AT211066B - Objektiv mit verstellbarer Brennweite - Google Patents

Objektiv mit verstellbarer Brennweite

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AT211066B
AT211066B AT386359A AT386359A AT211066B AT 211066 B AT211066 B AT 211066B AT 386359 A AT386359 A AT 386359A AT 386359 A AT386359 A AT 386359A AT 211066 B AT211066 B AT 211066B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Objektiv mit verstellbarer Brennweite 
BeiObjektiven mit verstellbarerBrennweite unterscheidetman zwischen   zweiHauptgruppen :   den   Ob-     jektiven mitoptischerKompensation   und jenen mit mechanischer Kompensation. Die Objektive der zweiten Gruppe sind bei gleicher Öffnung und gleicher Verstellbarkeit der Brennweite im allgemeinen kleiner als jene der ersten. Diese Objektive weisen gewöhnlich zwei verstellbare Glieder zwischen zwei feststehenden Gliedern auf.

   Die Brennweite des Objektives wird durch die Veränderung der Stellung der beiden verstellbaren Glieder in bezug auf die beiden festen Glieder verstellt, wobei die Verschiebung der beiden verstellbaren Glieder im allgemeinen mit Hilfe eines drehbaren Zylinders erfolgt, der mit zwei die Stellung jedes der verstellbaren Glieder bestimmenden kurvenförmigen Nuten versehen ist. Die   Bearbei-   tung dieser Nuten ist sehr heikel und erfordert grösste Genauigkeit. 



   Die Erfindung betrifft   einObjektiv mitverstellbarerBrennweite   und mechanischer Kompensation, umfassend zwei verstellbare Glieder, die zwischen zwei feststehenden Gliedern angeordnet sind. Erfindungsgemäss wird eines der verstellbaren Glieder durch   einLinsensystem   nach Art eines   galiiciischen   Fernrohres und das andere durch ein System von Sammellinsen gebildet. Dadurch können die Form der Nuten verhältnismässig einfach und die Verschiebungen der beiden   verstellbaren Glieder in verhältnismässig engen   Grenzen gehalten werden. 



   Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht beispielsweise eine Ausführungsform des erfindungsgemä- ssen Objektivs. Fig.   l   ist ein erklärendes Schema, Fig. 2 eine schematische Darstellung dieses Objektivs, die Fig. 3a, 3b und 3c veranschaulichen im Schnitt die Ausführungsform bei drei verschiedenen Einstellungen derBrennweite   undFig. 4   zeigt die Form der zur Verschiebung der beiden verstellbaren Glieder des Objektivs nach Fig. 3 verwendeten Nuten. 



   In bezug auf Fig.   l   sei daran erinnert, dass ein optisches Ganzes mit positiver Brennweite f, das den durch V schematisch dargestellten Variator bildet, von einem Gegenstand AB ein Bild   A'B'wiedergibt,   derart, dass man, wenn g die Vergrösserung ist, die es erzielt, zu folgendem Verhältnis zwischen g, f und D gelangt, wobei D der Abstand zwischen dem Gegenstand und dem Bild darstellt. 
 EMI1.1 
 Wenn man g   verändert, so   bleibt der Abstand D nicht konstant ; er ist am kleinstenbei g = 1 und nimmt 
 EMI1.2 
 oder schwächerer Vergrösserung.AufFig. 2 ist   die Zusammensetzung einesObjektivs mit verstellbarer Brennweite   schematisch gezeigt. 



  Es umfasst ein feststehendes Vorderglied G1 mit zerstreuender Wirkung und ein feststehendes letztes GliedG, mitsammelnderWirkung.DerFachmannverstehtohneweiteres,dassdasGliedG1sammelndund das Glied   G,   zerstreuend wirken könnte, vorausgesetzt, dass die gesamte Konvergenz des Objektives eingehalten wird. Zwischen diesen beiden Gliedern sind zwei bewegliche Glieder G, und   Ga   angeordnet, die entlang der optischen Achse nach einem wohlbekannten Gesetz verschiebbar sind. Die Glieder G, bilden ein Sammellinsensystem,während die Glieder G2 durch einLinsensystem nach Art eines galileiischen Fernrohres gebildet sind. 



