<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zum Abstoppen eines Skis
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Abstoppen eines Skis mittels eines Bremshebels, welcher durch Federwirkung aus der unwirksamen Lage in eine seitlich über die Gleitfläche nach unten ragende Bremslage verschwenkbar ist.
Es ist eine solche Einrichtung bekannt, bei welcher auf beiden Seiten des Skis angeordnete verhältnismässig schmale Arme, bzw. Lenker vorgesehen sind. Bei weichem Schnee ist die Bremswirkung dieser schmalen Bremsorgane nicht genügend. Ferner wird zufolge der beidseitigen Anordnung der Bremsorgane kein Ablenken, bzw. Absteuern des Skis erreicht, und die Bremsorgane sind in der unwirksamen Lage beim gewöhnlichen Fahren hinderlich.
Bei der Skibindung gemäss der Erfindung weist der Bremshebel einen Fortsatz od. dgl. auf, welcher ihn bei ungelöster Bindung in unwirksamer Lage über dem Ski hält und beim Lösen der Bindung freigibt, und die Drehachse für den Bremshebel ist längs einer Skiseite geneigt, damit der Bremshebel bei dessen Freigabe aus der unwirksamen Lage über der Skioberseite lediglich durch Verschwenken um diese Drehachse zufolge der Federwirkung in die Bremslage seitlich neben dem Ski gebracht werden kann. Dadurch, dass sich hier der Bremshebel in der unwirksamen Lage über dem Ski befindet, ist er beim gewöhnlichen Fahren nicht hinderlich. Der Bremshebel kann hiebei zufolge der geneigten Drehachse auf einfache Weise aus der Nichtgebrauchslage über dem Ski in die Bremslage neben der Skiseite verschwenkt werden.
Da- durch, dass ferner der Bremshebel nur auf einer Seite des Skis zur Wirkung kommt, wird der Ski abgelenkt, bzw. so gesteuert, dass er einen Bogen gegen den Hang zu macht.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist ein Aufriss einer Ausführungsform der Abstoppeinrichtung und Fig. 2 ist eine Draufsicht zu Fig. 1.
Beim dargestellten Beispiel wird der Skischuh 2 in einer Fussplatte 13 festgehalten, an der sich ein Zapfen 14 einer vorderen Schnappvorrichtung befindet, welcher Zapfen mit einer Ausnehmung eines Winkeltragstückes 15 zusammenwirkt, das mittels Längsschlitzen am Ski 1 verstellbar befestigt ist.
An einem Seitenteil dieses Tragstückes 15 ist mittels eines Scharniers 16 ein Bremshebel 17 angelenkt, wobei eine auf der Scharnierachse befindliche Feder 18 bestrebt ist, den Bremshebel 17 in die in strichpunktierten Linien angedeutete Bremslage zu verschwenken. Beim Skifahren befindet sich der Bremshebel in der ausgezogenen Ruhelage, in der ein Ansatz 19 des Bremshebels 17 unter der Fussplatte 13 liegt und den Bremshebel 17 in dieser Lage hält. Wird dagegen bei einem Sturz die Fussplatte 13 ausgelöst, so wird. der Bremshebel 17 durch die Feder 18 in die Bremslage geschwenkt. Der seitlich u ld nach unten über die Skigleitfläche vorstehende Teil des Bremshebels 17 bremst den beim Auslösen der Bindung frei gewordenen Ski einseitig, so dass der Ski in einem Bogen etwas weitergleiten und stillstehen wird.
Es ist dadurch nicht erforderlich, den Ski zusätzlich mittels eines Sicherungsriemens mit dem Skischuh zu verbinden. Der Nachteil solcher Sicherungsriemen, dass sie auch eine gewisse Unfallgefahr darstellen, ist somit vermieden.
Bei dem gezeigten Beispiel können mannigfache Änderungen getroffen werden. So könnte der unter den Schuh bzw. die Fussplatte greifende Teil des Bremshebels verlängerbar oder verkürzbar ausgeführt sein, damit je nach der Bauart der zugeordneten Skibindung der Bremshebel weiter oder weniger weit von der Bindung entfernt angeordnet sein könnte. Ferner könnte die ganze Stoppeinrichtung statt vor dem Skischuh hinter demselben oder auch unter demselben gelegen sein.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Stoppeinrichtung könnte auch mit der Sicherheitsbindung kombiniert sein, wobei der Bremshebel durch ein sich beim Lösen der Sicherheitsbindung verschiebbares Organ der Bindung freigegeben werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Abstoppen eines Skis mittels eines Bremshebels, welcher durch Federwirkung aus der unwirksamen Lage in eine seitlich über die Gleitfläche nach unten ragende Bremslage verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremshebel (17) einen Fortsatz (19) od. dgl. aufweist, welcher ihn bei ungelöster Bindung in unwirksamer Lage über dem Ski hält und beim Lösen der Bindung freigibt, und dassdie Drehachse (16) für den Bremshebel (17) längs einer Skiseite geneigt ist, damit der Bremshebel t17) bei dessen Freigabe aus der unwirksamen Lage über der Skioberseite lediglich durch Verschwenken um diese Drehachse (16) zufolge der Federwirkung (18) in die Bremslage seitlich neben dem Ski (1) gebracht werden kann.