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Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von synthetischen Fäden
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herzustellen, deren physikalische Eigenschaften gegenüber den nach den bekannten Verfahren herge- stellten Fäden wesentlich besser sind.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass an mehreren Behandlungsstellen die Behandlungsflüssigkeit gegen die Fadenbündel geführt und die einzelnen Fadenbündel an diesen Stellen örtlich quer zur Strömungsrichtung der Behandlungsflüssigkeiten aufgeschlossen bzw. aufgebreitet werden, und dass die Trocknung unter einer Spannung durchgeführt wird, welche unabhängig von der Spannung gehalten wird, unter welcher die vorhergehende Behandlung durchgeführt wird, u. zw. zweckmässig unter Gleichhaltung der Fadenlänge, worauf gegebenenfalls dieVerzwirnung derFadenbündel mittels an sich bekannter Ringzwirnspindeln erfolgt.
Durch die erfindungsgemässe Führung der Behandlungsflüssigkeit gegen die Fadenbündel und durch die Aufschliessung bzw. Aufbreitung der einzelnen Fadenbündel quer zur Strömungsrichtung der Behandlungsflüssigkeit wird erreicht, dass jeder einzelne Faden eines Fadenbündels in gleicher Weise der Behandlungsflüssigkeit ausgesetzt wird, so dass die an der Aussenseite des Fadenbündels liegenden Einzelfäden in genau der gleichen Weise wie die im Inneren des Fadenbündels liegenden Fäden behandelt werden. Ausserdem wirkt die Aufschliessung bzw. Aufbreitung der einzelnen Fadenbündel im Sinne einer
Beschleunigung. der Einwirkung der Behandlungsflüssigkeit.
Durch die Trocknung eines jeden Fadenbündels unter einer Spannung, welche unabhängig von der Spannung gehalten wird, unter welcher die vorhergehende Behandlung durchgeführt wird, wird ebenfalls eine Vergleichmässigung der Qualität erzielt. Um eine hohe Zugfestigkeit der Fäden zu erreichen, ist die Anordnung einer hohen Spannung beim Trocknen erforderlich. Die Anwendung einer derart hohen Spannung ist aber nur dann möglich, wenn die Regenerierung aller Fäden des Fadenbündels, gleichgültig, ob sie an der Aussenseite des Fadenbündels oder im Inneren liegen, in völlig gleichmässiger Weise gewährleistet ist, und diese gleichmässigere Regenerierung wird eben durch die erfindungsgemässe Aufschliessung bzw. Aufbreitung der Fadenbündel quer zur Strömungsrichtung der Behandlungsflüssigkeit erreicht.
Es wirkt somit die Kombination der beiden Massnahmen der gleichmässigen Regenerierung durch Aufschliessung bzw. Aufbreitung der Fadenbündel quer zur Strö- mungsrichtung der Behandlungsflüssigkeit und der Trocknung unter einer von der Spannung in der vorhergehenden Behandlung unabhängigen Spannung zur Erreichung des Effektes der gleichmässigen und hohen Festigkeit jedes einzelnen Fadens im Fadenbündel zusammen. Diese gleichmässige und hohe Festigkeit der einzelnen Fäden ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn diese Fäden für die Herstellung von Autoreifencord bestimmt sind, da gerade dort eine Ungleichförmigkeit der Festigkeit der Fäden in den einzelnen Fadenbündeln von besonderem Nachteil ist, da ja. für die Festigkeit des gesamten Reifencordgewebes die schwächsten Fäden massgebend sind.
Eine derartige gleichmässige und hohe Festigkeit der einzelnen Fäden ist bei den bekannten Verfahren, beispielsweise'beim Topfspinnverfahren, nicht erreichbar. Bei diesem Topfspinnverfahren werden die einzelnen Kuchen aus den Töpfen den verschiedenen Nachbehandlungen (Waschen, Regenerieren usf.) unterworfen und es ist selbstverständlich, dass bei einer derartigen Behandlung der Fäden in Form von Kuchen die Behandlung der an der Aussenseite des Kuchens liegenden Fäden von der Behandlung der im Inneren des Kuchens liegenden Fäden völlig verschieden ist.
Zweckmässig wird in Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens so vorgegangen, dass die einzelnen Fadenbündel nach der letzten Nassbehandlung voneinander getrennt und jedes für sich der Trocknung unter einer Spannung unterworfen werden, welche höher gehalten wird als die Spannung während der vorhergehenden Behandlung. Es wird somit die Trocknung eines jeden Fadenbündels gesondert durchgeführt und es wird hiebei dadurch, dass'die Trocknung unter einer gegenüber der Spannung während der vorhergehenden Behandlung erhöhten Spannung durchgeführt wird, eine Streckung und damit eine Erhöhung der Festigkeit der Fäden erzielt.. Dies hat Insbesondere für Fäden, welche zur Herstellung von Reifencord bestimmt sind, wesentliche Vorteile.
Für andere Verwendungszwecke wiederum kann auf eine derartige Streckung der einzelnen Fäden verzichtet werden und man erhält dann Fäden mit einer geringeren Festigkeit, aber einer erhöhten Elastizität.
In vorteilhafter Weise wird so vorgegangen, dass die Spannung, unter welcher die Fadenbündel den Ringzwimspindeln zugeführt werden, durch Gleichhaltung der Austrittsgeschwindigkeit der Fadenbündel aus der Trockeneinrichtung geregelt wird. Es wirkt auf diese Weise die Trockeneinrichtung als präzises Zumessorgan für die Zwirnung.
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dieser Weise nass versponnen werden können, sind Acrylnitril und Polyvinylalkohol. Wenn vollsynthetische Materialien hergestellt werden, muss die Reihenfolge der Nachbehandlungsstufen entsprechend den verwendeten Behandlungsflüssigkeiten gegenüber der Herstellung von Viskosefäden modifiziert werden und so den Erfordernissen der herzustellenden Fäden angepasst werden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung gestattet die kontinuierliche, gleichzeitige und gleichförmige Behandlung einer Vielzahl von Fadenbündeln. Die Fadenbündel sind vom Austrittspunkt aus der Spinndüse bis zum Abpacken dauernd sichtbar und zugänglich, wodurch eine schnelle Kontrolle und Korrektur bei der Verspinnung oder der Behandlung eines oder mehrerer der einzelnen Fadenbündel gewährleistet ist.
Desgleichen sind alle Fäden während des gesamten Vorganges denselben Behandlungsbedingungen unterworfen. Die Vorrichtung nach der Erfindung gestattet in einfacher und schneller Weise, eine grosse Anzahl von Fäden gleichzeitig zu Beginn einer Operationsperiode aufzuspannen. Sie ermöglicht ferner, einzelne
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Fadenbündel einzeln zu spannen, ohne die übrigen Fadenbündel zu stören. Die Fäden werden in im wesentlichen geradlinigem Verlauf produziert, behandelt und abgepackt, so dass grosse Raumeinsparungen möglich sind und ausserdem auf die einzelnen Fäden während der Nachbehandlung eine gleichmässige einstellbare Spannung ausgeübt werden kann.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein Schema einer Gesamtanlage, in welcher die erfindungsgemässe Vorrichtung verwendet wird. Fig. 2 ist eine vergrösserte Ansicht des Spinndecks der Vorrichtung und zeigt den Weg eines Fadenbündels vom Austritt aus der Spinndüse bis zur Aufnahme in die Fadenbündelschar. Fig. 3 ist eine vergrösserte perspektivische Detailansicht eines Trenn- und FUhrungskammteils, welcher auf dem Spinn-und dem Trockendeck angeordnet ist, Fig. 4a stellt eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, dar, die die oberen Walzen (Godets) und einen Teil des Spinndecks zeigt, wodurch das Entstehen der in einer Ebene liegenden Fadenbündelschar veranschaulicht werden soll, Fig. 4b ist eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, auf das Ende des Spinndecks der Vorrichtung von Fig.