   Theoretisch soll das Glied G, afokal sein, hat die Erfahrung gezeigt, dass das Glied G-eine Herstellungstoleranz haben kann, so dass seine Brechkraft 1/15 der gesamten   Mininalbrechkraft   des Objektives 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 nicht überschreitet. Es ist   femerunschwer,   dem Glied Gz eine verhältnismässig hohe und negative Petzvalsumme zu verleihen. Man kann diesem Glied einen solchen Wert geben, dass die (negative) Petzvalsumme absolut von der gleichen Grössenordnung ist, wie die gesamte Petzvalsumme der drei andern Glieder   Gigs   und G, zusammen, wobei diese letztere Summe positiv ist.

   Auf diese Weise kann die   Petzvalsum-   me des ganzen Objektivs auf einem sehr niederen   Wert,'wenn   nicht gar auf dem Nullwert gehalten werden, was dem gewöhnlichen   Gütekriterium   für   Objektive   entspricht. 



   Nach dem Schema auf Fig. 2 kann ein reelles Bild auf dem Film F folgendermassen erzielt werden :
Das erste,"Frontglied"genannte Glied Geliefert in der Nähe seines Brennpunktes bei C* ein virtuelles Bild ; dieses aufrechte Bild wird vom afokalen System   G2   aufgenommen, welches ein anderes, immer noch aufrechtes, virtuelles Bild bei   C" liefert ; dieses   virtuelle Bild dient als reeller Gegenstand für den durch das Glied G3 gebildeten Variator V, der   diesesBild     bic'",   nun reell und verkehrt abbildet. 



   Der hinsichtlich des festen Gliedes G4 konjugierte Punkt von C'" liegt auf der Filmfläche,
Fig. 3a, 3b und 3c veranschaulichen ein Objektiv, dessen Verstellbarkeit der Brennweite gleich eins zu vier ist und dessen Öffnung F : 2,8 beträgt. Fig. 3Åa zeigt die Stellung der verstellbaren Linsenglieder, bei der man die grössteBrennweite, nämlich 200 mm, erzielt. Die Fig. 3b und 3c zeigen die Stellung dieser Glieder, bei der eine Brennweite von 100 bzw. 50 mm erzielt wird, wobei die letztere die kleinste Brennweite des Objektivs darstellt. 



   Die kennzeichnenden Angaben über dieses Objektiv werden nachfolgend aufgezeichnet, wobei die Krümmungsradien derLinsenflächen durch ein "+"-Zeichen gekennzeichnet   sind, wenn derKrümmungs-   mittelpunktin bezug auf die Zeichnung rechts der zugehörigen Fläche liegt, und mit einem"-"-Zeichen, wenn dieser Mittelpunkt links liegt. Sämtliche Grössen werden in Millimetern angegeben.

   Die Linsendicke ist mit"e"bezeichnet und   dieLuftzwischenräume   zwischen den Linsen   mit"a".   Das Brechungsvermögen und   dieAbbe'sche   Zahl der Gläser werden   mit"n"und"f"angegeben.   Die Linsen sind in der 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> LnL <SEP> R <SEP> e <SEP> nD <SEP> v
<tb> in <SEP> mm <SEP> in <SEP> mm
<tb> R1=-603,63
<tb> L1 <SEP> ei <SEP> =24,10 <SEP> 1,62000 <SEP> 36
<tb> = <SEP> - <SEP> 84, <SEP> 51 <SEP> 
<tb> L2 <SEP> e <SEP> = <SEP> 12, <SEP> 10 <SEP> 1, <SEP> 62000 <SEP> 60
<tb> R3=+134,61
<tb> R4=+103,22
<tb> L3 <SEP> e3=30,20 <SEP> 1,72000 <SEP> 50
<tb> R5=-435,64
<tb> = <SEP> - <SEP> 161, <SEP> 29 <SEP> 
<tb> L4 <SEP> e4=12,10 <SEP> 1,72300 <SEP> 38
<tb> R7= <SEP> + <SEP> 94, <SEP> 59 <SEP> 
<tb> R, <SEP> = <SEP> -256,50
<tb> 15 <SEP> e5=12,

