AT211255B - Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure

Info

Publication number
AT211255B
AT211255B AT632258A AT632258A AT211255B AT 211255 B AT211255 B AT 211255B AT 632258 A AT632258 A AT 632258A AT 632258 A AT632258 A AT 632258A AT 211255 B AT211255 B AT 211255B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
medium
acid
stage
ammonium nitrate
Prior art date
Application number
AT632258A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ici Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ici Ltd filed Critical Ici Ltd
Priority to AT632258A priority Critical patent/AT211255B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT211255B publication Critical patent/AT211255B/de

Links

Landscapes

  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure 
 EMI1.1 
 bleibt, um den Erfordernissen des Pilzes während der Bildung der Gibberellin-Säure entsprechen zu können. 



   Ein Medium, das für die Stufe bzw. Stufen des aktiven Wachstums geeignet ist, soll Kohlen- stoffquellen (d. i. ein Zucker, z. B. Sucrose oder
Glucose oder ein mehrwertiger Alkohol, z. B. 



   Glyzerin), Stickstoffquellen (z. B. ein Ammonium- salz, ein Nitrat, Maisquellwasser [corn steep liquor] oder ein abgebautes Protein, wie z. B. ein Pepton oder andere assimilierbaren Stickstoff enthaltende Quellen), ferner Magnesium, Schwefel (zweckmässigerweise Magnesiumsulfat), Kalium,
Phosphor (zweckmässigerweise Kaliumdiphosphat) und Spuren von Metallen, wie z. B. Eisen,
Kupfer, Zink, Mangan und Molybdän enthalten. 



   Die Stickstoffkonzentration in dieser Stufe soll   0, 017-0, 25 gj100 cm3,   z. B. in Form von 0, 05 bis   0, 75 g/100 cm3 Ammoniumnitrat   und vor- zugsweise 0, 07-0, 17 g/100 cm3 Stickstoff, z. B. in Form von 0, 2 bis 0, 5 g/100 cm3 Ammoniumnitrat betragen. Die Konzentration des Kohlenstoffes, der z. B. in Form eines Zuckers, z. B. von Sucrose, Glucose oder einem mehrwertigen Alkohol, z. B. Glyzerin vorliegen kann, wird dann so gewählt, dass für das aktive Wachstum des Pilzes ein sogenanntes ausgeglichenes Medium vorhanden ist, d. h., dass das Verhältnis der Konzentration an Kohlenstoff zur Konzentration an Stickstoff, vorzugsweise zwischen den Werten   10 : I   und   25 : I   liegt. Ein für das aktive Wachstum geeignetes typisches ausgeglichenes Medium enthält z.

   B.   0, 24g/100cm3   Ammoniumnitrat und   3, 18 gj100 cm3   Glucosemonohydrat, was einem Verhältnis von C : N von   14 : 1   entspricht oder   0, 48 gj100 cm3   Ammoniumnitrat und 10 g/100 cm3 Glucosemonohydrat, was einem Verhältnis von C : N von 21 : 5 gleichkommt. 



   In dem bevorzugten unausgeglichenen Medium eines hohen Kohlenstoff/Stickstoffverhältnisses, in welchem das aktive Wachstum gehemmt und Gibberellin-Säure gebildet wird, liegt ein geeigneter C : N-Verhältnisbereich zwischen   25 : 1   bis 200 : 1. Die Auswahl der Stickstoffkonzentration in dem Medium wird von dem erforderlichen Wachstum, das vorsichgehen soll, bevor es infolge eines Mangels an Stickstoff gehemmt wird, abhängig sein. Bei Beginn der Säurebildungsstufe ist ein gewisses Wachstum von 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Vorteil, um die Fermentatorenkapazität voll auszunützen, wobei sich ein Stickstoffgehalt in dem unausgeglichenen Medium eignet, der zwischen 0, 14-0, 17 g/100 cm3, z. B. in Form von 0, 11 bis 0, 5 g/100 cm3 Ammoniumnitrat liegt. 