4a, worin gezeigt wird, wie die beiden letzten, von den entsprechenden Spinneinrichtungen kommenden Fadenbündel mit der Fadenbündelschar auf dem Spinndeck vereinigt werden. In ihr ist weiterhin die Hilfssammelwalze, welche während des Anspinnens der Vorrichtung benutzt, wird, und der Fadenführungs- und Trennkamm dargestellt, der im Abstand zu dem Regenerierungstrog angeordnet ist. Fig. 4c stellt eine Draufsicht auf einen Teil des bedeckten Regenerierungstroges dar, der im Weg der Fadenbündelschar nach dem Spinndeck von Fig. 4b angeordnet ist.
Fig. 4d ist eine Draufsicht auf das Ende des Säureregenerierungstroges von Fig. 4c, auf das erste Paar der Spannrollen, auf die Aufnahmewalze für die abgerissenen Fäden und den Vorderteil des offenen Flüssigkeitsnachbehandlungstroges, der in derselben Richtung angeordnet ist. Fig. 4e stellt eine Draufsicht des hinteren Teils des Nachbehandlungstroges dar, der teilweise in Fig. 4d gezeigt ist. Fig. 4f ist eine Draufsicht auf den Schlichtmitteltrog, der in einer Linie mit dem Waschtrog der Fig. 4d und 4e liegt, das zweite Paar von Spannrollen und die zweite Hilfssammelwalze, die beim Aufspannen der Fäden verwendet wird. Fig. 4g stellt eine Draufsicht auf den Vorderteil des Trocken- und Packdeckes der Vorrichtung dar, wobei die Überdachung weggelassen ist, so dass der Weg der Fadenbündel quer über das Trockendeck sichtbar ist.
Fig. 4h ist eine Draufsicht auf das Ende des Trocken- und Packdecks der Vor-
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ansicht des Schlichtmitteltroges, der zweiten Spannrollen und der Hilfssammelwalze von Fig. 4f. Fig. 5g stellt eine Seitenansicht von Fig. 4g dar. Fig. 5h ist eine Seitenansicht von Fig. 4h. Fig. 6 stellt eine vergrösserte Draufsicht auf einen Teil des Nachbehandlungstroges von Fig. 4d bzw. Fig. 4e dar und veranschaulicht die Anordnung der Dämme, Trògstangen, Trennkämme und die Wirbelbewegung der Behandlungsflüssigkeit. Fig. 6a ist eine vergrösserte Draufsicht auf einen Teil des Troges von Fig. 6 mit der bandähnlichen Verbreiterung, die die Fadenbündel beim Durchgang durch den Waschtrog zeigen.
Fig. 7
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des Trocken-und Zwimdecks, vom Eintrittsende der Fadenbündelschar gesehen, und zeigt ein Trockenwalzenpaar und eine Packspule. Fig. 8a ist eine Vorderansicht des Trocken- und Zwirndecks, das die Anordnung der Schutzvorrichtungen und. den Weg der Fadenbündel von dem Trocken- und Zwirndeck zu den Spulen veranschaulicht. Fig. 9 zeigt eine Seitenansicht der normalerweise im Anschluss an die Spulen angeordneten Hilfssammelwalze zur Fadenaufnahme, wenn die Spulen abgelegt oder aufgefädelt werden.
In Fig. 10a ist schematisch ein Teil der Antriebseinrichtung für die verschiedenen Antriebsorgane der Vorrichtung dargestellt. Fig. lOb stellt eine Fortsetzung von Fig. 10a dar, und in Fig. 11 ist schematisch die Antriebseinrichtung für die Spulen und den Verpackungsmechanismus dargestellt.
In Fig. l ist eine vollständige Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefäden auf Viskosebasis entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in Form eines Arbeitsschemas dargestellt.
Spinnbad 1, Heisswasser 2 und Viskose 3 werden aus geeignet gelagerten Behältern, wie der Zeichnung zu entnehmen ist, dem Teil 30 der Vorrichtung zugeführt, in dem der Spinnvorgang stattfindet. Die frisch gebildeten Fadenbündel werden in Form einer in einer Ebene verlaufenden Fadenbündelschar durch den Regenerierungstrog 52, der mit Dampf 4 und heissem, säurehaMgem Wasser 5 versorgt wird, geführt und im Anschluss daran durch. den Waschtrog 68 und über die erste Vakuumputzeinrichtung 84, durch den Schlichtmitteltrog 92 und über die zweite Vakuumputzeinrichtung 104 geleitet, um überschüssiges Schlichtmittel 6 zu entfernen.
Die gewaschenen und mit Schlichtmittel versehenen Fadenbündel werden dann der Trocken- und Zwirneinrichtung 112 zugeleitet, wo die Fadenbündel einzeln unter kontrollierter
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Spannung getrocknet und für den Versand abgepackt werden. An Hilfseinrichtungen sind noch eine Heiss- wasserzuführung 7, heizbare Vorratsbehälter 8, 8' für die einzelnen im Verfahren verwendeten Lösungen, aus Pumpen 9 und Puffergefässen 10 bestehende Vakuumeinrichtungen sowie ein Mischer 11 für die Schlichtlauge 6 vorgesehen.
Wie weiter oben angedeutet wurde, ist die erfindungsgemässe Vorrichtung für das Nassspinnverfahren geeignet. In der Folge werden die Vorrichtung sowie Verfahren in Verbindung mit dem Verspinnen von
Viskose beschrieben. Wie Fig. 2 zu entnehmen ist, ist die Ausbildung des Teiles der Spinnvorrichtung, aus dem der Faden austritt und weggeführt wird, mehr oder minder beim Viskoseverspinnen üblich ; um jedoch die neuen Erkenntnisse, die der Erfindung zugrunde liegen, klarer zum Ausdruck zu bringen, soll eine einzelne Spinneinrichtung, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist, im Detail beschrieben werden unter der Vor- aussetzung, dass die übrigen Spinneinrichtungen mit dieser identisch sind.
Es ist eine Filterkerze 14 vorgesehen, durch welche die genau vorbereitete Viskoselösung zum letzten
Male vor ihrem Austritt filtriert wird. Durch ein gebogenes, langgestrecktes Austrittsrohr 16 wird die
Viskose von der Filterkerze in den Behälter 18 geführt, der normalerweise teilweise mit einer zirku- lierenden Koagulationslösung gefüllt ist, die sich bei dem hier beschriebenen Verfahren aus Schwefel- säure, Natriumsulfat und Zinksulfat zusammensetzt. In dem Spinnbad können gewünschtenfalls noch weitere übliche Zusätze vorhanden sein.
