten der Deckschicht 1 zusammenschrumpfen. Wieder wird durch zwei Nägel in den Ösen 3c der Platte II auch diese fest mit der Unterlage verbunden.
In horizontaler Richtung wird die Verlegung in der beschriebenen Art im Sinne des Pfeiles pl fortgesetzt. \
In vertikaler Richtung wird gemäss Fig. 6 im Sinne des Pfeiles p2diePlatteillzunächstVollaufFugauf die beiden Unterplatten I, II aufgesteckt, wobei die schwalbenschwanzförmigen Stege 3e der Oberplatte ill in die entsprechenden schwalbenschwanzförmigen Ausnehmungen 3f am oberen Rand der Unterplatten 1 und II eingesteckt werden, so dass dadurch der Unterrand der Platte III ohne Benagelung festgehalten ist. Am Oberrand der Deckplatte M werden wieder zwei Nägel in die beiden Ösen 3c eingeschlagen und so auch diese Platte wieder fixiert.
Zur Eindeckung der ganzen Fläche wird dieser Vorgang horizontal im Sinne des Pfeiles pl und vertikal im Sinne des Pfeiles p2 fortgesetzt, wobei die Oberkante jeder Platte durch die Ösen 3c bestimmt wird. Für die Randleisten müssen sodann in jeder zweiten Schicht auch halbierte Deckplatten zur Verfügung stehen, um Voll auf Fug verlegen zu können.
(Um den Zusammenschluss dreier Platten besser erkennen zu können, wurde in Fig. 6 der Zeichnung in einem kreisförmigen Mittelfeld die obere Deckschicht 1 zeichnerisch weggelassen, um die darunter liegende Schicht 2 mit ihren Eingriffen besser betrachten zu können.)
Die Montage der Eindeckung mit dieser Deckplatte ist demnach denkbar einfach, da es (abgesehen von den Halbplatten für die Randleisten) nur eine einzige Plattenform gibt, die lediglich durch zwei Nägel durch die Ösen 3c der Platte an der Unterlage befestigt wird. Das Ineinanderstecken der Unterkanten
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