   Ein bevorzugterer   c : N-Verhä1tnisbereich   liegt in der Grössenordnung von   30 : 1   bis   55 : 1   und auf Basis eines Stickstoffgehaltes in dem unausgeglichenen Medium von zwischen 0, 04 bis   0, 17 g/100 cm3,   wobei der entsprechende Kohlenstoffgehalt in diesem Medium zwischen 1, 2 und 9, 4 g/100 cm3 gelegen ist. Eine geeignete Stickstoffquelle zur Bildung dieser erwünschten Stickstoffkonzentration ist z. B.   0, 11   bis   0, 5   g/100 cm3 Ammoniumnitrat ; eine geeignete Kohlenstoffquelle zur Herstellung der erwünschten Kohlenstoffkonzentration ist z. B. durch   3, 3-26 g/lOO cm3   Glucosemonohydrat gegeben.

   Mit Ausnahme von Kohlenstoff und Stickstoff können die Konzentrationen der andern Nährmittel jenen gleich sein, die bei der Stufe des aktiven Wachstums in ausgeglichenen Medien eingesetzt werden. 



   Sich besonders eignende Kohlenstoffkonzentrationen, z. B. in Form von Glucosemonohydrat und Stickstoffkonzentrationen, z. B. in Form von Ammoniumnitrat sind folgende : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Konzen- <SEP> Konzentration <SEP> an <SEP> Kohlenstoff- <SEP> tration <SEP> an <SEP> StickstoffGlucosemo- <SEP> konzen- <SEP> Ammonium- <SEP> konzen- <SEP> Verhältnis
<tb> nohydrat <SEP> tration <SEP> nitrat <SEP> tration <SEP> C <SEP> :

  N <SEP> (N-1)
<tb> Gew./Vol.% <SEP> Gew. <SEP> /Vol.% <SEP> Gew./Vol.% <SEP> Gew./Vol.%
<tb> 11,11 <SEP> 4,0 <SEP> 0,24 <SEP> 0,084 <SEP> 47,6
<tb> 8,0 <SEP> 2,88 <SEP> 0,24 <SEP> 0,084 <SEP> 34,3
<tb> 12,6 <SEP> 4,54 <SEP> 0,36 <SEP> 0,126 <SEP> 36,0
<tb> 20 <SEP> 7,2 <SEP> 0,4 <SEP> 0,14 <SEP> 51,4
<tb> 12 <SEP> 4,32 <SEP> 0,3 <SEP> 0,105 <SEP> 41,1
<tb> 10 <SEP> 3,6 <SEP> 0,24 <SEP> 0,084 <SEP> 42,9
<tb> 5,5 <SEP> 1,98 <SEP> 0,12 <SEP> 0,042 <SEP> 47,1
<tb> 20 <SEP> 7,2 <SEP> 0,44 <SEP> 0,154 <SEP> 46,8
<tb> 
 
Um die metabolische Herstellung von Gibberel-   lin-Säure   in zwei oder mehr Stufen auszuführen, soll das ausgeglichene Mycel, das zur Herstellung dieser Säure verwendet werden soll, so schnell und so ökonomisch wie möglich gezüchtet werden.

   Dies kann erfolgen, indem das Mycel bei Bedingungen wachsen gelassen wird, in welchen die Wachstumsgeschwindigkeit gross ist, wobei dann das Mycel verwendet wird, um ein weitaus grösseres Volumen an   unausgeglichenem säure-   produzierenden" Medium zu impfen, wodurch während der unproduktiven Wachstumsperiode die Fermentatorenkapazität verbessert wird. 



   Ferner wurde gefunden, dass in einem Mehrstufenverfahren das Mycel in der unausge-   glichenen "säureproduzierenden"Stufe   Säure mit einer grösseren Geschwindigkeit bildet, als dies der Fall ist, wenn das Mycel in dem gleichen unausgeglichenen Medium in einem Einstufenverfahren, wie in Beispiel 1 erläutert, kultiviert wird. 
Im Verlauf der Säurebildung in dem unausgeglichenen Medium, kann der als Kohlenstoffquelle dienende Zusatz, z. B. Glucose in gewissen Zeitabständen portionenweise hinzugefügt werden, um eine bestimmte Kohlenstoffkonzentration, z. B. in Form von 2 bis 10 g/100 cm3 eines Zuckers, z. B. Glucose innerhalb des Nährmediums aufrecht zu erhalten und dadurch die Bildung von grösseren Mengen zu ermöglichen. 



   Die Erfindung wird an Hand folgender Beispiele ohne Einschränkung auf dieselben erläutert. 