Das Austrittsrohr 16 ist an seinem freien Ende mit der üblichen senkrechten Spinndüse 20 für Viskose versehen, durch welche die Viskose in Form von Einzelfäden austritt, deren Durchmesser von der Menge der austretenden Viskose abhängt. Die aus den einzelnen Öffnungen jeder Spinndüse austretenden Einzel- fäden bilden Fadenbündel. Durch Rollen (Godets) 22 werden die frisch gebildeten Fadenbündel aus dem
Spinnbad 18 zunächst in das Heisswasserbad des Behälters 24 und dann um Streckrollen 26 und Putz- führungen 27 geleitet, wobei die frisch gebildeten Fadenbündel zwischen den beiden Stufen gestreckt werden. Dieser Teil der Spinnvorrichtung ist im wesentlichen schon mehr oder weniger in der Kunstseiden- technik für die Herstellung sehr fester Fäden üblich.
Nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält jede Vorrichtung achtundvierzig solcher Spinneinrichtungen nebeneinander, wobei zwei solcher Einheiten vorzugsweise mit ihren Rückseiten aneinandergestellt sind.
Die Rollen 22 und 26 sind auf dem nach vom geneigten Teil 28 des Spinnteils der Vorrichtung befestigt und werden von einem hinter dem Wandteil 28 angeordneten Antriebsmechanismus angetrieben (Fig. 10a). Infolge der Neigung des Teiles 28 können die Rollen 22 und 26 so angeordnet werden, dass sie leicht zugänglich sind, ohne dass befürchtet werden muss, die zu behandelnden Fadenbündel dabei zu verwirren. Der Teil 28 ist mit dem geneigten Spinndeck 30 verbunden, über welches die Fadenbündel nach der letzten Rolle 26 in der weiter unten beschriebenen Weise geführt werden.
Das Spinndeck und die weiter unten beschriebenen Behandlungseinrichtungen haben eine Überdachung 32 und sind mit einer Reihe von Absaugrohren 34 ausgestattet (eines ist in Fig. 2 dargestellt), um die schädlichen Gase und Dämpfe, die während der Regenerierung entwickelt werden, zu entfernen. Die Absaugrohre 34 münden in einen Exhaustor 36 ein, der sich über die gesamte Länge des Spinnteiles der Vorrichtung erstreckt.
Das Spinndeck 30 ist mit einer Reihe von Trenn- und Führungskämmen 38 ausgestattet, von denen ein Paar teilweise in Fig. 3 in Vergrösserung gezeigt ist. Diese mit hakenförmigen Zähnen versehenen Kämme sind auf dem Spinndeck, u. zw. von der ersten Spinneinrichtung ausgehend in gegen das Ende des Spinndecks immer grösser werdenden Abständen, angeordnet. Aus Fig. 3 wird ersichtlich, dass die Kämme 38 paarweise und aneinandergrenzend so angeordnet sind, dass die Haken einander zugewendet sind und so selbst eine unwesentliche Verschiebung der Fadenbündel aus den Kämmen heraus praktisch unmöglich wird, wenn die Fadenbündel sich einmal in richtiger Lage befinden. Die Kammpaaresind an einem Winkelstück 39 mittels Schrauben 41 befestigt, wobei Schenkel des Winkelstückes auf dem Spinndeck aufgeschweisst sind.
Die Kämme sind auf dem Spinndeck in solchen Abständen angebracht. dass eine genügende Führung und Unterstützung der Fadenbündel gewährleistet ist.
Aus den Fig. 4a und 5a geht hervor, wie die frisch gebildeten Fadenbündel, nachdem sie nach ihrer Bildung gestreckt, mit heissem Wasser behandelt und wiederum gestreckt wurden, von den oberen Rollen 26 durch Y-förmige Fadenführungen 40, die auf dem oberen Ende des Teiles 28 verstellbar befestigt sind, und durch die Kämme 38 geleitet werden, wobei jedes Fadenbündel an einer ganz bestimmten Lücke denKamm passiert. Das Fadenbündel wird nacheinander an der vorbestimmten Lücke durch dieKämme38 geleitet, bis eine in einer Ebene liegende Fadenbündelschar von achtundvierzig Fadenbündeln gebildet worden ist.
Es ist durchaus möglich, die Ausmasse der Vorrichtung so zu wählen, dass eine grössere oder
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geringere Anzahl von Fadenbündeln untergebracht werden kann ; in der Praxis hat sich jedoch die Zahl von achtundvierzig Fäden als sehr günstig erwiesen.
Die beiden letzten Kammpaare 38. die auf dem Spinndeck befestigt sind (Fig. 4b und 5b). weisen, soweit es der zur Verfügung stehende Raum zulässt, eine möglichst grosse Teilung auf, da sonst die achtundvierzig Fadenenden nicht die nötige Führung haben und nicht voneinander getrennt gehalten werden können. An dem unteren Ende des Spinndecks 30 ist eine schmale Rinne 51 vorgesehen, um über- schüssige Spinnbadlösung, die von den frisch geformten Fadenbündeln bei der Überquerung des Spinndecks abtropft, aufzunehmen und fortzuführen. Die ebene Fadenschar 50 wird vom Spinadeck abwärts und durch das Abtropfbecken 42 geführt, das die restliche von den Fadenbündeln abtropfende Regenerierbadflüssigkeit auffängt.
Das Abtropfbecken 42 erstreckt sich unterhalb der Fadenschar 50 zwischen dem Spinndeck und dem Regenerierungstrog, der weiter unten beschrieben wird, und ist mit einem Abfluss 43 zum Ableiten der Tropfflüssigkeit versehen. Der untere flache Teil des Beckens 42 ist an einem Ende an dem Rahmen 45 befestigt, der ausserdem als Halterung für die Hilfssammelwalze 25 dient, die sich unterhalb der Fadenbündelschar 50 erstreckt. Die Walze 25 wird während des Anspinnens der Vorrichtung in Betrieb genommen, um die Fadenbündel wie ein Seil während der Zeit aufzuwickeln, in welcher die Fadenbündel auf dem Spinndeck neu angeordnet werden. Die Walze 25 wird mit einem Druckluftmotor (nicht gezeigt) gesondert angetrieben.
Auf der oberen Ecke des Rahmens 45 befindet sich eine Seilführung 29, mit deren Hilfe die Fadenbündel in den weiter unten beschriebenen Behandlungströgen in die richtige Lage gebracht werden sollen.
Weiterhin ist ein Trennkamm 31 mit geraden Zähnen für die Fadenbündel oben am Rahmen 45 befestigt. Er nimmt die ganze Breite der Fadenbündelschar 50 ein und dient als Sicherung dafür, dass die einzelnen Fadenbündel auf dem Wege zwischen dem Spinndeck und dem Regenerierungstrog nicht miteinander in Berührung kommen und die Abstände zwischen den Fadenbündeln vor dem Eintritt in den Regenerierungstrog gewahrt bleiben. Angrenzend an den Kamm 31 und parallel zu ihm ist das runde Führungsorgan 33 befestigt, unter welchem die Fadenschar hindurchgeht, kurz bevor sie in den Regenerierungstrog eintritt. Die Führung 33 ist so angeordnet, dass durch sie die Fadenbündelschar auf gleicher Höhe und in Berührung mit dem Flüssigkeitsspiegel der hereinströmenden heissen Säure in den Regenerierungstrog eintritt, welcher anschliessend beschrieben wird.
