AT210129B - Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunststoffolien - Google Patents

Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunststoffolien

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AT210129B
AT210129B AT131559A AT131559A AT210129B AT 210129 B AT210129 B AT 210129B AT 131559 A AT131559 A AT 131559A AT 131559 A AT131559 A AT 131559A AT 210129 B AT210129 B AT 210129B
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Galon Aktiebolag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunststoffolien 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunststoffolien zur Erzielung eines wildlederartigen Aussehens, bei dem das noch formbare Kunststoffmaterial in Berührung mit einer Trägerfläche gebracht wird, auf welcher sich körniges, hartes Material befindet. 



   Es ist bekannt, mit Kunststoff überzogenen Geweben oder Kunststoffolien dadurch ein wildlederartiges Aussehen zu geben, dass man in die noch weiche Kunststoffschicht wasserlösliche Salze einbringt und diese sodann abwäscht, wodurch das Kunststoffmaterial eine rauhe Oberfläche erhält. Ein solches Vorgehen erweist sich jedoch als verhältnismässig kostspielig und in der Praxis oft nur schwer durchführbar. 



   Erfindungsgemäss werden im Rahmen der eingangs geschilderten Vorgangsweise Kunststoffolien mit vollkommen wildlederartigem Aussehen dadurch erhalten, dass die körnige Fläche in bekannter Weise in die Oberfläche der Folie eingepresst wird und in dieser einen dauernden Abdruck erzeugt, und dass die derart behandelte Folie durch Schleifen nachbearbeitet wird. Die Kunststoffolien können hiebei natürlich auch auf Geweben oder andern Unterlagen aufgebracht sein und solcherart Überzüge der betreffenden Un-   terlagendarstellen. Bei geeigneterwahl   des   körnigen Materials erhältman hiebei eine Oberilächenbeschaf-   fenheit, die denselben Eindruck wie jene von Wildleder hervorruft. Das körnige Material kann dabei mittels eines Bindemittels auf einem Träger aus Papier oder Gewebe, aber auch auf einer Walze angebracht sein.

   In beiden Fällen verläuft der Herstellungsprozess derart, dass die körnige Fläche unter Druck gegen die Kunststoffolie, das Kunststoffgewebe oder das sonstige Kunststoffmaterial gepresst wird, wenn diese sich in plastischem, formbaren Zustand befinden, der   z. B.   durch Erwärmen erzielt werden kann. Auch die gegenüberliegende Walze oder Gegenfläche kann mit einer körnigen Oberfläche versehen sein, wenn man ein Produkt erzielen will, dessen beide Seiten wildlederartig aussehen sollen. 



   Das körnige Material kann auch auf einem Träger aus Papier, Gewebe oder auf einer andern biegsamen Unterlage angebracht werden, die zwischen dem Kunststoffmaterial und   der Presswalze   oder einer andern Pressvorrichtung hindurchgeführt wird, wobei die körnige Fläche gegen das Kunststoffmaterial gewendet ist. 



   Als körniges Material kann z. B. ein anorganisches Material, wie Quarz, Flintstein, Aluminiumoxyd, Siliziumkarbid, Hartmetall   u. dgl.   mit einer Korngrösse verwendet werden, die man jeweils entsprechend der Aussenstruktur wählt, die das Produkt erhalten soll. 



   Das Kunststoffmaterial kann beispielsweise aus aufgeweichtem Polyvinylchlorid bestehen, das, wie bereits erwähnt, auf einem Gewebe, oder aber auch an einem Netz bzw. auf Papier angebracht ist. Man kann jedoch auch eine blosse Kunststoffolie anwenden. Vor der Pressbehandlung soll das Kunststoffmaterial durch Erwärmung oder in anderer Weise jedenfalls in einen plastischen, formbaren Zustand gebracht werden. 



   Nach der geschilderten Behandlung wird das Kunststoffmaterial durch Schleifen nachbearbeitet. 



     Beispiel l :   Eine geätzte Stahlwalze wird in dünner Schicht mit einem Bindemittel, beispielsweise mit Wasserglas, bestrichen, das sowohl an der Walze als auch am zu bindenden körnigen Material haftet. Bevor das Wasserglas erstarrt ist, wird als körniges Material z. B. Quarzsand von geeigneter Korngrösse aufgebracht, die durch das gewünschte Aussehen der   Kunststoff- oder Thermoplastfläche   bestimmt wird. Die Quarzkörner werden vom Wasserglas gebunden und dadurch ein sehr gutes Haften auf der Stahlwalze erzielt. Der Hauptteil der Quarzkörner wird nur teilweise vom Wasserglas umgeben, so dass freie Oberflächen vorhanden sind. 

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   Die freigebliebenen   Quarzkornflächen   ergeben dann einen Abdruck auf der in plastischem, formba- ren Zustand befindlichen Kunststoffbahn, wenn diese unter Druck zwischen der bereits beschriebenen   Trä-   gerwalze und einer   z. B.   aus Gummi bestehenden Gegenwalze hindurchgeführt wird. 



   Die auf diese Weise geprägte Kunststoffware besitzt eine verhältnismässig rauhe Oberfläche. Wird diese jedoch darauf geschliffen, dann erhält man ein Produkt, das dasselbe Aussehen wie Wildleder aufweist. 



    Beispiel 2 : Starkes Papier wird mit einem Bindemittel. beispielsweise Knochenleim, bestrichen,    das mit einem körnigen Material, z. B. Quarzkörnern, von für das Aussehen der fertigen Ware geeigneter Grösse und Menge, bestreut wird. Das Aufbringen soll wieder derart geschehen, dass die Körner nur teilweise vom Bindemittel umgeben werden. 



   Eine in plastischem, formbaren Zustand befindliche Kunststoffolie, beispielsweise aus thermoplastschem Kunststoff, wird unter Druck zwischen einem Walzenpaar zusammen mit dem vorstehend beschriebenen, mit Körnern belegten Papier hindurchgeführt, wobei die körnige Fläche zur Kunststoffoberfläche gewendet ist. Die vorhandenen freien Quarzkornflächen ergeben in der Kunststoffbahn einen entsprechenden Abdruck. Darauf wird die erhaltene rauhe Oberfläche geschliffen, wodurch sie das gewünschte wildlederartige Aussehen erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunststoffolien zur Erzielung eines wildlederartigen Aussehens, bei dem das noch formbare Kunststoffmaterial in Berührung mit einer Trägerfläche gebracht wird. auf welcher sich körniges, hartes Material befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die körnige Fläche in bekannter Weise in die Oberfläche der Folie eingepresst wird und in dieser einen dauernden Abdruck erzeugt, und dass die derart behandelte Folie durch Schleifen nachbearbeitet wird.
AT131559A 1958-03-29 1959-02-20 Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunststoffolien AT210129B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3226102A1 (de) * 1982-07-13 1984-01-26 Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf Verfahren zum glaetten von oberflaechen von thermoplastischen kunststoffbahnen oder -profilen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3226102A1 (de) * 1982-07-13 1984-01-26 Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf Verfahren zum glaetten von oberflaechen von thermoplastischen kunststoffbahnen oder -profilen

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