   Beispiel 1 : In einem Zweistufenverfahren wurde die erste Stufe in einem Fermentationsgefäss ausgeführt, das 301 des folgenden Mediums enthielt : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Glucosemonohydrat <SEP> 10 <SEP> gj10U <SEP> cm"
<tb> Ammoniumnitrat......... <SEP> 0, <SEP> 48 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Kaliumdiphosphat........ <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Magnesiumsulfatheptahydrat................ <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI2.3 
 *) Dieses Konzentrat hatte folgende Zusammensetzung :

   
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> Ferrosulfatheptahydrat............ <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g
<tb> Kupfersulfatpentahydrat........... <SEP> 0, <SEP> 015 <SEP> g
<tb> Zinksulfatheptahydrat <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> g
<tb> Mangansulfatheptahydrat.......... <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> g
<tb> Kaliummolybdat <SEP> (K2Mo04)....... <SEP> 0, <SEP> 01 <SEP> g
<tb> Wasser <SEP> 100 <SEP> cm3
<tb> 
 
Das Medium zeigte ein C : N-Verhältnis von 21, 5 : 1. 



   Das Medium wurde mit einem aktiven Stamm des Gibberella fujikuroi geimpft (Muster hinterlegt in den Sammlungen von Kulturen des Commonwealth Mycological Institute, Kew, des Bureau voor Schimmelcultures, Baarn und des Northern Utilisation Research and Development Division of the United States Department of Agriculture, Peoria, Illinois, USA) und wurde bei einer Temperatur von   26, 2    C und Durchleitung eines Luftstromes von 15 l/min gehalten, bis das Mycel auf ein Trockengewicht von 16   mg/l   gewachsen war, was nach 100 Stunden erreicht wurde. 



   3   l   dieser belüfteten Kultur wurden dann verwendet, um 30   l   eines für die zweite Stufe bestimmten Mediums zu inokulieren, das folgende Zusammensetzung hatte : 
 EMI2.5 
 
<tb> 
<tb> Glucosemonohydrat...... <SEP> 20 <SEP> g/100 <SEP> cm3
<tb> Ammoniumnitrat <SEP> 0, <SEP> 24 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Kaliumdiphosphat........ <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Magnesiumsulfatheptahydrat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Konzentrat <SEP> nicht <SEP> wesentlicher <SEP> Zusätze*)....... <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> cm3/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> 
 *) Die Zusammensetzung des Konzentrates war die gleiche wie oben. 



   Dieses Medium zeigte ein C : N-Verhältnis von 85, 5 : 1. 



   Die Züchtung wurde in diesem Medium bei einer Temperatur von   26, 2    C bei Durchleitung eines Luftstromes von 15 l/min fortgesetzt. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Als Vergleichsversuch wurde ein mit einer Agarkultur inokulierter Einstufenansatz in ein Medium, das mit obigem Medium der zweiten Stufe identisch war, unter denselben Temperaturund Durchlüftungsbedingungen einfliessen gelassen. 



   Die folgende Tabelle zeigt die Konzentrationen (mit Korrekturen für die Verdampfung) von Gibberellin-Säure in beiden Medien bei fortschreitender Züchtung :   Gibberellin-Säure mg/l    
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Alter <SEP> (Stunden <SEP> Einstufen- <SEP> Zweistufen- <SEP> 
<tb> nach <SEP> der <SEP> Inoku <SEP> verfahren <SEP> 
<tb> lation) <SEP> verfahren <SEP> zweite <SEP> Stufe
<tb> 48, <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 66, <SEP> 0 <SEP> 21
<tb> 89, <SEP> 6 <SEP> 63
<tb> 115, <SEP> 8 <SEP> 108
<tb> 138, <SEP> 3 <SEP> 151
<tb> 141, <SEP> 9 <SEP> Spur
<tb> 166, <SEP> 0 <SEP> 19
<tb> 185, <SEP> 7 <SEP> 169
<tb> 189, <SEP> 6 <SEP> 35
<tb> 215, <SEP> 8 <SEP> 60
<tb> 234, <SEP> 4 <SEP> 273
<tb> 238, <SEP> 3 <SEP> 72
<tb> 285, <SEP> 7 <SEP> 127
<tb> 305, <SEP> 8 <SEP> 353
<tb> 334, <SEP> 4 <SEP> 160
<tb> 401, <SEP> 7 <SEP> 413
<tb> 405, <SEP> 8 <SEP> 218
<tb> 501,

   <SEP> 7 <SEP> 308
<tb> 
 
Die Tabelle zeigt deutlich :
1. dass bei Beginn der Säurebildung die Bildungsgeschwindigkeit in der zweiten Stufe des Zweistufenverfahrens grösser ist, als in dem Einstufenverfahren und
2. dass, wenn dafür gesorgt wird, dass während der ersten Stufe genügend Mycel gebildet wird, um zehn Ansätze der zweiten Stufe zu inokulieren, die ursprüngliche Wachstumsphase ausgedrückt in Stunden der Fermentatorenkapazität weit niedriger ist, als in dem Einstufenverfahren. 



