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Maschine zum Ausbringen von körnigem Gut, wie Saatgut oder
Kunstdünger
Im Patente Nr. 200379 ist eine Maschine zum Ausbringen von körnigem Gut, wie Saatgut oder Kunstdünger, beschrieben, die mit einem das Gut aufnehmenden Vorratsbehälter und einer rotierenden Ausgabeeinrichtung versehen ist, die das aus dem Vorratsbehälter angelieferte Gut einer Mehrzahl von im
Kreis angeordneten Auslässen zuleitet, wobei in dem Vorratsbehälter ein becherförmiger, sich nach oben erweiternder Körper um seine Symmetrieachse drehbar gelagert ist und der obere Rand dieses Körpers in der Nähe der das Gut abftihrenden Auslässe angeordnet ist und sein Unterteil mindestens eine Öffnung von veränderbarem Durchflussquerschnitt aufweist, um das Gut aus dem Unterteil des Vorratsbehälters durch diese Öffnung in das Innere des becherförmigen Körpers geraten zu lassen,
wobei es bei sich drehendem Körper in Richtung zum genannten Rand des Körpers und über diesen Rand hinaus in die Auslässe gelangt.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei Maschinen dieser Art der Materialfluss durch die Öffnungen des becherförmigen Behälters für alle Arten von Saatgut mit der erforderlichen Gleichförmigkeit nicht aufrechtzuhalten ist. So hat es sich gezeigt, dass beim Säen von getränkte oder sonstwie vorbehandelten Saatgut mehr oder weniger Behandlungsstoff von den Samenkörnern abgeht und sich am Boden des Bechers ansammelt, wobei es den vorbestimmten Eintritt des Saatgutes zu den im Becher vorgesehenen Eintrittsöffnungen stört.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, eine Einrichtung zu schaffen, welche diesen Nachteil vermeidet und bewirkt, dass allenfalls abgesondertes Behandlungsmaterial zusammen mit den Samenkörnern in den umlaufenden becherförmigen Körper gefördert wird, u. zw. durch die in letzterem vorgesehenen Öffnungen hindurch.
Bei einer Maschine der eingangs genannten Art besteht die vorliegende Erfindung darin, dass wenigstens ein mit Bezug auf den becherförmigen Körper ortsfestes und mit der Innenwandung des Vorratsbehälters zusammenarbeitendes Schabeglied vorgesehen ist, das die Form eines sich radial über den Boden des Vorratsbehälters erstreckenden Armes aufweist und unterhalb der im becherförmigen Körper befindlichen Eintrittsöffnung für das Ausgabegut angeordnet ist, und welches das im rotierenden Vorratsbehälter befindliche Ausgabegut mit einer Stirnfläche beaufschlagt, welche dem Ausgabegut eine nach oben zur genannten Eintrittsöffnung gerichtete Bewegung erteilt.
Zum besseren Verständnis der Erfindung und zur Erläuterung weiterer Erfindungsmerkmale sei auf die Zeichnungen Bezug genommen, die ein Ausführungsbeispiel darstellen, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Vertikalschnitt des Unterteiles des Vorratsbehälters und des rotierenden becherförmigen Körpers, Fig. 2 eine Draufsicht auf das Rührglied und Fig. 3 und 4 eine Draufsicht auf bzw. eine Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform des Rtihrgliedes.
In der Zeichnung stellt 1 den konischen Unterteil des Vorratsbehälters vor, durch dessen Boden sich eine Welle 2 nach aufwärts erstreckt, die an ihrem oberen Ende den rotierenden becherförmigen Körper 3 trägt, welcher in der dargestellten Ausführungsform mit einer einzigen Öffnung 4 versehen ist.
Im Sinne der Erfindung ist im Bereiche unterhalb der Einfüllöffnung 4 des becherförmigen Körpers ein Rührbehelf vorgesehen und mit Bezug darauf ortsfest angeordnet. Gemäss den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1 und 2 besteht der Rührbehelf aus einer Nabe oder Hülse 5, welche auf der genannten Welle 2 * 1. Zusatzpatent Nr. 209606.