Die Fig. 4c und 5c zeigen, wie die ebene Fadenbündelschar einer ersten Nachbehandlung unterworfen wird, wobei die Fadenbündel mit einem heissen sauren Regenerierungsbad in Berührung gebracht werden, um die frisch gebildeten Einzelfäden vollständig zu regenerieren. Zu diesem Zweck wird ein bedeckter, geneigter, flacher Trog 52 mit seiner Längsachse in der Bewegungsrichtung der Fadenbündelschar 50 angeordnet. Der Trog 52 ist von der Eintrittsstelle der Fadenbündelschar 50 gegen ihren Austrittspunkt leicht geneigt, wobei mit Einstellschrauben die Neigung des Troges, wie bei 54 und 56 angezeigt ist, geändert werden kann. Der Trog 52 wird von Stützen 55 und 57 mit den Einstellbolzen 54 und 56 getragen, die auf Winkeln 59 und 61 befestigt sind.
Der Trog 52 ist von einer Mittelteilung 71, die sich über die volle Troglänge erstreckt, in zwei parallele Abschnitte unterteilt. Beide Abschnitte sind so breit, dass eine Serie von Trennkärnmen 58 darin untergebracht werden und je ein Abschnitt eine Hälfte der ebenen Fadenbündelschar aufnehmen kann. Die Trennkämme 58 weisen im Gegensatz zu den Kämmen 38 keine hakenförmigen Zähne auf und sind einzeln und in Abständen mittels Führungen 53', die in den Seitenwandungen des Troges befestigt sind, über den Trog verteilt.
Der Trog ist verhältnismässig flach und weist ausser den Kämmen 58 eine Reihe von Wällen oder Dämmen 60 auf, die in Abständen voneinander angeordnet sind und durch welche bis zu einem gewissen Grade der Fluss der heissen, sauren Behandlungsflüssigkeit periodisch unterbrochen und in eine Wirbelbildung versetzt wird, damit sie in stärkerem Masse mit den einzelnen Fäden der Fadenbündelschar in Berührung kommt.
Die Fadenbündelschar 50 wird quer über die Dämme 60 und durch die Kämme 58 geführt. Die Dämme 60 sind quer zum Trog 52 angeordnet und werden durch Nuten 60'in den Seitenwandungen 53 gehalten. Die Dämme des Troges 52 sind rechteckige Organe, die nicht auf dem Boden des Troges, sondern an der Oberfläche der Flüssigkeit Im Trog 52 angeordnet sind, wobei ihre Tiefe von der Länge der Nuten 60'abhängt. Die Dämme 60 rufen in der Behandlungsflüssigkeit eine Wirbelbewegung hervor, haben aber ausserdem noch die Funktion, die Fadenbündelschar 50 an der Oberfläche der Behandlungflüssigkeit zu halten.
Das heisse Säureregeneriemngsbad wird durch das Einlassrohr 62 an dem höheren Ende in den Trog 52 eingespeist und fliesst dort infolge der Schwere im Gegenstrom zu der Bewegungsrichtung der Faden- bündelschar 50 den Trog hinunter und tritt durch den Auslass 64 im niedrigeren Ende des Troges aus.
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In der Praxis wird als heisse verdünnte Säure für das saure Regenerierungsbad im Trog 52 die aus dem weiter unten beschriebenen Waschtrog austretende Flüssigkeit benutzt. Der Trog 52 ist mit einer Reihe von Scharnierdeckeln 66 bedeckt, damit die heissen Säuredämpfe nicht in den Raum gelangen und die erhöhte Badtemperatur nicht so schnell abfällt.
Die Temperatur der heissen verdünnten Behandlungssäure in dem Trog 52 wird mittels der sich ent- lang des Trogbodens erstreckenden Dampfschlange 63 aufrechterhalten. Durch Auslassöffnungen 65 in einer der Seitenwandungen des Troges werden die Gase und Dämpfe, die sich unter den Deckeln des
Troges 52 ansammeln, abgelassen. Auf beiden Seiten des tieferen Trogendes sind Abflüsse 67 und 67' vorgesehen, damit der Trog nötigenfalls vollkommen entleert werden kann. Die Neigung des Troges 52 ist sehr gering, so dass die durch das Rohr 62 eingespeiste Flüssigkeit die Tendenz hat, über die End- scheidewand 62'hinüber in den Bereich 71 zu fliessen, der durch das Abflussrohr 64'entleert wird. Aus dem Trog 52 werden die feuchten, völlig regenerierten Fadenbündel über das erste Spannrollenpaar ge- führt.
Die Spannrollen 44 und 46 sind auf dem Träger 47 befestigt, von dem sie sich nach aussen quer über den Weg der Fadenbündelschar 50 erstrecken. Die Rollen 44 und 46 haben eine glatte Oberfläche ; wenn jedoch die Fadenbündel gemäss Fig. 5d um sie herum aufgezogen werden, wird ein Gleiten der Fadenbündel im wesentlichen verhindert. Die Rollen 44 und 46 werden von einer gemeinsamen Welle, die sich längs der ganzen Vorrichtung erstreckt, angetrieben (vgl. Fig. l0a).
Von besonderer Bedeutung für die Leistungsfähigkeit der Vorrichtung gemäss der Erfindung ist die Sammelwalze 48 für die abgerissenen Fadenbündel, die mit einer etwas grösseren Geschwindigkeit als die obere Spannrolle 44 mit Hilfe eines Treibriemens 49, der beide miteinander verbindet, angetrieben wird.
Die Walze 48 ist unterhalb der sich bewegenden Fadenbündelschar 50 angeordnet, die sie normalerweise nicht berührt. Die Oberfläche der Walze 48 hat zwar eine glatte Form, ist aber aus einem Material mit verhältnismässig hohem Reibungskoeffizienten hergestellt. Fadenbündel der Fadenbündelschar 50, welche an irgendeinem Punkt jenseits der Walze 48 abreissen und Infolgedessen keine Spannung mehr haben, fallen aus der Ebene der Fadenbündelschar 50 auf die Oberfläche der Walze 48, die konstant in der Bewegungsrichtung der Fadenbündelschar 50 rotiert.
Die Reibung der abgerissenen und feuchten Fadenbündel auf der Walze 48 ist gross genug, dass diese Fadenbündel von der Walze aufgenommen und im wesentlichen mit derselben Geschwindigkeit wie die Fadenbündelschal 50 vorwärtsbewegt werden und somit die normale Produktion und Behandlung der gerissenen Fadenbündel bis zu der Walze 48 ermöglicht wird.
Dies ist insofern von grosser Bedeutung, als die abgerissenen Fadenbündel gewöhnlich die Tendenz haben, sich um die Spannrollen 44 und 46 aufzuwickeln, was mit grosser Wahrscheinlichkeit zu einer völligen Unterbrechung des normalen Herstellungsvorganges und der Bewegung der übrigen Fadenenden bis zu diesem Punkt führt. In Tropfpfannen 45'und 47'wird die überschüssige heisse Säure, die von den Fäden durch die Spannrollen 44 und 46 entfernt wird, aufgefangen.