   Beispiel 2 : Herstellung des Inokulums (Wachstumsstufe). 



   In einem 1135 1 (250 Gallon) fassenden Fermentationsgefäss wird ein Nährmedium folgender Zusammensetzung hergestellt : 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Glucosemonohydrat...... <SEP> 12 <SEP> g/100 <SEP> cm"
<tb> Ammoniumnitrat <SEP> 0, <SEP> 48 <SEP> gj100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Magnesiumsulfatheptahydrat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Kaliumdiphosphat........ <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Konzentrat <SEP> nicht <SEP> wesentlicher <SEP> Zusätze*)....... <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> cm3/lOO <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> 
 
Wasser zum Auffüllen auf   4541   (100 Gallons) *) Die Zusammensetzung dieses Konzentrats entspricht der in Beispiel l angegebenen. 



   Das Medium zeigte ein C : N-Verhältnis von 25, 6 : 1. 



   Das Nährmedium wird sterilisiert, dann abgekühlt und mit einer Kleiekultur von Gibberella fujikuroi inokuliert. Hierauf wird das Medium gerührt, bei einer Temperatur von 26  C gehalten und mit einem Luftstrom von   0, 5 Vol.-   Luft/Vol.   Kulturmedium/min   während 66, 5 Stunden belüftet. Es entwickelt sich ein dickes Mycelwachstum ; das Mycel kann zur Inokulation der Erzeugungsfermentationen verwendet werden. Die Analyse ergibt, dass der Stickstoffgehalt des Mediums fast erschöpft ist. 



   Erzeugungsfermentation (Säurebildungsstufe). 



   In einem 1135   l   (250 Gallon) Fermentationsgefäss wird ein Nährmedium folgender Zusammensetzung hergestellt : 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> Glucosemonohydrat...... <SEP> 12 <SEP> g/100 <SEP> cm3
<tb> Ammoniumnitrat......... <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> gj100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Magnesiumsulfatheptahydrat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Kaliumdiphosphat........ <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Konzentrat <SEP> nicht <SEP> wesentlicher <SEP> Zusätze*)....... <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> cm3/lOO <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> 
 
Wasser zum Auffüllen auf   658,     31   (145 Gallons) *) Der Zusatz war der gleiche wie in Beispiel   l.   



   Dieses Medium zeigte ein C : N-Verhältnis von 41, 1 : 1. 



   Das Medium wird sterilisiert, abgekühlt und mit   68, 1 I   (15 Gallons) des oben beschriebenen Inokulums beimpft, hierauf wird gerührt, bei einer Temperatur von 26   C gehalten und schliesslich mit einem Luftstrom von   0, 5 Vol.-Luft/Vol.-     Kulturmedium/min   belüftet.

   Die folgende Tabelle zeigt die Konzentration an gebildeter GibberellinSäure in dem Medium bei fortschreitender Fermentation : 
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> Alter <SEP> (Stunden <SEP> nach <SEP> Gibberellin-Säure
<tb> der <SEP> Inokulation) <SEP> (mg/l)
<tb> 49 <SEP> 43
<tb> 74 <SEP> 124
<tb> 78 <SEP> 238
<tb> 122 <SEP> 348
<tb> 145 <SEP> 394
<tb> 167 <SEP> 386
<tb> 194 <SEP> 436
<tb> 218 <SEP> 362
<tb> 
 
Der Inhalt des Fermentationsgefässes wird dann filtriert und das Filtrat (600   1)   mit Äthylacetat zur Entfernung der Gibberellin-Säure extrahiert, die dann mittels bekannter Verfahren, z. B. durch Konzentration und Reinigung durch Kristallisation isoliert wird. Man erhält auf diese Weise 204, 1 g Gibberellin-Säure als ein farbloses kristallines Pulver, F =   233-235   C   unter Zersetzung. 