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sitzt und mit dieser auf geeignete Weise verbunden ist. Radial mit Bezug auf diese Nabe erstreckt sich ein Arm 6, de; an seinem äusseren Ende mit einer, bezogen auf die Drehrichtung der Welle 2, die in
Fig. 2 durch den Pfeil x angegeben ist, sich nach rückwärts erstreckenden Verlängerung versehen ist.
Das Rührglied, welches aus dem Arm 6 mit dem Fortsatz 7 besteht, besitzt eine Unterseite, die in Radialrichtung des Behälters 1 der Kontur seines Bodens folgt und mit Bezug auf diesen den erforderlichen
Bewegungsspielraum einhält ; es hat Keilquerschnitt mit einer schärferen Kante 8, die gegen die Dre- hungsrichtung weist, wie dies durch den gestrichelt gezeichneten Querschnitt in Fig. 2 ersichtlich ist.
Das Rührglied ist mit Bezug auf die Einfüllöffnung 4 des rotierenden Teiles 3 so angeordnet, dass die genannte Vorderkante 8 etwas hinter der vorderen Begrenzungskante der Öffnung 4 verläuft, wie dies aus
Fig. 2 ersichtlich ist. Der Abstand zwischen der Vorderkante der Öffnung 4 und der Kante 8 des Rührbe- helfes kann zweckmässig einem Drittel der genannten Öffnung 4, gemessen in Umfangsrichtung des Tei- les 3, entsprechen.
Während der Drehung des becherförmigen Körpers 3 rotiert das Blatt oder der Arm 6 des Rührgliedes längs des Bodens des Behälters 1, der sich, wie oben angeführt, unterhalb der Öffnung 4 befindet, was bewirkt, dass im Behälter 1 enthaltene Samenkörner längs der geneigten oberen Oberfläche dieses Armes nach aufwärts geführt werden und im Strom nach aufwärts gegen die Öffnung 4 geraten. Als Folge davon, dass die Klinge oder der Arm 6 nahe der Bodenfläche des Behälters 1 angeordnet ist, wird auch allenfalls freigesetztes Behandlungsmaterial durch den Arm 6, gemeinsam mit den Samen, weitergeführt, wodurch verhindert wird, dass sich dieses Material am Behälterboden ansammelt. So wird jede Störung des be- stimmten, durch die Öffnung 4 erfolgenden Materialstroms ausgeschlossen.
Weil der Ansatz 7 geneigt verläuft, trägt dieser während seiner Drehung das Samengut nach einwärts in den Weg des Armes 6 und sichert die Nachlieferung von Samengut durch diese Öffnung während der relativ grossen Drehungsgeschwindigkeit des Rührgliedes.
Aus Vorstehendem ist ersichtlich, dass das Rtihrglied, das auch als Schabeklinge bezeichnet werden kann, eine genauere Nachlieferung gewährleistet, u. zw. nicht nur von behandeltem Samengut, sondern von Samen jedweder Art, u. zw. zufolge der Tatsache, dass es einen konstanten, gegen die Nachliefe- rungsöffnung 4 des Drehgliedes 3 gerichteten Strom hervorbringt.
Das Rührglied kann auch als Stab 9 von kreisförmigem Querschnitt ausgeführt sein, welcher praktisch radial von der Hülse 5 absteht. Die gekrümmte Oberseite des Stabes 9 bringt den gewünschten, nach oben gerichteten Strom der Samenkörner auf die schon beschriebene Weise zustande.
Um zu gewährleisten, dass auch in diesem Falle das Samengut nach einwärts in den Bewegungsbe- reich des Stabes 9 gerät, ist der äussere Endteil 10 derselben auffallend nach rückwärts gebogen und bil- . der mit dem Stab 9 einen spitzen Winkel. In diesem Falle kann der Stab 9 in einigem Abstand vom Be- hälterboden 1 verlaufen.
Wenn der freie Durchtrittsquerschnitt der Öffnung 4 mittels eines drehbaren Verschlussschiebers gere- gelt werden kann, welcher am oberen Ende einer mit der Welle 2 gleichachsigen Hohlwelle angeordnet ist, kann das Rührglied, wie leicht einzusehen ist, mit dieser Hohlwelle verbunden werden.
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