  10 <SEP> 1,7315 <SEP> 28
<tb> R9=+351,31
<tb> Lg <SEP> es <SEP> = <SEP> 30, <SEP> 20 <SEP> 1, <SEP> 7448 <SEP> 45
<tb> R10=-120,73
<tb> R11=+120,73
<tb> 17 <SEP> e7=30,20 <SEP> 1,7448 <SEP> 45
<tb> R12=-351,31
<tb> 18 <SEP> es <SEP> 12, <SEP> 10 <SEP> 1, <SEP> 7315 <SEP> 28
<tb> R13 <SEP> = <SEP> +256,50
<tb> ! <SEP> L. <SEP> = <SEP> + <SEP> 103, <SEP> 22 <SEP> 
<tb> 19 <SEP> eg <SEP> = <SEP> 12, <SEP> 10 <SEP> 1, <SEP> 6200 <SEP> 60
<tb> R15=-435,64
<tb> R16=-120,73
<tb> L10 <SEP> el <SEP> 6 <SEP> 1, <SEP> 6200 <SEP> 36
<tb> R17=+94,59
<tb> R18=+351,31
<tb> L11 <SEP> e11=12,10 <SEP> 1,6200 <SEP> 60
<tb> R19=-211,30
<tb> 
 
Die Abstände"a"zwischen denLinsen werden nachfolgend für die drei Brennweiten 50,100 und 200 mm angegeben.

   

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> a <SEP> f <SEP> 50 <SEP> mm <SEP> 100 <SEP> mm <SEP> 200 <SEP> mm
<tb> al <SEP> = <SEP> 18,10 <SEP> 134,50 <SEP> 18,10 <SEP> 
<tb> a2 <SEP> = <SEP> 19,00 <SEP> 19,00 <SEP> 19, <SEP> 00
<tb> a <SEP> = <SEP> 228,50 <SEP> 50,20 <SEP> 41,80
<tb> a4 <SEP> = <SEP> 3,00 <SEP> 3,00 <SEP> 3,00
<tb> as <SEP> 11,8 <SEP> 73,7 <SEP> 198,5
<tb> as <SEP> = <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> a <SEP> - <SEP> 12, <SEP> 10 <SEP> 12, <SEP> 10 <SEP> 12, <SEP> 10
<tb> as <SEP> Schnittweite <SEP> 87,40 <SEP> 87,40 <SEP> 87,40
<tb> 
 
 EMI4.2 
 



    ; diePATENT ANSPRÜCHE :    
1. Objektiv mit verstellbarer Brennweite mit mechanischer Kompensation, umfassend zwei zwischen zwei festen Gliedern (G1, G4) angeordnete verstellbare Glieder   (Gy     Gg),   dadurch gekennzeichnet, dass eines   (G.)   der verstellbaren Glieder (G2, G3) durch ein Linsensystem nach Art eines galileilschen   Fernroh-   res   (L-, L   gebildet wird und das andere   (gus)   durch ein System von Sammellinsen.

Claims (1)

  1. 2. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dasGlied(G2) nach Arteines galileiischen Fernrohres im wesentlichen afokal ist.
    3. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Petzvalsumme des Gliedes (G.) nach Art eines galileischenFernrohres negativist, wobei ihr absoluter Wert die gleiche Grössenordnung aufweist, wie die gesamte Petzvalsumme der drei andern Glieder (G1, G3 und GJ zusammen, wobei diese letzte Petzvalsumme positiv ist.
    4. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das vordere feste Glied (G,) zerstreuend ist.
AT386359A 1958-11-13 1959-05-25 Objektiv mit verstellbarer Brennweite AT211066B (de)

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