   Beispiel 3 : Das Verfahren gemäss Beispiel 2 wird wiederholt, wobei jedoch die 12 g/100   cm3   Glucosemonohydrat und die   0, 3 g/lOO cm3   

 <Desc/Clms Page number 4> 

 Ammoniumnitrat, die in dem Nährmedium zur Erzeugungsfermentation verwendet worden waren, ersetzt werden durch 10   g/100   cm3 Glucosemonohydrat und   0, 24 gj100 cm3 Ammonium-   nitrat. Die folgende Tabelle zeigt die Konzentration an Gibberellin-Säure in dem Medium bei fortschreitender Fermentation. 



   Das Medium zeigte ein C : N-Verhältnis von 42, 9 : 1. 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> 



  Alter <SEP> (Stunden <SEP> nach <SEP> Gibberellin-Säure
<tb> der <SEP> Inokulation) <SEP> (mg/l)
<tb> 49 <SEP> 52
<tb> 74 <SEP> IM <SEP> 
<tb> 98 <SEP> 226
<tb> 122 <SEP> 336
<tb> 145 <SEP> 324
<tb> 167 <SEP> 332
<tb> 
 
Der Inhalt des Fermentationsgefässes wird dann filtriert und das Filtrat (577   1)   zur Entfernung der gebildeten Säure mit Äthylacetat extrahiert ; die Säure wird mittels bekannter Verfahren durch Konzentration und Reinigung durch Kristallisation isoliert. Man erhält auf diese Weise 140, 8 g Gibberellin-Säure als farbloses, kristallines Pulver, F = 233-235 0 C unter Zersetzung. 



   Beispiel 4 : Das Verfahren gemäss Beispiel 2 wird wiederholt, wobei jedoch die 12 g/100 cm3 Glucosemonohydrat und die   0, 3 gjlOO cm3   Ammoniumnitrat in dem Nährmedium, das während der Erzeugungsfermentation verwendet worden war, ersetzt werden durch 12, 6 g/100 cm3 Glucosemonohydrat und 0, 36 g/100 cm3 Ammoniumnitrat. Die folgende Tabelle gibt die Konzentration an gebildeter Säure in dem Medium bei fortschreitender Fermentation   an :  
Das Medium zeigte ein C : N-Verhältnis von 36, 0 : 1. 
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Alter <SEP> (Stunden <SEP> nach <SEP> Gibberellin-Säure
<tb> der <SEP> Inokulation) <SEP> (mg/l) <SEP> 
<tb> 108 <SEP> 30
<tb> 132 <SEP> 80
<tb> 156 <SEP> 158
<tb> 177 <SEP> 246
<tb> 201 <SEP> 298
<tb> 225 <SEP> 370
<tb> 249 <SEP> 390
<tb> 
 
Die Säure kann nach bekannten Verfahren, z. B. nach dem am Ende des Beispiels 2 angegebenen, isoliert werden. 



   Beispiel 5 : Das Verfahren gemäss Beispiel 2 wird wiederholt, wobei jedoch die 12   g/100   cm3 Glucosemonohydrat und die 0, 3 g/100 cm3 Ammoniumnitrat in dem Nährmedium, das zur Erzeugungsfermentation verwendet worden war, ersetzt werden durch 11, 11 g/100 cm3 Glucosemonohydrat und 0, 24 g/100 cm3 Ammonium- nitrat. Die folgende Tabelle zeigt die Konzentration an Gibberellin-Säure in dem Medium bei fortschreitender Fermentation :
Das Medium zeigte ein   C : N-Verhältnis   von   47, 6 :   1. 
 EMI4.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Alter <SEP> (Stunden <SEP> nach <SEP> Gibberellin-Säure
<tb> der <SEP> Inokulation) <SEP> (mg/l)
<tb> 132 <SEP> 66
<tb> 156 <SEP> 100
<tb> 177 <SEP> 158
<tb> 225 <SEP> 270
<tb> 249 <SEP> 292
<tb> 273 <SEP> 320
<tb> 296 <SEP> 368
<tb> 
 
Die Säure kann nach bekannten Verfahren, z. B. nach dem am Ende des Beispiels 2 angegebenen Verfahren, isoliert werden.
Beispiel 6 : Ein Inokulum wird nach dem am Beginn des Beispiels 1 beschriebenen Verfahren für die Wachstumsstufe hergestellt und dann für die Säurebildungsstufe (zweite Ver-   fahrensstufe),   wie unten beschrieben, verwendet. 