Geradlinig und in Entfernung von den Rollen 44 und 46 ist ein zweites Spannrollenpaar 44'und 46' angeordnet (vgl. Fig. 4f und 5f), mittels welcher die Fadenbündelschar 50 durch die weiter unten beschriebene Waschzone hindurchgeleitet und die Spannung dieser Schar zwischen den beiden Rollenpaaren geregelt wird. Die Spannrollen 44'und 46'sind identisch mit den Rollen 44 und 46 und werden von derselben Welle angetrieben, so dass es möglich ist, in vorher zu bestimmender Weise die Spannung auf die sich bewegende Fadenbündelschar zu erhöhen oder zu erniedrigen, wenn sie die verschiedenen Behandlungszonen der Vorrichtung passiert. Der flache Trog 68 ist so geneigt, dass er in der Richtung entgegen der Bewegungsrichtung der Fadenbündelschar 50 abfällt.
Er ist noch flacher als der Trog 52, wobei die Seitenwandungen 69 etwas höher als der Flüssigkeitsspiegel sind, um so ein Überfliessen zu verhindern.
Wie der Regenerierungstrog 52 ist auch der Trog 68 durch eine Mitteltellung 77 in zwei Abschnitte unterteilt, wobei beide Abschnitte genügend breit sind, dass sie je vierundzwanzig Fadenbündel aufnehmen können. Die Wälle, Trogstangen und Führungskämme, die weiter unten beschrieben werden, sind gleichermassen unterteilt. Damit die einzelnen Fadenbündel der Fadenbündelschar 50 genau geführt und voneinander getrennt werden, ist eine Reihe von Querkämmen 70, wie sie in dem Säureregenerierungstrog verwendet sind, angeordnet. Das Wasser oder eine andere geeignete Behandlungsflüssigkeit wird durch Einlässe 72 zugeführt und an dem oberen Ende des geneigten Troges 68 unterhalb der durchlöcherten Platten 73, die einen V-förmigen Trog in dem Boden des Troges 68 bilden, abgelassen.
Von dort fliesst die Flüssigkeit infolge der Schwerkraftwirkung den Trog hinab und in den gebogenen Teil 74 am unteren Ende des Troges, wo sie mit Trichtern 75 aufgefangen und durch Auslässe 75'abgelassen wird. Die durchlöcherten Platten 73 haben die Funktion, das Wasser gut zu verteilen, wenn es in den Trog eingeführt wird.
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grenzenden Regenerierungstrog 52 in einer Linie. Wie der Trog 52 ist auch der Waschtrog 68, dessen tieferes Ende an den Trog 52 angrenzt, geneigt, um eine Strömung der Behandlungsflüssigkeit auf Grund der Schwere zu erzeugen. Die Strömung der Behandlungsflüssigkeit mit ihren Wirbelbildungen bei dem Durchfluss durch den Trog 68 nach dem Ende 74 mit dem Abfluss ist im einzelnen in den Fig. 6 und 7 dargestellt.
Die Fadenbündelschar 50 kommt beim Eintritt in den Trog 68 zunächst mit stark verunreinigter, sauer reagierender Behandlungsflüssigkeit in Berührung, da die Flüssigkeit in den Trog durch Elnlassrohre 72 eingespeist wird und in ständiger Berührung mit den Fadenbündeln den, Trog 68 hinabfliesst. Da sich diefadenbtindelschar 50 den geneigten Trog 68 hinaufbewegt, kommen diefadenbündel anschliessend
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mit immer sauberer werdender Behandlungsflüssigkeit in Berührung, so dass sie im oberen Trogende von der sauberen Flüssigkeit, die hier eingespeist wird, umspült werden und man so eine wirksame Reinigung der Fäden von allen anhaftenden unerwünschten Chemikalien erzielt.
Von dem oberen Ende 82 des Troges 68 wird dieFadenbündelschar durch die Vakuumputzeinrichtung 84 (Fig. 4f und 5f), die quer zur Bewegungsrichtung der Fadenbündelschar und in Richtung des oberen Endes des Troges 68 angeordnet ist, geführt. Die Vakuumputzeinrichtung 84 besteht aus einem Rohr von geeig- netem Durchmesser, das an beiden Enden 89 und 89'mit einer Vakuumquelle verbunden ist. Das Vakuum- rohr 84 ist vorzugsweise aus nicht rostendem Stahl oder anderem korrosionsbeständigem Material her- gestellt und an seiner Oberfläche mit einer Reihe von Nuten 86 mit glatten Oberflächen versehen, die durch kleine Löcher mit dem Rohrinnern verbunden sind, wobei für jedes Fadenbündel eine Nut vorge- sehen ist.
An das Rohr 84 wird ein genügend grosses Vakuum angelegt, damit die gesamte überschüssige
Behandlungsflüssigkeit, die noch von dem Durchgang durch den Trog 68 an den Fäden haftet, entfernt wird. Das Vakuum an den Putzeinrichtungen kann durch Manometer, die so angeordnet sind, dass sie leicht abgelesen werden können, reduziert werden.
Wie die Fig. 4f und 5f zeigen, befindet sich die Vakuumputzeinrichtung 84 an dem einen Ende des
Schlichtmitteltroges 92. Dieser Trog 92 ist pfannenförmig, etwas tiefer als der Trog 68 und hat eine leichte Neigung, um einen langsamen Fluss der Schlichtmittellösung zu erzeugen. Er wird von vier
Stützen 90 getragen. Mittels des Einlassrohres 94 und des Ablassrohres 95 wird in dem Trog 92 ein kon- stantes Niveau an Schlichtmittel aufrechterhalten, wobei die Lösung anschliessend wieder aufkonzentriert und in einem Kreisverfahren zurückgeführt wird, wie in Fig. l im Diagramm dargestellt ist. Der Fluss der
Schlichtmittellösung zu dem Trog kann mittels eines Schauglases beobachtet und geregelt werden.
Quer zu dem Schlichtmitteltrog 92, u. zw. nahezu in dessen Mitte, ist ein Trenn- und Führungs- kamm 96 angeordnet, der in zwei Teile unterteilt ist und eine solche Anzahl gerader Zähne 98 aufweist, dass für jeden Faden eine Lücke zwischen zwei Zähnen 98 vorhanden ist, somit vierundzwanzig Fäden auf jeder Seite durchgeführt werden können. Der Trennkamm 96 ist auf dem Boden des Troges 92 in geeigneter Weise befestigt, beispielsweise angeschweisst. Um eine vollständige Durchdringung der Fadenbündel mit der Schlichtmittellösung zu erreichen, ist vor dem Trennkamm 96 ein Paar klappbarer Druckorgane 99 und 100 vorgesehen. Um das Aufspannen der Fadenbündelschar durch das Schlichtmittelbad zu erleichtern, sind die Druckorgane 99 und 100 in 102 bzw. 103 mit Angeln versehen, damit sie währenddessen hochgehoben werden können.
Durch eine geeignete Verriegelungsvorrichtung (nicht gezeigt) können die Druckorgane99 und 100 in ihrer Stellung über der sich bewegendenFadenbündelschar gehalten werden, wodurch gewährleistet wird, dass sie in der in Fig. 5f angegebenen Weise vollkommen in der Flüssigkeit verbleibt und die Fadenbündel bandartig verbreitert werden, wenn sie unter den Organen 99 und 100 hindurchgehen.