   Erzeugungsfermentation. 



   Ein Nährmedium folgender Zusammensetzung wird hergestellt : 
 EMI4.4 
 
<tb> 
<tb> Glucosemonohydrat...... <SEP> 16 <SEP> g/100 <SEP> cm3
<tb> Ammoniumnitrat <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> gjlOO <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Kaliumdiphosphat........ <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Magnesiumsulfatheptahydrat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> gjl00 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Konzentrat <SEP> nicht <SEP> wesentlicher <SEP> Zusätze*)....... <SEP> 0,2 <SEP> cm3/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> 
 
Wasser zum Auffüllen auf 75 1 *) Das Konzentrat ist das gleiche wie in Beispiel 1. 



   Das Medium zeigte ein C : N-Verhältnis von 41, 1 : 1. 



   Das Medium wird sterilisiert, dann abekühlt und mit 2, 5 1 des oben beschriebenen Inokulums 
 EMI4.5 
 Tabelle zeigt die Konzentration an GibberellinSäure in dem Medium bei fortschreitender Fermentation. 
 EMI4.6 
 
<tb> 
<tb> 



  Alter <SEP> (Stunden <SEP> nach <SEP> Gibberellin-Säure
<tb> der <SEP> Inokulation) <SEP> (mg/l)
<tb> 75 <SEP> 10
<tb> 88 <SEP> 42
<tb> 93 <SEP> 60
<tb> 100 <SEP> 88
<tb> 111 <SEP> 107
<tb> 136 <SEP> 198
<tb> 148 <SEP> 206
<tb> 160 <SEP> 253
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
Die gebildete Säure kann nach bekannten Ver- fahren, z. B. nach dem am Ende des Beispiels 2 beschriebenen Verfahren, isoliert werden. 



   Beispiel 7 : Gemäss dem am Beginn des Beispiels 1 beschriebenen Verfahren wird ein Ino- kulum hergestellt und dieses dann für die zweite
Verfahrensstufe, wie unten beschrieben, ver- wendet. 



   Erzeugungsfermentation. 



   Es wird ein Nährmedium folgender Zu- sammensetzung hergestellt : 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Glucosemonohydrat...... <SEP> 20 <SEP> g/lUU <SEP> cm" <SEP> 
<tb> Ammoniumnitrat <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Kaliumdiphosphat........ <SEP> 0,5 <SEP> g/100 <SEP> cm#
<tb> Magnesiumsulfatheptahydrat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> Konzentrat <SEP> nicht <SEP> wesentlicher <SEP> Zusätze*) <SEP> 0, <SEP> 2 <SEP> cm3/100 <SEP> cm3 <SEP> 
<tb> 
 
Wasser zum Auffüllen auf 75 1 *) Das Konzentrat ist das gleiche wie in Beispiel 1. 



   Das Medium zeigte ein C : N-Verhältnis von   51, 4 :   1. 



   Das Medium wird sterilisiert, dann abgekühlt und mit   2, 5 1   des weiter oben beschriebenen Inokulums geimpft. Hierauf wird das Medium gerührt, bei   260 C   gehalten und mit einem Luftstrom von 0,5 Vol.-Luft/Vol.-Knlturmedium/ min belüftet. Die folgende Tabelle zeigt die Konzentration an gebildeter Säure in dem Medium bei fortschreitender Fermentation : 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Alter <SEP> (Stunden <SEP> nach <SEP> Gibberellin-Säure
<tb> der <SEP> Inokulation) <SEP> (mg/l) <SEP> 
<tb> 82 <SEP> 6
<tb> 106 <SEP> 46
<tb> 118 <SEP> 79
<tb> 130 <SEP> 133
<tb> 142 <SEP> 138
<tb> 154 <SEP> 229
<tb> 
 
Die Säure kann nach bekannten Verfahren, z. B. nach dem am Ende des Beispiels 2 beschriebenen Verfahren, isoliert werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von GibberellinSäure durch Züchtung eines aktiven Stammes von Pilzen der Gattung Gibberella fujikuroi in einer durchlüfteten, Kohlehydrat und assimilierbaren Stickstoff enthaltenden Nährlösung, wobei in einer Wachstumsstufe ein    C- und N-Über-   schuss in der Nährlösung und anschliessend in einer Säurebildungsstufe der N-Vorrat schliesslich aufgebraucht und die Säure schliesslich aus der Nährlösung isoliert wird, dadurch gekennzeichnet, dass während der Wachstumsstufe ein C : N-Verhältnis von   10 : 1   bis   25 : 1   und eine N-Konzentration von 0, 017 bis 0,25 g/ 100   cm3 Nährlösung   und in der Säurebildungsstufe ein C :

   N-Verhältnis von über   25 : 1   bis   200 : 1   und eine N-Konzentration von 0, 017 bis 
 EMI5.3 


Claims (1)

  1. kennzeichnet, dass die Stickstoffquelle in der Wachstumstufe in Form von 0, 05 bis 0, 75 g/ 100 cm3 Ammoniumnitrat vorliegt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stickstoffkonzentration im Bereich von 0, 07 bis 0, 17 gj100 cm3 liegt, zweckmässigerweise in Form von 0, 2 bis 0, 5 g/ 100 cm3 Ammoniumnitrat.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenstoff- EMI5.4 bis 55 : 1 gelegen ist.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stickstoffkonzentration innerhalb des Bereiches von 0, 04 bis 0, 17 g/ 100 cm3 liegt, zweckmässigerweise in Form von 0, 11 bis 0, 5 g/100 cm3 Ammoniumnitrat.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenstoffkonzentration innerhalb des Bereiches von 1, 2 bis 9,4 g/100 cm# liegt, zweckmässigerweise in Form von 3, 3 bis 25 g/100 cm3 Glucosemonohydrat.
    8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kohlenstoffquelle in Form von 11, 11 ; 8, 0 ; 12, 6 ; 20 ; 12 ; 10 ; 5, 5 oder 20 g/100 cm3 Glucosemonohydrat und die ent- EMI5.5
AT632258A 1958-09-10 1958-09-10 Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure AT211255B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT632258A AT211255B (de) 1958-09-10 1958-09-10 Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT632258A AT211255B (de) 1958-09-10 1958-09-10 Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT211255B true AT211255B (de) 1960-09-26

Family

ID=3585128

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT632258A AT211255B (de) 1958-09-10 1958-09-10 Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT211255B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT211255B (de) Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure
DE1155413B (de) Verfahren zur biotechnischen Herstellung von Gibberellinsaeure
DE2301079A1 (de) Verfahren zur herstellung von citronensaeure und bzw. oder isocitronensaeure auf mikrobiologischem wege
DE1695318C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Mercaptopurinribosyl-5&#39;-monophosphat
DE1954223C3 (de) Herstellung von eiweissreicher Zellsubstanz
DE2413961C2 (de) Biotechnische Herstellung von Citronensäure
DE1442214A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Glutaminsaeure
DE1570027C3 (de) Verfahren zur fermentativen Herstellung von Flavin-adenin-dinucleotid
AT213813B (de) Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure
DE1029781B (de) Verfahren zur Herstellung organischer Saeuren durch aerobe Gaerung
DE1916813C3 (de) Biotechnisches Verfahren zur Herstellung von Nicotinsäuremononucleotid
AT209839B (de) Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure
DE2202701C3 (de) Verfahren zur biotechnischen Herstellung von Zitronensäure
DE2849393C2 (de) Verfahren zur biotechnischen Herstellung von 2,5-Diketogluconsäure
AT218673B (de) Verfahren zur Herstellung von Rifomycin B
AT216451B (de) Verfahren zur Herstellung von Gibberellin-Säure
DE1517857A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Inosin
DE1642717B1 (de) Verfahren zur Herstellung von L-Prolin
DE1517857C (de) Verfahren zur Herstellung von Inosin
DE2418385A1 (de) Verfahren zur herstellung eines proteinreichen produktes
DE1150347B (de) Verfahren zur Herstellung von Gibberellinsaeure
AT226369B (de) Verfahren zur Herstellung von 7-Chlortetracyclin
DE1795721C2 (de) Verfahren zur fermentativen Herstellung von Orotidylsäure
DE1150348B (de) Verfahren zur Herstellung von Gibberellinsaeure
DE2063570A1 (de) Verfahren zur Herstellung von L Glutaminsäure