Die an den Fäden anhaftende überschüssige Schlichtmittellösung wird durch eine zweite Vakuumputzeinrichtung 104, die mit der Putzeinrichtung 84 identisch ist und sich an dem andern Ende des Schlichtmitteltroges 92 befindet, entfernt. Die Konstruktion und Anordnung der Putzeinrichtung 104 ist dieselbe wie bei der Einrichtung 84. Auch die Putzeinrichtung 104 ist an beiden Enden über Rohre 106 und 106'mit einer Vakuumquelle verbunden. Die durch die Einrichtung 84 entfernte Waschflüssigkeit wird von dem Vakuumbehälter als Abfallflüssigkeit abgeführt und nebst dem überschüssigen Schichtmittel, das durch die Putzeinrichtung 104 entfernt wird, in den Vorratsbehälter für die Schlichtmittellösung geführt.
Wie schon erwähnt wurde, ist die erfindungsgemässe Vorrichtung so ausgebildet, dass achtundvierzig Fadenbündel gleichzeitig hergestellt und behandelt werden können, und es kann an diese Vorrichtung eine ähnliche Vorrichtung zur Herstellung und Behandlung einer ähnlichen Anzahl von Fadenbündeln angrenzen. Wie der Beschreibung zu entnehmen ist, wird die Fadenbündelschar bei ihrem Durchgang durch den Regenerierungstrog 52, den Waschtrog 68 und den Schlichtmitteltrog 92 in zwei Hälften zu je vierundzwanzig Fadenbündel unterteilt, um die Behandlung mit den verschiedenen Kämmen, Druckstangen, Wällen und Vakuumputzeinrichtungen zu erleichtern, welche gewünschtenfalls zur Erleichterung dieser Unterteilung auch in zwei Teilen angeordnet werden können. Durch diese Anordnung der Fadenbündelschar soll in erster Linie das Anspinnen erleichtert werden.
Diese Anordnung ist jedoch nicht unbedingt notwendig.
Nach der letzten Vakuumputzeinrichtung 104 wird die Fadenbündelschar 50 um ein zweites Paar Spannrollen 44'und 46', wie schon beschrieben, geführt. Die Rollen 44'und 46'sind auf dem Träger 107 befestigt, von dem sie sich nach aussen erstrecken, und werden von derselben Welle wie die Rollen 44 und 46 angetrieben. Bei Änderung der Übersetzung, die in den Fig. 10a und lOb dargestellt ist, können
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die beiden Rollensätze mit verschiedener Geschwindigkeit angetrieben werden. Mit der Hilfssammel- walze 108 soll die Fadenbündelschar vollkommen zu den Spannrollen 44'und 46'gespannt werden. Die
Hilfssammelwalze 108 wird gesondert mit einem Druckluftmotor (nicht gezeigt) angetrieben.
Sie führt die Fadenbündelschar in gleicher Weise wie die Hilfswalze 25 in eine Seilform über, bevor sie um die
Rollen 44'und 46'geführt wird.
Von der oberen Spannrolle 44'wird die Fadenbündelschar 50 dem Trocken- und Spuldeck 110 der
Vorrichtung 112 (Fig. 4g, 5g und 8) zugeführt. Auf dem Trockendeck 110 sind eine Reihe von Trenn- und
Führungskammpaaren 114 angeordnet, die denen gleichen, die im Zusammenhang mit dem Spinndeck 30 beschrieben worden sind, wobei deren wirksame Breite nicht wie auf dem Spinndeck grösser, sondern vom
Anfang 115 dieses Teiles der Vorrichtung nach dem Ende 116 hin kleiner wird. Für jedes der achtund- vierzig Fadenbündel der Fadenbündelschar 50 ist ein Paar Rotationstrommeln oder-Zylinder 118 und 120 vorgesehen, die auch als Zugzylinder für die Fadenbündel dienen.
Die Trommeln 118 und 120 sind auf der Oberfläche 122 des Trocken- und Spulteiles der Vorrichtung drehbar befestigt. Die Trommeln 118 können mit Dampf analog der in der USA-Patentschrift Nr. 16, 905 oder elektrisch analog der in denUSA-Patentschriften Nr. 2, 244, 689 und 2, 416, 533 beschriebenen Weise erhitzt werden. In vorteilhafter Weise werden die Trommeln mit Dampf geheizt, u. zw. wird der Dampf dem Innern der Hohltrommel 118 zugeleitet. Die Ableitung des Kondensats ist nicht dargestellt. Die Rotationsachsen der Trommeln 118 und 120 sind leicht gegeneinander geneigt, um die darum geführten Fadenbündel in axialer Richtung zu befördern.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform werden die Trommeln 118 und 120 an ihren freien Enden von festen Stäben 124 gestützt, um ein Verziehen der Trommeln unter der Spannung der trocknenden Fadenbündel und auch auf Grund der durch Temperaturschwankungen bedingten Ausdehnung und Kontraktion zu verhindern. Die Verwendung solcher Stäbe hat sich als sehr zweckmässig erwiesen.
Das Trocken- und Spuldeck 110 ist gegen die senkrechte Stützwand 122 geneigt. Infolgedessen kann man an jedes Fadenbündel der Fadenbündelschar leicht herankommen, ausserdem kann die überschüssige Schlichtmitte1lösung. die von der Vakuumputzeinrichtung 104 zurückbleibt, ablaufen und in einer kleinen Rinne 119 längs der unteren Kante des Decks 110 aufgefangen werden.
Zur Entfernung der Dämpfe und Gase, die während des Trocknens entweichen, ist eine Überdachung 126 vorgesehen, die das Trockendeck überragt und im wesentlichen die Trommeln 118 und 120 überdeckt. Durch eine Reihe'von Abzugsrohren 128, die durch die Überdachung 126 hindurchgehen, werden die Gase und Dämpfe in den Exhaustor 130 abgeleitet.
Wie weiter oben beschrieben, ist für jedes Fadenbündel 50'der Fadenbündelschar 50 ein Trommelpaar 118 und 120 vorgesehen. Wenn die Fadenbündelschar 50 das Trockendeck 110 überquert, werden die Fäden einzeln und nacheinander aus der sich bewegenden Schar heraus und über ausgekehlte, drehbare Fadenführungsorgane 132 etwa im rechten Winkel zu dem Weg, den die restliche Schar nimmt, geführt.
Von den Fadenführungen 132 werden die einzelnen Fadenbündel 50'mehrere Male um die Trommeln 118 und 120 geführt, wobei die Zahl der Windungen bis zu einem gewissen Grade von dem Garn-oder Fadentyp, der hergestellt wird, abhängt. Die Fadenbündel werden von dem inneren nach dem äusseren Ende um die Trommeln 118 und 120 geführt und aus der letzten Windung um die unteren Trommeln 120 senkrecht aufwärts und um einzelne ausgekehlte, drehbare Fadenführungsrollen 134 geführt, die an der Überdachung befestigt sind.
Von den Fadenführungen 134 werden die Fadenbündel im wesentlichen in der Mitte zwischen den Trommelpaaren 118 und 120, so dass sie mit diesen nicht in Berührung kommen, und durch Fadenführungen 138 geführt, die verstellbar auf gefederten Armen 139 befestigt sind, welche ihrerseits auf der horizontalen Achse 141 angeordnet sind, die unterhalb der Trockentrommel entlang läuft und sich längs der Trockeneinrichtung der Vorrichtung erstreckt. Die Achse 141 wird von senkrechten Stangen 143 gehalten, die synchron mit der Bewegung der Zwirnringe 142 durch die Zylinder 145 hin und her bewegt werden (Fig. 8, 8a und 11).
- Einen sehr wichtigen Punkt der Erfindung stellt die Verwendung der Trommeln 118 und 120 als Kontrollorgane für die Spannung der Fadenbündel dar, die den unterhalb der Trommeln befindlichen Zwirnen zugeleitet werden. Diese Trommeln 118 und 120 machen die Verwendung einer zusätzlichen Gamzuführungs-und Kontrolleinrichtung für die Fadenbündelspannung für die Zuführung zu den Spulen 140 überflüssig..
Dem obigen ist zu entnehmen, dass die Fadenbündel gleichzeitig und gleichmässig während ihres.
Durchganges durch die verschiedenen Behandlungströge behandelt werden, so dass den Trommeln 118 und 120 Fadenbündel von sehr gleichmässiger Qualität zugeführt werden, die einzeln unter kontrollierter Spannung getrocknet und gespult werden.
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wird. Man braucht daher nur die Spannung des Fadenbündels, das gerade auf die Rolle 146 gewickelt wird, von Hand aus zu erhöhen, um die Aufnahmegeschwindigkeit zu vermindern und so ein genügend langes Fadenbündelstück für die weiter oben beschriebenen Handgriffe zu erhalten. Gewünschtenfalls kann der Druckluftmotor durch einen geeigneten Reibräderantrieb ersetzt werden.
In den Fig. lOa, lOb und 11 ist die Antriebseinrichtung für die verschiedenen Antriebselemente der Vorrichtung imSchema dargestellt. Eine ins einzelne gehende Erklärung der Antriebseinrichtung erscheint nicht notwendig, da danach die Arbeitsweise dem Fachmann keine Schwierigkeit bereiten dürfte. Es soll jedoch betont werden, dass die Verwendung von gemeinsamen Antrieben zur Versorgung der gesamten Antriebselemente der Vorrichtung ein wichtiges Merkmal der Vorrichtung darstellt.
Diese Anordnung gewährleistet, dass alle Antriebselemente von derViskosepumpe bis zu den Trockentrommeln mit gleichlaufender Geschwindigkeit angetrieben werden, und garantiert ferner eine gleichmässigeFadenbehandlung. Während der Spulmechanismus und. die Spindeln auch von einem gemeinsamen Motor zusammen mit andern Antriebselementen versorgt werden können, ist dieses nicht wünschenswert, da die einzelnen
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Spindeln mit verschieden hoher Geschwindigkeit rotieren, die von dem Drall abhängt, den die Fadenbündel haben sollen.
Werden die Spindeln gemeinsam von einer separaten Antriebseinrichtung versorgt, so ist eine Gleichmässigkeit des Verzwirnens und des Spulens gewährleistet, während eine Gleichmässigkeit in der Herstellung, Behandlung und Trocknung der Fadenbündel bis zu einem gewissen Grade von gemeinsamen Antriebsvorrichtungen für diese Stufen abhängt.
Die Motoren 162 und 164 sind zweckmässig am Ende des Trocken-und Spulteiles der Vorrichtung angeordnet. Der Motor 162 treibt die Welle 166 an, welche sich längs der gesamten Vorrichtung zurück zu dem Spinnteil erstreckt. Die Welle 168 wird von der Welle 166 durch das Getriebe 170 angetrieben und erstreckt sich längs des Trocken- und Spulteiles der Vorrichtung. Die Trommelpaare 118 und 120 werden von der Welle 168 angetrieben.
Die Spannrollenpaare 44,46 und 44'und 46'werden von derWellel66 über dieKegeIradgetriebel72 bzw. 174 angetrieben. Die Walzen 22 und 26 sowie die Viskosepumpen 21 für den Spinnteil der Vorrichtung werden gleichermassen von derWelle166 über die Treibriemen 176 und 178 und einem Planetengetriebe, wie Figea und 10b zeigt, angetrieben. Die Welle 180 treibt die Walzen 26 und die Welle 182 die Walzen 22 an. Die Welle 184 erstreckt sich längs des Spinnteiles der Vorrichtung und versorgt die Viskosepumpen 21, welche angrenzend an die Filterkerzen 14 (Fig. 2) angeordnet sind und den Spinndüsen 20 durch die Filter 14 die Spinnlösung in bekannter Weise gleichmässig zuführen.
Der zweite Antriebsmotor 164 (Fig. 11) ist mit dem Treibriemen 186 verbunden, der sich längs des Spulteiles der Vorrichtung erstreckt, auf welchem mit Treib-und Stützrollen (beispielsweise 188), die in Abständen vorgesehen sind, die richtige Spannung aufrechterhalten wird. Die Spulen 140 sind auf einer Drehspindel befestigt, die von dem Treibriemen 186 angetrieben wird, wie dies in der Spul- und Spinntechnik üblich ist.
Eine Treib- und Stützrolle 190 treibt die Rolle 192 mittels eines Treibriemens 194 und Führungsrollen 196 an. Die Rolle 192 treibt den Mechanismus an, der seinerseits die Auf-und Niederbewegung der Querstange 160 und die Fadenführungswelle 141 kontrolliert.
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geben, in welchem die Herstellung von sehr festen Fäden nach dem Viskoseverfahren beschrieben ist.
Beispiel : Eine Viskoselösung aus 7, 62% Cellulose, 6, 52% Alkali, 2,15je Gesamt-Schwefel mit einer Reife von 11, 5 cm3 (die Menge NH4, CI. die benötigt wird, um eine gewogene Viskosemenge zum Gelieren zu bringen) und einer Viskosität von 45 Sekunden (Kugelfallmethode) wird gleichzeitig durch die achtundvierzig Spinndüsen 20 in das gemeinsame Spinnbad in Behälter 18 eingespeist. Das Spinnbad setzt sich wie folgt zusammen : 100 g/1 Schwefelsäure, 263 g/1 Natriumsulfat und 38, 6 g/l Zinksulfat bei einer Tempera. cur von 520. Es wurden pro Minute 352 1 Spinnbad zugeführt. Die Spinndüsen sind etwa 20 cm in das Spinnbad eingetaucht.
Die von den Spinndüsen ausgestossenen einzelnen Fadenbündel 50'werden mittels rotierender Walzen (Godets) 22 aus dem Spinnbad heraus und nach dem Anspinnen des frisch gebildeten Fadenbündels durch das Heisswasser-Streckbad von 85"yin Behälter 24 geführt. Die Kontaktzeit beträgt 0, 6 Sekunden. Mit der Walze 26 werden die Fäden aus dem Streckbad herausgezogen. Die Walze 26 wird mit grösserer Geschwindigkeit als die Walze 22 angetrieben, und die Fadenbündel 50'werden zwischen den beiden Walzen um 76, 8% gestreckt...
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Winkel zu ihrer vorherigen Bewegungsrichtung geführt werden. Nach der Aufnahme des Fadenbündels von der letzten Spinneinrichtung besteht die Fadenbündelschar aus achtundvierzig Fadenbündeln und wird von dem Spinndeck 30 von den angetriebenen Spannrollen 44 und 46 weitergeführt.
Zwischen den Walzen 26 und den Spannrollen 44 und 46 ist ein leichtes Nachlassen der Spannung der Fadenbündel der Fadenbündelschar 50 möglich. Von dem Spinndeck wird die Fadenbündelschar 50 durch den Regenerierungtrog 52 in Berührung mit einem Behandlungsbad aus verdünnter heisser Säure geführt, dessen Strömungrichtung der Bewegungsrichtung der Fadenbündelschar entgegengesetzt ist. Die Flüssigkeit hat an dem Auslass folgende Zusammensetzung : 2, 5 g/I Schwefelsäure, 8 g/l Natriumsulfat, 1 g/l Zinksulfat.
Mittlere Temperatur im Trog : 950. Es strömen pro Minute 9, 5 I Behandlungsflüssigkeit durch den Trog.
Die Trenn- und Führungskämme 58, die im Trog quer angeordnet sind, haben vom Eintrittspunkt des
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Die Dämme 60 sind im Trog 52 in folgenden Abständen, von dem Eintritt der Fadenbündelschar an ge- rechnet, angeordnet : 40, 6 ; 94 ; 147, 2 ; 200, 8 cm. Die effektive Badbewegung im Trog 52 beträgt 243, 8 cm,
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die effektive Behandlungszeit der sich bewegenden Fadenbündelschar 2, 9 Sekunden. Wie weiter oben beschrieben wurde, findet durch die Flüssigkeitsbehandlung eine vollständige Regenerierung der Fäden statt, wobei bis zu einem gewissen Grad auch die Verunreinigungen von den Fäden entfernt werden.
Nach dem Austritt aus dem Regenerierungstrog 52 wird die Fadenbündelschar 50 um Spannrollen 44 und 46 und durch den Waschtrog 68 mittels der direkt angetriebenen Spannrollen 44'und 46', die in der weiter oben beschriebenen Weise angeordnet sind, herumgeführt, wobei die Fadenbündelschar zwischen den beiden Sätzen von Spannrollen um 0,44% gestreckt wird. Die Flüssigkeit für das Wasch- und Entschwefelungsbad wird an dem oberen Ende 82 des Troges 68 eingeführt. Es besteht aus heissem Wasser von 730 und es werden pro Minute 37, 85 1 zugeführt. Die Trennkämme 70 sind im Trog paarweise und mit Abständen zwischen den einzelnen Paaren angeordnet. Von der Eintrittsstelle der Fadenbündelschar an gerechnet, betragen diese Abstände 5, 0 ; 15, 2 ; 25, 4 ; 55, 9 ; 71, 1 ; 91, 4 und 111, 8 cm.
Der Zwischenraum zwischen'den Kämmen und dem Trogboden beträgt 6, 35 mm. Zwischen den Druckstangen bestehen folgende Abstände, von dem niedrigen Ende des Troges 68 an gerechnet : 2, 5 ; 7, 6 ; 17, 8 ; 27, 9 ; 43, 1 ;
58, 4 ; 73, 7 und 93, 8 cm.
Die Druckstangen sind so angeordnet, dass sie 12, 7 mm vom Boden des Troges 68 entfernt sind, während die Wälle 78 etwa 1, 98 mm vom Trogboden entfernt sind. Der Trog 68 weist eine Neigung von 0, 668 cm auf 30, 5 cm Troglänge auf. Effektive Bandbewegung : 101, 6 cm. Effektive Behandlungszeit der Fadenbündelschar beim Durchgang durch den Trog 68 : 12, 2 Sekunden.
Wie weiter oben beschrieben, kommt die Fadenbündelschar 50 zunächst mit dem Waschwasser in Berührung, das schon den Trog 68, u. zw. immer in Berührung mit den Fadenbündeln, hinuntergeflossen ist. Je weiter die Fadenbündelschar daher durch den Trog 68 hindurchgeführt wird, desto sauberer ist das Behandlungswasser, mit dem es in Berührung kommt. Infolgedessen wird bei dem Durchgang durch den Waschtrog 68 eine praktisch vollständige Waschung der Fadenbündel erreicht.
Die Wirksamkeit der Waschung im Trog 68 ist insofern überraschend, da die Weglänge und die wirksame Behandlungszeit der Fadenbündel verhältnismässig kurz ist. Vermutlich beruht die Wirksamkeit der Waschbehandlung darauf, dass sich die Fadenbündel im Gegenstrom auf der Oberfläche des fliessenden Behandlungswassers bewegen, wobei die Fadenbündel mittels der weiter oben beschriebenen Wälle und Druckstangen bandähnlich aufgebreitet werden, damit auch alle Einzelfäden der Fadenbündelschar vollkommen vom Behandlungswasser durchdrungen werden, was noch durch die infolge der Anordnung der Wälle erzeugten Wirbel in der Behandlungsflüssigkeit unterstützt wird. Ausserdem wird das Behandlungswasser gegen die Unterseite der Fadenbündel gedrückt, wenn diese die Wallpaare überqueren.
Die Anordnung des Regenerierungstroges und der Wälle im Trog 68 stellt eine wesentliche Änderung gegenüber dem bekannten Stand der Technik dar.
Nach dem Verlassen des Waschtroges 68 wird dieFadenbündelschar 50 durch denSchlichtmitteltrog92 geführt, der rechteckige Form hat und sehr viel kürzer, aber wesentlich tiefer als der Trog 68 ist.
Der Schlichtmitteltrog 92 weist, wie weiter oben ausgeführt wurde, eine leichte Neigung auf. Er wird mit einer Schlichtmittellösung auf Ölbasis gespeist, die sich für die Verwendung bei starken Viskosefäden eignet. Um das überschüssige Waschwasser vom Trog 68 zu entfernen, werden die Fadenbündel 50'über die Absaugeinrichtung 84 geführt, ehe sie in das Schlichtmittelbad eintreten. Hiebei ist für jedes Fadenbündel eine bestimmte Nut 86 der Absaugeinrichtung vorgesehen. Beim Durchgang durch das Schlicht-
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5fzeigt, und nach dem Austritt aus dem Trog über eine zweite Absaugeinrichtung 104 geführt, durch welche auf die Fadenbündel eine Saugwirkung, wie sie im Zusammenhang mit der Absaugeinrichtung 84 beschrieben ist, ausgeübt wird.
Die Fadenbündelschar 50 wird dann um das zweite Paar von rotierenden Spannrollen 44'und 46' zur Kontrolle der Spannung und von der oberen Spannrolle 44'zu dem Trockendeck. geleitet, auf welchem jedes einzelne Fadenbündel der Fadenbündelschar durch eine bestimmte Lücke der Trenn- und Führungskämme 114, die auf dem Trocken- und Spuldeck 110 angeordnet sind, in derselben Weise wie es für das Spinndeck beschrieben worden ist, geführt wird. Die Kämme 114 sind in Paaren angeordnet, wobei ihre hakenförmigen Zähne einander zugewendet sind, um die Fadenbündel, wenn sie einmal in den Lücken zwischen den Zähnen sind, auch darin zu halten.
Das Fadenbündel 50' (Fig. 4g), welches von der letzten Spinneinrichtung kommt und daher als letztes der Fadenbündelschar zugeführt wird, ist das erste ; welches die Fadenbündelschar 50 verlässt und etwa rechtwinklig zu der Bewegungsrichtung der Schar 50 mittels der drehbaren Fadenführung 132 fortgeführt wird. Die übrigen Fadenbündel werden nacheinander aus der Schar 50 fort und durch die Führungen 132 der unteren Fadenfortführungstrommel 120 zugeführt und mehrere Male um die Trommeln 118 und 120 herumgeführt. Für jedes Fadenbündel ist ein solches
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